VISION 20004/2017
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Pressesplitter kommentiert

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Das Spital geklagt
In ihrem Bemühen, den erwünschten „Übergang“ von weiblich zu männlich fortzusetzen, hatte der Chirurg von Evan Michael Minton vorgesehen, eine Operation zur Entfernung der Gebärmutter im katholischen Dignity Health Mercy San Juan Medical Center in Carmichael/Florida durchzuführen. Die Operation wurde aufgrund der katholischen Richtlinien des Spitals untersagt. Und obwohl Minton die Möglichkeit gehabt hätte, in einem anderen Spital von Dignity Health im September operiert zu werden, teilte sie einem Reporter der Sacramento Bee mit, sie sei durch diese Ablehnung richtiggehend „zerstört“. Aufgrund der Behauptung, die mangelnde Bereitschaft des Spitals zu operieren, habe ein solches Maß an „Frustration und Enttäuschung“ bewirkt, hat die American Civil Liberties Union nun vergangene Woche einen Prozess gegen das Spital in dieser Angelegenheit angestrengt.
The Catholic World Report v. 24.4.17
Noch ein Beispiel dafür, dass hier gezielt ein Kampf gegen jene geführt wird, die sich aus Glaubensgründen der Gender-Ideologie verweigern.

Homosexueller Miss­brauch durch Priester
Der neueste Jahresbericht der katholischen Bischofskonferenz der USA zeigt einen Zusammenhang zwischen sexuellem Miss­brauch in der Kirche und „tief sitzenden homosexuellen Neigungen“ bei Priestern. Laut dem Jahresbericht 2016, der Ende Mai veröffentlicht wurde, waren 78% der Opfer sexuellen Missbrauchs männlich. Nur 15% waren jünger als 10 Jahre. Vergleichbare Zahlen sind in den Berichten für die Jahre 2015 und 2013 zu finden. 2015 waren 81% der Opfer männlich, 2013 waren es 80%.
Kath.net v. 19.6.17
Missbrauch durch Priester ist einfach skandalös. Die Öffentlichkeit empört sich da zurecht. Unbeachtet bleibt jedoch, dass es sich überwiegend um homo­sexuelle Handlungen handelt, die man heute schon Kindern in der Schule nahelegt. Und noch etwas: Wer stellt endlich die systematische Sexualisierung aller Lebensbereiche in Frage, die wesentlich zu den allgemein verbreiteten Übergriffen auf Kinder beiträgt?

Kindesmissbrauch ein Massenphänomen
Väter als Täter – und Mütter als Mitwisser: Seit gut einem Jahr wertet eine Kommission in Berlin hunderte Einzelschicksale sexuellen Missbrauchs aus. Ihr Zwischenfazit: Missbrauch ist ein Massenphänomen – und die Dunkelziffer immens. (…) Karsch (ständiger Gast der Kommission, der die Interessen der Miss­brauchsopfer repräsentiert, Anm.) sagte, die Dunkelziffer der Missbrauchsfälle sei enorm hoch. Es gebe für alle westlichen Gesellschaften Schätzungen, die eine Missbrauchsrate von etwa zehn Prozent der Bevölkerung für realistisch hielten. Das ergebe in Deutschland die Zahl von bis zu 8 Millionen Opfer sexuellen Miss­brauchs; es bedeute auf Kinder und Jugendliche bezogen, dass in jeder Schulklasse im Durchschnitt ein bis zwei Kinder vermutet werden könnten, die Miss­brauchshandlungen erlebt hätten.
FAZ online v. 14.6.17

