VISION 20003/2019
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Liebe Leser

Artikel drucken (Christof Gaspari)

Osterzeit – jedes Jahr freue ich mich auf die Lesungen aus den ersten Kapiteln der Apostelgeschichte. Welche unfassbare Wandlung der Jünger des Herrn und welch – wahrhaft todesverachtender – Mut, mit dem Petrus und seine Gefährten in der Öffentlichkeit auftreten! Immer wieder staune ich seine Worte an den Hohen Rat, jene Männer, die Jesus erst kurz davor ans Kreuz gebracht hatten, als diese ihn zwingen wollten zu schweigen: „Wir können unmöglich schweigen, über das, was wir gesehen und gehört haben…“ Und beim zweiten Verhör auf die Vorhaltung, die Apostel hätten das verordnete Stillhalte-Gebot miss­achtet: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“
Ist das nicht eine Anfrage an uns Christen hierzulande? Wie sehr drängt es uns zu erzählen, was wir gesehen und gehört haben? Da ist es höchste Zeit, sich an den Aufruf zu erinnern, den Johannes Paul II. bei seiner ers­ten Predigt als Papst an die Chris­ten gerichtet hat, und ihm zu folgen: „Habt keine Angst, öffnet, ja reißt weit die Tore auf für Christus!“ Immer noch klingen mir des Papstes Ruf im Ohr: „Non abbiate paura!“ – Fürchtet euch nicht.
Damit bin ich beim Thema des Schwerpunkts. Er macht deutlich, dass sich die Gottferne in Europa verdichtet und die Chris­ten zunehmend mit Gegenwind zu kämpfen haben. Das ist jedoch kein Grund zu verzagen. Wie wir aus der Heiligen Schrift wissen, hatten die Apostel mit Gegenwind zu kämpfen – und mit weitaus heftigerem als wir. Weil sie in Christus verankert und vom Heiligen Geist geführt waren, konnte dieser Gegenwind sie nicht aufhalten.
Vor derselben Herausforderung stehen wir. Lassen wir uns trotz aller durchaus besorgniserrenden Entwicklungen nicht entmutigen. Jesus Christus ist der Herr der Geschichte, und Er ruft auch heute viele in Seine Nachfolge, wie wir in Vision2000 immer wieder aufzeigen dürfen. Ja, wirklich: „Non abbiate paura!“
Themenwechsel: Gerade ist mir aufgefallen, dass ich Ihnen, liebe Leser, in der letzten Ausgabe versprochen hatte, Genaueres über unsere Gebahrung im Vorjahr zu berichten. Also: Wir hatten 2018 Einnahmen in der Höhe von rund 166.500€ (davon 152.000€ an Spenden). Unsere Ausgaben beliefen sich auf 169.000€, was ein Minus von 2.500€ ergibt. Dieses ist längst durch eine großzügige Spende aus der Schweiz ausgeglichen.
Was unsere Kostenstruktur anbelangt: 42% gingen in die Herstellung und 29% in den Versand. Unsere Personalkosten machen etwa 20% des Aufwands aus. Das ist nur deswegen so wenig, weil fast alle Tätigkeiten unentgeltlich erbracht werden. An dieser Stelle wieder ein großes Dankeschön an unsere Autoren – vor allem aber an Sie, liebe Leser, die uns nun schon seit mehr als 30 Jahren großzügig durch Spenden finanzieren. Vergelt’s Gott.
Bleibt mir wieder einmal, Sie im Namen aller Mitarbeiter herzlich zu grüßen und Ihnen viel Freude am Glauben zu wünschen.


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