VISION 20001/2017
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„Unser Glaube ist felsenfest“

Druckansicht Samson Shukardin, Bischof von Hyderabad/Pakistan und Förderer der Bildung bei den Ärmsten (Von Alexa Gaspari)

Welch ein tiefgläubiger, netter, lieber, in seinem ganzem Auftreten bescheidener Mann, dachte ich gleich, als ich Bischof Samson Shukardin aus Pakistan zum ersten Mal in Wien bei einer Pressekonferenz erlebt habe. Ein Mann im totalen Einsatz für seine Landsleute, seine Kirche, insbesondere für die ihm anvertrauten Schäfchen. Er ist nach Österreich gekommen, um Spenden für die Armen seines Landes – die Christen sind dort am aller ärmsten –, für seine Priesterstudenten und für seine Schulen zu sammeln. Nach mehreren Begegnungen haben wir uns mit dem Bischof bei den Franziskanern in Maria Enzersdorf zusammengesetzt, und er hat erzählt:
Bischof Samson kommt aus einer sehr armen Familie. Seine Eltern hatten acht Kinder. Als er am 29. Jänner 1961 in Hyderabad auf die Welt kommt, ist er die Nummer sechs und der jüngste von vier Brüdern. Er wird in der Kathedrale von Hyderabad getauft, in jener Kirche übrigens, in der er später auch gefirmt und zum Priester geweiht wird. Und am 31. Jänner 2015 empfängt er dort auch die Bischofsweihe. Als Bub besucht er die katholische Schule, die der Kathedrale angeschlossen ist. „Mit einem Wort,“ lächelt der Bischof, „alle wichtigen Ereignisse meines Lebens haben sich dort konzentriert.“
Ursprünglich aus dem nicht katholischen nördlichen Teil des Landes kommend, gehörten Samsons Eltern einer protestantischen pakistanischen Kirche an. Doch als sie in den Süden des Landes übersiedelten, hatte der tiefgläubige Vater eine Vision: Es erschien ihm Maria, die er vorher abgelehnt hatte. „Ab da,“ so erzählt der Bischof, „hat er sich total verändert und wurde katholisch. Und mit ihm die ganze Familie. Als ich geboren wurde, war die Familie schon katholisch.“
Nach Beendigung der katholischen Schule (fast 90% der Schüler sind dort muslimisch, da die Muslime sehr wohl wissen, dass die katholische Ausbildung sehr viel besser ist) geht der junge Samson auf ein normales College. Zu Hause wird er sehr gläubig erzogen. Er erinnert sich: „Mein Vater ist immer früh aufgestanden, hat die Schuhe geputzt, sich gut angezogen und hat mich dann in die Kirche mitgenommen. Es waren die Eltern, die mir den Glauben nahe gebracht haben.“ Und so fühlt er sich schon als Student zur Kirche und zum Dienst in der Kirche hingezogen. „Ich wollte immer schon den Menschen dienen, hatte aber längere Zeit nicht die Absicht in einen Orden einzutreten. Dieser Wunsch ist erst langsam in meinem Herzen gereift.“
Als junger Mann sammelt er, gemeinsam mit muslimischen Freunden, Essen und andere lebensnotwendige Dinge für arme Menschen, spendet für sie Blut und hilft, wo er kann. Er habe unter den Muslimen sehr nette und aufmerksame Freunde – selbst heute noch, betont er. „Und wollen sie nicht Christen werden?“, frage ich spontan. „Nein, das ist für Muslime, die in Pakistan leben, unmöglich,“ winkt er gleich ab. „Wer sich zum Christentum hingezogen fühlt, muss dies heimlich tun, denn er gilt dann als Apostat und muss den Zorn der fanatischen Muslime fürchten.“ Von den über 196 Millionen Pakistani sind 97% Muslime und nur 1,6% (also etwa vier Millionen) Christen.
Schließlich fasst Samson den Entschluss, bei den Franziskanern einzutreten – und stößt auf entschiedenen Widerstand des Vaters: „Du bist der Jüngste,“ bekommt er zu hören, „daher möchte ich dich für unsere alten Tage zu Hause behalten,“ eine für den Sohn eher überraschende Erklärung. Auch der Franziskaner, der nachfragen kommt, erhält dieselbe Antwort.
