VISION 20001/2015
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Zeitgeschehen

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Homosexualität – ein Geschenk Gottes?
Der Apple-Chef Tim Cook berief sich auf den alten Spruch der amerikanischen Schwulenbewegung, demzufolge man als Homosexueller „proud to be gay“ zu sein habe. Aber Cook setzte noch eins drauf: Seine sexuelle Ausrichtung empfinde er als „eines der größten Geschenke, die Gott mir gemacht“ hat.
Die Welt v. 31.10.14
Von wegen Geschenk Gottes: Wie Gott das sieht, kann man in der Bibel nachlesen. In den meisten Medien wurde Cooks Äußerung dennoch bejubelt. In der Neuen Zürcher war allerdings Folgendes zu lesen:
Der Konzernchef von Apple, Tim Cook, hat am Donnerstag in einem von ihm verfassten Artikel in der Zeitschrift Bloomberg Businessweek erklärt, dass er homosexuell ist. Dieser Schritt mag aus Cooks persönlicher Perspektive nachvollziehbar sein. Aus einer professionellen Perspektive hingegen ist er ein Fehltritt: Es ist erstens ein Missbrauch von Macht und zeugt zweitens von Arroganz.
Hanna Henkel in NZZ v. 30.10.14
Was für ein Verstoß gegen die Einheitsmeinung! Der „Fehltritt“ war so schwerwiegend, dass eine Entschuldigung sofort nachgereicht wurde:
NZZ-Chefredakteur Markus Spillmann reagierte daraufhin heute mit einer Klarstellung. Er bedaure, dass der Artikel publiziert worden sei. „Die Kritik an diesem Schritt, wie immer sie begründet sein mag, zeugt (…) von mangelnder Toleranz und einem nach wie vor stigmatisierenden Umgang mit Schwulen und Lesben.“
FAZ 31.10.14
Zu immer mehr Themen vertreten die Leitmedien trotz der vielgepriesenen Redefreiheit eine Einheitsmeinung. Einheitlich ist auch die Reaktion von Medien und Politik auf die „Pegida“-Demonstrationen in Deutschland:

Alles gegen Pegida
Jede Woche werden es mehr, zuletzt kamen mehr als 17.000 Menschen: Die Pegida-Märsche in Dresden und anderswo beunruhigen auch die Bundesregierung. Wie sehr das Deutschgetümel und die kaum verschleierte Fremdenfeindlichkeit die Kanzlerin umtreibt, zeigt ihre Neujahrsansprache. Ausführlich geht Angela Merkel dabei auf das Phänomen ein, findet deutliche Worte - ohne Pegida freilich beim Namen zu nennen. Doch es ist unschwer zu dechiffrieren, wen Merkel meint, wenn sie von „solchen Demonstrationen“ spricht, auf denen montags „Wir sind das Volk“ skandiert werde. Merkel wörtlich in ihrer Rede, die am Silvesterabend veröffentlicht werden soll: „Tatsächlich meinen sie: Ihr gehört nicht dazu - wegen eurer Hautfarbe oder eurer Religion.“ Vor allem in Dresden finden die Demonstrationen der Gruppe „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) wöchentlich mehr Anhänger. Schon kurz nach dem Jahreswechsel soll der nächste Marsch stattfinden. Immer öfter finden sich Neonazis, Hooligans und NPD-Vertreter unter den Protestteilnehmern. Auch diese dürfte Merkel meinen, wenn sie sagt: „Zu oft sind Vorurteile, ist Kälte, ja, sogar Hass in deren Herzen!“
Der Spiegel online v. 31.12.14
Man muss kein Pegida-Fan sein, aber die Leute einfach abzukanzeln, ist zu billig. Wäre diese hartnäckig geäußerte Sorge tausender Bürger nicht ein Anlass zur Frage: Birgt die derzeitige Politik des wertfreien Gesellschaftsmanagements nicht die Gefahr großer sozialer Konflikte? Es ist nämlich nicht egal, woran Menschen glauben, was für sie im Leben wichtig ist. Daher gibt auch folgende Statistik zu denken:

Katholiken in Wien
bald Minderheit
Religionen in Wien verändern sich: Vor allem der Trend zur Säkularisierung und Migration macht die noch in den 1970er- Jahren relativ homogen-christliche Glaubenslandschaft bunter. Blickt man statistisch in die Zukunft, wird in gut 30 Jahren nur noch ein Drittel der Bundeshauptstädter katholisch sein, der Anteil der Muslime wird sich mit dann 21 % hingegen beinahe verdoppeln. Das sind die Ergebnisse des Wirel-Projekts der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, das die Struktur der Religionszugehörigkeit und des Glaubens in Wien untersucht, wobei bis 2046 hochgerechnet wurde.
religion.ORF.at v. 18.11.14
Die Gesellschaft wird nicht „bunter“, was nett klingt, sondern instabiler, wenn sie die christliche Substanz, aus der sie gewachsen ist, aufbraucht.

Der US-Geheimdienst hat gefoltert
Auf Hunderten Seiten berichtet der US-Senat über den Umgang des Auslandsgeheimdienstes CIA mit Terrorverdächtigen nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Im Zentrum des Berichts des US-Senats zu den Methoden, die der Auslandsgeheimdienst CIA nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 gegen Gefangene einsetzte, stehen 13 sogenannte erweiterte Verhörtechniken. (…) Diese Methoden mussten die Gefangenen ertragen:
1. Schläge in den Unterleib…
2. Aufmerksamkeit erzwingen…
2. Einsperren in engen Boxen…
4. Nahrungsmanipulation…
5. Haltegriff ums Gesicht…
6. Schlag ins Gesicht…
7. Nacktheit…
8. Druckbelastungen…
9. Tagelanger Schlafentzug…
10. Vor der Wand stehen…
11. Walling…
12. Waterboarding…
13. Eisbäder…
Die Welt v. 10.12.14
Man bedenke: Die USA verstehen sich als Hort der Demokratie, erteilt Ländern Noten in Sachen Menschenrechte.

Kein Bargeld mehr
Mehr als die Hälfte aller Käufe in Deutschland werden in bar abgewickelt. Davon hält der Ökonom Kenneth Rogoff nicht viel. Er steht für mehr Macht für die Zentralbanken. Bargeld ist da ein Hindernis. Zum Ankurbeln des Wirtschaftswachstums sollen die Zentralbanken nämlich das Bargeld abschaffen. So könnten negative Zinsen viel leichter durchgesetzt werden. Das meinte zumindest der Harvard-Professor auf einer Veranstaltung des lfo-Instituts in München. (…) Doch das ist für Rogoff, der 2001 bis 2003 beim Internationalen Währungsfonds (IWF) Chefökonom war, nicht der einzige Grund für die Abschaffung des Bargelds. „Außerdem könnten Steuerflucht und Drogenkriminalität besser bekämpft werden“, so der Ökonom wörtlich. (…) In anderen EU-Staaten ist dagegen die gesetzliche Beschränkung von Bargeldzahlungen längst Realität. In Griechenland liegt die Grenze bei 1.500, in Italien und Frankreich bei 1.000 sowie in Spanien bei 2.500 Euro.
Junge Freiheit v. 19./26.12.14
Wo es kein Bargeld gibt, lassen sich alle Geldflüsse total überwachen und, wer missliebig ist, kann vom Wirtschaftsgeschehen ausgeschlossen werden. Viele Entwicklungen heute deuten auf das Entstehen einer totalitären Gesellschaft hin.
Gott sei Dank gibt es aber auch positive Meldungen:

Standesbeamte muss Schwule nicht trauen
Eine britische Standesbeamtin, die eine Trauung gleichgeschlechtlicher Paare verweigert hatte und deswegen entlassen worden war, hat vor dem Arbeitsgericht Recht bekommen. Der Arbeitgeber habe ihre religiösen Ansichten nicht angemessen berücksichtigt, entschied eine Berufungsinstanz laut der Zeitung Sunday Times. Die Klägerin, die 54-jährige Margaret Jones aus Bedford, wolle indessen nicht mehr auf ihre Stelle zurückkehren. (…) Gleichgeschlechtliche Trauungen finden in England und Wales seit dem 29. März statt. Am 28. März war Jones dem Bericht zufolge vor die Alternative gestellt worden, ebenfalls solche Eheschließungen zu halten oder auf ihren Job zu verzichten.
kath.net v. 1.9.14

