VISION 20002/2013
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Leserbriefe

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Ich sollte nicht mit Kritik und Zorn gehen
Zigtausend Zeugnisse über Nahtoderlebnisse gibt es bereits. Sie berichten zusammengefasst etwa: Man sieht seinen Leib von außen und je nachdem, ob man bejahend oder verneinend im Leben steht, erblickt man eine Schattengestalt oder man tritt ins grenzenlose Licht. Es ist wie eine „Umwendung“ ins Jenseits. Dann entfaltet sich ein gewaltiges Panorama: Einige sehen ihr Leben an, gleichzeitig alle Bilder! Daran anknüpfend ersteht eine vielfach gesteigerte Aufmerksamkeit, die frei wird. Klare Zusammenhänge treten auf. Dazu tritt ein tiefes Mitgefühl. Es ist gleichsam so, als ob man sich in andere versetzen wollte. Die eigene Person, die Selbstbezogenheit fällt ab. Fragen drängen sich auf: Was habe ich dem Leben gegeben? Wie weit habe ich mich in der Gegenständlichkeit verloren?
So habe ich das selbst erlebt. Und im Laufe der Jahre wurde mir das Davor und Danach klar. Ich sollte nicht mit Kritik und Zorn gehen. Das Lassen und Verzeihen sei Vorbereitung. Im Danach, im Nachklingen lassen, muss Reinigung folgen: von allem Verhaftet-Sein …  Gott ist tot, so rufen die Selbstsüchtigen. Nein! Gott will in uns, mit uns alles erneuern. Im verdrängten Schmerz ist Er gekreuzigt…
Hans Wilhelm, 1150 Wien

Nicht nur die Laien sind gefordert!
In VISION 1/2013 heißt es wieder einmal wie pflichtgemäß häufig im K-TV: Was das „glaubwürdige“ Angebot der Botschaft Christi angeht, seien „vor allem“ die Laien gefordert. Wer so spricht, übersieht absichtlich das tatsächliche Geschehen in der Kirche Österreichs und gerade da den besonderen Auftrag an unsere Bischöfe. Es genügt hier, allein auf den Mut im Episkopat hinzuweisen. Zu bedenken ist die Wirkung dieser Haltung auf einen bemühten Pfarrer, auf einen von Christus überzeugten Priester und den aufrichtigen Laien! Würden Gläubige in dieser Tugend einigen unserer Bischöfe – ein Würdenträger hebt sich jedoch deutlich ab (excellens) – nacheifern, könnten sie kaum den biblischen Anforderungen der Furchtlosigkeit genügen. Ich bewundere viele mutige Laien, die keiner drängenden Aufforderung bedurften und bedürfen, die die Heilige Schrift und die röm-kath. Lehre ernst nehmen und sich nicht mit zwielichtigen Argumenten (sophistisch) darüber hinwegsetzen. Und das beim Riskieren ihrer Arbeitsstelle, bei Verlust ihres Ansehens. In Joh 16,33: „In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.“
Mag. Herbert Steiner, A-8911 Admont

Tipp für das Jahr des Glaubens
Zum 200. Geburtsjahr des heiligen Petrus Eymard am 4. Februar 1911, dem Gründer der Eucharis­tiner, wurde sein erstes Buch, Die heilige Eucharistie – die wirkliche Gegenwart, unverändert neu gedruckt. Wer sich um das höchste Gut, den wahren Glauben müht, muss täglich etwas von Heiligen lesen. Dazu eignen sich diese Ausführungen des heiligen Eymard besonders zur Glaubensbestätigung. Gott beglaubigte den Heiligen durch das Nicht-Verwesen nach 10 Jahren Grabesruhe.
Richard Reingruber, Auweg 9, A-4190 Bad Leonfelden (Bei dieser Adresse kann das Buch gegen ein „Vergelt’s Gott“ bezogen werden.)

