VISION 20003/2006
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Geht - und macht Freude!

Artikel drucken Maria Jendruchova, Ärztin, Orchestermanagerin und Mutter von neun Kindern (Von Alexa Gaspari)

 Kennen Sie das? Daß Sie so ergriffen sind, daß Sie von Schauern durchrieselt werden und die Tränen locker sitzen? So ist es jedenfalls mir an einem Samstag Abend in der Messe in St. Blasius in Salzburg ergangen: Schwer zu erklären, wodurch es ausgelöst wurde. Durch das heilige Geschehen am Altar? Durch den Gesang und das instrumentale Spiel der Geschwister Jendruch, die die Messe begleiten? Es war wohl beides und doch nur eines! Denn die acht jungen Leute, die da zu hören waren, begleiten die Messe nicht nur, sondern sie spielen mit viel Herz, Können und dem spürbaren Verlangen, Gott Freude zu bereiten,und Ihn und Sein göttliches Handeln den Herzen der Anwesenden nahezubringen und zu vermitteln.

Nach der Messe gibt es noch ein Konzert, ein Potpourri verschiedenster Stücke: berührend, locker und schwungvoll, heiter und zum Nachdenken anregend. Wie schade, daß nicht viel mehr Leute das alles gehört haben, denke ich und drehe mich nach der Mutter dieser erfrischenden, jungen Menschen um. Ganz hinten sitzt sie - und das paßt zu ihr, der gelernten Ärztin, die nicht gern selbst im Rampenlicht steht.

Vor ein paar Wochen haben wir uns in der Slowakei bei einem befreundeten Priester, dem Pfarrer von Most bei Bratislava, getroffen. Schon lange hatte mir Pfarrer Cerveny von Maria und Milan Jendruch und deren hauseigenen Band erzählt, die mittlerweile zu Konzerten überall in der Welt eingeladen wird. Als ich Maria Jendruchova um ein Interview bitte, wundert sie sich. “Wir sind eine ganz normale Familie," meint sie, fügt dann aber lachend hinzu: “allerdings mit einer größeren Zahl von Kindern".

Dieser gutaussehenden, sympathischen Frau, sieht niemand an, daß sie neun Kinder hat. 1948 in Bratislava geboren stammt sie selbst aus einer Großfamilie: 13 Kinder waren sie zu Hause. Der Großvater väterlicherseits war aus Bayern gekommen und hatte eine deutschsprachige Preßburgerin geheiratet.

Der Sohn aus dieser Ehe, Marias Vater, heiratet wiederum eine Deutsch-Italienerin. Beide sind sehr gläubig und haben keine Angst ihren Glauben zu leben und ihn ihren Kindern weiterzugeben, obwohl das im Kommunismus gar nicht ungefährlich ist.

“Mein Vater hat immer gesagt: Du kannst nicht ein gespaltener Mensch sein: einerseits kommunistisch, andererseits katholisch. Das war für uns Kinder wie die Hl. Schrift," erzählt Maria sichtbar stolz auf ihren Vater.

Diese Haltung, mit der er nicht hinter dem Berg hält, kostet ihn nach dem Krieg seine Zahnarztpraxis. In den fünfziger Jahren werden ihm seine sozialen Rechte aberkannt. Er muß auf Tischlerei umsatteln. Seine Überzeugung und sein Stolz bleiben ungebrochen. Seinen Kindern imponiert das und es zerstreut ihre möglicherweise aufkommenden Zweifel. Auch für Maria ist daher der Glaube von klein auf wichtig, ist er doch für die Eltern so selbstverständlich, daß sie für ihn große Opfer in Kauf nehmen.

Mit ungefähr 15 Jahren - einem Alter, in dem man seinen eigenen Weg zu finden beginnt - entscheidet sie sich klar für Christus. Sie ist als einzige in ihrer Klasse nicht Mitglied der Pioniere oder einer anderen kommunistischen Jugendorganisation. “Ich habe Gott gesucht - Er hat mich gefunden", so einfach sei das gewesen, erklärt mir Maria lächelnd und erzählt von einer Schlüsselepisode in ihrem Leben: Eines Tages unterbreitet sie dem Direktor ein Ansuchen, den Religionsunterricht besuchen zu dürfen. Ein unerhörtes Verlangen in dieser Zeit! “Keine Religion. Du mußt Pionier werden," ist des Direktors verärgerte Antwort. “Unmöglich," entgegnet das mutige Mädchen. “Ich kann mich nicht teilen. Ich bin katholisch." Daraufhin zitiert der erboste Direktor die ganze Schule - 450 Schüler - in den Hof und erklärt sie vor allen Mitschülern zur Verräterin am Sozialismus. “Nur über seine Leiche" werde sie zum Studium zugelassen werden, erklärt er.

