VISION 20002/2003
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Leserbriefe

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TV-Gerät in den Giftschrank

Durch einen einschlägigen Zeitungsartikel aufgerüttelt und auf die Idee gebracht (“Schließen Sie Ihr TV-Gerät in den Giftschrank!") haben wir den Fernseher nun - seit 1,5 Jahren in einem versperrbaren Kasten. Wir haben fünf Kinder. Nach anfänglichem Protestgeheul scheint es nun zu dämmern, daß wir uns damit etwas Gutes getan haben (wir hätten es schon früher machen sollen). Nun wird der TV-Genuß - bzw. Playstation-Spielen - maßvoll gegeben. Nach Vereinbarung schauen die Kinder eine bestimmte Sendung oder Zeit. Das mir allerwichtigste Ziel - daß wir an drei Tagen in der Woche quasi keinen Fernseher haben, also überhaupt abgeschaltet lassen - hoffen wir auch noch zu erreichen. Ein guter Film kann ja per Videogerät aufgenommen werden. Mein Mann und ich hoffen, daß unsere Kinder auch einsehen, daß wir ihnen damit nicht Freiheit geraubt, sondern im Gegenteil Freiheit zum eigenen Leben geschenkt haben.

Gabriele Pichler, Klopstockg. 31/6, A-1170 Wien


Betet täglich!

Erlauben Sie uns eine Lesermeinung zu den Demos. Wir haben den Wunsch aus dem Jahre 1917 aufgegriffen, den Maria im portugiesischen Fatima angesichts der Kriegswirren drei Hirtenkindern anvertraute: “Betet täglich den Rosenkranz". Dieses Gebet, gemeinsam verrichtet, verbunden mit der regelmäßigen Hl. Beichte, fördert den Frieden in den Herzen und Familien, wirkt so auf die Umgebung und ist ein entscheidender Beitrag zur Befriedung der Welt.

Annemarie Esterbauer u. Gebhard Blesl, Ziegelstrasse 21W, A-8045 Graz


Wunder auch heute

Wer die Wunder Jesu leugnet, stellt die Glaubwürdigkeit des Neuen Testaments in Frage. Erfreulicherweise spricht Wolfram Schrems in seinem Beitrag eine klare Sprache. Lassen Sie mich noch einen Gedanken anfügen: Im Namen Jesu geschehen seit zwei Jahrtausenden erstaunlichste Wunder. Man denke an die Wunder von Lourdes; oder an die Wunder, die Wilhelm Schamoni in seinem Buch Wunder sind Tatsachen (Christiana-Verlag) beschreibt; oder an die Wunder, die Jesus Christus durch Emiliano Tardif gewirkt hat (siehe seine Bücher Jesus lebt oder Jesus ist der Messias, Vier-Türme-Verlag) - große Wunder, die bis heute geschehen und strengster Prüfung standhalten. Jesus wirkte und wirkt durch Seine Bevollmächtigten vielfältigste Wunder als Weiterführung der Wunder, die Er selbst gewirkt hat. Im Buch Jesus lebt ist ein Rundbrief (1983) des Erzbischofs von Brazzaville, Mons. Barthélémy, wiedergegeben, der sich auf Gottesdienste von P. Tardif bezieht. Daraus einige Sätze: “Diese Predigten waren häufig von geistigen, seelischen und körperlichen Heilungen begleitet. Das erstaunlichste Schauspiel bei diesen Heilungen war, daß man während des Gebetes sah, daß die Kranken geheilt wurden, die Gelähmten gingen und die Stummen plötzlich reden konnten. Es war, als ob die Zeiten der Urkirche mit Jesus wieder gekommen wären! ... Diese Zeichen gesehen zu haben und nicht zu glauben, das nennt Jesus ,gegen den Heiligen Geist sündigen', denn man weigert sich, die Wahrheit zu sehen, was sehr folgenschwer ist."

