VISION 20006/2005
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Was Männern Sinn gibt

Artikel drucken Kampf gegen fremdbestimmte Bedingungen

“Was Männern Sinn gibt..." lautet der Titel einer Untersuchung, die das “Institut zur Erforschung der Gegenwartskultur" an der Universität Bayreuth im Auftrag der Evangelischen Kirche Deutschlands und der “Kirchlichen Arbeitsstelle für Männerseelsorge und Männerarbeit in den deutschen Diözesen" durchgeführt hat. Die Arbeit wurde heuer im Mai vorgestellt. Befragt wurden Männer zwischen 20 und 70 aus Bayern und Sachsen, die der Kirche eher fernstehen. “kath.net" faßt die Ergebnisse zusammen:

“Bei der Frage, was im Männerleben ,Sinn macht', spielen die Motive Kampf, Lernen und Abenteuer, Beziehung, Kreativität sowie die Spannung zwischen ’Selbst- und Fremdbestimmung' eine wichtige Rolle.

,Männer wollen in ihrem Leben auf etwas Geleistetes stolz sein, wollen sich für Ziele und Werte, aber in besonderer Weise für ihre Kinder einsetzen: Sie empfinden das Leben in vielfältiger Weise als Kampf gegen fremdbestimmte Bedingungen', betonen die Verantwortlichen für die Männerarbeit in den beiden Kirchen.

Gegenüber gesprächsorientierten, eher ,weiblichen' Formen von Frömmigkeit und Spiritualität blieben sie reserviert. Aber auch die Natur spiele für Männer eine große Rolle. Das Wandern, Bergsteigen, Fahrradfahren, Zelten, Kanufahren - bis hin zu Extremsportarten - komme ihrem Bedürfnis nach Selbstbestimmung und Unabhängigkeit entgegen.

Denn Autonomie, so hat die Studie ergeben, ist für Männer eine wichtige Leitlinie, die ihr Leben sinnvoll macht. Das erkläre auch die neue Faszination von spirituellen Wanderungen und Pilgerwegen gerade bei Männern."

CG

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