Attentate: Kein Aufschrei der Muslime
Die Prediger eines liberalen Islam haben gerufen, und die Gläubigen sind nicht gekommen. Ob es 500 oder 3.000 waren, die am Samstag in Köln den Terroristen „Nicht mit uns!“ zurufen wollten, ist genauso irrelevant wie die Frage, wie viele von ihnen tatsächlich praktizierende Muslime waren. Manche türkische Hochzeiten sind besser besucht und leider auch die Demonstrationen auf deutschen Straßen für den Rückbau der türkischen Demokratie. Nicht nur die Ditib, die von Ankara gelenkte größte Organisation von Moscheen in Deutschland, schlug die Gelegenheit aus, ein Zeichen zu setzen. Die überwältigende Mehrheit der deutschen Muslime tat es auch. Das ist bitter. Aber es ist so. Wir sollten es endlich zur Kenntnis nehmen. Denn der Ramadan-Friedensmarsch ist schon der zweite gescheiterte Versuch, einen Aufstand der Anständigen unter den Muslimen zu organisieren.
Die Welt online v. 18.6.17
Europa muss sich viel intensiver, vor allem realistisch mit dem Islam auseinandersetzen. Dann wird man entdecken, dass die einzige wirklich zielführende Integration der Muslime deren und unsere Christianisierung erfordert.

Schluss mit dem Altern
In Mountain View, wo das Goog­le-Hauptquartier steht, hat wiederum auch die SENS-Stiftung (…) ihren Sitz, die sich mit der Frage beschäftigt, warum Menschen altern und wie das manipuliert werden kann.
Ihr schillernder Forschungschef Aubrey de Grey, der sich früher ausführlich mit künstlicher Intelligenz beschäftigte, erklärte seine Mission wie folgt: „Mir geht es nicht darum, tausend Jahre alt zu werden. Mein Ziel ist, dass Menschen einmal den Tod so lange vermeiden können, wie sie das wollen.“ Dies ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass sich die Lebensdauer der Menschen in 150 Jahren nahezu verdoppelt hat.
Um ein Missverständnis zu vermeiden: Natürlich wird es den Tod weiter geben auf der Welt, das erwarten auch diese Forscher und Geldgeber – durch Kriege, Verbrechen, Autounfälle etwa. Ihnen geht es darum, dass das Alter keine zentrale Rolle mehr spielen soll. Sterben ist für sie keine metaphysische Angelegenheit, nichts Religiöses, sondern im Grunde nicht mehr als eine (ziemlich komplizierte) Problemstellung für Ingenieure. „Ich habe die Vorstellung, dass Altern etwas Plastisches ist und dass es verschlüsselt ist“, sagte der Arzt und Hedgefonds-Manager Joon Yun jüngst dem Magazin The New Yorker und fügte hinzu: „Wenn etwas verschlüsselt ist, dann kann man den Code knacken.“ (…)
Aktuell, konkret und dramatisch ist eine Entscheidung, die bevorsteht: Nach Computersimulationen und Versuchen mit Mäusen und Ratten müssen nun wohl auch die Bürger westlicher Industrie­länder klären, wie sie es mit der Forschung an menschlichen Embryonen halten wollen. Fachleute der amerikanischen Nationalen Wissenschaftsakademie haben unlängst angeregt, gezielte genetische Eingriffe bei Embryonen schon bald in Versuchen zu testen. Eine Arbeitsgruppe der deutschen Nationalakademie Leopoldina hat das Embryonenschutzgesetz in seiner bisherigen Form in Frage gestellt. Deren Argumentation ist eine Abwägung, die sich vor allem an dem zu erwartenden Nutzen durch neue Forschung orientiert.
FAZ.net v. 14.4.17
Sterben nichts Metaphysisches, eine Problemstellung für Ingenieure: Welche unfassbare Blindheit! Und um dieser Pseudo-Unsterblichkeit willen geht man dann eben über reale Leichen, experimentiert mit Embryonen, also Kindern in der ersten Lebensphase.

