VISION 20005/2005
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Leserbriefe

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Innigen Dank!

Innigen Dank für Briefe, Anteilnahme, guten Rat und Spenden. Gottes Segen für alle Leser und Leserinnen, die mit so viel Liebe reagiert haben. Ich habe zuletzt eine erste Novene zu Johannes Paul II. gebetet und ihn um Fürsprache für ein Wunder gebeten. Wollen Sie mittun?

Karin Struck, D-80689 München


Und wenn nicht alles perfekt läuft?

Seit langem bin ich nun schon Leser ihrer Zeitschrift. Erstmal ein Lob an Sie, denn diese Zeitschrift sucht sicher ihresgleichen. Ich bin Katholikin, leider aber nicht so (super-)christlich wie die Personen, welche Sie immer in Ihren Zeitschriften interviewen. Sicherlich ist es als aufbauend zu sehen, dass es noch christliche Familien gibt, eine Frau die sich aufopfernd um ihre fünf Kinder kümmert und außerdem noch hochengagiert irgendetwas christliches in ihrer Gemeinde tut. Noch dazu einen Ehemann der natürlich hinter allem steht, und jeden Tag mit Rosenkranz betet.

Ich denke mir dann: Sehr schön, traumhaft, aber was ist mit all denen, die so ein Leben vielleicht führen möchten, aber es nicht tun können? Ich habe (noch) keine Kinder, mein Mann ist Atheist, ich aber katholisch. Er schwärmt nicht gerade von einer kinderreichen Familie. Kurz und gut, mich würden Berichte von Personen interessieren, wo nicht alles so perfekt (christlich/katholisch) läuft. Wie gehen diese Menschen mit ihrem Schmerz um. Wie kann man trotz mancher Umstände ein christliches Leben führen? Gibt es dazu keine Zeugnisse? Das würde vielleicht mal eine andere Lesergruppe ansprechen!

Christine Böhm, christine_boehm76@freenet.de


Freuen uns, auf die Mann-Ausgabe

Ich möchte Ihnen und Ihren Mitarbeitern ein wirklich kräftiges Lob aussprechen für Ihre so wertvolle Zeitschrift! Wir sind Eltern von vier Kindern (8, 7, 3, 1), schon seit Jahren fleißige Leser Ihrer Zeitschrift und haben diese auch schon sehr häufig weiterempfohlen. Da es in der heutigen Zeit nicht mehr leicht ist, seine Ehe christlich zu leben und die Kinder entsprechend zu erziehen, finden wir in Ihrer Zeitschrift immer wieder wertvolle Anregungen und Ermutigungen. Die letzte Ausgabe ist Ihnen zudem besonders gut gelungen und wir freuen uns schon auf die “Mann-Ausgabe".

Dietmar & Ruth Schweigmann, D-48480 Spelle


Heiratsvermittlung auf katholisch

Seit Mai/Juni 2005 gibt es im Internet eine neue Homepage: www.kathtreff.org. Es ist eine katholische Heiratsvermittlung, die katholischen Jugendlichen helfen soll, junge Menschen aus dem ganzen Land mit derselben Gesinnung kennen zu lernen, um dabei den Mann/die Frau fürs Leben zu finden. Ich selbst bin 20 Jahre alt, lese sehr gerne Ihre Zeitschrift und habe mich seit kurzem auf dieser Homepage angemeldet. Es ist wirklich eine wunderbare Einrichtung, die ich allen Jugendlichen nur empfehlen kann, die den Glauben an Gott, an die Liebe und an die Ehe ernst nehmen. Ich war richtig überwältigt, als ich da das erste Mal hineingesehen habe, weil man in der heutigen Zeit nicht mehr denkt, daß es so etwas noch gibt. Vielen Jugendlichen, die sich mit ihrer religiösen Einstellung in der heutigen Welt einsam fühlen, kann dadurch wieder Hoffnung auf die Liebe gegeben werden.