Leidenschaftlich für den Zölibat
„Ich bin leidenschaftlicher Verfechter des Zölibats!“ Dies sagte der Passauer Bischof Stefan Oster am Donnerstagabend im Regensburger Presseclub, wie der Bayrische Rundfunk berichtete. „Weil ich aus dieser Quelle lebe und ein Zeugnis gebe, dass dieser Gott in der Welt mich liebesfähig macht, dass ich hinausgehen kann und den Menschen ‚jungfräulich‘ lieben kann. Wenn das das Zeugnis des Zölibates ist, dann hat der Zölibat zutiefst Sinn, dann ist er ein Charisma, das der Kirche geschenkt ist als provokatives Zeichen für diese Welt.“
Kath.net v. 12.11.14
Welch schöne Deutung des Zölibats!

Wenn Abtreibung verboten wird…
Die Müttersterblichkeit ist niedriger, wenn Abtreibung gesetzlich verboten ist. Das zeigt eine neue Studie in Südamerika. Die Müttersterblichkeit in Chile nimmt ab, seitdem die Abtreibung im Jahr 1989 verboten ist. Seit dieser Zeit ist ihr Wert um beinahe 70% gesunken. Das führt dazu, dass Chile jetzt in den internationalen Vergleichen der Müttersterblichkeit geringere Werte als die USA aufweist und in Amerika an zweiter Stelle liegt. Diese Entwicklung ist ähnlich der in Nicaragua und El Salvador. Dort ist eine Verringerung der Sterblichkeit um 44% seit 1990, als damals die Abtreibung verboten wurde.
ChurchMilitant.TV News
v. 4.12.14
Eine wichtige Information für Gespräche über Abtreibung.

Wer missioniert
da wen?
Einer Untersuchung von „Trajectoires et Origines“, die von Ined und Insee durchgeführt worden ist, zufolge belief sich im Zeitraum 2008-2009 die Zahl der zum Islam Bekehrten in Frankreich schätzungsweise auf 70.000 bis 100.000… Tendenz: exponentiell steigend, da der entsprechende Wert im Jahr 1986 bei ungefähr 50.000 lag. Was die Kirche anbelangt: Die Zahl der Konvertiten aus dem Islam liegt etwa … bei 300 im Jahr. Um die Zahl richtig einordnen zu können, sei daran erinnert, dass 2011 der Anteil der Katholiken in Frankreich 41,6% und die der Muslime  4,5% ausmachte.
L’Homme Nouveau v. 27.9.14
Wieder einmal sei daran erinnert: Die Lauheit der Christen ist Europas großes Problem. Nur sie öffnet den Weg für den Vormarsch des Islam.

Appell an Einwanderer nach Australien:
Einwanderer, nicht Australier, müssen sich anpassen. (…) Christliche Frauen und Männer mit christlichen Prinzipien haben diese Nation gegründet, und dies ist ganz klar dokumentiert. Und es ist sicherlich angemessen, dies an den Wänden unserer Schulen zum Ausdruck zu bringen. Wenn Gott euch beleidigt, dann schlage ich euch vor, einen anderen Teil dieser Welt als eure neue Heimat zu betrachten, denn Gott ist Teil unserer Kultur. Wir werden eure Glaubensrichtungen akzeptieren und werden sie nicht in Frage stellen. Alles, was wir verlangen, ist, dass ihr unseren Glauben akzeptiert und in Harmonie, Friede und Freude mit uns lebt.
Aus der Rede des australischen Premierministers John Howard anlässlich des 6. Jahrestages der  Attentate in Bali im Februar 2008.
Ungewöhnliche Worte aus dem Mund eines Politikers – und erfreuliche. Dennoch sei angemerkt: Wirklich gelebte Nachfolge Christi stellt die „Glaubensrichtungen“ der Mitmenschen schon in Frage, denn auch deren Heil hängt davon ab, Christus zu kennen, der Weg, Wahrheit, Leben ist.

