VISION 20002/2016
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Pressesplitter kommentiert

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Wie die Polizei
informieren soll
In Nordrhein-Westfalen gibt es seit langem einen Erlass, dass Nationalitäten von Tatverdächtigen genannt werden, wenn es dem Verständnis des Sachverhalts oder der Fahndung dient. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Erich Rettinghaus, sagte allerdings, es habe sich in der Praxis verfestigt, „dass Polizisten wohl von vornherein gewisse Sachen nicht sagen, weil es nicht opportun ist“. Er fügte hinzu: „Das ist eine politische Entscheidung, und keiner will sich in die Nesseln setzen.“
Der Chef der Berliner Polizeigewerkschaft, Bodo Pfalzgraf, warnte vor Schönfärberei: „Wir müssen Ross und Reiter nennen dürfen.“ Da gehöre die Nationalität dazu. „Wenn ein Kurde einem Türken eins auf die Mütze haut, läuft das unter Hasskriminalität.“ Hintergrund sei, dass Beamte angehalten seien, die Nationalität nicht zu nennen. „Dadurch werden die falschen Schlüsse gezogen.“ Hasskriminalität werde nämlich unter Rechtsextremismus verbucht. (…) Am Montagabend hatte der Chef der deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, in der ARD-Talkrunde Hart aber fair kritisiert, dass Beamte in ihren Berichten „eine politische Erwartungshaltung“ zu erfüllen hätten.
Die Welt online v. 12.1.16
Und ähnlicher Druck offenbar auch in Schweden:

Vertuschung auch
 in Schweden
Nach den von der Kölner Polizei zunächst heruntergespielten sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht hat auch die schwedische Polizei eine Vertuschung von sexuellen Übergriffen durch mutmaßlich ausländische junge Männer eingeräumt. Bei Musikfestivals in Stockholm im August 2014 und 2015 habe es 38 Anzeigen wegen sexueller Übergriffe gegeben, in zwei Fällen wurden Vergewaltigungen zur Anzeige gebracht, gaben die Behörden am Montag bekannt. „Wir hätten die Informationen veröffentlichen müssen,“ sagte ein Polizeisprecher. (…) Die Zeitung Dagens Nyheter zitierte aus einem Polizeibericht, der Verdacht habe sich gegen eine Gruppe von rund 50 jungen Asylbewerbern aus Afghanistan gerichtet.
Focus-online v. 12.1.16
Auch Medien spielen mit, wenn es darum geht, die Tabus des Multikulturalismus zu schützen:

Politisch korrekt im FS
Der Kriminologe Christian Pfeiffer, der früher einmal Justizminister in Niedersachsen war, ist zurzeit wieder ein gefragter Mann, weil er sich seit Jahrzehnten wissenschaftlich mit dem Thema Gewalt beschäftigt. Er ist gefragt, soll aber, zumindest im Fernsehen, nicht immer sagen, was seinen empirischen Befunden zugrunde liegt und aus ihnen folgt. Er solle im Zusammenhang mit den sexuellen Gewalttaten gegen Frauen in der Silvesternacht in Köln nicht von Flüchtlingen sprechen, habe ihn ein Fernsehredakteur kürzlich vor einer Sendung angewiesen, sagte Pfeiffer, als er am Donnerstagabend in der Phoenix Runde zu Gast war. Sonst, wurde Pfeiffer gesagt, breche man das Interview sofort ab.
FAZ-online v. 9.1.16
Verwunderlich ist das insofern nicht, da die Journalisten Befragungen zu Folge politisch überwiegend grün-links orientiert sind. Die Folge der Manipulation: Viele verlieren das Vertrauen in die Leitmedien:

Schlecht informiert
Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach (…) bewerten mehr als die Hälfte der Befragten (51%) die Berichterstattung zum Thema (Flüchtlings- und Asylkrise, Anm.) in den deutschen Medien kritisch. Bei den politisch interessierten Bevölkerungskreisen sei, wie Renate Köcher, die Geschäftsführerin des Instituts, schreibt, der Anteil der Kritik­übenden sogar noch höher (58%).
Die Tagespost v. 31.12.15
Wie stark der ideologische Druck in der Öffentlichkeit mittlerweile geworden ist, zeigt auch folgende Meldung aus Großbritannien:

Christen aus der Öffentlichkeit gedrängt
Das Christentum wird in der Öffentlichkeit totgeschwiegen und in aller Stille aus dem gesellschaftlichen Leben „verdrängt“, stellt ein ehemaliger oberster Beamter fest. William Nyed, der 20 Jahre eine Reihe von Spitzenpositionen in Whitehall, dem Londoner Regierungsviertel, eingenommen hat, stellte fest, dass ein „säkularer Geist“ die Verwaltung erfasst und zu einer Kultur geführt hat, in der man „tunlichst vermeiden sollte“, über den Glauben zu reden. Seiner Ansicht nach würde die Allgemeinheit überrascht sein, in welchem Ausmaß der Glaube im Öffentlichen Sektor als „seltsam und unüblich“ angesehen wird. Mr. Nye (…) erklärt, dass die in der Verwaltung tätigen Christen nur in Ausnahmefällen ihren Glauben kundtun aus Angst, als voreingenommen angesehen zu werden. „Persönliche Freunde mögen mir schon erzählt haben, dass sie Christen seien, aber andere Leute in der Regierung, in den Ministerien würden das nie tun. Sie würden nicht wollen, dass man etwas über ihr Christsein wisse.“ (…) Vorigen Monat stellte ein Minister fest: „Ein Politiker tut sich leichter zuzugeben, dass er hascht oder Pornos anschaut, als einzugestehen, dass er in seinem Alltagsleben ein ernsthaftes Gebetsleben führt..
The Christian Institute, Meldung
v. 5.1.16

Ein Mann als Obfrau
Die Klagenfurter Grünen haben ihr neues Parteistatut in ausschließlich weiblicher Form abgefasst. Partei-„Obfrau“ Reinhard Schinner begründete diesen Schritt mit der Symbolwirkung, man erkenne alle Geschlechter an und habe deshalb die klassische Form fallen lassen. „Trotzdem bleibe ich Obmann Schinner“, meinte er. (…)„Wir sind außerdem nicht die ersten in Österreich, das Tiroler Kinder- und Jugendhilfegesetz ist bereits im Jahr 2013 in weiblicher Form abgefasst worden.“
Die Presse online v. 10.2.16
Wäre Reinhard Schinner konsequent, müsste er sich jetzt Herr Obfrau nennen. Die Franzosen lassen sich allerdings ihre Sprache nicht durch Gender­ideologie vermiesen und bleiben bei der tradierten Form: der Funktionsbegriff bleibt männlich, also:Madame le pré­sident – madame le professeur.

Endlich!
„Endlich!“ Als Papst Franziskus den Patriarchen Cyrill in einem kleinen Salon des Flughafens von Havanna erblickte, hat er diesen tiefsinnigen Seufzer von sich gegeben. Noch nie waren bisher ein Papst und ein Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche zusammengekommen. Unter dem Himmel der Karibik, in der Weltmetropole der Zigarre, hat die Kirche begonnen, mit beiden Lungenflügeln zu atmen. (…) Nach zahlreichen nicht zustande gekommenen Treffen haben nun die Situation der Christen in der ganzen Welt sowie die Notwendigkeit, die christlichen Werte zu betonen, den Patriarchen von Moskau und dem gesamten Rus dazu veranlasst, dieser Begegnung zuzustimmen. Anlässlich des Besuchs des Oberhaupts der russischen Kirche in Kuba und der Reise des Bischofs von Rom nach Mexiko, haben die beiden Männer in Havanna einen entscheidenden Schritt Richtung Einheit gesetzt.
Famille Chrétienne v. 16.2.16
Ein wichtiger, herbeigesehnter Schritt in Richtung Einheit der Christen, die in dieser Zeit großer Bedrängnis der Christenheit so notwendig wäre.

