VISION 20006/1999
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Das Kreuz auf dem Weg ins 3. Jahrtausend

Artikel drucken (Maria Odermatt)

Viele der Visionsleser kennen sicher die Geschichte des Kreuzes das 1996-97 zu Fuß nach Paris zum Weltjugendtreffen getragen worden ist. Damals hat Gabriele sich bereit erklärt, das Kreuz auf der ganzen Strecke zu Fuß zu begleiten. Nächstes Jahr im August ist es wieder so weit: das nächste Weltjugendtreffen mit dem Heiligen Vater steht vor der Tür. Gerade im Jahr 2000, das der Papst zum Gnadenjahr ausgerufen hat, ist es an uns, wieder neu Zeugnis zu geben von Jesus Christus und seinem Evangelium. Deshalb wünschen wir uns, daß die Gemeinschaft der Kirche in Österreich dieses Kreuz im Gebet und auch auf der Schulter nach Rom begleiten möge. Die erste Etappe haben wir schon hinter uns: vom Kloster der Karmelitinnen in Mayerling nach Heiligenkreuz. Dort wurde das Kreuz im Rahmen des Festes der Kreuzerhöhung von vielen Jugendlichen empfangen. Weitergemacht hat eine kleine Gruppe aus St Rochus in Wien, 3. Bezirk. Über das Allerheiligen-Wochenende sind sie die zweite Etappe mit dem Kreuz auf der Schulter gegangen.

Die Große Hoffnung ist nun, daß dieses Kreuz von Hand zu Hand bis nach Rom begleitet wird. Darum wollen wir bitten, daß jeder, der auf diese Art Zeugnis von der lebendigen Kirche und der Liebe Gottes geben will, sich meldet, um das Kreuz wieder ein Stück weiter nach Rom zu tragen.

Noch ein praktischer Tip: Es ist ein gutes Gefühl, ohne viel und klug reden zu müssen, Zeugnis für Christus abzulegen. Die Autofahrer bremsen ab, um sich das genau anschauen zu können. Jeder Mensch versteht, was es bedeutet, wenn man ein riesiges Kreuz trägt, das hat was mit Christus zu tun. Wenn man es ein bißchen besser verstehen möchte, dann sollte man's einfach tragen. Sozusagen Kreuzbetrachtung am eigenen Leib; das klappt sicher! Du kannst Jesus auch danken für Seine Liebe, denn Du verstehst dann auch besser, was er für dich getan hat.

Infos zur Route

Mayerling-Heiligenkreuz im Wienerwald-Baden bei Wien-Loretto im Burgenland .... Und weiter geht es.... dorthin, wo es aufgenommen wird, aber auf jeden Fall in Richtung Rom. Denn alle Wege führen nach Rom.

Nähere Information: Niki Haselsteiner: 01/712 12 85 Illa Bubna: 01/710 85 37

Heute lebe ich mit Jesus als meinem FreundIch wuchs in einer katholischen Familie auf. Meine Mutter lehrte uns Kinder, Gott in den alltäglichen Dingen zu lieben. In der Jugendzeit kamen wir dann mit "superfrommen" Katholiken in Kontakt. Es konnte alles nicht "katholisch" genug sein, und man sprach fast nur noch von Sehern und Himmelsbotschaften...

Ich wurde von all dem ganz erdrückt. Ich wollte doch eine gute Christin sein und Gott gefallen und merkte, daß ich den Anforderungen dieser vielen (Droh-)Botschaften nicht genügen konnte.Heute diesen Rosenkranz beten, morgen wieder einen von anderen "Erscheinungen", Minimum an zwei Tagen fasten, an diesem Tag dieses Gebet sprechen und morgen wieder andere... Dieser Leistungszwang war nicht auszuhalten. Ich verlor beinahe den Glauben und wurde fast seelisch krank, konnte all diesen Anforderungen nicht genügen, nicht zwischen falschen und wahren Botschaften unterscheiden. Dann lernte ich einen Priester kennen. Er lebte aus einer tiefen Beziehung zu Jesus Christus, ohne ein "Superfrommer" zu sein. Er schenkte mir die Biographie der heiligen Theresia von Lisieux. Von ihr lernte ich den einfachen Weg des Vertrauens und der Liebe, ein frohes, erlöstes Christentum, ohne frömmlerisch zu sein. Einfach Mensch sein und Jesus das Leben übergeben und von Ihm annehmen!

Ich lernte, die Heilige Schrift zu lesen und zu lieben und las nun fast täglich darin. Gott lernte ich ganz anders kennen als von den erwähnten "Himmelsbotschaften". Und vor allem lernte ich, Gott und auch die Menschen zu lieben.

Heute lebe ich mit Jesus als meinem Leben und meinem Freund. Das sagt sich leicht. Was dahinter an Kraft und Geborgenheit steckt, an Gewißheit, sich von Gott getragen zu wissen, das läßt sich nicht aufs Papier bringen. Jesus ist mit mir und begleitet mich durch Dick und Dünn. Ich vertraue Ihm jeden Tag ganz neu mein Leben an, schöpfe daraus Kraft für meine Aufgabe als Krankenschwester. Er schenkt mir Fröhlichkeit, innere Freiheit, Gelassenheit und Hoffnung.

Maria Odermatt

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