Junge haben es heute schwer
Ich wünschte mir, daß viele junge Leute die
Vision 2000 lesen würden, denn egal worüber Sie schreiben, es
wird immer Hilfe angeboten in der Weise, daß oft trotz größter
Verzweiflung es einen Weg gibt, wo helfende Hände da sind. Ich finde,
junge Menschen haben es in der heutigen Zeit besonders schwer, der vielfältige
und oft zerstörende Einfluß macht einen manchmal hilflos. Vor
kurzem las ich Gedanken über Furcht und Hoffnung": Begegne
den Zufällen dieses Lebens nicht mit Furcht, sondern in der starken
Hoffnung, daß du alles kannst in Gott, dem du zu eigen bist. Er
wird bei dir sein in Licht und Dunkelheit. Wo du nicht mehr gehen kannst,
wird Er dich tragen." (Franz v. Sales)
Ingeborg Bauer Pohlg. 12/7/9, A-1020 Wien
Endlich kapiert!
Gestern hat mein Kollege zum zweiten Mal gefragt, ob
er sich die VISION ausborgen darf, die auf meinem Schreibtisch lag. Natürlich
gab ich sie ihm gerne und habe dann Gott sei Dank auch kapiert, daß
es wohl der Heilige Geist sein muß, der mir in diesem Moment sagte:
Bitte doch, daß er die VISION zugesandt bekommt... Ich durfte die
Geburtsstunde beim 12. Internationalen Familienkongreß miterleben.
Angesichts der medialen Überflutung unserer Tage: die VISION lese
ich wirklich, und ich verwende sie oft im Religionsunterricht. So viel
ist da wertvoll: Die Lebenszeugnisse, die Beiträge von Christa Meves
und vieles andere...
Josef Krutzler 7423 Pinkafeld
Kardinäle: Zeugen des Glaubens
Es ist üblich geworden, kirchliche Persönlichkeiten,
und auch die neuen Kardinäle, als Konservative und Progressive zu
etikettieren, und ihre Äußerungen geben manchmal auch Grund
zu einer derartigen Einordung. Doch entspricht dies nicht der christlichen
Sicht. Christus, nach dem wir Christen benannt sind, lehrt die Wahrheit
und ist selbst die Wahrheit. Die Kardinäle sind berufen, unseren
Glauben zu wecken und zu vertiefen und die Glaubenswahrheiten unverkürzt
zu verkünden. Die rote Farbe, der Kardinalspurpur, ist ein Zeichen
dafür, daß sie bereit sein sollen, wenn nötig, für
das Bezeugen ihres Glaubens sogar ihr Blut zu vergießen. In dieser
Zeit der Verwirrung - unter dem Einfluß innerlich vom Glauben abgefallener
Theologen ist diese Verwirrung tief auch in kirchliche Kreise eingedrungen
- wartet auf die Kardinäle ein geistiges Ringen: die Authentische
Glaubens- oder Morallehre dem Volk werbend nahezubringen.
Es ist tief beeindruckend, wie sehr z.B. der hl. Don
Bosco seinen Priestern, die in die Mission gingen, ans Herz legte: Sie
müßten ständig dessen eingedenk sein", daß
sie katholische Priester" sind. Sie sollten nach Rom gehen, um die
Sendung des Papstes zu empfangen. Deswegen sollt Ihr ebendieselben
Sakramente und dasselbe Evangelium predigen, das von Christus und Seinen
Aposteln und von den Nachfolgern des heiligen Petrus verkündet wurde
bis auf den heutigen Tag, es mit aller Sorgfalt lieben, bekennen und predigen,
sowohl vor den Wilden als auch vor den zivilisierten Völkern. Gott
behüte Euch davor, daß Ihr etwas sagt oder im geringsten tut,
was gegen die unfehlbaren Lehrentscheidungen des Stuhles Petri gerichtet
wäre, oder auch nur dahin gedeutet werden könnte."