Nordirland gegen Lok­kerung bei Abtreibung

Das Regionalparlament in Nord­irland hat eine Lockerung des geltenden strengen Abtreibungsrechts abgelehnt. Nach einer fast bis Mitternacht dauernden Debatte stimmten am späten Mittwochabend 59 Abgeordnete gegen einen Antrag, Schwangerschaftsabbrüche bei Sexualverbrechen oder geringen Überlebenschancen des Babys zu erlauben. Für den Vorschlag votierten 40 Parlamentarier.
Wiener Zeitung v. 11.2.16
Endlich eine gute Melung von der Abtreibungsfront: Eine 2/3-Mehrheit im Parlament gegen die Liberalisierung der Abtreibung, in Europa, 2016! Nahezu unglaublich.

Überschwemmt mit Pornographie
Ich dachte, bezüglich Neuigkeiten über die Porno-Industrie könnte mich wirklich nichts mehr erschüttern. Aber als „PornHub“, der größte Dreckwasser-Erzeuger im Internet, seine Statistik für 2015 veröffentlicht hat, da ist mir übel geworden.
Dazu zwei Beispiele: Im Jahr 2015 haben sich Menschen 4.392.486.580 Stunden lang auf PornHub Pornos angeschaut. Um das ins rechte Licht zu rücken: Es bedeutet, dass in einem Jahr rund um die Welt Menschen 501.425 Jahre damit verbracht haben, Pornographie anzuschauen – und das bei nur einem Anbieter. Und diese Leute haben auf PornHub 87.849.731.608 Videos konsumiert. Der Porno-Anbieter berühmte sich sofort, dass sich damit jeder Einwohner unseres Planeten 12 Porno-Videos zu Gemüte geführt habe.
Um diese Zahlen richtig zu bewerten, sollten wir einen Blick in eine kürzlich veröffentlichte Studie im Journal of Communcation vom 29. Dezember 2015 mit dem Titel „A Meta-Analysis of Pornography Consumption and Actual Acts of Sexual Aggression in General Population Studies“ werfen. (…) In der Zusammenfassung erklären die Autoren unverblümt, was sie festgestellt haben: „Es wird weiterhin darüber debattiert, ob es einen gesicherten Zusammenhang zwischen Konsum von Pornographie und sexueller Gewalt gibt. Die Meta-Analysen von Verhaltensstudien weisen auf Aggressivität in Verhalten und Haltungen hin. (…) Der Porno-Konsum stand in Verbindung mit sexueller Gewalt in den USA und in anderen Ländern, bei Männer ebenso wie bei Frauen, in Querschnittsanalysen ebenso wie in Langzeitstudien…“
Jonathan van Maren, Life Site
News v. 13.1.16
Die US-Bischöfe haben sich in einem eigenen Dokument mit der Porno-Flut auseinandergesetzt. Darin ermutigen sie die Jugend:

Seid mutige Zeugen
der Keuschheit
Ihr seid von Gott geschätzt, geliebt und zu Großem berufen! Christus ruft euch auf, starke, mutige Zeugen der Keuschheit und der Hoffnung zu sein. Das Jugend- und junge Erwachsenenalter kann eine schwierige und verwirrende Lebensphase sein und die Sehnsucht nach sexueller Intimität sehr groß. Zeigt euren Freunden und Altersgenossen, dass Keuschheit froh macht und Freiheit schenkt! Sie legt auch das Fundament für eine glückliche, dauerhafte Ehe. Wehrt euch gegen Druck, sexuelle Aktivität als Freizeitspaß anzusehen. Lasst euren Leib nicht zu einem Gegenstand degradieren ebenso wenig wie den eines anderen durch Betrachtung von Bildern und Videos. Gott hat euch als Sein Abbild geschaffen, und die Kirche betrachtet euch mit Mitgefühl und Liebe – egal, was andere sagen oder tun. Mehr noch: Euer Leib ist Tempel des Heiligen Geistes, und ihr seid für Großes geschaffen.
Create in Me a Clean Heart, Dokument der US-Bischsofskonferenz vom November 2015
IS-Verbrechen sind Völkermord
Das Europäische Parlament hat die Menschenrechtsverletzungen der dschihadistischen Terrormiliz IS als Völkermord verurteilt. Die Abgeordneten in Straßburg forderten am Donnerstag in einer Entschließung auch den UNO-Sicherheitsrat auf, die vom IS begangenen Verbrechen als Genozid anzuerkennen. „Der IS ist dabei, alle religiösen und ethnischen Minderheiten in Syrien und im Irak zu vernichten, die nicht seine religiöse Auslegung des Islam teilen. Das ist Völkermord und als solcher muss er auch geahndet und bestraft werden – also mit Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag“, sagte der Vizepräsident der sozialdemokratischen Fraktion, Josef Weidenholzer.
Kurier online v. 4.2.16
Erfreulich klare Feststellung. Wird das Waffenhändler und sonstige Lieferanten abhalten, mit dem IS Geschäfte zu machen?