Der Vorfall festigt ihren Glauben weiter. Um dennoch zu einem Schulabschluß zu kommen, verläßt Maria die Schule und besucht ein Gymnasium, das in einem 20 Kilometer entfernten Ort liegt.

Die Geschwister sind sich in Glaubensfragen einig und beschließen für den religiösen Untergrund zu arbeiten: Im Garten werden religiöse Bücher, die sie vorher auf der Schreibmaschine getippt haben, gedruckt. Maria und einige ihrer Geschwister schließen sich der religiösen Jugendgruppen an, mit denen Dr. Silvio Krcmery (Portrait 3/90) im Untergrund arbeitet. Einer von Marias Brüdern - er wird später Priester - wird für seine Überzeugung von den Kommunisten eingesperrt. Ein anderer flieht nach Deutschland und wird dort ebenfalls Priester.1968 meldet sich Maria an der Universität zum Medizinstudium an. An diesem Tag trifft sie eine ehemalige Lehrerin, die in Schwarz gekleidet ist. Was denn passiert sei, fragt das Mädchen. “Ja, weißt du das nicht?. Ich komme gerade vom Begräbnis des Direktors," antwortet die Lehrerin. Und so bewahrheitet sich des Direktors Aussage, Maria werde “nur über seine Leiche studieren"! Hatte er sich wohl anders gedacht!

Mit einer Anstellung nach dem Studium ist es allerdings sehr schwer. Ihre Haltung dem Kommunismus gegenüber ist amtsbekannt. Die Türen der Krankenhäuser in Bratislava bleiben für sie verschlossen. Maria beschließt, ihr Glück auf dem Land zu versuchen. Doch überall wird sie abgelehnt. Auf der Rückfahrt nach Bratislava macht sie Autostop. Ein Politiker aus Prag nimmt sie mit und gibt ihr einen guten Tip: sie solle es bei einem berühmten Chirurgen probieren. Er sei nämlich regimekritisch, könne sich das aber leisten, weil die politische Prominenz bei ihm in Behandlung sei.

Und so landet Maria in Gelniza und beginnt bei dem besagten Professor tatsächlich eine Ausbildung als Chirurgin. Im selben Ort lernt sie ihren Mann Milan kennen. Er ist Musiklehrer an der dortigen Musikschule. 1975 heiraten die beiden. Doch zwei Monate nach der Hochzeit wird Maria schwer krank.

Auslöser ist eine einfache Mandeloperation. Es treten Blutungen auf und sie bekommt Antibiotika die jedoch schwerste Entzündungen, aller Art auslösen. Vor allem der Herzmuskel ist stark betroffen. Trotz Behandlungen in den verschiedensten Spitälern, verschlechtert sich ihr Zustand laufend. Schließlich stellt sich noch eine Sepsis mit sehr hohem Fieber ein. Zweimal fällt sie ins Koma, einmal sogar für 7 Tage. Als die Ärzte keine Heilungschance mehr sehen, entlassen sie Maria, damit sie zu Hause bei ihrem Mann sterben könne. Damals wiegt sie nur mehr 33 Kilo.

Wie hat Maria diese Zeit erlebt? “Ich habe immer gehofft und geglaubt, daß meine Krankheit nur eine Prüfung darstelle, nicht das Ende. Subjektiv hatte ich nie den Eindruck, daß ich sterben würde," erinnert sie sich.

Ein Buch von Gandhi bringt den Umschwung. In ihm berichtet der große Inder, wie er seine sterbenskranke Frau gesund gepflegt hat. Das wird nun die Richtlinie, nach der sich Maria in dieser scheinbar aussichtslosen Situation behandelt: Sie setzt alle Medikamente ab und ernährt sich nur mehr von Kräutertees, Mineralwasser und Säften verschiedenster Art, bis sie Babykost zu sich nehmen kann. Und es wird immer besser! Selbst das Herz, das stark vergrößert gewesen war, bildet sich zurück. Jahre später erfährt sie, daß in dieser Zeit viele Leute für sie gebetet, ja sogar 24stündige Anbetung gehalten haben.