Zwei Jahre später, am 21. Dezember 1983, folgt dann die große Überraschung. Bischof Samson erinnert sich noch genau: „Der Vater kommt nach Hause und meint: ‚Ich sehe, du bist nach wie vor sehr daran interessiert, in den Orden der Franziskaner einzutreten, jetzt hast du meine Erlaubnis.’ Ich war richtig schockiert: ,Wieso denn jetzt plötzlich,’ habe ich gefragt. ‚Ja, ich wollte dich zwei Jahre lang beobachten, prüfen, ob du wirklich eine Berufung hast, es wirklich ernst meinst. Jetzt weiß ich, dass dies wirklich deine Berufung ist. Du kannst jetzt gehen.“ So verlässt der junge Mann am 2. Jänner 1984 sein Elternhaus, um bei den Franziskanern einzutreten. Am 2. August 1991 legt er die ewige Profess ab.
Während der folgenden zwei Jahre im Priesterseminar versuchen seine muslimischen Freunde immer, wenn er nach Hause kommt, ihn doch noch zum Heiraten zu bewegen. „Ja, ja,“ sagt er ihnen dann lachend, ich muss nur noch mein Gepäck vom Seminar abholen“ – was er natürlich nicht macht. Im Dezember 1993 wird er zum Priester geweiht. Er kommt in eine Pfarre im Norden des Landes, wo er als Missionar lebt und alle paar Tage von einem Ort zum anderen reist, um überall Messe zu feiern und für die Nöte der Menschen da zu sein.
Bald ist er auch in verschiedenen Leitungsämtern seines Ordens tätig. Am Sindh Law College erwirbt er 1998 das Lizenziat im Fach Kanonisches Recht. Als Jurist und Anwalt sowie als Direktor der nationalen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der Diözese Hyderabad verbringt er täglich mehrere Stunden bei Gericht, um seinen Leuten, die von Strafe, Bedrängnis oder Gefängnis bedroht sind, zu helfen und ihre Interessen zu vertreten. Da geht es z. B. um Fälle, in denen das Eigentum von Christen illegal beschlag­nahmt wurde. Bei den Scharia-Gerichten kann er jedoch nur beratend wirken.
Damit sind wir beim heiklen Thema der Blasphemiegesetze in Pakistan angelangt. Sie legen Strafen fest für Personen, die durch Äußerungen oder Handlungen Mohammed, den Koran oder heilige Muslime beleidigt haben. Dieses Gesetz ist ein Damoklesschwert, das über den Christen in Pakistan hängt – nicht zuletzt deswegen, weil es sehr oft missbraucht wird, um private oder geschäftliche Fehden zu regeln. Dann wird eben behauptet, jemand habe etwa den Propheten beleidigt, und schon steht für den Angeschwärzten die Drohung mit schwersten Strafen, auch der Todesstrafe, im Raum. Christen und andere Minderheiten sind von solchen Anschuldigungen betroffen, aber noch weit mehr Muslime sind aus diesem Grund in Haft.
Ein weltweit bekannt gewordener Fall ist die Christin Asia Bibi, die 2010 wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilt worden ist und noch immer im Gefängnis auf eine endgültige Entscheidung der Berufung gegen ihr Urteil wartet.
Wird ein Muslim der Blasphemie beschuldigt, so landet der Fall meist bei Gericht und es wird über die betreffende Person gerichtet. Wird derselbe Vorwurf jedoch gegen einen Christen erhoben, so kommt es oft vor, dass ein aufgeheizter Mob für die angebliche Beleidigung des Propheten Rache am ganzen christlichen Dorf oder einer ganzen Gemeinschaft nimmt. Solche private Justiz wird selbst in Fällen geübt, wenn ein Gericht die Unschuld des Angeklagten feststellt. „Wenn der aufgebrachte Mob loslegt, dann bekommen wir Angst. Dann verschwindet die Polizei, und wir sind schutzlos ausgeliefert. Mehrfach wurde solcherart eine ganze christliche Nachbarschaft in Schutt und Asche gelegt, Christen ermordet und ihre Häuser oder Kirchen angezündet,“ erzählt der Bischof aus dem erschreckenden Alltag. So wurde beispielsweise 2014 ein christliches Ehepaar – die Frau war schwanger – lebendig verbrannt. 2015 haben sich Selbstmordattentäter in verschiedenen Kirchen in die Luft gejagt und viele Kirchgeher mit in den Tod gerissen.
