VISION 20005/2002
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Leserbriefe

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Unmögliche Bilder

Ich bedanke mich für die Artikel in VISION 3/2002, die mir aus der Seele geschrieben sind. Die Jugend wächst tatsächlich mit Bildern auf, die ihnen als normal erscheinen, die aber nicht die Norm sein können. Auch wir Erwachsenen lassen uns anstecken, viele finden nichts mehr dabei und allmählich stumpft das sittliche Empfinden der Gesellschaft immer mehr ab. Im Kampf gegen die geistige Umweltverschmutzung können wir nicht genug tun, um das Bewusstsein zu schärfen. Ich bereite gerade ein Buch über das Thema Mode vor, mit dem ich meinen kleinen Beitrag dazu leisten will.

Eva Maria Trujillo-Reschreiter, Baden, evita@hotmail.com


Wir warten schon

Mein 14jähriger Sohn ist ein begeisterter Leser von Vision 2000 - ebenso wie ich. Er kann das Erscheinen der neuen Ausgabe kaum erwarten. Daher möchte ich fragen, ob es eventuell möglich ist, ältere Exemplare zu bestellen.

Christine Berth, A-4540 Bad Hall


Zehn Minuten Jesus Christus!

Zu Ihrem Beitrag “Unterscheidung tut not": Eines Tages ging ich, wie immer im Habit, an der Trafik vorbei. Aus dieser kam ein Ausländer und sprach mich an, er möchte Jesus Christus kennenlernen. Es war ein Muslim, der in einer Fabrik in einer Nachbargemeinde arbeitete. Wir vereinbarten als Termin einen Freitag nach Arbeitsschluß, als Treffpunkt den Kircheneingang. Am Freitag kam der Betreffende pünktlich, aber nicht allein. Er brachte zwei Arbeitskollegen mit. Nach einem kurzen Besuch in der Kirche gingen wir ins Sprechzimmer. Alle drei waren aus dem Vorderen Orient. Es blieb nicht bei diesem Freitag. Ich brachte Bilder und Bücher mit über Jesus Christus, mußte aber auch etwas bei der deutschen Sprache nachhelfen. Als ich einmal mehr Zeit für die Sprachübung brauchte, schaute der eine auf die Uhr und sagte zu mir in fast flehentlichem Ton: “bitte, noch zehn Minuten Jesus Christus!" Diesen Satz vergesse ich nie. Wir vier kamen einige Wochen am Freitag zusammen, ja sie luden mich auch in ihr Quartier ein. Leider haben sie dann den Arbeitsplatz verloren und jeder mußte sich anderswo umschauen.

P. Berthold Egelseder OSB, A-5152 Michaelbeuern 1


Das war ein Gebet!

Heute Morgen habe ich in meinem englischen Gebetsbuch - es heißt Word for Today herausgegeben von Christian Radio for the Nations, P.O. Box 255, Stoke-on-Trent, ST4 8YY England) folgendes gelesen:

“Als Pastor Joe Wright die Senatsperiode in Kansas mit einem Gebet eröffnete, hörte man nicht die üblichen Allgemeinplätze, sondern folgendes: , Vater ... Dein Wort sagt: Wehe jenen, die das Böse gut nennen'. Doch genau das haben wir getan. Wir haben unser geistiges Gleichgewicht verloren und unsere Werte auf den Kopf gestellt. Wir haben die absolute Wahrheit Deines Wortes lächerlich gemacht und das Pluralismus genannt; haben die Armen ausgebeutet und es Lotterie genannt; haben die Faulheit belohnt und es Soziale Wohlfahrt genannt; haben unsere Ungeborenen umgebracht und es Wahlfreiheit genannt; haben Abtreiber niedergeschossen und es gerechtfertigt genannt; haben unseren Kindern keine Disziplin beigebracht und es Aufbau des Selbstwertes genannt; haben Macht mißbraucht und es Politik genannt; haben das Gut unserer Nachbarn begehrt und es als Ehrgeiz bezeichnet; wir haben die Luft mit Profanem und Pornographie verdreckt und es Freiheit der Meinungsäußerung genannt; haben die zeitlosen Werte unserer Väter lächerlich gemacht und es Aufklärung genannt. Durchforsche uns, O Gott, und erkenne unsere Herzen. Reinige uns und mach uns frei."

