VISION 20005/2007
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Leserbriefe

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Mithilfe auf Biobauernhöfen

Seit einigen Jahren lesen wir Ihre wertvolle Zeitschrift im Internet, und da wir die Hefte auch für unsere Feriengäste auslegen wollen, um so auf unseren Glauben aufmerksam zu machen, möchten wir VISION 2000 nun gegen Spende abonnieren. Da wir Ferien auf dem Biobauernhof anbieten, kommen meistens Leute aus der Öko-Szene zu uns, die sehr sympathisch sind und bemüht, Leben gelingen zu lassen, jedoch durch die `68er Ideologien, New Age, Esoterik, alternative Heilmetoden usw. in spiritueller Hinsicht ziemlich auf dem Holzweg sind und voller Vorurteile gegen unsere Kirche. Wenn Sie uns zu diesen Themen Hefte schicken könnten, wären wir Ihnen dankbar.

Außer Ferien bieten wir auch Mithilfe halbtags gegen Kost und Logis an und sind zu diesem Zweck in einem Verein/Tauschbörse, der weltweit Aufenthalte auf (Bio)bauernhöfen für freiwillige Helfer organisiert (siehe: www.wwoof.de). Nun ist uns die Idee gekommen, ob man so etwas auch für Katholiken organisieren könnte, oder vielleicht gibt es das ja schon. Viele Klöster haben wegen Nachwuchsmangel Probleme, ihre Ländereien zu bewirtschaften und hätten auf diese Weise wieder genügend Helfer. Außerdem wäre das eine Gelegenheit, geistliche Gemeinschaften aus ihrem “Mauerblümchendasein" herauszuholen.

Bernhard und Barbara Ohlhäuser, F-88650 Anould, bernhard.ohlhauser@wanadoo.fr


Ein Zugang zum Glauben

Ich lese jetzt seit einiger Zeit Ihre tolle Zeitschrift; sie gibt mir manche Anregung, obwohl ich eigentlich kein gläubiger Mensch bin. Ich habe aber das Gefühl, daß ich so einen Zugang zum Glauben finden kann.

Sylvia Frank, D-42853 Remscheid


In Wien entdeckt

Ich bestelle die Zeitschrift VISION 2000. Ich habe diese Zeitschrift anläßlich einer Wienreise in der Kapuzinerkirche entdeckt und bin ganz begeistert. Wie sehr brauchen wir in dieser Zeit so offene und klare Worte.

Parziani Marianne, A-6822 Röns


Da habe ich meine Schwierigkeiten

Zweifellos ist es eine weitverbreitete menschliche Eigenschaft, daß vieles, das im Alltag anstandslos funktioniert, als Selbstverständlichkeit hingenommen wird und wenig Dankbarkeit zur Folge hat. Um nur den Bereich des eigenen Körpers zu betrachten: Es bedarf der Intervention des Zahnarztes, der mich von heftigen Schmerzen befreit, um ein Gefühl der Dankbarkeit darüber auszulösen, daß mir die Zähne nicht mehr wehtun. Registriere ich aber, wenn mir der Fuß nicht wehtut, der Verdauungsapparat funktioniert, das Sehorgan intakt ist, das Herz nicht stottert, und so weiter? Tagtäglich hätte ich jede Menge Grund zur Dankbarkeit, nicht nur in gesundheitlicher Hinsicht, sie kommt mir aber viel zu wenig in den Sinn. Daher halte ich das Motto von VISION 3/07 (“Vergiß nicht zu danken!") für sehr wichtig.

Schwierigkeiten bereitet mir die Aussage von Urs Keusch, wonach es ein Akt höchster Liebe sei, “wenn wir unserem Vater im Himmel für alles danken, für alles, wirklich für alles: also auch für die unheilbare Krankheit, die Querschnittslähmung, die verlorene Arbeitsstelle, das Kind, das Gott zu sich genommen hat, auch für die Schmerzen, den gewalttätigen Vater, den rauschgiftsüchtigen Sohn, die Tochter, die freiwillig aus dem Leben gegangen ist, für alles, alles, alles, wie Paulus sagt."