Dieses 13 Monate lange Leiden ist eine harte Prüfung für die Liebe des jungen Ehepaares, die jedoch gestärkt aus dieser Zeit hervorgeht, wie mir Maria dankbar versichert. Und noch etwas: Sie sei von da an sicher gewesen, daß Gott noch etwas mit ihr vor habe, erzählt sie mir. Zunächst wird aber der jungen Frau von den Ärzten eröffnet, daß sie als Folge der vielen Entzündungen unfruchtbar sei... Gott hat das wohl anders gesehen. Denn ein halbes Jahr später erwartet Maria ihr erstes Kind - und wird überdies nach der Schwangerschaft ganz gesund.

Ob sie damals die vielen Kinder geplant hätten, frage ich neugierig. Maria lacht: “Nein, wir haben nie geplant. Für uns war nur klar, daß wir alle Kinder, die der liebe Gott uns schenken würde, auch annehmen. Wir haben immer gesagt: Leben und leben lassen. Viele Kinder - für uns war das kein Problem. Wir dachten: Wenn die Vögel in der Natur immer etwas zu essen finden, brauchen wir keine großen Spekulationen anzustellen, wie das bei uns funktionieren würde."

Elf Monate nach dem ersten Kind kommt das zweite. Und so geht es weiter. Insgesamt haben die Jendruchs heute neun Kinder. Doch Maria fügt wehmütig hinzu: “Zwischendurch gab es auch sehr schwere Zeiten: Denn ich habe auch Kinder verloren: dreimal Zwillinge - alles Buben - und drei Mädchen. Das sind jetzt unsere Schutzengel,". Neun Kinder verloren! Absolut unvorstellbar. Schrecklich. Ich wechsle das Thema und erkundige mich, ob sie denn immer genug Platz für so viele Kinder gehabt hätten? Sie antwortet gelassen: “Es war immer genug Platz, auch wenn wir in einer winzigen Zweizimmer-Wohnung mit sechs Kindern gelebt haben ." Ich kann nur staunen doch sie lächelt: “Das war kein Problem für uns. Die Wohnung war klein - aber die Kinder auch. Meine Eltern haben mich bescheiden erzogen. Mein Vater hat immer gesagt. Du darfst nie mehr ausgeben, als du hast. Und von dem, was du hast legst du noch eine Krone für schlechtere Zeiten weg." Konnte sie sich eine Hilfe organisieren? Wieder lächelt Maria über meine beunruhigte Frage: “Die Kinder sind ja nicht alle gleichzeitig gekommen. Wir haben uns gut organisiert. Es war ganz einfach. Wenn ich im Spital für eine Geburt war, so hat mich meine Schwiegermutter zu Hause ersetzt. War ich dann wieder zu Hause, waren die ersten Wochen schon schwierig aber da war soviel Freude und Liebe für dieses Neugeborene da. Die größeren Kinder waren auch sehr hilfsbereit. Und es gab immer wieder Hilfe von außen. Meine taubstumme Schwester ist z.B. immer wieder gekommen, um mit den Kindern spazierenzugehen. Dann hatte ich Zeit für meine Arbeit."

Dann fügt sie noch hinzu: “Das Schwierigste war, daß ich zu wenig geschlafen habe." Und finanziell? “Für mich war klar, daß ich bei den Kindern zu Hause bleiben würde .Meine Mutti war auch immer zu Hause gewesen. In eine leere, kalte Wohnung nach Hause zu kommen, ist für Kinder nicht schön. Und die Jüngsten kommen ja immer zuerst. Ich wußte auch, daß Milan alles, was in seinen Kräften steht, leisten würde - und alles andere haben wir Gott überlassen, ohne auf etwas Besonderes zu warten. Das Wichtigste für uns beide war und ist die Familie. Sie hat Vorrang."

