VISION 20006/2005
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Liebe Leser!

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Nachdem wir in der vorletzten Ausgabe das Leitbild der Frau zum Schwerpunktthema gemacht haben, wollen wir uns in dieser Nummer dem Thema Mann zuwenden. Einige Leser haben uns geschrieben, sie würden sich schon auf die "Männer-VISION" freuen. Wir hoffen, sie sind nicht enttäuscht.

Wer meine Einleitungen regelmäßig liest, hat sicher bemerkt, daß ich häufig erwähne, wieviel mir die Beschäftigung mit dem Schwerpunktthema jeweils bringt. Auf das Thema Mann trifft diese Feststellung ganz besonders zu. Ich habe es wochenlang auf mich wirken lassen, habe einiges dazu gelesen, mit Bekannten darüber besprochen und vor allem Rückblick auf meine eigene Vatergeschichte gehalten.

Dabei ist mir wieder bewußt geworden: Obwohl ich schon früh begriffen hatte, daß ich als Vater eine wichtige und schöne Aufgabe zu erfüllen habe, sind mir allzu oft andere Dinge wichtiger gewesen. Aktivitäten, die erkennbare Ergebnisse liefern, hatten oft eine fast magische Anziehungskraft, erschienen mir bedeutender, als mir Zeit für die Familie zu nehmen. Gott sei Dank hat mich meine Frau immer wieder eingebremst.

Wie kostbar Kinder sind, durfte ich neu an meinen Enkeln entdecken. Je älter ich werde, umso klarer erkenne ich - auch wenn ich diese Erkenntnis nach wie vor zu wenig umsetze -, daß es keine größere und schönere Aufgabe gibt, als zum Gelingen des Lebens der Kleinen beizutragen.

Alles andere ist zwar wichtig, bezieht in letzter Konsequenz seinen Wert aber auch nur daraus, daß es irgendjemandes Leben zum Besseren wendet. In der Hektik des Beruflebens übersieht man als Mann allzu leicht, wie unersetzlich man zu Hause ist. Wer in Pension geht, merkt jedoch, wie rasch die Lücke geschlossen ist, die man zu hinterlassen vermeint.

Soweit meine persönliche Erfahrung mit dem Männer-Schwerpunkt. Nun aber noch zu dem, was sich im Visionsbüro getan hat. Da ist wieder für Ihre Bemühungen, die Zeischrift weiterzuempfehlen zu danken. Laufend haben wir Neuzugänge zu verzeichnen. Ihre Zahl liegt allerdings immer noch unter jener des Vorjahres, sodaß ich Sie herzlich einladen möchte, bis Jahresende noch eine kleine Anstrengung zu machen. Sie wissen ja: Sie können gern Exemplare nachfordern, die wir Ihnen selbstverständlich gratis zuschicken. Wir müssen ja keine Rendite ausschütten. Wenn wir daher bis Ende 2005, was Kosten und Spenden anlangt, pari aussteigen, sind wir hochzufrieden.

Das Jahresende steht ja wieder einmal vor der Tür. Die nächste Nummer geht Ihnen erst Mitte Jänner zu. Da in den Lebensmittelgeschäften längst schon Nikoläuse angeboten weden, darf ich Ihnen wohl auch jetzt schon einen besinnlichen Advent, eine gesegnete Weihnachtszeit und ein erfülltes Jahr 2006 wünschen.

Christof Gaspari

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