Dr. Karl Philbert, Peter-Roseggerstr. 6, D-82178 Puchheim


Das verlorene Paradies

Wir lebten schon einmal im Paradies und verloren es durch unsere “Erkenntnis". Seither versuchen wir mit unglaublichem Aufwand ein neues, ein menschliches Paradies zu errichten. Dabei scheinen wir - sieht man sich die immer “perfekteren" Kriege, den Welthunger, die modernen Sozialprobleme an - vom ursprünglichen Ziel immer weiter weg zu kommen. Interessanterweise aber gibt es immer noch zivilisationsvergessene Paradiesteile, wo paradiesische Harmonie in all den ursprünglichen, gottgeschaffenen Bereichen der Natur herrscht. Das Problem ist bloß, daß wir zu wenig von diesen Vorgängen, den unglaublich effizienten Nischennutzungen, vom “nächstenliebenden", hochentwickelten Sozialverhalten der “niederen" Pflanzen und “dummen" Tiere wissen. Je mehr man sich in diese Welt vertieft, desto staunender steht man vor dieser genialen Schöpfung. Wieso sehen religiöse Menschen nicht dieses wunderbare Wirken und Schenken der Natur, übersehen Mose 1,29, Mt 26,6 und ähnliche Stellen und leben nicht danach?

Ing. Wilhelm Lackner, wilhelm.lackner@siemens.com


Schockiert

Sehr schockiert haben mich die Leserbriefe über Papst Pius XII. Daß man an ihm kein gutes Haar läßt, ist traurig. Man müßte sich in ihn hineindenken, warum er den Protest verbrannt hat: Es geschah infolge eines nicht zu scharfen Protestes der holländischen Bischöfe, der 40.000 Verhaftungen nach sich zog. Er dachte: Wenn ich nun einen viel schärferen Protest veröffentlichen lasse, werden wohl mindestens 200.000 Katholiken das büßen müssen. (Aus: “Ich durfte ihm dienen" von Sr. Pasqualina). Er war schließlich ein Mensch und konnte eine solche Masse von Verhaftungen nicht verantworten.

Anton di Pauli, Segantinistr. 14/1, I-39100 Bozen


Mit Interesse

Ich möchte Ihnen einmal mitteilen, daß ich mitsamt meiner Familie wie auch meiner Nachbarschaft VISION 2000 mit Interesse und Wertschätzung lese. Besonders gefällt uns, daß Sie immer hochaktuelle Themen aufgreifen und den Mut haben, diese “linientreu", der Lehre der katholischen Kirche entsprechend zu behandeln.

Bernhard Mittermayr, A-4190 Bad Leonfelden, Ossbergstr. 7


Nicht auf der Höhe

Der Brief von Peter Menzel ist ein Schlag ins Gesicht für jeden ernsthaften Katholiken. Wir bleiben nur in der Liebe Jesu, wenn wir Seine Gebote halten. Der Weg ist eng, viele gehen die breite Straße des Verderbens. Leider ist die “Vision" nicht immer auf der Höhe der Zeit. Das Jüngste Gericht leuchtet schon auf. Seht ihr nicht die Zeichen der Zeit?

Dr. Peter Haberler, A-1190 Wien, Geweyg. 1A/4

Wir nehmen diesen Brief zum Anlaß, um zu betonen, daß in Leserbriefen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion zum Ausdruck kommt. Sie spiegeln vielmehr das Meinungsspektrum unserer Leserschaft.


Das Blut Christi

Mit Interesse habe ich den Artikel über das Blut Christi gelesen, und dabei ist mir gleich eine Predigt eines polnischen Priesters in den Sinn gekommen. Kurze Zeit vor der Predigt hatten wir in der Schule im Anatomie-Unterricht über die Bedeutung des Blutes gelernt: Sauerstofftransport in alle Zellen und Abtransport von Kohlendioxid und Stoffwechselschlacken zur Ausscheidung; Gerinnung, wichtig zum Verkleben von Wunden; Abwehr von Fremdstoffen; Transport von Mineralstoffen, Kohlehydraten, Fetten, Eiweiß, Hormonen, Enzymen; Regulierung des Wärmehaushaltes

Der Priester erklärte nun, all dies bewirke Jesu kostbares Blut an uns. Es versorgt uns mit lebendigem Sauerstoff (Geist Gottes) und transportiert das schädliche Gift aus unserem Körper (Kohlendioxid); Sein Blut versorgt jede Zelle unseres Körpers mit lebensnotwendiger Nahrung, ohne die unser Leib verhungern müßte; nur durch Sein Blut können die Wunden unserer Seele heil werden. Sein Blut bewahrt uns vor “Fremdstoffen", dem Angriff des Bösen, es transportiert die schädlichen Schlacken, das Böse, aus unserem Körper, befreit uns von Schuld und Sünde und verhindert, daß wir in dieser Welt erfrieren.