Hilde Bayerl Engelbertstr. 21, D-81241 München
Pokemon und Co
Endlich wird auch einmal über Pokemon, Digimon,
usw. berichtet. Ich kann zwar nicht so viel mitreden, da ich die Sendungen
nur einmal gesehen habe, aber es genügt, wenn man die Kids so reden
hört. Ich möchte nur ein Beispiel erzählen, das mich schon
ein wenig aufgeschreckt hat. Ein Junge (11 Jahre), der in unserem Haus
wohnt und uns gerne besucht, ist viel allein und schaut auch viel diese
Sachen. Da hört man nur mehr: kämpfen, fighten, Laserschwert,
feuerspeien, andere töten, stark sein... Es dauert wirklich eine
gewisse Zeit, bis man wieder über normale Dinge reden kann.
Und seine Phantasiewelt sieht so aus: In einem Deutschaufsatz
(freies Thema) da frißt eine Spinne seine Mutter, sein Vater kann
sich gerade noch retten und schießt dann mit einem Revolver die
Spinne von der Wand. Und so geht das weiter. Ich habe ihn gefragt, ob
er nicht auch über normale oder schöne Dinge schreiben könnte.
Die Antwort: Das ist fad, da ist keine ,Action'. Außerdem
ist das eh nicht so schlimm." Er sagt dann aber noch Sachen wie Kopf wegpusten,
Loch im Bauch, wo das Blut herausrinnt - in der Art: Wer am grauslichsten
redet und wem das nichts ausmacht, der ist am coolsten. Ich frage mich
da schon: Wo wird die Jugend hinerzogen? Und warum nehmen die Eltern das
nicht ernster? Das Grausliche wird einfach verharmlost und alltäglich
gemacht, bis es normal" ist. Und Satan freut sich! Die Muttergottes
sagt nicht umsonst, daß die Jugend in einer äußerst schwierigen
Situation ist. Ich denke, die Kirche müßte dagegen viel, viel
stärker auftreten und warnen.
Waltraud Grubinger Laiter 42, A-4894 Oberhofen
Das Internet nutzen
Wir freuen uns immer, wenn Ihre Zeitung bei uns ankommt.
Wir lesen auch gern Ihre Berichte über kleine (große!) Wunder
und spektakuläre Bekehrungen. Auch wenn solche Dinge in unserem gewöhnlichen
Leben nicht passieren, stärken sie unseren Glauben und bringen doch
Mut und Hoffnung in den oft so grauen Alltag. Denn die Versuchung, einfach
frustriert die Hände in den Schoß zu legen, wird wohl jeden
schon einmal ereilt haben. In diesem Sinne mein Vorschlag, eine Nummer
dem Thema Information und Öffentlichkeitsarbeit" zu widmen.
Das Internet bietet (neben viel Unfug) auch unendlich viele Möglichkeiten
in der Gesellschaft aktiv zu werden. Während es früher eine
in jeder Hinsicht aufwendige Aktion war, eine Petition oder einen Protestbrief
zu verfassen und Unterschriften dafür zu sammeln, ist das heute mit
Hilfe des Internet eine einfache Sache. Vielleicht könnte jemand
von Ihnen eine Adreßdatei von couragierten und tatkräftigen
Personen anlegen...
Maria Loe Loe-Schweinheim@t-online.de
Taxi Orange
Big Brother, Taxi Orange & Co sind das Gesprächsthema
Nr. 1 in Lokalen und auf Schulhöfen. Gegner sprechen von Knast-TV".
Was macht solche Sendungen interessant? Laut Medien bewarben sich 1.000
Personen für den Reality-Soap Taxi Orange". Bei solchen Sendungen
zählt die Quote, nicht die Wahrheit. Der ehemalige ORF-Generalintendant
Gerd Bacher bezeichnet Reality-TV als öffentlich-rechtlichen
Selbstmord". Der neue Gott" sei der Markt, sein heiliger Ungeist"
heiße Werbung. Tatsache ist, daß eine bislang einzigartige
Marketingstrategie Jugendliche an den Reality-soap bindet. Scharfe Kritik
übte auch der Kärntner Bischof Egon Kapellari.
Wenn schon zu Hause nichts los ist, so ist es doch interessant,
wie es in einer künstlichen Familie zugeht. Offenheit ist gefragt,
ob gekuschelt oder geblödelt wird. ... Ein Studie der Universität
Augsburg ergab, daß die durchschnittliche Zuschauerin jung, weiblich
und einsam ist. Erst mit steigendem Alter, so die Studie, steige die kritische
Haltung gegenüber der Sendung. Neugier und die Suche nach Unterhaltung
treiben die Zuschauer in Massen vor den Fernseher. Das Hauptmotiv für
Reality-TV-Vielseher ist aber die Einsamkeit. TXO bietet die Möglichkeit,
an einer Gemeinschaft" teilzunehmen.