Neben solchen Exzessen sei die christliche Gemeinde in Pakistan ganz allgemein oft das Opfer von Unterdrückung, Diskriminierung, Ungerechtigkeit, ungleicher Behandlung (etwa was Ausbildung und Beruf betrifft), erfahre ich. Und doch bemüht sich kaum jemand so sehr wie dieser Ordensmann um Frieden und Versöhnung: Da er alle sieben Sprachen der Volksstämme in seiner Diözese spricht, wirkt er sehr oft als Vermittler und Mediator bei Spannungen und Feindseligkeiten zwischen den Volksgruppen, zwischen Christen, Muslimen, Animisten und Hindus.
Doch an so manchem Erschreckenden kann auch er kaum etwas ändern: dass nämlich jährlich rund 300 junge Mädchen, aber auch verheiratete Christinnen, gekidnapped und zur Heirat mit Muslimen gezwungen werden. Würde so eine Frau aber vor Gericht öffentlich erklären, dass sie zur Ehe gezwungen worden sei, wäre das Leben ihres christlichen Ehemannes oder ihrer Eltern in Gefahr. Die tatsächliche Zahl solch furchtbarer Angriffe gegen Frauen soll noch weit höher sein als die der angezeigten Fälle.
Kein Wunder also, dass Christen aus Gründen der Sicherheit meist in kleinen Gruppen miteinander leben. Da sie nicht akzeptiert werden, sind sie außerdem die Ärmsten der Armen im Land. Entweder wohnen sie am Stadt- oder Ortsrand oder in den ärmsten Vierteln innerhalb der Städte. Christen und Hindus sind die „Unberührbaren“ und verrichten jene Arbeiten, die Muslime nie annehmen würden: meist Reinigungsarbeiten in Häusern und auf Straßen. „Die meisten Muslime würden nicht mit uns essen oder sich mit uns treffen. Nur die gebildeten Muslime sehen das heute anders, und das freut uns,“ ergänzt mein Gegenüber.
„Wie halten die Christen das aus?“, frage ich bedrückt. „Bei uns sind die Christen zwar nicht so gebildet,“ führt der Bischof aus, „sie bekommen ja oft keinen Zugang zur Bildung und kennen nicht die ganze Heilige Schrift, haben sie auch nicht gelesen. Aber sie haben das Wort von ihren Priestern in den Kirchen gehört und einen sehr starken Glauben. Sie stehen sehr treu zu ihrem Herrgott. Niemals würden sie ihren Glauben verraten und die Religion wechseln, nur weil sie Erschwernisse hinnehmen müssen oder verfolgt werden. Sie bleiben stark.“ Der Bischof im O-Ton: „Never, never – we are stone in our faith“ (Niemals, niemals – unser Glaube ist felsenfest). Öffentlich dürfen sie nie Zeugnis dafür ablegen, doch in den Familien geben Eltern den Kindern ihren festen Glauben weiter: „Jeden Abend wird in den christlichen Familien miteinander gebetet. Auch untereinander kommen die Familien zusammen, um einander im Glauben zu stärken.“
Besonders bemerkenswert finde ich, was der Bischof weiter berichtet: „Die Kirchen sind voll von jungen Leuten. Sie sind bei uns ja auch nicht so leicht von der christlichen Wahrheit, also vom wirklich Wichtigen im Leben, abgelenkt wie in Europa. So erhalten sie eine gute christliche Bildung.“ Ja, dieser starke, au­thentisch gelebte Glaube der Eltern, der allen Anfeindungen trotzt, ist für die Jugend offenbar sehr glaubhaft und nachahmenswert.
