VISION 20006/2014
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Einleitung

Artikel drucken (Christof Gaspari)

Das Jahr neigt sich demnächst seinem Ende zu. Advent und Weihnachten stehen vor der Tür. Bald werden wir wieder die Worte des Engels vernehmen: „Ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll…“ Ja, wirklich, eine große Freude! Aber haben Sie, liebe Leser, den Eindruck, dass diese wirklich froh machende Botschaft, dass uns „der Retter geboren (ist), der Messias, der Herr“ weitverbreitet Freude auslöst?
Sicher, viele unserer Mitmenschen werden mangels Beteiligung an der Weihnachtsliturgie diese Botschaft gar nicht mitbekommen. Vielen werden der Stress der Weihnachts­einkäufe, die Arbeit, die noch vor Jahresende zu erledigen ist und die damit einhergehende Hektik so zugesetzt haben, dass sie sehnsüchtig das Ausspannen in den heuer kalendermäßig günstig fallenden Feiertagen herbeisehnen.
Mir geht es hier auch gar nicht um billige Kritik am vorweihnachtlichen Rummel, den die Wirtschaft inszeniert. Nein, es geht um die wichtigere Frage: Wie steht es mit uns Christen, die wir jahrein, jahraus die vielen Aufrufe zur Freude in den Texten der Heiligen Schrift mitbekommen? Lassen wir uns nicht allzu leicht von den alltäglichen Hiobsbotschaften aus den Medien beeinflussen, von düsteren Prognosen in Sachen Umwelt, Armut und Wirtschaftskrise und ganz allgemein von Sorgen, wie es überhaupt und insbesondere mit der Kirche weitergehen soll – viele Wortmeldungen unserer Hirten bei der letzten Synode gaben ja genug Anlass dazu.
So verständlich diese Haltung sein mag – sie darf uns nicht die Freude nehmen. Sie steht im Zentrum der Botschaft Christi: Nichts, ja, wirklich nichts kann uns von Got­tes Liebe trennen. Der Apostel Paulus sagt uns das fix zu und ruft uns daher auf: „Freut euch!“
Der folgende Schwerpunkt will eine Ermutigung zu dieser Freude sein.

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