Joe Wright's Kirche bekam 5.000 Anrufe - nur 47 waren negativ...

Lorne Gerlinger, A-1030 Wien


Tanz ums goldene Kalb

Längst hängen sämtliche Währungen der Welt am Dollar, und nicht mehr wie früher am Goldkurs. Immer mehr Nationalbanken werfen ihre Goldreserven auf den Markt und stopfen so von langer Hand bewußt inszenierte Riesenlöcher in den Staatskassen. Weiterhin steigt in der letzten Zeit der Goldpreis wieder sehr an, denn Gold ist weiterhin eine der stabilsten Krisenwährungen.

Doch was geschieht mit den am Dollar hängenden Währungen, wenn der Dollar plötzlich ins Bodenlose stürzen sollte? Die Goldreserven der Nationalbanken liegen dann längst nicht mehr in den Tresoren des jeweiligen Landes, sondern in jenen der internationalen Hochfinanz. Was dann?

Horst Volz, A-6143 Matrei


Sich beherrschen lernen

Für Homosexuelle gilt genauso wie für “normale" Menschen, die aus welchen Gründen immer unverheiratet sind, ihre Triebe zu beherrschen. Lieb zu seinen Mitmenschen zu sein kann auf vielfältige andere Weise umgesetzt werden: Sei es im Priester- oder Ordensberuf oder auf anderen Gebieten des Dienens, um froh, zufrieden und glücklich zu machen. Freud sagte einmal: Wo die Scham aufhört, fängt die Idiotie an! Allerdings kann die Scham bei den Menschen unterschiedlich ausgeprägt sein. So habe ich einmal beobachtet, wie eine Mutter am Strand ihre Zwillingsbuben (2-3 Jahre alt) nackt auszog, damit sie unbeschwert baden und spielen konnten. Der eine sprang unbefangen umher, doch der andere verkroch sich weinend, bis ihm seine Mutter die Hosen wieder anzog. Erst dann war er zufrieden. Das waren Zwillinge, die die gleiche Erziehung genossen hatten.

Lena Kleudgen, D-65391 Lorch/Rhg.


Endlich positiv über den Papst

Ihre hervorragenden Beiträge über Papst Johannes Paul II. möchten wir nun zum Anlass nehmen, Ihnen zu schreiben, wie gerne wir VISION 2000 lesen! Für uns war es einfach schön, wieder einmal Positives über unseren Papst zu lesen, der gerade meiner Generation so viel geschenkt hat! Ich werde nie die Jugendbegegnung im Wiener Stadion beim Katholikentag 1983 vergessen, die Worte, die der Papst uns 80.000 Jugendlichen damals geschenkt hat und die auch über den Grenzen im benachbarten, noch kommunistischen Ausland aufmerksam gehört wurden.

Herbert u. Claudia Schaufler, A-1120 Wien


Das können wir bestätigen

Zu Ihrem Schwerpunkt-Thema Papst: Der Satz auf Seite 5: Er hat uns mit seiner Art mitgerissen. Das können und dürfen wir voll Dankbarkeit auch für uns sagen. Denn mit dem Papstbesuch 1988 in Salzburg veränderte sich unser Leben, ganz besonders das meines Mannes. Damals durfte unser Sohn als Ministrant im Dom zu Salzburg dabeisein und in unser aller Herzen entbrannte eine Liebe zum Heiligen Vater. Eine Liebe und Verehrung, die uns bis zum 24. Juni 88 fremd war, die uns aber heute fest mit ihm verbindet. War mein Mann früher mit Leib und Seele Sportler, so ist er heute mit Leib und Seele Diakon. Gott hat dieses Wunder bewirkt, daß er beim zweiten Salzburg-Besuch des Heiligen Vaters 1998 schon als Diakon dabei sein durfte, obwohl er erst im November 97 geweiht worden war.

