VISION 20007/2007
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Entscheide Dich für Jesus!

Artikel drucken Kein Streit um Methoden (Von Christof Gaspari)

Zum Abschluß eine Auseinandersetzung mit einigen möglichen Einwänden.

Wer sich dezidiert und anhand von Fakten gegen heute gängige Ansichten und Praktiken äußert, dem wird gerne vorgehalten, er betreibe Panikmache. Was läßt sich darauf antworten? Zugegeben: Beim Lesen dieses Heftes kann sich jemand leicht die Frage stellen: Bin ich etwa durch Konsum von Bachblütentropfen oder Praktizieren bestimmter Meditationsformen auf die schiefe Ebene geraten? Ist mein Seelenheil dadurch bedroht?

Auf solche und ähnliche Fragen möchten wir antworten: Bei der Auseinandersetzung mit dem Thema geht es nicht primär um Methoden, um die Frage, was man noch tun darf und schon vermeiden muß. Das wäre eine äußerliche Betrachtungsweise, die das Leben aus dem Glauben auf das Einhalten bestimmter Regeln verkürzt.

Soll man also vor so harmlosen Dingen wie Mandala-Malen, Yogaübungen oder Rutengehen warnen? Soll man sich nicht vielmehr daran halten, was der Apostel Paulus schreibt: “Prüfet alles, das Gute behaltet"?Also nur nicht ängstlich Stoptafeln errichten?

Solche Fragen führen uns an den Kern der Problematik. Daher noch einmal: Es geht nicht um die Praktiken an sich, sondern um den Geist, aus dem sie entstanden sind und der sie prägt. All das, was uns heute aus dem Bauchladen der Esoterik angeboten wird, hat seinen Ursprung in einem nichtchristlichen Weltbild.

Es sind Praktiken, die sich mehr oder weniger deutlich aus religiösen Vorstellungen des Ostens ableiten. In ihnen spielt die Einflußnahme auf den Geist des Menschen und das Wissen um die Existenz von geistigen Mächten eine bedeutende Rolle. Und all das prägt auch die Methoden, die uns als Heilsrezepte angeboten werden. Wer solche Angebote annimmt, ist damit nicht automatisch dieser Geistigkeit verfallen, wird aber für sie anfällig. Er gerät in deren Sog, in Gefahr, das Weltbild, aus denen sich die Praktik ableitet, unbemerkt anzunehmen und in den Einfluß von bedrohlichen geistigen Mächten zu geraten.

Damit sind wir beim eigentlichen Problem. In vielfältiger Weise wird uns heute suggeriert, wir könnten unser Heil allein wirken, wenn wir nur das Richtige tun: die richtigen Tropfen nehmen, die richtige Entspannungsübung praktizieren, das richtige Mantra wiederholen, den richtigen, von den Sternen bestimmten Zeitpunkt erkennen, den richtigen Platz zum Schlafen auswählen... Und wenn das eine nicht wirkt, dann mußt Du etwas anderes probieren. Und wer trotz aller Bemühungen keinen Erfolg hat, der hat noch nicht den richtigen Geist.

Dieser Glaube an die Machbarkeit fällt in unserer von enormen technischen Erfolgen verwöhnten Zeit, die außerdem nichts vom gigantischen Ringen in der Welt der Geister weiß, auf fruchtbaren Boden. Warum sollten wir nicht esoterische Techniken heranziehen, um unsere Gesundheit, unseren inneren Frieden, unsere persönliche Zukunft in den Griff zu bekommen?

Das ist die Verlockung der Esoterik, vor der wir in diesem Heft warnen wollten. Nicht weil sie uns zunächst harmlos entgegentritt, ist sie ungefährlich. Als Christen wissen wir, daß wir stets in einer geistigen Auseinandersetzung stehen, in der es keine Neutralität gibt. Dies wird im Buch Deuteronomium klar ausgesprochen: “Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen. Liebe den Herrn, deinen Gott, hör auf seine Stimme, und halte dich an ihm fest; denn er ist dein Leben." (Dt 30,19f)

Es geht um unsere Entscheidung für Gott - auch und gerade in diesen alltäglichen Fragen der Lebensbewältigung. Gerade da kommt es darauf an, Ihn zu lieben, auf Seine Stimme zu hören, sich an Ihm festzuhalten. Und diese Entscheidung ist nicht irgendeine unter vielen möglichen. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes, die Entscheidung unseres Lebens schlechthin.

Und das bedeutet Bereitschaft, auf all das zu verzichten, von dem absehbar ist, daß es uns in die falsche Richtung locken könnte. Und deswegen haben wir vor esoterischen Praktiken gewarnt. Natürlich sollen wir weiterhin etwas für unsere Gesundheit tun! Selbstverständlich sind wir gut beraten, für unsere innere Ruhe zu sorgen oder für unsere körperliche Ertüchtigung. Aber nicht unter Heranziehung von Verfahren, die unser größtes Gut, nämlich unsere Freiheit und unser Seelenheil in Gefahr bringen könnten.

Wenn Jesus uns sagt: “Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele," (Mt 11,28f), so legt Er uns eine ganz andere Haltung ans Herz, als dies die Esoterik tut.

Wir müssen nicht alles nur erdenkbar Mögliche unternehmen, um die Erwartungen, die wir an unser Leben haben, auch zu verwirklichen. Vielmehr dürfen wir uns an Jesus wenden - und zwar in allen Kleinigkeiten des Alltags. Er wird uns das von den Schultern nehmen, was für uns zu schwer ist und Er wird uns tragen helfen, was Er uns zu unserem und der anderen Menschen Heil zumutet. Wer aus dieser Haltung des Vertrauens lebt, wird für Esoterik nicht wirklich anfällig werden, weiß er sich doch in der Hand Gottes geborgen. Er kann seinen Alltag annehmen und wird Ruhe finden in seiner Seele.

Christof Gaspari

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