Während die Moderatorin Dodo Roscic meint, daß
junge Menschen eine Antwort auf die Frage wie meistern andere das
Leben?" bekommen würden, ist Peter Vitouch, Leiter des Ludwig-Boltzmann-Institutes
nicht ganz dieser Meinung. Er sieht im Reality-TV eine Art großangelegten
Laientheaters. Die Teilnehmer wissen ja, daß sie gefilmt werden
und verhalten sich daher anders als im normalen Alltag. Bei Reality-TV
lautet die Verkaufsstrategie: Zeige dein Privatleben und danach
mach ich die Leute zu Stars." Dazu Thomas Gottschalk: Du mußt
dich nur 100 Tag in eine Kiste setzen und dummes Zeug erzählen, andere
aus der Kiste mobben, und wenn du als einziger überlebst, bist du
am Ende reich und berühmt "- 'ne klasse Lebensphilosophie!
Johannes Resl, A 4553 Schlierbach 199
Ihr habt eine gute Homepage
Ich möchte euch zu eurer gelungenen Homepage gratulieren!
Meine Familie bekommt seit langer, langer Zeit euer Heft zugeschickt.
Jetzt hab ich mir gedacht, daß ich euch einmal maile. Danke für
die wunderbaren Berichte, Zeugnisse, Portraits,... Besonders möchte
ich mich für die Berichte über das Thema Esoterik bedanken,
sie sind wichtige Leitlinien im Umgang mit diesem Thema. Außerdem
liebe ich besonders die Texte von P. Clemens Pilar. Daß ihr so viel
über den Weltjugendtag 2000 in Rom berichtet, hat mich ganz besonders
gefreut. Ich war selber dort, und als ich zurückkam, stellte ich
mit Bedauern fest, daß die österreichischen Medien so gut wie
nichts berichtet haben. Ganz im Gegensatz zu den italienischen, da gab
es viele Live-Übertragungen und ausführliche Berichte in den
Zeitungen. Umso mehr hat es mich gefreut, daß ihr so viel und so
schön über dieses Großereignis geschrieben habt.
Julia Rosinger jrosinger@hochbau.tuwien.ac.at
Humanae vitae wiederentdecken!
Kardinal Meisner, Köln, hat ein Interview gegeben,
das aufhorchen läßt (Rhein. Merkur v. 12.1.01). Darin nahm
er auch Stellung zur Enzyklika Humanae vitae" von Papst Paul VI.
Man müsse diese Enzyklika wiederentdecken". Weitergabe
der Liebe und Weitergabe des Lebens gehören untrennbar zusammen.
Das hat der Schöpfer so gewollt." Die Liturgie der Kirche sagt
das sehr schön, daß der Mensch von Gott mirabiliter formatus,
wunderbar formiert ist. Den Menschen daran Geschmack zu geben, das ist
eine wesentliche Aufgabe der Kirche in Deutschland." Bei der Empfängnisverhütung
verfremdet sich der Mensch selbst, indem er seine Sexualkraft verfremdet."
Die Königsteiner Erklärung der westdeutschen
Bischofskonferenz von 1968, mit der der Gebrauch von empfängnisverhütenden
Mitteln für deutsche Katholiken legitimiert wurde, stand am Anfang
einer Kausalkette, die dem Leben nicht förderlich war. Wir Bischöfe
müssen sie korrigieren", so betonte der Kardinal. Er wies auch darauf
hin, daß seinen Vorgänger Kardinal Frings bis in sein
hohes Alter sein Gewissen geplagt" hat, ob die Königsteiner
Erklärung gerecht war. Auch Kardinal Höffner war überzeugt,
daß sie korrigiert werden muß, und er hat dem Papst das versprochen.
In meiner Anwesenheit hat der Papst dem jetzigen Vorsitzenden der Deutschen
Bischofskonferenz schon mehrere Male gesagt, das Versprechen von Kardinal
Höffner sei noch einzulösen." Soweit Kardinal Meisner.
Es ist eine große Gnade für die Kirche in
Deutschland, daß nun ein Kardinal sich der schweren Wunde, die die
Praxis der Verhütung der Kirche und unserem Volk geschlagen hat,
annimmt und dazu auffordert, Humanae vitae neu zu entdecken.