Rumänien: Ehe nur Mann und Frau
Das Rumänische Parlament hat vergangene Woche gegen den erbitterten Widerstand der Homolobby und lautstarken Protest linksliberaler Medien und kirchenkritisch durchwirkter Gruppen der selbsternannten „Zivilgesellschaft“ des Landes eine beachtliche Entscheidung getroffen und für die klassische Familie und Ehe aus Mann und Frau votiert. Hintergrund ist eine im Wesentlichen von der Rumänischen Orthodoxen Kirche gestartete und von verschiedenen kirchlichen Gruppen unterstützte Initiative und Unterschriftensammlung zum politischen und verfassungsrechtlichen Schutz der klassischen Ehe und Familie. Diese „Koalition für die Familie“ hat es geschafft, in einem knappen Jahr drei Millionen Unterzeichner hinter sich zu versammeln.
(…)Während zahlreiche EU-Staaten die Homo-Ehe eingeführt haben, schob das Abgeordnetenhaus dieser Entwicklung damit einen Riegel vor. 232 von 270 Abgeordneten des Abgeordnetenhauses votierten dafür, die Ehe künftig in Artikel 48 der Verfassung ausdrücklich als Verbindung zwischen Mann und Frau festzuschreiben – bislang ist hier nur von „Eheleuten“ die Rede. Ziel ist ein Referendum über eine entsprechende Verfassungsänderung, das vom Obersten Verfassungsgerichtshof am 20. Juli 2016 für grundsätzlich verfassungsgemäß erklärt wurde.
Kath.net v. 15.5.17
Gott sei Dank gibt es Länder, die sich gegen den vorherrschenden Trend stellen.

Chaos in Hamburg
Es war um acht Uhr am Freitagabend, als die ersten Eilmeldungen aufblinkten: Schwere Ausschreitungen im Schanzenviertel. Hamburg war da schon seit 24 Stunden im Ausnahmezustand. So lang war es her, dass die „Welcome to hell“-Demo am Fisch­markt eskaliert war. Seitdem war Hamburg in einem Chaos versunken, das selbst in dieser krawallerprobten Stadt bisher unvorstellbar war. Bereits im Morgengrauen zogen am Freitag Vermummte durch Altona und zündeten Autos an, am Nachmittag lieferten sich die Linksradikalen an den Landungsbrücken eine Straßenschlacht mit der Polizei. Mit Wasserwerfern jagten die Einsatzkräfte die Autonomen auseinander. (…) Was aber am Freitag los war, man kann es nicht oft genug sagen, gab es bisher so nicht: (…) Türen wurden aufgebrochen, Gegenstände verbrannt – und seien sie auch noch so groß. Geschäfte wurden geplündert, Feuer gezündet, die über Stunden lichterloh brannten. Ziel der Zerstörung war alles, was auch nur im entferntesten mit Kapitalismus zusammenhängt. Immer wieder riefen die Vermummten „Antikapitalista!“
FAZ online v. 8.7.17
„Welcome to hell“ – der Urheber wird beim Namen genannt. Anfällig für seine Einflüsterungen sind alle Radikale: rechts wie links. Nur werden letztere gern verharmlost.


Keiner hat Christus verraten
Trotz der Verfolgung und Bedrohung durch die Terrorgruppe IS ist im Irak kein Christ zum Islam übergetreten: Das hat der päpstliche Nuntius im Irak, Erzbischof Martin Alberto Ortega, in Valencia dargelegt. „Uns ist kein einziger derartiger Fall bekannt,“ sagte der aus Spanien stammende Erzbischof laut Angaben des spanischsprachigen katholischen Portals Infocatolica.com. Die Verfolgung und das Martyrium hätten die Christen der verschiedenen Konfessionen des Landes immens geeint. Besonders würdigte Erzbischof Ortega jedoch die innere Haltung der Christen vor Ort. Niemand von ihnen beschwere sich über die Vorfälle, „sie haben sogar Worte der Vergebung und beten für die Bekehrung jener, die sie vertrieben haben,“ berichtete er. Vom Westen würden die verfolgten Christen überraschenderweise nicht Geld oder Hilfe wünschen, „sondern dass wir unseren Glauben leben, da ihnen in Wahrheit das am meisten helfe,“ so die Einschätzung Ortegas, der seit zwei Jahren den Papst in Jordanien und im Irak vertritt.
Kath.net v. 14.6.17
Erinnert sei an ein Ereignis, das uns ängstlichen Christen im Westen vor Augen führt, wie kostbar unser Glaube ist:

