VISION 20006/2007
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Leserbriefe

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Das Lehramt ist überlebenswichtig

Am einfachsten wäre es, Jesus Christus käme vom Himmel herab und würde seinem Bodenpersonal sagen, wo es zu weit gegangen ist oder wann es Seine Lehre zu large verkündet hat usw. Da diese direkte göttliche Mahnung uns wohl erst am Jüngsten Tag erreichen wird, sind Kirchen und Gemeinschaften aufgerufen, selbst festzustellen, was sie bisher gut oder schlecht gemacht haben.

Geschichtlich gesehen - ohne auf theologische Themen einzugehen - geht die römisch katholiche Kirche samt dem jetzigen Papst als 270. Nachfolger des Petrus auf Jesus Christus zurück. Intrigen, Spaltungen und Zerwürfnisse gehören zur Geschichte dieser Weltkirche. Das erste Konzil von Nicäa im Jahre 325 kämpfte gegen Arius, der die Wesensgleichheit des Sohnes mit dem Vater leugnete. Die Gottesmutterschaft Marias erhielt in Ephesus 431 ihre Bestätigung. Der Sinn und die Erlaubtheit der Bilderverehrung wurde 787 erklärt. Das Konzil von Konstanz 1414-18 setzte einen Schlußstrich unter das große Schisma durch die Wahl Martin V. Etwas spät hat das Konzil von Trient 1545-63 der Reformation Einhalt gebieten wollen.

Trotz vieler Höhen und Tiefen hat die römisch-katholische Kirche 2000 Jahre überstanden. Sie durfte, begleitet von vielen Querelen, mitwirken, dem Wunsch Jesu Christi nachzukommen, möglichst viel Einheit im Glauben zu erreichen. Die Geschichte erinnert alle Christen daran, daß Papst und Lehramt überlebenswichtig sind.

Erwin Auf der Maur, CH 8222 Beringen


Jägerstetter

Wir durften an der Seligsprechung von Franz Jägerstätter teilnehmen. Es war ein großes Erlebnis Frau Jägerstätter begegnen zu dürfen: ihre Schlichtheit und Demut. Ohne ihr Gebet, ihr Vorbild, ihren starken Glauben wäre ihr Gatte sicher nicht das, was er heute für die Welt bedeutet, dieses große Vorbild.

Jakob Kronaus, A-2880 Kirchberg


Es geht um den Geist

Zunächst herzlichen Dank für die Übersendung der Sondernummer Esoterik! Es dürfte Sie interessieren, daß mich aufgrund der Veröffentlichung meiner Bestellung als Leserbrief mehrere zustimmende und ermunternde Zuschriften erreichten - aus Deutschland und aus Österreich. Daran läßt sich erkennen, wie sehr dieses Thema die Menschen bewegt - wie auch wir in Hochaltingen in unseren Kursen immer wieder feststellen. (...) Allerdings ist mir auch klar geworden, daß - wie Sie richtig schreiben - es nicht (nur) um die Praktiken geht, sondern um den Geist, aus dem sie entstanden sind. Das ist ja, wie man wissen sollte, ein uraltes Thema, das schon sehr deutlich in Deuteronomium 18,9-22 als “Greuel" angesprochen wird, weil Israel (= das Volk Gottes) “ganz und gar bei dem Herrn, seinem Gott, bleiben soll" (Dtn 18,13). Das scheint mir die richtige Blickrichtung zu sein, unter der mancher Streit sich erledigen könnte.

Helmut Arz, D-65391 Lorch, khw_arz@yahoo.de


Eine “Neue Weltkirche des Christus"

Schön und sicher kein Zufall, dass der Papst am 9. September in Österreich weilte. Er, ein großer Verehrer von Jesus, weiß natürlich, daß dies der wahre Geburtstag von ihm ist. Und er weiß selbstverständlich auch, daß Jesus im Jahre 7 “vor Christus" geboren wurde. Und wenn der Papst die ihm zur Verfügung stehenden Quellen studiert hat, dann weiß er auch, daß Jesus nicht gekommen ist, um eine neue Religion zu gründen, sondern um den Menschen den Willen seines Vatergottes näher zu bringen, welcher natürlich auch unser aller Vater Gott ist.