Rita Stumpf, Freundeskreis Maria Goretti e.V., Engelbertstr.
21, D-81241 München
Was ich statt Harry Potter empfehle
In der letzten Nummer von VISION 2000 haben Sie sich
mit dem Phänomen Harry Potter" auseinandergesetzt. Nachdem
ich an der Mittelschule unterrichte (Religion), werde ich natürlich
auch laufend mit dieser Geschichte konfrontiert. Also habe ich mich dazu
durchgerungen, die Bücher zu lesen, um zu wissen, was diese Begeisterung
bei den Kindern hervorruft.
Ich habe alle vier(!) Bände gelesen. Sie sind wirklich
sehr spannend geschrieben, und ich kann mir nun gut vorstellen, daß
Jugendliche diese Geschichte nicht nach dem zweiten Band aus der Hand
legen, weil sie einfach wissen wollen, wie es mit dem Zauberknaben weitergeht
und welche Abenteuer noch auf ihn warten.
Ich teile allerdings Ihre Bedenken bezüglich der
Botschaft" dieses modernen Märchens. Öfter habe ich mich
beim Lesen mit dem Gedanken getröstet", daß Kinder solche
Geschichten ja ohnedies recht unreflektiert konsumieren", denn die
diversen Problemlösungen und Krisenbewältigungen sind nicht
gerade das, was man Kindern anempfehlen würde...
Ich möchte Ihnen und vielleicht auch manchen Lesern
einen guten Tip geben. Es gibt eine Lektüre, die genauso spannend
und faszinierend ist, die von unglaublichen Wunderwelten mit verschiedensten
Fabelwesen berichtet und die Leser in phantastische Reiche entführt.
Mit großem Können hat der Autor in diese Geschichten auch seine
tiefe christliche Überzeugung hineingelegt.
Ich sprechen von C.S. Lewis und seinem Werk Die
Chroniken von Narnia". Es umfaßt sieben Bände und ist als Taschenbuchausgabe
erhältlich. Ich habe alle sieben Bände gelesen - und bin begeistert!
Im Gegensatz zu den Harry Potter Geschichten, die zwar
spannend, aber letztendlich doch irgendwo kalt sind, spürt man in
diesen Abenteuern neben der großen Spannung auch Wärme. Wird
bei Harry P. der Mensch als eher dümmliches, ja beinahe unsympathisches
Wesen (weil der Magie nicht mächtig) dargestellt, so begegnen wir
bei C.S. Lewis einem äußerst liebevollen, mit großem
Einfühlungsvermögen und Ehrfurcht beschriebenen Menschenbild.
Ich habe die Bücher gleich meiner Kollegin vom
Deutschunterrricht ans Herz gelegt - und mittlerweile werden sie mit großer
Begeisterung von den Schülern gelesen. Zudem bietet sich nun auch
ein fächerübergreifendes Arbeiten an, weil ich in meinem Fachbereich
wunderbar über den tiefen Sinngehalt dieser Geschichten mit meinen
Schülern sprechen kann. Wir haben auch gleich die sieben Bände
für die Schülerbibliothek besorgt.
Wer also so etwas wie ein Gegengewicht" zu Harry
Potter schaffen möchte, dem empfehle ich C.S. Lewis, der nicht umsonst
als einer der bedeutendsten christlichen Schriftsteller des letzten Jahrhunderts
gilt, mit seinen Chroniken von Narnia".
Pia Toggenburg Runkelsteinerstr. 1, I-39100
Bozen
Täglich neu aus Seiner Kraft
Die letzte Ausgabe gefällt mir so gut, daß
ich um die Zusendung von drei Probeheften bitte ... Der Artikel Das
Gewissen spricht leise" hat mir so gefallen, daß ich mir Zitate
von Kardinal Newman in mein Weisheitsbüchlein herausgeschrieben habe.
Ich gebe Eure Zeitung immer an eine Freundin weiter...