Ein Segenswunsch
In diesen zu unseren Lebzeiten so nie dagewesenen, bewegenden, ja schweren Tagen für unsere eine, heilige, katholische Kirche wünschen wir Ihnen von Herzen Gottes reichen Segen für Ihre weitere Arbeit. Möge der Nachfolger Benedikt XVI. auch Ihre Arbeit kennenlernen und schätzen.
Andreas und Sabine Rörig, D-55585 Duchroth  

Brückenbauer für die Neuevangelisierung
Mein Anliegen: Dass doch die neuen spirituellen geistlichen Gemeinschaften zu hilfreichen Brückenbauern werden für die Neuevangelisierung der ortspfarrlichen Struktur. (…) Ich bete regelmäßig in den Anliegen von VISION 2000. In den letzten Tagen wurde mir immer mehr in Erinnerung gerufen, wie viel wesentliche Impulse ich Österreichs Gläubigen zu verdanken habe: 1986 ein charismatisches Seminar mit dem Kamillianerpater Anton Gots und der geistlichen Frucht der Neubekehrung für meinen Mann und mich. Der jüngste Sohn Matthias hat seinerseits bei P. Anton einen Jugendkurs in Österreich besucht. Nun wird er im Juni als Spätberufener – ehemals Ingenieur – im Kölner Dom zum Priester geweiht… Auf Anregung von P. Anton und einem anderen Priester haben mein Mann und ich uns nun um die geistliche Neubelebung unserer Pilgerstätte bemüht. Durch Medjugorje bekamen wir die Kraft, den Rosenkranz, die Eucharistische Anbetung am Herz-Jesu-Freitag und Priesterdonnerstag einzuführen, wie auch das regelmäßige Gebet zum Schutz der Ungeborenen und zwei Kinder-Rosenkranzgruppen. Ob Ihre Zeitschrift hilfreich werden kann zum Bekunden von Zeugnissen, wie Mitglieder von geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen sich hilfreich in Ortspfarreien einbringen? Reibungen sind unvermeidlich, aber das Parallelkirchendasein bringt uns auch der christlichen Einheit nicht näher.
Mathilde Peus, D-42553 Velbert-Naviges

Christus, die bessere Alternative zum Islam
Über den Bericht von Sabatina James habe ich mich gefreut. Ich danke dafür. Hier ist eine junge Frau, die sich wohltuend abhebt vom ungesunden Streben nach Selbstverwirklichung, wie man dies leider bei vielen Frauen unserer Zeit spürt. Bei ihr hingegen hat man wirklich den Eindruck, dass sie im Christentum die kostbare Perle gefunden hat, von der Jesus in der Seepredigt gesprochen hat. (Mt.13,46). Sie hütet aber diesen nicht eifersüchtig für sich, sondern will auf mannigfache Weise durch ihre Bücher, Interviews usw vielen anderen Menschen ebenfalls helfen, dieselbe zu entdecken.
Gerade durch das von ihr gegründete Hilfswerk „Sabatina e.V.“ kann sie dazu beitragen im Christentum die bessere Alternative zum Islam zu sehen. Wenn sie mitunter an gewissen Personen Kritik übt, dann erinnert sie dadurch eher an prophetische Gestalten wie etwa die hl. Hildegard von Bingen, die im Vorjahr von Papst Benedikt XVI. zur Kirchenlehrerin erhoben wurde. Auch sie ist vor ernsten Ermahnungen gegenüber Vertretern der Kirche nicht zurückgeschreckt, hat aber nie ein kirchliches Amt angestrebt. Sabatina James weiß aus eigener Erfahrung in der Koranschule um die Ziele der Islamisten. Sie sieht es als ihre Aufgabe an, die Menschen unserer Zeit in ihrer oft lauen Gleichgültigkeit aufzurütteln.
P. Leopold Strobl OSB, A-5152 Michaelbeuern

Vergelt’s Gott!
Für Ihre Arbeit an der Zeitschrift schließe ich Sie ins Gebet ein. „Vergelt’s Gott“ ist der schönste Dank, den ich kenne.
Maria Schwarzenbach, D-87672 Roßhaupten

Vor mir liegen zwei Nummern von VISION 2000, die mir mal jemand geschenkt hat. Ich bin begeistert vom Inhalt, wie Sie es verstehen, den wahren Glauben zu verkünden, nicht nur jetzt im Jahr des Glaubens, sondern vielleicht schon – wie es der Titel sagt – seit 2000!? Ein herzliches und ewiges Vergelt´s Gott!! (Das Abonnieren ist mir leider nicht möglich aus finanziellen Gründen.)
M.K., D - 04720 Döbeln
Dazu folgende Klarstellungen: Wir schicken jedem, unabhängig von seinen Möglichkeiten zu spenden, die Zeitschrift gerne auch gratis zu. Und: Wer an älteren Ausgaben interessiert ist, kann diese bei uns im Büro nachbestellen, solange der Vorrat reicht. Zuletzt noch: VISION 2000 erscheint seit 1988.