Bernadette Etzlstorfer


Zeit und Stille

2 Schlagzeilen beherrschten teilweise in den letzten Wochen die gesellschaftlichen Berichte in den Zeitungen: Streßerkrankungen nehmen dramatisch zu und die Anzahl der Ehescheidungen ebenfalls. Es gibt für beide Entwicklungen verschiedene Gründe und Auslöser, jedoch stehen beide auch in einem ursächlichen Zusammenhang. Ich brauche Zeit, um eine eheliche Beziehung zu pflegen, Zeit für gute Kommunikation und auf der anderen Seite verstärken gescheiterte Beziehungen den Streßfaktor. Wir verlieren immer mehr das aus den Augen, was wir zum Leben bitter nötig hätten: Ruhe, Stille, Glaube, Gelassenheit und wir gehen vor allem in unserer westlichen Welt immer schneller auf den Punkt zu, den Erich Fromm in seinem Buch beschreibt: Haben oder Sein. Oder wie Jesus es in der Bibel ausdrückt: Du kannst nicht beiden - Gott (dem wahren Leben) und dem Mammon dienen.

Alfons Hangler, A-4872 Neukirchen/V., Email: alfonshangler@hotmail.com


Ich war damals dabei, in Innsbruck

Ich möchte kurz auf Ihren Artikel “Sind Sie Priester?" -Begegnung mit Kardinal Ratzinger in Innsbruck antworten:

Ich nahm selbst an jener Messe zum 15. August 2002 in der Innsbrucker Hofkirche teil und war wie wohl die meisten Meßbesucher überrascht, als der Pater Provinzial begann, er habe zwei hohe Gäste, die Brüder Ratzinger seien seine Konzelebranten. Selbst in der Priesterausbildung stehend, empfand damals ich ein gewisses Mitgefühl für den Hauptzelebranten dem der hohe Gast, höflich und bescheiden, wie er war, auch die Predigt überlassen hatte.Wohlwollend lauschte der Präfekt der Glaubenskongrgation den frommen Ausführungen des Franziskaners. Als ich nach der Messe aus der Kirche kam, war dort ein großes Aufgebot von Tiroler Schützen, Polizei und Vertretern der Politik, auch der Landeshauptmann, die an diesem Tag in der Hofkirche jedes Jahr beim dort befindlichen Denkmal des Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer unter Salutschüssen einen Kranz niederlegten. Der Kardinal und sein Bruder kamen bald nach mir in dunklem Anzug und Priesterkolar aus der Kirche, warfen einen kurzen Blick auf das, was sich ihnen da bot und tauchten von den vielen Schützen und Schaulustigen völlig unbemerkt im Getümmel der Fußgeherzone seitlich in Richtung Goldenem Dachl unter. Ein Mann,der sich selbst in den Vordergrund stellen will, ist dieser Papst jedenfalls nicht.

Kaplan Norbert Orglmeister, Wien, Email: norbert.orglmeister@austromail.at


Habemus papam

In Bern saß ich mit meinem Gastgeber vorm Fernsehen und hörte “Habemus papam". Gespannt hielt ich die Luft an, bis ich hörte: Joseph Cardinal Ratzinger. Der Name klang mir in deutlichem Zusammenhang mit der Ablehnung Roms gegen die “Befreiungstheologie" in Lateinamerika, mit Lieblosigkeiten gegen Geschiedene, mit Lieblosigkeiten gegen die evangelischen Glaubensbrüder, mit Lieblosigkeiten noch und noch. Da kannst nur Du noch helfen, Herr, Heiliger Geist.

Der erste Trost war mir die Wahl seines Namens Benedikt. In den nächsten Tagen las ich, was mir unterkam über die ersten und folgenden Aussprüche des Heiligen Vaters Benedikt XVI. - und davon war vieles tröstlich, liebevoll. Auch las ich, er sei während des Vatikanischen Konzils ein Vorantreibender und kein Bremser gewesen. Erst die Bewegungen des Jahres 1968 hätten seinen Sinn und seine Stellungnahmen deutlich geändert: also ist er ein kritischer und beweglicher Geist. Wenn er auch noch demütig ist, wird er sich von der Liebe Jesu und der Weisheit des Heiligen Geistes leiten lassen, Gott, dem Vater zur Ehre und uns zum Heile. Danke Dir, Gott, Heiliger Geist, daß Du die Wahl geleitet hast, daß Du unseren neuen Papst Benedikt leitest, der uns mehr und mehr zur Liebe Jesu führen möge, und daß Du mich geöffnet hast, all das wahrzunehmen.

DI Hand Scheuer, A-8010 Graz


Wirklich ohne Schöpfungsidee?