Mich stört dieser Absolutheitsanspruch, und ich möchte meinen Einwand an zwei Beispielen verdeutlichen. Zum einen denke ich an Natascha Kampusch und ihr jahrelanges Martyrium. Es kann doch vernünftigerweise nicht gesagt werden, sie hätte in ihrem Verlies dankbar sein sollen für die Freiheitsberaubung und alle damit verbundenen Ängste und Schrecknisse. Zum anderen erinnere ich an die verzweifelten Eltern der kleinen Madeleine, die in Portugal entführt worden ist: sie sollten dankbar sein für das grausame Schicksal, das sie ereilt hat?

Ich hinterfrage die Sinnhaftigkeit von Dankbarkeit auch angesichts zahlloser Menschen in aller Welt, die verhungern, mißhandelt, umgebracht werden...

Trotzdem: Ich meine, es täte uns allen gut, wenn wir uns mehr um eine von Dankbarkeit geprägte Grundhaltung bemühen würden.

Fritz Haider, A-2500 Baden


Vielen Dank

Danke wieder für das letzte Heft. Hervorragend der Artikel von Urs Keusch über die schleichende Abnahme des Glaubens in unserer Wohlstandsgesellschaft und auch das Interview mit Doz. Raphael Bonelli. Ich freu mich auf jede neue Ausgabe.

Wolfgang Brauneis, A-5280 Braunau


Vielen Dank für die Zusendung Ihrer Hefte, worüber ich mich sehr gefreut habe. Mit Begeisterung lese ich die Hefte von vorne bis hinten. Ganz besonderen Dank für das Sonderheft. Endlich sagt mal jemand die Wahrheit. Ich selber habe mir schon oft Gedanken gemacht, warum so viele Menschen blind dieser Irrlehre vertrauen.

Helene Bopp, D-88239 Primisweiler


Wieder zum Glauben gefunden

Ich fand eines Tages in meinem Briefkasten ein Exemplar dieser Zeitschrift, nicht an mich adressiert, offensichtlich falsch eingeworfen. Ich behielt es, las es und gab es leider nie zurück. Irgendwann ist es in meinem Papierchaos verloren gegangen. Ich danke aber diesem unbekannten rechtmäßigen Besitzer, denn diese Zeitschrift war maßgeblich daran beteiligt, daß ich nach über 20 Jahren den Weg zurück in die Römisch-Katholische Kirche fand - endlich “wieder" angekommen. Und jetzt vertiefe ich mich mit großem Interesse in Eure neue Ausgabe.

Jeanette Slovacek, karnet@inode.at


Thema Martyrium: Mehr Hintergrund

“Geheiligt werde Dein Name!" ist die erste Vaterunser-Bitte. Also kann man nicht wie ein Zeitungsreporter bloß das Martyrium bringen. Freilich scherzhaft hat die große heilige Theresia nach großen Strapazen bei einer Klostergründung zum Heiland gesagt: “Da wundert's mich nicht, daß Du wenige Freunde hast, wenn Du sie so behandelst."

Ich wäre dafür, den Hintergrund etwas auszuleuchten - den himmlischen Lohn sehen wir später, wenn wir selber einmal droben sind. Aber gerade bei Bonhöffer ist es deutlich, wie seine Mutter, eine ausgebildete Lehrerin, ihre Kinder selber unterrichtet hat, mit Liebe und Fleiß. Sie hat sie so behütet, daß in ihrem Sohn der Wunsch reifte, einmal etwas ganz Besonderes und Mutiges für Gott zu tun. Das durfte er dann auch!

Eva Maria Rößner, D-87437 Kempten


Sondernummer

Mit viel Gewinn und Freude lese ich Vision 2000. Ich kann nur staunen und danken, wie Sie es immer schaffen, so vielseitig ein Thema anzugehen und ohne zu verletzen der Wahrheit zum Durchbruch verhelfen. Vergelt's Gott für all Ihren Einsatz. Darf ich Sie um Zusendung von 10 Exemplaren Sondernummer Esoterik bitten? Ich möchte sie gerne an Eltern und gefährdete Jugendliche weitergeben.