Auch der Bischof selbst ist ein glaubhafter Zeuge des Glaubens: acht Jahre war er Pfarrer der St. Elisabeth Pfarrei in Latifabad, von 2004 bis 2008 hat er die Franziskanerkustodie von Pakistan geleitet und wirkte außerdem als Präsident der Konferenz der höheren Ordensoberen des Landes. Seit 2012 war er Generalvikar des Bistums Hyderabad. All diese Ämter hielten ihn nicht davon ab, sich um Opfer von falschen Beschuldigungen, von Diskriminierung usw. zu kümmern und sich überall dort einzubringen, wo es zu Naturkatastrophen kam. Von diesen gibt es genug in diesem Landesteil, der abwechselnd von Überschwemmungen und Dürre heimgesucht wird. Dann ist der Ordensmann zu Stelle, um zu helfen.
Als 2010 etwa 20 Millionen Menschen Opfer einer Flutkatastrophe werden, eilt der Bischof als erster zuHilfe. Bald bekommt er private Unterstützung in Form von Saatgut- und Düngemittelspenden sowie Pestiziden aus Österreich, organisiert von einem Ehepaar, das selbst in diesem Land gelebt und gearbeitet hat und daher die Nöte der Ärmsten gut kennt: die Rettung für viele der am schwersten betroffenen Bauernfamilien der Naturvölker. Eine deutsche Initiative hilft bei der Entstehung eines mobilen Gesundheitscamps, schickt einen Krankenwagen und vieles mehr. Doch Franziskanerpater Shukardin braucht weitere Hilfe: wegen der nachfolgenden Epidemien, vor allem aber für die Menschen im Hinterland, die in der Schuld­sklaverei von Großgrundbesitzern leben müssen und weder Schulen noch ärztliche Betreuung kennen. Dieses Elend müsse sich ändern, befindet der Pater, dem die Ausbildung der Jugendlichen zum besonderen Anliegen wird.
Und von dieser Misere der Kinder, die mangels Bildung nicht aus ihrer Armut herausfinden können, lässt sich auch das österreichische Ehepaar, das schon vorher geholfen hat, betreffen und beginnt P. Shukardins Bemühungen zu unterstützen, so gut es geht.
 „So begannen wir mit der Vorschulausbildung. Derzeit haben wir drei Vorschulen mit sehr gut ausgebildeten Lehrerinnen. Meist sitzen die Kinder, Mädchen und Buben, am Boden, manchmal auch ohne Tafel, manchmal unter freiem Himmel. Sie werden auf die Schule vorbereitet, lernen Sinn und Zweck von Ordnung und Sauberkeit,“ berichtet der Bischof und ergänzt: „Die Vorschulen sind keine diözesane Einrichtungen, sondern private Initiativen. Die Kinder können nachher diözesane Schulen besuchen.“   
Diese Pre-Schools gehen dann in „Primary schools“ über, die nach ihren österreichischen Wohltätern „Helga und Gerhard Schröckenfuchs“ heißen und Öffentlichkeitsstatus haben. Diese Schulmodelle werden unter der Bezeichnung „Free Education“ geführt, eine Innovation von Bischof Samson. Denn da werden Kinder aus den verschiedenen Glaubensrichtungen und Volksstämmen zwar gemeinsam unterrichtet, jedoch die katholischen Feste gefeiert und erklärt. Da singen dann alle miteinander Weihnachtslieder, wodurch ihnen vermittelt wird, dass man in Frieden und Harmonie miteinander leben kann. Dieses Schulmodell ist zum Vorbild für die ganze Region geworden.
Ich habe das in einem kurzen Film gesehen: Da sitzen Kinder auf der Erde, vorne steht eine Tafel und eine Lehrerin erklärt. Die Mädchen und Buben sind mit Begeisterung und Eifer dabei, lachen, klatschen freudig, wenn ein Kind eine richtige Antwort gibt: fröhliche, dankbare Kinder, mit strahlenden Augen. Oft kommen die Eltern oder Mütter mit Kleinstkindern dazu und wollen, so wie ihre Kinder, etwas lernen. Das Interesse von Kindern und Eltern ist sehr groß. Da diese Kleinen tagsüber auf den Feldern arbeiten müssen, kann der Unterricht erst am späten Nachmittag stattfinden. Lesen, Schreiben, Rechnen, englische Gedichte stehen auf dem Programm. Außerdem bekommen sie Hygiene- und Anstands­unterricht.