In der von Kardinal Schönborn ausgelösten Evolutionsdebatte lautet die Kernfrage offensichtlich: Worauf beruht die Entwicklung des Lebens - auf dem Zufall oder einem Plan, einer Schöpfungsidee? Ich denke, es ist zur Kenntnis zu nehmen, daß die meisten Naturwissenschafter davon überzeugt sind, der Zufall sei das Handlungsmuster, das die einzelnen Schritte in der Entwicklung alles Lebendigen bestimmt hat. Nicht aber geht in meinen Kopf, daß all das, was schlußendlich an pflanzlichem, tierischem und menschlichem Leben herauskam, ein Zufallsergebnis sein soll.

Betrachten wir etwa das Kunstwerk “Auge": Eine geniale Konstruktion, bestehend aus Bestandteilen wie Pupille, Linse, Netzhaut, die erst einmal “erfunden" und dann “veranlaßt" werden mußten, perfekt abgestimmt zusammenzuwirken. Wenn ich bedenke, daß für Herz, Lunge, Gehirn dasselbe gilt und das Netzwerk all dieser Organe entsprechend gesteuert werden will, damit Leben funktioniert, kann ich nicht anders, als eine höchst bewunderungswürdige Meisterleistung zu konstatieren. Und die soll das Ergebnis von blindem Zufall sein?

Fritz Haider, A-2500 Baden


Bewußt über die Liebe sprechen

Hab gerade in den neuen Texten gelesen ! Sehr schön. Hat mir als ewig kämpfen müssende Frau sehr gut getan. Ja, es ist wichtig, daß wir mehr und bewußter über die Liebe sprechen lernen, die von uns Frauen ausgehen kann. Wir haben diese Begabung, wenn man uns die Chance gibt und wir nicht zu sehr kämpfen müssen.

Ich habe seit 25 einen indischen Adoptivsohn und inzwischen auch Enkel. Alle leben dort und ich hab selbst drei Jahre auch dort gelebt. Bei allem negativen, das es über die Unterdrückung der Frauen in Indien zu sagen gibt, die Aufgaben der Frauen sind dort klarer als hier und zumindest sind die Frauen als Mütter wirklich intuitiv weicher und wärmer und mütterlicher als in der westlichen Kultur allgemein.

Ich habe sehr viel von meinem eigenen Mutter- und Frausein durch Indien gelernt. Bin auch Theologin und merke klar, daß ich Bilbeltexte intuitiv schnell menschlicher angewendet interpretieren kann, als viele, sehr viele Theologen es tun. Und seltsamerweise, hier in Europa muß ich mich mehr unterdrücken und demütigen lassen, als in Indien.

Das ist für uns beschämend, daß Menschen in Not und Elend noch ein bessere Achtung vor der Würde der Frauen vor allem als Mütter haben, als wir im Westen. Dort in einem armen Dorf ist ein Mann elementar auf die Muttermilch der Frau angewiesen, wenn er seinen Sohn groß werden sehen will. Man weiß, daß man gut für die Mutter sorgen muß. Wir hier fordern der jungen Mutter sehr oft viel zu viel ab und daraus resultiert dann eine Überlastung, die sie ihre ursprüngliche besondere Begabung sehr leicht verlieren läßt. So wie wir die Mutter Maria brauchen, so brauchen wir Frauen, die mit ihrer Liebe wachsen und wirken werden.

Stefanie Ackermann, D-12047 Berlin


Neues Mann-Frau-Gleichgewicht

Die letzte Ausgabe von VISION 2000 finde ich wieder sehr gelungen. So wie Sie an das Thema Frau herangehen. Ja, es braucht ein Umdenken - auch vonseiten der Frauen. Und dieses Umdenken kann nur aus einer vertieften Gottes- und Marienbeziehung erwachsen. Was ich mir auch wünsche ist, daß sich Männer auf eine vertiefte Gottesbeziehung einlassen können und so ein neues Gleichgewicht zwischen Mann und Frau hergestellt wird. Ergänzung nicht “Gleichmacherei" ist gefragt. Jede/r soll selber stehen und gehen können und im miteinander kann Wunderbares geschehen. Gemeinsam die Welt zu gestalten, wäre wahrlich schön!

Sr. Heidrun Bauer SDS, Atelier & Geistliche Begleitung, A-9342 Gurk

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