Keine Schulnoten mehr
In der Volksschule muss künftig bis zur vierten Klasse niemand mehr sitzenbleiben. Und das ist nicht alles: Die gesamte Leistungsbeurteilung soll österreichweit neu geregelt werden, denn es soll bis zur dritten Klasse Volksschule nirgends mehr Ziffernnoten geben. Das ist der Kern eines Entwurfs des Unterrichtsministeriums zum sogenannten Schulrechtspaket (…): Statt den Noten Eins bis Fünf soll es künftig fix an allen Volksschulen nur noch verbale Leistungsbeurteilungen geben. (…)Weiters, und hier werden viele Pädagogen anderer Meinung sein: „Moderne Pädagogik darf ein Wiederholen von Schulstufen in diesem Altersbereich nicht zulassen.“ Dabei ist es gerade in der Volksschule oft so, dass Lehrer mit Eltern gemeinsam beschließen, dass es sinnvoll ist, dem Kind ein Jahr mehr Zeit zu geben. Sie sprechen dann von einer Umstufung, die das Kind nicht als Versagen erleben muss.
Die Presse online v. 17.2.16
Es ist erstaunlich, wie beharrlich unser Bildungssystem ruiniert wird. Als wäre Schülern, die nicht mitkommen, damit gedient, dass sich von Jahr zu Jahr ihre fehlende Basis vergrößert!

Seit 33 Jahren
im Koma
Der ehemalige französische Fußballstar Jean-Pierre Adams (67) liegt seit mehr als 33 Jahren im Koma. Seine Frau Bernadette pflegt ihn bis heute. Sie ist beinahe jeden Tag von 7 Uhr früh bis 8 Uhr abends bei ihm. Euthanasie war und ist für sie keine Lösung.
„Das ist undenkbar,“ sagt sie wörtlich gegenüber einem Journalisten. „Was soll ich mit ihm machen, ihm nichts mehr zu essen geben? Ihn Schritt für Schritt sterben lassen? ... “, fügt sie hinzu. Am 17. März 1982 wurde Jean-Pierre Adams in einem Krankenhaus in Lyon am Knie operiert. Aufgrund eines Fehlers des Anästhesisten fiel er in ein Koma, das bis heute andauert. Adams schläft und atmet selbständig. Er kann zwar die Augen öffnen, aber nicht sehen. Sein Gehör dürfte zumindest teilweise intakt sein. Er reagiere auf ihre Stimme, sagt Bernadette. Ab­gesehen von seinem Koma sei er gesund und habe sich in den drei Jahrzehnten kaum verändert, ergänzt sie.
Kath.net v. 2.2.16
Welch wunderbares Zeugnis für die Kostbarkeit des Lebens – und die Größe ehelicher Liebe!

Was die Kirche
fruchtbar macht
Die Fruchtbarkeit der Kirche wird von ihrer Liebe zu Jesus Christus bestimmt. Der wertvollste Dienst, den jeder von uns der Kirche also leisten kann, besteht daher darin, Gott zu lieben und eine immer intimere Beziehung mit Ihm zu pflegen.
P. Raniero Cantalamessa, zitiert in Famille Chrétienne v. 12-18.12.15
Wichtige Erinnerung in einer Zeit, in dem auch Christen dem Aktivismus huldigen.



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