Hedwig Maria Mayer, A-5020 Salzburg


Da ist die Kirche gebunden

Kirche und Papst werden wegen der ablehnenden Haltung zum Frauenpriestertum der Vorwurf der Diskriminierung gemacht. Beim Letzten Abendmahl hat Jesus das Priestertum eingesetzt und zwar Männer. Er wäre in der Lage gewesen, auch Frauen mit dieser Aufgabe zu betrauen, hat es aber nicht getan und damit Seinen Willen und Sein Vorbild kundgetan. Papst und Kirche anerkennen diese Vorgaben Jesu, sowie deren Auslegung durch die Tradition der Kirche. Der Heilige Vater sagt, daß die Kirche keine Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden und daß sich alle Gläubigen endgültig daran zu halten haben. Er anerkennt damit nur die Grenzen der Vollmacht der Kirche. Daher ist der Vorwurf der Diskriminierung falsch und ungerecht.

Edith Salomon, A-1140 Wien


Da bin ich nicht einverstanden

Im großen und ganzen gefällt mir die Vision recht gut, wenn ich manches auch nur überfliege oder mitunter längere Zeit vergeht, bis ich die Zeitschrift lese! Dieses Mal habe ich gleich mit dem Lesen begonnen! Gut gefallen haben mir die verschiedenen Artikel über Johannes Paul II. Nun aber auch noch mein Kritikpunkt: Den Artikel von Wolfram Schrems (Christen - Muslime) kann ich absolut nicht gutheißen; ich finde ihn im Gegenteil sogar äußerst kontraproduktiv (um es modern zu sagen). Ich bin selbst überzeugte Katholikin und arbeite seit 1 1/2 Jahren u. a. mit türkischen Kindern, teilweise auch mit Erwachsenen (Förder-, Deutschunterricht). Durch die Arbeit haben sich wertvolle Begegnungen, ich möchte sagen, auch Freundschaften mit Muslimen ergeben. Als Christin sehe ich meine Aufgabe absolut nicht darin, die Unterschiede zwischen Christentum und Islam herauszustreichen. Ich sehe auch Muslime als Brüder und Schwestern an, die von Gott geschaffen und geliebt sind. In meiner Wertschätzung ihnen gegenüber (also durch mein Leben) möchte ich die Menschenfreundlichkeit unseres (biblischen) Gottes aufleuchten lassen - nicht mehr und nicht weniger. Meine Aufgabe ist es auch nicht, sie zu bekehren! Ich habe z. B. eine CD mit muslim. Gebeten bzw. Gesängen geschenkt bekommen, die sehr meditativ ist - für mich kein Problem, dass ich beim Hören in meinem Herzen dabei Jesus preise u. anbete!

Gisela Jochum, A-6912 Hörbranz, gisela.jochum@gmx.at


Bin nicht einsam

Frau Monléons Darstellung des ehelosen Lebens klingt nach einem dramatischen Kampf gegen die Einsamkeit! Genau hier liegt oft das Problem! Ehelosigkeit um des Himmelreiches Willen ist ein Geschenk Gottes, wohl auch manchmal eine Last, aber sicher keine Berufung zum Einsiedlerkrebs! Frau Monléon hat die geistliche Familie gefehlt, in die eine Berufung zum Zölibat doch eingebettet sein sollte, damit gerade das nicht passiert: nicht ernst genommen zu werden, als eheunfähiger Single zu gelten, allein über seinen Gedanken zu brüten, menschliche Zuwendung zu vermissen und in der Arbeitswelt als die Arbeitsbiene ohne Familie’ ausgenützt zu werden. Da kann die Berufung schon ins Wanken geraten! Ich lebe (zölibatär) als Assoziierte im Opus Dei, das heißt in meinen vier Wänden, und wenn ich abends heimkomme, ist niemand da! Und das ist gut so, denn dann hindert mich niemand am Gespräch mit dem, der doch immer da ist! In der Gemeinschaft mit den anderen Assoziierten habe ich meine geistige Familie gefunden, die mich pflegt, wenn ich krank bin, wo ich meinen Urlaub mit Gleichgesinnten verbringen darf, wo meine Bindung an Gott den Rahmen findet, den sie braucht. Geistliche Leitung, konkrete apostolische Aufgaben helfen meinem Leben die gewünschte Richtung zu geben und zu sichern. So wird das Streben nach Heiligkeit erleichtert, die Einsamkeit gemildert und die gelebte Beziehung zum großen DU meines Lebens gefördert!

Elisabeth Nowatschek, A-1030 Wien

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