Zu ihrer großen Überraschung stellen die Eltern bald fest, daß alle ihre Kinder vom Vater die musikalische Begabung geerbt haben. Von klein auf besuchen sie die Musikschule, in der Milan Jendruch unterrichtet. Jedes Kind lernt zumindest ein Instrument. Die heute 14jährige Deborah - sie ist die begabteste - beherrscht die meisten, nämlich sechs. 1992 singen die Jendruch-Geschwister zum ersten Mal in der Schule vor allen Eltern.

Für Maria und Milan ist das Talent ihrer Kinder keine Selbstverständlichkeit und sie überlegen, warum denn gerade ihre Sprößlinge so besondere Begabungen von Gott geschenkt bekommen haben. Das müsse doch einen Sinn haben “Die Antwort, die wir bekommen haben," erzählt Maria, “war: Geht und macht Freude und behaltet nicht die Talente nur für die eigene Familie und das eigene Vergnügen!" Für Maria ist ihre Berufung nun klar: mit ihrer Familie anderen Menschen Freude zu bereiten und sie zu Gott zu führen. Ich denke, daß sie alles was sie in ihrem Leben erfahren, erlitten und durchgestanden hat in Liebe, Freude, Dankbarkeit und einen tiefen Glauben umgewandelt hat. So wie ich ihre Kinder kennengelernt habe, haben sie all das von klein auf von ihr mitbekommen.

Zurück in die neunziger Jahre: Gebet und Besprechungen mit den Kindern führen 1994 zur Gründung einer eigenen Jendruch-Band die heute aus sechs Mädchen und drei Burschen, geboren zwischen 1977 und 1992, besteht. Der Vater fungiert als Musikdirektor. Die Musikstücke die er selbst schreibt sind an die unterschiedliche Begabung der Geschwister und die von ihnen gespielten Instrumente angepaßt. Eine ehemalige Opernsängerin, Professorin an der Musikhochschule, ist für den Gesangunterricht zuständig. Alles andere musikalische machen die Jugendlichen selbst.

Als sich herumspricht, wie gut die Familienband ist gibt es bald Einladungen zu Konzerten und Meßbegleitungen. Ihr erstes außerhalb der Slowakei führt sie 1995 zu Marias Bruder, der in Deutschland Priester ist. Mittlerweile haben sie Europa von Finnland und Norwegen über Polen bis Italien bereist. Aber auch Nordamerika und Australien waren schon auf dem Programm. Mehr als1000 Konzerte haben sie schon bestritten. Sie treten auch im Radio und Fernsehen auf. Eine Medaille des Gouverneurs von Pennsylvania ist nur eine ihrer vielen Auszeichnungen.

Unglaublich ihr Repertoire: “Von großen alten Komponisten, über Musicals, kirchliche Musik, Arien, Volksmusik, Zeitgenössisches oder Tanzmusik wie Rockn'Roll. All das in verschiedenen Sprachen," berichtet die, zurecht, stolze Mutter.

Damit das Lernen auf den Reisen nicht zu kurz kommt werden die jüngeren Kinder von den älteren sowie den Eltern unterrichtet. Maria hat nämlich versucht, sich möglichst all das anzulernen, was notwendig war, um ihre Kinder besser verstehen und begleiten zu können, sei es in der Musik oder dem Unterrichtsstoff. Ansonsten werden die Aufgaben während der Reisen nicht streng verteilt. Doch um Unterkunft, Pressekontakte, usw. kümmert sich jedenfalls die Managerin Maria.

Als ich ihre Familie mit der Trapp-Familie vergleiche, erzählt Maria, daß Rosemarie, das vorletzte Trapp-Kind, eine Nonne in einem franziskanischen Orden, zu ihrer Freude eines ihrer Konzerte in Pittsburgh besucht habe.

Wie hat sich der Glaube der Kinder entwickelt?, frage ich interessiert. Maria überlegt kurz: “Ich bin sicher, daß alle unsere Kinder gläubig sind. Aber jedes sucht seinen eigenen Weg. Gott findet dich, sage ich ihnen. Aber du mußt ihn suchen,". Daß diese jungen Menschen ihren Glauben und ihre Freude daran weitergeben möchten, habe ich mittlerweile erfahren. Man spürt es bei ihren Auftritten: Sie spielen nicht, sie geben sich aus, schenken sich her.