Mein Leben ist, wenn ich Rückschau halte, ein einziger
Plan Gottes. Die Gegenwart liegt in Seiner Fügung, und was auch kommen
mag, ich sage wie Maria Ja". Alles, was ich erlebe, ist ein bewußtes
Kreuztragen, und Auferstehung ist das Ziel. Täglich neu aus Seiner
Kraft empfange ich im Heiligen Geist Seine Weisungen, und vieles ist unbegreiflich
und doch wahr. Man kann Gott nicht begreifen, aber der Glaube schenkt
Hoffnung und die Hoffnung macht bereit zu lieben.
Elisabeth Angerer Schalserstr. 28, A-6200
Jenbach
Das Geldsystem muß man ändern
Ihre Auseinandersetzung mit dem Geldthema berührt
mich mit großer Freude und Hoffnung. Geld ist wichtig, ohne dieses
Tauschmittel wäre unser Leben in der arbeitsteiligen Gesellschaft
undenkbar. Wichtig erscheint mir vor allem Informationsarbeit zur Struktur
unseres Geldes. Geldtechnik ist beeinflußbar, was ganz besonders
uns Christen interessieren sollte.
Nach Prof. Binswanger (Schweiz) weiß nur ein Promille
der Bevölkerung, wie Geld funktioniert. Leider ist es auch so, daß
viele Leute glauben, eine neue Geldordnung würde ihnen Ersparnisse
abknöpfen. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Wir könnten auf
die Inflation verzichten, Geld wäre ein sicheres Wertaufbewahrungsmittel.
Es würde allerdings nicht mehr ohne unser Zutun anwachsen können.
(Kapitalismuskritik berüht nicht Unternehmerleistungen. Sie zeigt
aber auf, daß es Unrecht ist, wenn Guthaben an Geld sich in regelmäßigen
Abständen verdoppeln können.)
Bis ins 20. Jahrhundert hinein hat die Kirche den Wucher
kritisiert. Es gibt mehrere Stellen im Alten Testament sowie viele Aussagen
von Kirchenväter und Moraltheologen zu diesem Thema. Ich kenne zwei
Theologen, die dazu ihre Diplomarbeit geschrieben haben, und viele Menschen,
die sich sehr engagiert für eine neue Geldordnung einsetzen.
Die Kirche als große Gemeinschaft hat es heute
wohl auch deshalb schwerer als früher, in der Frage der Geldordnung
konkret Stellung zu beziehen, weil sie große Projekte, die nach
sicherem Einkommen verlangen, unter anderem mit Zinsen finanziert. Natürlich
ist es besser, wenn Zinsen guten Projekten zugeführt werden. Aber
wissen wir auch, wo dieses Geld herkommt? Der Initiative Entschuldung
ist es leider nicht möglich, den Kern der Sache zu bewältigen,
weil sie die Geldstruktur zu wenig in Frage stellt.
Geld ist ein Tauschmittel. Es könnte allen in gleicher
Weise nützen. Die notwendigen Instrumente, um Pläne für
eine neue Geldordnung zu verwirklichen, sind - abgesehen von der Bereitschaft,
sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen - sicherlich der Glaube, die
Hoffnung und die Liebe. Vielleicht ist es möglich, durch Ihre Zeitschrift
Menschen auf Möglichkeiten eines Engagements in dieser Frage aufmerksam
zu machen, Menschen, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen
angesichts der die Schöpfung verachtenden Geldstruktur.
Josefa Maurer
Tanneng. 1, A-3352 St. Peter/Au
Die Beziehung von Christen und Juden
In der letzten Nummer von VISION wurden zwei Bücher
empfohlen und zwar Unser Weg nach Rom", das ich in einem Zug gelesen
habe und das mich sehr bewegt hat. Die Liebe des (ursprünglich evangelischen)
Ehepaares Hahn für die Katholische Kirche ist nicht nur fundiert
begründet, sondern auch im Leid geprüft und für den Leser
überzeugend und begeisternd.
Das zweite Buch war Leben zwischen Grenzen". Angesichts
der dort dargestellten Situation kommt meine Bitte an Sie als Journalist:
Als Christen sollen wir die Juden als unsere älteren Brüder"
betrachten. Aber wie sollen wir die Taten der israelischen Besatzungsmacht
gegenüber den Palästinensern - besonders den Christen - beurteilen?
Es ist eine Frage, die viele beschäftigt. Wäre es möglich,
eine Nummer von VISION diesem Thema zu widmen?
Franca Gruber Kohlstatt 55, I-39015 St. Leonhard/Pass
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