Maria Tamesberger, Gierkeweg 17, A-4040 Linz, maria.tam@gmx.at


Für Neubekehrte

Wenn Neubekehrte nach der ersten Zeit tiefer Gefühle und der Begeisterung spüren, daß die Hochstimmung abnimmt und der normale Alltag angeht, warten sie enttäuscht auf die Rückkehr solcher Gotteserlebnisse. Es ist wie bei Verliebten: Sie möchten diesen Zustand festhalten, was aber nicht geht. Entweder der Überschwang des Verliebtseins wandelt sich in eine Liebe mit Bodenhaftung für einen gemeinsamen Lebensweg, oder er brennt aus. Damit man nicht alleingelassen wird, wenn auch die Liebe zu Gott im Alltag ihre Bewährungsprobe zu bestehen hat, schrieb Franz von Sales sein erstes Buch, die Philothea. Der Franz von Sales Verlag (Postf. 1369, D-85067 Eichstätt) bietet seit dem Jahr 2000 eine zeitgemäße Philothea an. Titel: “Eine Welt zum Verlieben", Untertitel: “Ein Lebensprogramm für junge Christen" (von Michel Tournade).

P. Isidor Fecher, Annag. 3b, A-1010 Wien


Die Gegenwart Christi

Von einem leider schon verstorbenen Priester stammt der Ausspruch; “Könnte ich an die wirkliche Gegenwart von Jesus im Sakrament des Altares glauben, würde ich vor Ihm niederfallen und mich nicht wieder erheben." Im Alten Bund war das Allerheiligste im innersten Raum des Tempels dem Volk nicht zugänglich. Nur der Hohe Priester durfte sich Ihm nahen und das nur in einem feierlichen Ritual einmal jährlich! Auch im Neuen Testament wird wiederholt berichtet, daß die ersten Christen sich vor Jesus niederwarfen (nach der Stillung des Seesturms), Ihm zu Füßen fielen (Petrus nach dem reichen Fischfang), und Ihn anbeteten (nach der Auferstehung).

Wie steht es dagegen bei uns Christen? Der Herr hat sich uns genähert durch Seine Menschwerdung, durch Sein Eingehen in uns in der Hl. Kommunion, durch Seine beständige Anwesenheit im Allerheiligsten Sakrament des Altares in unseren Kirchen. Dennoch bedurfte es anläßlich der Dogmatisierung dieser Wahrheit sogar der ausdrücklichen Feststellung, daß Ihm in diesem Sakrament “auch außerhalb der Hl. Messe Anbetung gebührt!" Anscheinend ist der Mensch von sich aus zu dieser selbstverständlichen Schlußfolgerung nicht fähig.

Vielleicht könnte es dabei hilfreich sein, sich beim Betreten einer Kirche ganz real vorzustellen, anstelle des Tabernakels oder des ausgesetzten Allerheilgsten Jesus mit unseren Augen zu sehen und unser Verhalten danach auszurichten: unsere Kniebeuge, das Kreuzzeichen mit dem geweihten Wasser, das persönliche Gebet vor der Hl. Kommunion und unsere Danksagung danach, unsere Anbetung in der Heiligsten Eucharistie. Manches in unserem religiösen Leben könnte sich dadurch ganz selbstverständlich zum Besseren ändern, ohne große Anstrengung. Es wäre einen Versuch wert.

Dr. Anneliese Linner, Weinbergg. 14/7/1, A-1190 Wien


Wertvolles Portrait

Das Portrait von Robert ist sehr wertvoll. Der Islam ist doch das Rufzeichen der Welt heute. Und daß es etwa 20 Millionen Aleviten in der Türkei gibt - “wußten Sie das?" Nein! Das könnte aber sehr hoffnungsträchtig sein. Alle Ismen bauten kurzschlüssige, irdische Hoffnung auf. Das bleibt immer der Weg der Verführung.

P. Peter Lüftenegger OSFS,
Holeypl. 1, A-1100 Wien

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