Maria erklärt mir weiter: “Musik kann alle Menschen ansprechen. Auf der ganzen Welt, Menschen mit den unterschiedlichsten Gefühlen: solche, die ein frohes, offenes Herz, oder solche, die Kummer und Sorgen haben." Ich meine verstanden zu haben, daß sie nicht nur religiöse Konzerte geben. “Das stimmt" bestätigt Maria “Wir sprechen eigentlich sehr wenig direkt über Gott sondern über Liebe, Freude, Herausforderungen im Leben und vieles mehr. Man muß nicht immer direkt über Gott sprechen. Aber unser christliches Leben muß für alle erkennbar und erfühlbar sein. Was wir durch unser Leben und unsere Musik ausdrücken wollen ist, daß es ohne Gottes Liebe keine Zukunft gibt. Daß der Glaube vom Leben nicht zu trennen ist. Es ist wichtiger die10 Gebote in Freude zu leben als darüber zu reden. Dann wird der Glaube durch das Leben bestätigt."

Viele Reaktionen von Zuhörern und berührende Begegnungen bestätigen Marias Aussage. Menschen kommen nach dem Konzert zu ihnen, erzählen aus ihrem Leben und sagen z.B.:" Heute haben wir uns wie im Himmel gefühlt." Ein alter Mann der während der Vorstellung viel geweint hatte sagt nachher Folgendes: “Es war das erste Mal seit dem Tod meiner Frau vor 5 Jahren, daß ich ausgegangen bin. Nun weiß ich wie die Engel im Himmel singen und bin jetzt glücklich weil ich sicher sein kann, daß meine Frau im Himmel gut aufgehoben ist." Wie die Engel im Himmel? Doch, es ist wirklich so: Bei den Auftritten der Jungen, vor allem während der Messe, schwingt etwas “himmlisches" mit, was auch nicht durch irgendwelche Superlative greifbar zu erklären ist. Wie erklärt das Maria im Folder der Jendruch- Familiengruppe: “Die Menschen sprechen so viele verschiedene Sprachen und diese Vielfalt verursacht oft Meinungsverschiedenheiten und Kummer. Engel haben eine universelle Sprache. Es ist eine musikalische Sprache die alle verstehen. Gott teilt die Fähigkeit diese Sprache zu sprechen mit Menschen um die Welt besser, engelgleicher zu machen." Die Jendruchs sprechen diese Sprache und ihre Berufung ist es sich Gott zur Verfügung zu stellen um den Menschen, durch die Musik, Seine Botschaft von der Liebe zu bringen. So kann Er die Herzen vieler Menschen erreichen; Um Freude zu vermitteln, Hoffnung zu bringen, oder Leben zu erneuern, wie im Fall einer polnischen Frau: Sie war ihnen zu etlichen ihrer Konzerte in Polen nachgereist. Beim letzten Konzert gibt sie ihnen ein Briefchen. “Danke für mein Leben" steht da drinnen. Viel später erzählt sie, daß sie ihr- durch ihre Musik - geholfen hätten ihre schwerste Zeit und ihre Depressionen zu überwinden. Ein junger Thailänder bekundet seine Dankbarkeit indem er soviel Slovakisch lernt um ihnen, am letzten Abend ihrer Tournee durch Australien, in ihrer Muttersprache das Vaterunser aufsagen zu können.

Besonders dankbar sind die Jendruchs für die Begegnung mit Papst Johannes Paul II in Rom: Sie sind sehr froh, daß sie ihm im August des Jahres vor seinem Tod noch etwas vorsingen konnten. Der Papst hat sie dann gesegnet und gesagt: “Das ist eine sehr schöne Familie. Geht Euren Weg weiter. Macht weiter so.". War es nur ein Zufall, daß sie an seinem Todestag gerade im Sanktuarium von Wadovice,( Heimatort von Joh. Paul II) waren wo sie am nächsten Tag 3 Messen mitgestalten sollten? Sehr bewegt erzählt Maria von diesem Tag: “Wir waren ganz erschüttert. In der Messe haben wir all seine Lieblingslieder auf polnisch gesungen. Es wurde sehr viel geweint. Für unsere Kinder war es sehr schwer, bei der Trauer die sie ja selbst empfunden haben, und der noch größeren der Gemeinde, zu singen." Maria empfindet die Begegnung mit dem Papst als besondere Sendung und als Bestätigung ihrer Berufung. Nur eine “ganz normale Familie"...“mit einer größeren Zahl von Kindern"?!

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