Sr. M. Ottilia Eisenring, CH 6283 Baldegg


Ekklesiogene Neurosen

Mit großem Interesse lese ich die besondere kath. Zeitung VISION 2000. Der Beitrag von Univ. Dozent Raphael Bonelli, der im Grundsatz gut und lehrreich einzustufen ist, kann aber doch nicht unwidersprochen bleiben, weil er einen sehr wesentlichen Aspekt außer acht gelassen hat. Das mag wohl mit dem Alter des Autors zu tun haben oder aber mit der grundsätzlichen Lockerheit der Österreicher oder speziell der Wiener in Sachen Sexualität. Zu meiner Jugendzeit war Masturbation eine Todsünde, ohne vorherige Beichte mit Absolution hätte man sich beim Empfang der Eucharistie die ewige Verdammnis zugezogen. Selbst unkeusche Gedanken waren schon sehr sündhaft. Und so wurden nicht wenige gutwillige Katholiken in große Konflikte gestürzt, mit Ängsten beladen, die sich zu gravierenden Neurosen entwickelten, den sog. “Ekklesiogenen Neurosen". Ich darf anmerken und hervorheben, daß das 6. Gebot (Keuschheit) nicht das 1. Gebot ist, aber zu meiner Zeit (und z.T. auch heute noch) als solches bei ernsthaften Christenmenschen in der Wertung steht.

Und daher ist auch die strenge Wertung im neuen Katechismus deutlich erkennbar. Die katholischen Christenmenschen, die es ernst nehmen und ernst nahmen - ich zähle mich dazu - hatten sich daher leicht eine Ekklesiogene Neurose zuziehen können

Wolfgang Zimmer, D-90610 Winkelhaid


Ein anderes Verständnis von Gott

Sehr richtig äußert sich der Verfasser des Artikels “Weil Christen nicht von dieser Welt sind" über die Toleranz-Ideologen, die oft Partei für die jüdische wie auch für die muslimische Religion ergreifen nach dem Motto “Es gibt nur einen Gott", also sind wir alle gleichberechtigt. Nicht richtig jedoch ist dessen Vermischung der christlichen mit der muslimischen Gebotstreue. Ungeachtet der Tatsache, daß jede Religion auch gute Ansätze hat (P. Johannes Paul ll. spricht von Körnern der Wahrheit und Weisheit), können wir zwischen Christentum und Islam keine Synthese herstellen, da letzterer eine andere Basis, ein anders Verständnis von Gott und insbesondere vom wahren Gott der Christen hat. Der Islam wird keine andere Bezeichnung erreichen können, als daß er eine Irrlehre ist. Irrig ist ebenso die Meinung, Gewalt, Terror und vor allem auch Selbstmord-Attentate und -Märtyrer beschänken sich auf eine kleine, gewaltbereite Schicht innerhalb des Islam, ansonsten sei er gemäßigt und gewaltfrei. Auch diese Ansicht und Schein trügt, steht doch eine Vielzahl von aufgeklärten und auch verhinderten terroristischen Akten in Großbritannien in unmittelbarem Zusammenhang mit integrierten, angesehenen und intelligenten Persönlichkeiten - auch des öffentlichen Lebens. Dieses ist einmal mehr Beweis dafür, daß das Islamgebot der Ausbreitung - auch mit der Waffe - nach dem Koran explizit für alle Gläubigen des Islam verbindlich ist und praktiziert werden muß.

Josefa Langwald, D-70186 Stuttgart

Der Autor vermischt nicht Gebotstreue von Christen und Muslimen, sondern weist auf die Unfähigkeit der pluralistischen Gesellschaft hin, mit Gebotstreue an sich umzugehen.


Ein kleiner Rest

Habe gerade einen Teil Ihrer Zeitschrift gelesen. Ja, jene, die am Glauben festhalten, werden immer weniger: nur ein kleiner Rest, wie Urs Keusch schreibt. Aber ich will trotzdem bei diesem kleinen Rest bleiben, denn Jesus sagt: Ohne mich könnt ihr nichts tun. Und das ist nicht nur heute, sondern auch morgen so: Was ohne Gott angefangen wird, zerfällt (in den Familien, im Staat, in welcher Gemeinschaft auch immer).

Rosa Weiß, A-2276 Katzelsdorf

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