Der Bischof fährt fort: „Wir als Missionare bieten christliche Schulen an. Aber selbst wenn die Kinder die Schule beenden, können sie meist nicht weiterstudieren, da die Familien zu arm sind und der Druck, arbeiten zu gehen, stark auf den Jugendlichen lastet.“
Allerdings konnte Bischof Shukardin schon 150 Jugendliche, darunter auch Hindus, durch Spenden auf eine technische Schule nach Lahore schicken. Und Mädchen erhalten eine Nähausbildung, können sich dann eine Nähmaschine ausborgen, um auf eigenen Füßen stehen zu können. Genaugenommen ist Bischof Samson ein Bahnbrecher, wenn es um die Förderung der Schulbildung für Mädchen und Frauen geht.
Alle katholischen Einrichtungen in der Diözese wie Schulen, Spitäler, Rehabilitationszentren, Drogenzentren etc. werden übrigens ohne Unterschied allen Menschen, gleich welcher Religion, welchen Geschlechts, oder welchen Volksstamms angeboten.
Wie unglaublich umsichtig sich dieser Mann um seine Mitmenschen kümmert, hat sich offenbar bis Rom herumgesprochen. Und so wurde er 2014 von Papst Franziskus zum Bischof der Diözese Hyderabad – sie umfasst 16 Pfarren – ernannt. „Bildung und Ausbildung, die eine Chance für eine bessere Zukunft und die Entwicklung unserer Gesellschaft bieten, gehören zu meinen Top-Prioritäten. Das zeigt auch mein Bischofswappen,“ betont Bischof Samson.
„Verglichen mit anderen ist meine Diözese eine Missionsdiözese. Wir haben zwar Berufungen hier, aber kein eigenes kleines Seminar. Daher muss ich meine Leute nach Karachi schicken. Heuer haben sich 12 Burschen für das Priesteramt beworben. Tolle junge Männer, aber sie beherrschen oft nur die Sprache ihres Volksstammes, nicht die Landessprache. Wie sollen sie da Englisch lernen? Das wäre aber ganz wichtig. Acht von ihnen habe ich nun im Pfarrhaus untergebracht und möchte mich selbst um ihre weitere Ausbildung kümmern. Dafür brauchen wir allerdings Geld für Studiengebühren, Bücher, Essen, die Uniformen. Ich hoffe, dass ich eines Tages ein eigenes Kleines Seminar haben werde. Die Jungen sind unsere Zukunft. Ohne Priester wird es mit der Kirche bei uns bergab gehen.“
Im Dezember 2016 hat der Bischof einen jungen Mann vom Parkari-Volksstamm zum Priester geweiht (siehe Foto S. 15). Dieser Volksstamm hat sich vom Hinduismus zum Christentum bekehrt. Nun hat der Bischof schon vier Parkari-Priester in seiner Diözese! Insgesamt unterstützen ihn 28 Priester. Stolz erzählt er von „seinen“ tapferen, tiefgläubigen Priestern und Priesteramtskandidaten.
Warum tapfer? In Pakistan Priester zu werden, ist absolut keine ungefährliche Sache. Das macht allein der Umstand deutlich, dass Priester in der Öffentlichkeit nicht als solche erkennbar sein dürfen, weil das zu gefahrvoll wäre. Ich frage nach, wie viel ein junger Priesteramtskandidat als Unterstützung für ein Jahr braucht und erfahre: etwa 500 Euro. Das ist sicher gut angelegtes Geld – wie auch jede Unterstützung seiner Projekte für Kinder und Jugendliche.
Beim Abschied von Bischof Shukardin bei einem Fest in Maria Enzersdorf ist mir aufgefallen, wie sehr mir dieser Mann schon ans Herz gewachsen ist und wie locker und entspannt man sich mit ihm unterhalten kann.  Gleich hat er mit Interesse an unserem Leben Anteil genommen und unsere Vorhaben gesegnet. Ungern haben wir ihn weiterziehen lassen.
Und noch eine Bitte von Bischof Samson möchten wir Ihnen, liebe Leser, weitergeben: „Betet, dass Gott Eure Schwestern und Brüder in Pakistan segne, ihren Glauben stärke, damit sie Seine liebende Nähe stets erfahren können.“

Spenden für des Bischofs Projekte:

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