VISION 20001/2006
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Maria, wir danken Dir!

Artikel drucken Maria Namen Feier 1955

Wir als gläubige Katholiken - und ich bekenne mich selbst stolz als solcher - haben nie daran gezweifelt, daß unser Herrgott uns eines Tages erhören und der Prüfung, die unser Volk ertragen mußte, ein Ende bereiten werde.

Ich sehe schon heute die sogenannten Aufgeklärten dabei, dieses Phänomen zu erläutern und zu sezieren. Um einen Tatbestand aber kommen sie nie herum: Die Macht des Glaubens hat dem österreichischen Volk die moralische Stärke gegeben, in härtester Zeit durchzuhalten, ohne einen Fingerbreit von seinem eingeschlagenen Weg abzugehen. Nicht eine Spur unseres Gedankengutes, nicht eine Spur von unserem Glauben wurde geopfert. ... Jenen Katholiken aber, die sich diesem Kreuzzug angeschlossen haben und die sich heute wieder zu einem machtvollen Bekenntnis für Glaube und Vaterlandsliebe vereinigt haben, will ich als Bundeskanzler aufrechten Herzens für die erwiesene Liebe, Treue und Opferbereitschaft danken. Diese unüberschaubare Zahl gläubiger Katholiken Österreichs fordere ich auf, auch weiterhin in ihrem Glauben treu und in ihren Gebeten unbeirrt fortzufahren und zu bitten um eine glücklichere und bessere Zukunft.

Wir wollen auch weiterhin beten, die Himmelskönigin möge ihren Schutzmantel auch in der nächsten Zeit über unser schönes Land breiten, und sie möge auch fernerhin für unsere Zukunft Fürsprecherin sein bei ihrem göttlichen Sohn! Heute aber wollen wir gläubigen Herzens ein freudiges Gebet zum Himmel senden und dieses Gebet schließen mit den Worten: Wir sind frei! Maria, wir danken Dir!

Bundeskanzler Julius Raab bei der Maria Namen Feier am 10. September 1955,
zitiert in “Jünger Christi" 10/05

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