Fels in der Brandung
Danke für Ihre Zeitschrift, die ich zwar nur unregelmäßig, aber dann doch sehr interessiert lese, besonders die Leserbriefe (danke Christian Kellermann 6/12!) vermitteln einen guten Einblick in die Glaubenssituation. Sie geben mir großteils das Gefühl, dass ich doch nicht so allein bin mit meinen Anschauungen, dass die Kirche trotz aller Fehler ein „Fels in der Brandung“ bleibt und auch unbeliebte, unattraktive Standpunkte vertreten muss. Ein Satz des Publizisten Andreas Püttmann (Buchtipp: Gesellschaft ohne Gott) geht mir durch und durch: „...die kirchliche Energieverschwendung im Rein-Horizontalen kostet nicht nur Zeit und Aufmerksamkeit zulasten der vertikalen Dimension des Glaubens, sie setzt das Evangelium auch der Banalisierung und Unglaubwürdigkeit aus!“ Oder: „Wenn von der Kanzel nur das erklingt, was auch in den Zeitungen steht oder in den Psychologiekursen der VHS gehört werden kann, warum soll man dann noch zur Kirche gehen?“ fragt treffend W. Pannenberg.
Christine Hiesberger, Christine.Hiesberger@gmx.de

Unversehen – nicht plötzlich
Ich danke Ihnen, dass Sie das Thema „Tod“ aufgegriffen haben. Wir sind leider vom christlichen Sterben so weit entfernt, dass uns sogar schon der Wortschatz fehlt. Auf Seite 6 wird P. Paul Préaux übersetzt mit: „Vor einem plötzlichen und unvorhergesehenen Tod bewahre uns, betete man allerdings früher in der Heiligenlitanei.“ So habe ich vor einigen Jahren das Wort „unversehen“ auch interpretiert. Aber das ist es nicht! In einem Gebetsbuch aus dem Jahre 1855 habe ich eine Reihe von Gebeten gefunden, die bei Sterbenden gebetet wurden… Bewahrt werden wollte man vor einem „jähen und unversehenen Tode“, d.h. ohne die Sterbesakramente empfangen zu haben. Im neuen Gotteslob heißt es bei der Allerheiligenlitanei nur mehr „vor einem plötzlichen Tode“.
Wie arm sind wir doch geworden! Wenn einer unserer Lieben das Glück haben sollte, zu Hause sterben zu dürfen, würden wir wahrscheinlich bis zuletzt seine Hand halten und ihm versichern: „Mach dir keine Sorgen, es wird schon wieder werden.“ Anstatt zu fragen: „Bist du bereit?“ Um ihm dann alle Ehre zu geben und ihn gebührend und mit priesterlichem Segen und sakramentaler Stärkung versehen zu begleiten.
Mag. Barbara Gürth, A-9082 Maria Wörth

Judas aber…
Soeben habe ich VISION 2000 bekommen und sofort alles gelesen, weil ich diese wertvolle Zeitschrift sofort weitergebe. Judas ist in der Hölle, das steht in der Heiligen Schrift, Joh 17,12-13: „… und keiner ist verloren gegangen außer dem Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt werde…“
Franziska Hutter, 4040 Linz

Der Katechismus
Als Antwort auf Ihren wunderbaren Artikel: „Eine Chance, den Glauben zu  vertiefen“ folgender Leserbrief: Erst wenn man den Katechismus der Katholischen Kirche zur Hand nimmt, weiß man, was man versäumt, wenn er nur als Zierde im Regal steht. Mit der Ausgabe für die Jugend, den „YOU CAT“, hat das Interesse bei den jungen Leuten einen erfreulichen Aufwind erfahren, der hoffentlich auch so manchen Erwachsenen animiert. In einer unserer Nachbarpfarreien wird seit Beginn des Glaubensjahres nach jeder Heiligen Messe ein Kapitel vom zelebrierenden Priester daraus vorgelesen. Dies ist zur Nachahmung sehr zu empfehlen, um „Ihn  – Jesus – den Menschen nahe zu bringen“, wie es in Ihrem so wunderbaren Bericht heißt. Die Worte der Jungfrau und Gottes Mutter Maria: „Was er Euch sagt, das tut!“, können so wieder leichter im Leben umgesetzt werden.
Sofie Christoph, D-86447 Aindling

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