VISION 20006/2008
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Wir wollen Mut machen

Artikel drucken Am Beginn stand die Intuition, welche Aufgabe VISION 2000 haben sollte. In der zweiten Ausgabe, Ende 1988 faßten wir das Konzept, wie folgt zusammen:

Wir wollen Mut machen zu einem christlichen Leben in unseren Tagen. Wer sich heute in der Welt umsieht, erblickt zunächst einmal viel Erschreckendes: Der weitgehend materiell ausgerichtete Fortschritt droht die Basis des Lebens zu zerstören. Viele Menschen meinen, daß der Glaube heute keine Antwort mehr geben kann.

Wir aber möchten aufzeigen, daß Christus mit Seinem Heilsangebot so aktuell ist wie eh und je. Krisen werden dann nicht nur als Bedrohung erlebt, sondern gleichzeitig als Wegweiser in eine erneuerte Welt, da wir zutiefst überzeugt sind, daß Gott letztlich alles in der Hand hat.

Deshalb möchten wir Mut machen: Das heißt Alternativen aufzeigen, nicht als graue Theorie, sondern durch Leben im Alltag.

Mut machen heißt, daß wir in der Botschaft Christi die Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit finden.

Mut machen heißt aber auch, erfahrbar zu machen, daß viele auf einem hoffnungsvollen Weg unterwegs sind.

Wir werden also Partei ergreifen für die Wahrheit, die Jesus uns anvertraut hat und die Er selber ist. Nicht mit dem Anspruch, auf alles eine fertige Antwort zu besitzen, sondern selber suchend. Daher sehen wir unsere Arbeit auch als Dienst an, den wir im Gebet tun und weiterhin tun wollen.

Bezüglich der Inhalte werden wir eindeutig Stellung beziehen, uns aber gleichzeitig um einen liebevollen Umgang mit Menschen bemühen. Kritik wollen wir nicht um ihrer selbst willen äußern, sondern um Klarheit im geistigen Ringen unserer Tage zu schaffen.

In unseren Stellungnahmen bekennen wir uns zu unserer Kirche, nehmen deren Lehräußerungen ernst und sind bestrebt, sie als attraktive Wegweisung für unsere Zeit in einer möglichst verständlichen Sprache darzustellen.

Wir werden uns aus dem Hick-Hack zwischen den Parteiungen in der Kirche heraushalten. Nicht institutionellen und personalen Fragen gilt unser Hauptaugenmerk, sondern dem Deuten der Zeichen der Zeit.

Aus VISION 2/88

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