VISION 20004/2018
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Endlich wieder Pro-Life-Tour!

Artikel drucken (Manuela Steiner)

Es gibt sie, die glaubensbewegten jungen Leute, die öffentlich Zeugnis geben, dass das Leben ein Geschenk Gottes und daher kostbar ist:
6 Uhr morgens – Tagwache! Schlafsack einpacken, Koffer zu; ach ja, Zähneputzen wäre auch nicht schlecht… dann Hl. Messe, noch vor dem Frühstück. Also der ideale Start in den Tag! So sieht er aus, der typische Morgen auf der Pro-Life-Tour, der alljährlichen Sommeraktion der Jugend für das Leben. Nach dem Frühstück noch Wasserflaschen auffüllen, dann heißt es, die nächste Tagesetappe in Angriff nehmen.
Jedes Jahr von neuem ent­schließen sich Dutzende Jugendliche, ihre wohlverdienten Sommerferien damit zu verbringen, zwei Wochen lang von einer österreichischen Landeshauptstadt in eine andere zu gehen: das ist die Pro-Life-Tour! Aber während dieser zwei Wochen wird nicht einfach nur gegangen.
Die Teilnehmer nehmen die teils heftigen Strapazen wie Sonnenbrand, Mückenstiche und Blasen an den Füßen auf sich, weil sie ein Zeichen setzen wollen: Jedes Jahr werden in Österreich geschätzte 35.000 Kinder abgetrieben – und ein großer Teil der Gesellschaft vergisst einfach auf diese Kinder. Genau das wollen wir ändern!
Wir wollen ein Zeichen setzen in unserem Land, dass hier ein großes Unrecht geschieht! Und zwar an den Kindern und auch an den Müttern, denn diese werden mit den Folgen einer Abtreibung meistens alleine gelassen. Um dies aufzuzeigen, marschieren wir. Unterwegs halten wir Vorträge und organisieren Infostände, aber auch Plakataktionen und Demonstrationen. Warum? Um die Menschen, denen wir unterwegs begegnen, aufzuklären und somit die Tabuisierung des Themas Abtreibung zu durchbrechen.
Wenn wir mutlos werden oder das Gefühl bekommen, dass aller Einsatz nutzlos ist, sind wir immer froh über unseren geistlichen Beistand, denn mindestens ein Priester begleitet uns an jedem Tag. Mit all den anderen Teilnehmern marschierend den Rosenkranz zu beten oder auf einem Feld nahe einem Bach unterwegs eine Katechese zu hören, solche Erfahrungen rücken den Fokus wieder zurecht! Dann weiß man wieder, warum man unterwegs ist.
In diesem Jahr führt die Pro-Life-Tour erstmals grenzüberschreitend von München nach Salzburg. Ich kann es kaum erwarten, dass es endlich wieder los geht! Die gemeinsam verbrachte Zeit – alle Wasserschlachten, Gespräche unterwegs, der Blick der anderen, wenn man sie um halb 5 aufwecken muss, weil die 35 km-Tagesetappe sonst nicht bewältigbar ist – all diese Eindrücke haben mein gesamtes letztes Jahr geprägt und Kraft gegeben, um für die Ungeborenen und ihre Mütter tätig zu sein!
Pro-Life-Tour heißt Gemeinschaft, Lachen und tiefe Gespräche; heißt, ein Zeichen setzen, hin zu einer besseren Welt – einer Welt, in der Abtreibung sich erübrigt hat! Dafür würde ich auch noch viel weiter als 200 km gehen!  

PS: Möchten auch Sie ein Zeichen für die Ungeborenen setzen, dann kommen auch Sie mit auf die Pro-Life-Tour 2018 vom 3. bis 19. August! Jeder ist willkommen!
Info: https://jugendfuerdasleben.at/plt/

 

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