21 Märtyrer
Kairo – 20 junge ägyptische Kopten und ein Afrikaner aus Ghana waren wegen ihres christlichen Glaubens im Februar 2015 in Libyen von IS-Terroristen bestialisch ermordet worden. (…) Sie wurden bei zwei Angriffen der Gruppe Ansar al-Scharia, die sich im Oktober 2014 dem IS angeschlossen hatte, im Dezember 2014 und Jänner 2015 entführt. Die Terroristen versuchten, die Männer durch Folter zum Übertritt zum Islam zu bewegen. Doch alle blieben standhaft. (…)Die Tat wurde über ein Internetvideo bekannt. Der fünfminütige Film wurde am 15. Februar 2015 unter dem Titel „Eine in Blut geschriebene Nachricht an die Nation des Kreuzes“ verbreitet. In dem Video ist zu sehen, wie schwarz gekleidete Männer die einheitlich in orangefarbene Overalls gekleideten Opfer an einen Strand schleppen. (…) Zu sehen (ist), wie die Extremisten die Opfer enthaupten; einen nach dem anderen, wohl auch in der Berechnung, dass der eine oder andere angesichts des Todes seiner Kameraden noch klein beigeben und zum Islam übertreten werde. Wie der örtliche koptisch-orthodoxe Bischof Pavnotius sagte, waren die Opfer einfache Männer aus armen Verhältnissen ohne besondere geistliche Ausbildung, umso stärker sei aber ihr Glaube gewesen. (…)Bei den Recherchen über die Märtyrer stellte sich heraus, dass es ursprünglich um 20 koptische Gefangene der IS-Terroristen ging. Der 21. Märtyrer sei ein Bürger aus Ghana gewesen, wie Bischof Pavnotius berichtete, eigentlich ein Nichtchrist. Angesichts der Bekenntnistreue der Kopten habe er dennoch auf die Frage der IS-Terroristen, ob er Jesus als „wahren Gott und wahren Menschen“ bekenne, geantwortet, „ihr Gott ist mein Gott“
CSI-Österreich v. 23.10.16.

Das Kind des untreuen Ehemannes adoptiert
Können sie sich vorstellen, dass ihr untreuer Ehegatte sie bittet, das Kind, das er mit einer anderen Frau gezeugt hatte, zu adoptieren? In dieser leidvollen Situation befand sich eine Peruanerin vor 16 Jahren. Ihre atemberaubende „Pro-Life“-Antwort bezeugt eine selbstlose, mutige, opferbereite Liebe, die es allzu selten in dieser Welt gibt. Ihre Geschichte wurde kürzlich auf einer New Yorker Facebook-Seite erzählt: „Ich sagte: ,Klar, gib mir es’,“ so ihre Antwort, nachdem der Mann seine Bitte vorgebracht hatte. „Ich habe mit der Frau vereinbart, dass wir uns im Park treffen, und sie gab mir den Buben. Er war nur drei Tage alt. Kaum hatte ich ihn in den Händen, fühlt er sich an, als ob er mein Sohn wäre. “  
Life Site News v. 3.5.17
Was für ein ergreifendes, wunderbares Zeugnis!

Politiker, die miteinander beten
Im Parlament hat am Mittwoch das erste nationale Gebetsfrühstück in Österreich stattgefunden. An der nach US-Vorbild ausgerichteten Veranstaltung nahmen über 200 Gäste aus 27 Ländern teil; 36 Politiker aus vier verschiedenen Parteien hatten dazu eingeladen. Glaube und Religion spiele für den einzelnen Menschen sowie für die Gesellschaft im Ganzen eine wichtige und positive Rolle, so die Auffassung der Organisatoren… Die beteiligten Politiker beteten darum, als Verantwortungsträger angesichts von Krieg, Terror, Streit und Gewalt zu Frieden und Versöhnung beitragen zu können. Weiteres Thema war das friedliche Miteinander der Religionen und Weltanschauungen, sowie die materiellen und geistigen Armen – wobei an die Situation einsamer, alleinstehender, depressiver, von Stress geplagten Menschen erinnert wurde.
Angesichts derer müsse die Politik für einen „gerechten und guten gesellschaftlichen Rahmen“ sorgen. Gott wurde auch um das Wohl der Kinder und Familien sowie um die Weisheit in der Politik angerufen…
Mitteilung d. Erzdiözese Wien v. 31.5.17
Auch eine Erinnerung daran, dass unser Gebet für die Entscheidungsträger sehr wichtig ist. Möge der Herr die Gebete erhören!


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