Massiver Anstieg des Terrorismus
Der Terrorismus breitet sich dramatisch aus. Sowohl die Zahl der Anschläge wie auch der Todesopfer ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr erheblich gestiegen. Urheber der Terrorattacken sind überwiegend extremistische islamische Organisationen. Das geht aus dem Globalen Terrorismus-Index (GTI) hervor, den das Institut für Wirtschaft und Frieden (Sydney/Australien) in 162 Ländern erfasst und jetzt veröffentlicht hat. Demnach wurden im Jahr 2013 fast 10.000 terroristische Anschläge registriert; das waren 44 % mehr als 2012. Die Zahl der Todesopfer stieg binnen eines Jahres um 61 % auf nahezu 18.000. 24 Länder verzeichneten mehr als 50 Todesfälle; 2012 waren es 15 Staaten – ein Anstieg um 60 %.
Der Terrorismus wurde von vier islamisch-extremistischen Organisationen dominiert: „Islamischer Staat“ (IS) im Irak und Syrien, „Boko Haram“ (Westliche Bildung ist Sünde) in Westafrika, den Taliban in Afghanistan und dem internationalen Terrornetzwerk El Kaida. Zwei Drittel aller Todesopfer gehen auf ihr Konto.
Ihr Ziel ist es, islamische Gottesstaaten zu errichten, in denen sie das Religionsgesetz, die Scharia, mit äußerster Brutalität durchsetzen. „Ungläubige“, vor allem Christen, werden vertrieben, getötet oder mit Gewalt zum Übertritt zum Islam gezwungen. Der Terror richtet sich aber auch gegen gemäßigte Muslime.
Mehr als 80 % der Ermordeten wurden in fünf Ländern registriert: dem Irak, Afghanistan, Pakistan, Nigeria und Syrien. (…) Aber nicht nur Entwicklungsländer, sondern auch Staaten, die der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung angehören, verzeichneten im Jahr 2013 Tote durch Terroranschläge: die Türkei, Mexiko, die USA, Großbritannien, Griechenland, Israel, Tschechien und Chile.
kath.net v. 19.11.14
Und die Zahlen sind sicher weiter gestiegen, auch wenn es noch keine Jahresbilanz 2014 gibt. Denn allein im November sind 5.042 bei 664 Anschlägen ums Leben gekommen, 462 Menschen wurden hingerichtet. Viele davon waren heroische Zeugen für Jesus:

Wir haben Jesus
immer geliebt
Im Irak boten vier Jugendliche IS-Kämpfern die Stirn. Sie lehnten es ab, Christus zu verleugnen. Dafür wurden sie geköpft. Auf die Aufforderung der Muslime gaben die Jugendlichen – alle unter 15 Jahre alt – eine wunderbare Antwort. „Nein, wir lieben Jesus. Wir haben Jesus immer geliebt, sind Ihm immer gefolgt, Jesus war immer mit uns.“ Wir danken Gott für den Mut dieser jungen Gläubigen.
ChurchMilitant.TV News v.
 4.12.14

Familienwahlrecht
Die Bundesfamilienministerin möchte das Wahlrecht erweitern: Manuela Schwesig will Familien mit Kindern größeren Einfluss auf die Politik geben. Sie finde darum die Idee eines Familienwahlrechts gut, sagt die SPD-Politikerin der Rhein-Neckar-Zeitung. „Dann bekäme ein Elternteil pro Kind eine zusätzliche Stimme.“ Ab 18 oder auch ab 16 Jahren könnte der Nachwuchs dann wie bisher sein Wahlrecht selbst ausüben. Schwesig räumte allerdings ein, dass dieser Vorschlag auch in der SPD umstritten sei.
Rheinische Post v. 21.11.14
Zweifellos ein guter Vorschlag, der nur leider prompt in der Schublade gelandet ist.

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