Der Wille Gottes ist eine Kirche, keine römisch-katholische, evangelische bzw. orthodoxe Sekte. Gott ist eins, ein jeder von uns ist ein Teil im Körper Gottes, man kann ihn nicht trennen und nur für sich beanspruchen. Es ist höchste Zeit für eine Neue Weltkirche des Christus, welche jedem einen Zugang zu diesen Lehren bietet und welche uns mit der wahren Bedeutung des Christus vertraut macht!

Sabine Hackner, A-4320 Perg

Das ist eine typische New Age Sicht- und Ausdrucksweise. Sie verwendet eine dem gläubigen Christen vertraute Sprache und füllt die Begriffe mit anderem Inhalt. Wir sind nicht Teil am Körper Gottes, sondern Kinder Gottes, Sein Gegenüber. Es braucht keine neue Weltkirche. Die Kirche Jesu Christi “subsistiert" (ist verwirklicht) in der Katholischen Kirche seit 2000 Jahren.


Europa ist arm an Kindern

Der Papst sieht die Welt, wie sie ist. Aber sein Glaube sagt ihm auch, wie sie sein könnte. Und dafür ist er gekommen. Europa ist arm geworden an Kindern. Wir brauchen alles für uns selber. Manche schwierigen Evangelien sind unbequem und anspruchsvoll. Sind sie überhaupt lebbar? Wer kann da mithalten? Sind die vielen Kirchenaustritte in Österreich wirklich zuerst die “Schuld der Kirche"?

Viele junge Menschen meinen heute: “Um ein guter Mensch zu sein, brauche ich weder Kirche noch Evangelium"! Was die Kirche braucht, ist das Wort an die vielen, die christlich geprägt sind, aber der Kirche als Institution fernstehen. Das Christentum ist mehr als ein Moralsystem und mehr als eine Serie von Gesetzen. Vor allem junge Menschen machen sich wieder vermehrt auf den Weg zu christlichen Pilgerstätten. Zu Fuß gehen sie, zum Beten und Danken. Unter dem Motto: “Wenn ich gehen kann, fühle ich mich frei. Doch das Schöne daran ist, gemeinsam aufzubrechen, gemeinsam ein Ziel zu erreichen und dabei auf Schwächere Rücksicht zu nehmen."

Herbert Wesely, Herbert_Wesely@a1.net


Tatsächlich: Als Christen folgen wir nicht primär einem Moralsystem, sondern sind Kinder Gottes geworden, Tempel des Heiligen Geistes. Er bewirkt, daß (trotz aller Schwächen) die Wegweisungen der Kirche lebbar werden - gerade auch für junge Leute.

Sind die Bischöfe genug informiert?

Nach einer Meldung von Radio Vatikan vom 12.9.2007, die nun durch die Presse geht, werben die polnischen Bischöfe für Organspenden in einem Brief, der in den Kirchen verlesen werden soll. Sind die Bischöfe genügend informiert worden? Die Päpstliche Akademie der Wissenschaften hat auf die Bitte des Papstes Johannes Paul II. im Jahr 2005 in Rom ein Treffen einberufen, um die Zeichen des Todes einzuschätzen. Zu diesem Treffen kamen Ärzte und Wissenschaftler aus der ganzen Welt zusammen. Danach wurde der Essay “Hirntod ist nicht Tod" mit Unterschriften von Ärzten verschiedener Sparten, von Philosophen und auch von Bischöfen publiziert. Die Konsequenz aus den Erfahrungen und Überlegungen, die im Essay steht: “Das Beenden eines unschuldigen Lebens bei dem Versuch, ein anderes Leben zu retten, wie es im Falle der Transplantation von unpaarigen lebenswichtigen Organen geschieht, mildert nicht das Übel, einem unschuldigen Menschen das Leben zu nehmen. Böses darf nicht getan werden, damit Gutes daraus entstehen möge." Um das 5.Gebot Gottes zu befolgen, das das menschliche Leben, auch das eigene, bis zum natürlichen Ende schützt, ist die genaue Kenntnis über die Organtransplantation und deren Voraussetzung, den sogenannten “Hirntod", nötig. Der Hirntote ist ein noch lebender Mensch, der erst bei der Entnahme seiner Organe stirbt. Um die im Essay geschilderten Fakten kommt man nicht herum.

