VISION 20001/2006
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Leserbriefe

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Eine Ode auf meinen Vater

Wäre ich Klopstock oder Hölderlin, würde ich - angeregt durch die letzte VISION - eine Ode auf meinen Vater schreiben, der genau dem angeführten Ideal entsprach: Grenzen ziehend einerseits und andererseits: voll liebender Zuwendung. In der wirtschaftlichen Flaute damals nähte meine Mutter von früh bis spät, um das finanzielle Loch zu stopfen, das durch Vaters Verlust seiner Anstellung entstanden war. Für mich war Vaters Situation ein großer Vorteil, denn er konnte seine Zeit an mich verschwenden. Er trug mich in der Wohnung hin und her, mir etwas vorplaudernd. Er ging mit mir Schlitten fahren. Von den nur drei Schilling, die meine Mutter ihm als Wochentaschengeld zugestehen konnte, kaufte er mir die heiß begehrten sauren Drops und einmal führte er mich auch auf den Christkindlmarkt. Er dachte, mir damit eine besondere Freude zu machen, doch war sie bald zu Ende, da ich fror und deshalb zu weinen begann. Da knöpfte er seinen Mantel auf, nahm mich an sich, knöpfte hinter mir den Mantel wieder zu und so trug er mich, an seinem Herzen gewärmt heim. Als man mir dann später von Gott, dem guten Vater erzählte, hatte ich damit keinerlei Probleme, sondern nur ein neues beglückendes Wissen gewonnen. Vielerlei Gutes habe ich von Vater gerlernt und danke es ihm, wenn ich in einer verrückten Zeit wie jetzt angstlos vertrauend leben kann.

Martha Knett, A-1030 Wien


Partnervemittlung

Eine katholische Partnervermittlungsseite im Internet hat es vor kathTreff auch schon gegeben, um genau zu sein, seit dem Jubeljahr 2000. Die “Katholische Partnervermittlung" - so der Name - wurde dann im Jahr 2005 an kathTreff abgegeben. Entwickelt wurde die erste Homepage von einem 15jährigen aus Wien, dessen katholische Schwester über eine “christliche" Partnervermittlung mit einem evangelischen Christen “verkuppelt" wurde. Da die Beziehung sehr schwierig begann - aus konfessionellen Gründen - beschloß Brüderchen Robert, anderen Katholiken, die ernsthaft nach einem Partner für die Ehe suchen, solches Leid zu ersparen, indem er an einer Seite tüftelte und diese dann ins Internet stellte. Viele haben sich auf diesem Weg bereits kennen und lieben gelernt.

Isabella Kerschbaumer, A-8311 Markt Hartmannsdorf, Email: p.kerschbaumer@gmx.at


Viel Streit wäre vermeidbar

Ich schätze VISION 2000 eigentlich schon seit langem. Aber für die letzte Ausgabe möchte ich Ihnen besonders gratulieren. Die verschiedenen Artikel über Stärken und Talente des Mannes in Ergänzung zur Frau waren sehr bereichernd. Wieviele Mißverständnisse - somit auch Streit - zwischen Mann und Frau wären doch vermeidbar, wenn wir einander in unserer Unterschiedlichkeit als Ergänzung und nicht als Konkurenz sehen könnten. Herzlichen Dank für Ihren Einsatz.

Gaby Kretschmer, A-1030 Wien


Die volle Wahrheit

“Niemand darf die vollkommene Wahrheit zu besitzen meinen, aber alle sollen sich gemeinsam auf deren Spurensuche begeben", stand in einem Pfarrblatt, ein Denken, das heute in der Kirche gang und gäbe ist. Diese Aussage steht aber im krassen Widerspruch zum katholischen Glauben. Wir sollten Gott auf den Knien danken, daß die Kirche im Evangelium und ihrer gesunden Lehre die vollkommene Wahrheit zu den wichtigsten Fragen des Lebens besitzt! Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was sind die letzten Dinge, was erwartet mich nach dem Tod? Wer ist Gott? Wer ist der Mensch? Was ist Ziel meines Lebens? Wie erreiche ich dieses Ziel, die ewige Glückseligkeit?

