VISION 20002/2013
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Liebe Leser

Artikel drucken (Christof Gaspari)

Wenn Sie diese Ausgabe in Händen halten, werden die Kardinäle wohl schon den neuen Papst gewählt haben. Alle Medien sind sicher voll von Berichten über ihn – und unser dankbarer Rückblick auf das Pontifikat von Papst Benedikt XVI. wird vielen wie etwas total Überholtes erscheinen. In unserer schnelllebigen Zeit werden wir ja von einer brandneuen Meldung zur nächsten gehetzt – und was uns vor zwei, drei Wochen bewegt hat, erscheint wie Schnee vom vorigen Winter.
Welche Sensation war doch dieser Rücktritt! Ein epochales Ereignis, das es wert ist, bedacht, ja im Herzen erwogen zu werden. Und das umso mehr, als es sich um ein bedeutendes Pontifikat gehandelt hat (siehe S. 24-29). Papst Benedikt XVI. hat der Kirche in seinem fast achtjährigen Dienst das Rüstzeug für die kommenden großen Herausforderungen bereitet. Er ist wohl die herausragende Persönlichkeit unserer Tage. Er hat die Zeichen der Zeit mit unüberbietbarer Klarheit gedeutet und uns Christen in diesem Jahr des Glaubens auch den einzigen Weg gewiesen, auf dem wir sicher durch unser krisengeschütteltes Umfeld wandern können: die Hinwendung zu Jesus von Nazareth, dem Gott mit menschlichem Antlitz.
Daher haben wir entschieden, diesmal nicht das Schwerpunkt-Thema, sondern den Abschied von Papst Benedikt auf die Titelseite zu bringen. Daher möchte ich Sie, liebe Leser, an dieser Stelle besonders auf diesen Schwerpunkt hinweisen: „Vergebt einander“, eine Aufforderung, die uns in der Heiligen Schrift, vor allem im Neuen Testament, laufend begegnet. Es war ein Vortrag von P. Anton Lässer im Stift Heiligenkreuz, der den Ausschlag für die Wahl dieses wichtigen Themas gegeben hat. Lesen Sie seinen wirklich bedenkenswerten Beitrag (S. 10-11), der die Tiefendimension des Vergebens ausleuchtet.
Neben diesen, den Inhalt der neuen Ausgabe von VISION 2000 betreffenden, Ausführungen möchte ich noch auf die letzte Nummer mit dem Schwerpunkt „Unsere Heimat ist im Himmel“ zu sprechen kommen. Viele von Ihnen, liebe Leser, werden bemerkt haben, dass uns da viele Fehler unterlaufen sind. Am meisten geschmerzt hat uns, dass der Name des Autors von „Einladung zum Hochzeitsmahl“, des Artikels über die wunderbare Zukunft, die uns erwartet, bei den letzten Umbruchsarbeiten verloren gegangen ist. Zu schade. Es war der Salzburger Weihbischof Andreas Laun, der diesen wichtigen Beitrag verfasst hat. Entschuldigen Sie diese Panne, ebenso wie so manche übersehenen Fehler (etwa der Titel auf S.9).
Wir haben uns bemüht, diesmal besonders aufmerksam zu korrigieren. Eine Ausgabe ganz ohne Fehler wird jedoch wohl ein Wunschtraum bleiben. Kündigen Sie uns deswegen nicht die Treue.
Bleibt mir, Ihnen im Namen des Teams eine gesegnete, erfüllte  Osterzeit zu wünschen.


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