Dr. med Rita Stumpf, D-82541 Münsing


Der Papst strahlt Wärme aus

Ich war beim Besuch von Papst Benedikt in Heiligenkreuz. Als der Heilige Vater auf den Balkon trat, um alle Besucher zu segnen, fühlte ich mich innerlich sehr glücklich und zufrieden, diesem Augenblick beiwohnen zu dürfen. Ebenso empfand ich eine angenehme Ruhe in mir, als ich mich mit einer überzeugten Christin an diesem Tage unterhielt. Papst Benedikt strahlt unbeschreiblich viel Wärme, Ruhe und Sympathie aus. Danke auf diesem Wege für die gefühlten Erlebnisse.

Joachim Hofko, 3107 St. Pölten


Hilfe und Trost

Herzlichen Dank und Gratulation zu VISION 2000. Regelmäßig gebe ich viele Exemplare an Bekannte weiter, die Hilfe, Trost, Ermutigung und Bereicherung darin finden. Sie und Ihre Mitarbeiter samt Leserschaft schließe ich ins Gebet und die tägliche Hl. Messe ein.

Gertrud Czulik, A-5020 Salzburg


VISION-Texte auf Slowakisch

Zuerst möchte ich mich herzlich für Ihre exzellente Zeitschrift bedanken, die ich seit Jahren (gratis) beziehen darf. Besonders danke ich für die Sondernummer Esoterik, ein Gedankengut, das auch in unserem Land unter Katholiken ziemlich verbreitet ist. Um dieser bedauerlichen Wirklichkeit gegenzusteuern, möchte ich die Artikel der Sondernummer oder die wichtigsten von diesen, in slowakischer Übersetzung auf unserer Webseite veröffentlichen: www.communio.sk.

Mag. Ladislav Lencz, communio@slovanet.sk


Unfähig zu lernen

Ein Wort zu den vielen Katastrophen und politischen Krisen: Noch immer scheinen wir aus all dem nichts zu lernen. Noch immer leben wir in einer Spaßgesellschaft, noch immer gibt es die Abtreibung bei dem Leben ohne Glauben, wo soll der Staat, die Politik einen ethischen Boden finden? Man vergißt, daß am Ende unseres Lebens Gott steht. Glauben wir nicht an Ihn, dann wartet der Teufel.

Walter Binder, A-1120 Wien


Hochachtung für den Islam

Seit ich vor etwa 15 Jahren in Wien erstmals ein Exemplar von VISION 2000 zu Gesicht bekam, lese ich diese Zeitschrift immer wieder, weil sie ein Beispiel der Kirchentreue und eine Fundgrube geistlicher Anregungen bietet. Umso wichtiger erscheint es mir, eine nicht dem kirchlichen Lehramt entsprechende Tendenz in dem Leserbrief “Ein anderes Verständnis von Gott" (5/07) richtigzustellen. Selbstverständlich kann man den Islam aus katholischer Sicht irrig nennen, weil er gegensätzliche Aussagen zum christlichen Glauben enthält, z.B. als strenger Monotheismus die Dreifaltigkeit und Gottessohnschaft Jesu leugnet. Aber wir sind vom Lehramt gerufen, unsere Einstellung gegenüber dem Islam nicht in erster Linie als Abwertung und Feindschaft zu gestalten, sondern als Hochachtung und Freundschaft. So lehrt es das 2. Vatikanische Konzil (Nostra Aetate 3, Lumen Gentium 16), so lehren es Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI. .

Michael Widmann, D-86199 Augsburg

Hochachtung vor, Freundschaft mit den Muslimen - ja, wissend aber, daß sich Gott endgültig und unüberbietbar nur in Jesus Christus geoffenbart hat. In keinem anderen ist das Heil.

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