Antworten in völliger Gewißheit: Der Mensch kommt aus dem Herzen des liebenden Du, des himmlischen Vaters: er ist Wunsch Gottes, von Gott nach Seinem Ebenbild geschaffen, eine einmalige Persönlichkeit, von Gott über alles geliebt. Er ist dazu geschaffen, den Dreifaltigen Gott anzubeten, zu ehren, Ihn zu lieben, in einer täglichen Liebesbeziehung mit Ihm zu leben, von Ihm in den Sakramenten geliebt zu werden, Ihm zu dienen und ewig bei und mit Ihm und in der Gemeinschaft der Heiligen glücklich zu sein, Jesus, Gott selbst, in der hl. Eucharistie zum Heil zu empfangen. Die Kirche hat die Glaubenswahrheiten nicht, weil sie so großartig ist, sondern weil sie sie von Gott erhalten hat, ein Schatz, den es zu hüten gilt.

Edith Salomon, A-1140 Wien


Verlorene künftige Mütter und Väter

8.000 bis 10.000 Lehrer werden bis zum Jahr 2010 wegen Schülermangels keinen Job mehr haben. Etwa 5.000 Lehrerposten werden nach der Pensionierung der Lehrer nicht mehr nachbesetzt. Rund 200.000 Schüler und damit ebenso viele zukünftige Mütter und Väter werden also für immer fehlen. Die bessere Familienförderung des Staates wird diese Entwicklung nur teilweise aufhalten können, denn diese hat tiefere Ursachen. Den Jugendlichen fehlt vielfach die sittliche Unterweisung. Ihre seelisch-geistige Entwicklung wird durch zu frühe sexuelle Bindungen und zerrüttete Familienverhältnisse sehr beeinträchtigt. Dadurch haben sie an einer dauerhaften Bindung wenig Interesse. Und so werden jene, die den Willen haben, Verantwortung für eine Elternschaft zu übernehmen, immer weniger.

Johann Krichbaum, A-4872 Neukirchen


Tolle Ausgabe

Herzlichen Dank für die tolle Ausgabe mit dem Titel: Väterliche Männer. Dieses Thema braucht es in dieser Zeit dringend.

Dr. med. Claudine Schmidt-Brutsche, Email: claudine@drschmidt.ch


Volto Santo

Beim Kongreß über das Grabtuch von Turin, Paris 2002, wurde wiederholt in privaten Gesprächen die Echtheit des Schleiers von Manoppello bezweifelt. Die internationale Shroud-Science-Group, deren österreichisches Mitglied die Autorin des vorliegenden Schreibens ist, hat bis heute noch keine wissenschaftliche Untersuchung des Schleiers von Manoppello veranlaßt bzw. durchgeführt. Es ist bekannt, daß dieser Schleier ein persönliches Anliegen von Prof. Pfeiffer ist, der die Zurückweisung seiner “Entdeckung" von Seiten namhafter Grabtuchforscher nicht wortlos hinnehmen wollte.

* Es ist sehr kühn zu behaupten, das Tuch wäre deckungsgleich mit dem Grabtuch. Welche digitale oder numerische Methode wurde für eine solche Untersuchung angewandt? Mit freiem Auge kann man jedenfalls keine Deckungsgleichheit mit dem Grabtuch feststellen.

* Wo soll der Schleier gelegen haben? Unter dem Grabtuch? Dann ist es doch sehr verwunderlich, daß sämtliche Blutspuren des Grabtuches nicht auf dem Schleier von M. aufscheinen.

* Sollte der Schleier auf dem Grabtuch gelegen haben, warum weist er dann keine Blutspuren auf dem Antlitz auf, die mit dem Grabtuch deckungsgleich sein können? Man weiß, daß das auf dem Antlitz des Herrn bereits geronnene Blut sich unter dem Einfluß der Fibrinolyse ca. 20 Stunden nach dem Todeseintritt wieder verflüssigt hat, und daß dieses sich verflüssigende Blut die ganze Gewebefaser des Tuches durchdrungen hat. Warum hat es dann nicht auch den Schleier von M. getränkt?

* G. Fanti und Roberto Maggiolo haben nachgewiesen, daß sich mit größter Wahrscheinlichkeit auf der Rückseite des Grabtuches von Turin ein hauchzartes, schwaches Abbild des Antlitzes befindet, eine Entdeckung, die mit Vehemenz sowohl bei den Kongressen von Wien und Dallas von Msgr. Ghiberti zurückgewiesen wurde. Wie kann sich dann ein somatisch einwandfreies und mit dem Grabtuch nicht identisches Bild auf einem Tuch befinden, das über dem Grabtuch gelegen haben soll?

* Die spanische Grabtuchforschergruppe CES weist darauf hin, daß das Schweißtuch von Joh 20,7 das Tuch von Oviedo sein könnte, da die Blutspuren auf dem “Oviedo Cloth" mit denjenigen des Antlitzes des Grabtuches übereinstimmen.

Ich habe den Verdacht, daß P. Badde ein sensationsgieriges Buch verfaßt hat, um der Meinung von Prof. Pfeiffer einen breiteren Raum zu verschaffen. Daß allerdings auch mit solchen, von der Wissenschaft noch nicht geklärten Gegenständen die Liebe zum Gekreuzigten wachsen kann, ist auch meine Meinung. Der letzte Satz des Artikels von Herrn Hajek findet sich übrigens bereits in meinem mehrfach verbreiteten Artikel “Die Bedeutung des Grabtuches von Turin" Jänner 2003.

Gertrud Wally, Email: traudlwally@yahoo.de

Martin Hajek hat in seinem Artikel die Ansicht vertreten, beim Manoppello-Tuch handle es sich um das Schweißtuch der Veronika.


Recht auf Eucharistie

Wenn die Eucharistie das zentrale Mahl der Gemeinschaft der Christen ist, dann haben die Gläubigen auch ein “Recht" darauf. Da der Priestermangel immer katastrophalere Ausmaße annimmt, ist es wohl zwingend, sowohl verheiratete Männer, sowie in absehbarer Zeit auch Frauen als GemeindeleiterInnen zu ordinieren. Im Widerspruch zum Kern der gemeinsamen Mahlfeier steht auch der Ausschluß vieler Menschen davon. “Tut dies zu meinem Gedächtnis" - dieses Jesuswort gilt auch für die wiederverheirateten Geschiedenen (welcher Christ hat das Recht andere auszuschließen?) sowie für die Christen anderer Konfessionen.

Hangler Alfons, A-4872 Neukirchen/V.


Diese Fragen werden seit Jahren debattiert. Das Lehramt hat sie beantwortet. Was vielfach fehlt, ist die Bereitschaft, diese Antworten anzunehmen.

Sehr ansprechend

Danke für die neue Zeitschrift. Besonders gut gefallen hat mir das Titelfoto, zeigt es doch, wie glücklich ein Kind in den Armen seines Vaters ist. Auch das Portrait ist wunderbar, man kann an den leuchtenden Augen dieses Paares viel herauslesen und Gott danken, daß Er solche Wunder wirkt. Vieles in Ihrem Heft hat mich angesprochen, besonderes auch der Artikel von Urs Keusch. Der Artikel über das Tuch von Manoppello ist sehr interessant.

Hermine Haunold, A-3350 Haag


Was sagen die Muslime darauf?

In Vision 2000 4/2005 las ich die Buchbeschreibung von “Islam und Terrorismus". Im letzten Absatz dieses Artikels stellten Sie eine Reaktion maßgebender Autoritäten des Islam in Wien in Aussicht. Ich habe dieses Buch gekauft und mit wachsendem Entsetzen gelesen. Nun wartete ich mit Ungeduld auf die nächste Nummer von VISION 2000 in der Meinung dort eine Aussage von oben bezeichneten Muslimen zu finden. Ich fand: “Das Kopftuch: Eine Gefahr?" ein weiteres Buch über den Islam, das anscheinend das vorherige abschwächt. Hoffentlich finde ich die Antwort der Wiener Islamautoritäten in der nächsten Nummer. Die VISION 2000 ist für mich als Hilfe zur Weiterentwicklung meines Glaubens sehr wichtig geworden und ich danke für Ihre Mühe.

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