VISION 20004/2019
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Ich liebe mein Rendez-vous mit Jesus

Artikel drucken Am Donnerstag: Treffpunkt bei der Anbetung (Kerstin)

Beten ist meine Lieblingsbeschäftigung. Damit ich als Ehefrau, Mutter und Krankenschwester dafür genügend Zeit finde, habe ich unter anderem den Donnerstagvormittag für die eucharistische Anbetung reserviert, auf die ich mich immer sehr freue.

Um die Zeit der Anbetung optimal zu nützen, verbringe ich nur wenige Minuten mit der Begrüßung. Normalerweise würde ich dann schnell auf meine Alltagssorgen zu sprechen kommen und viel zu lange dabei verweilen. Da Jesus alles weiß und dies mich nicht tiefer in die Liebesbeziehung zu Ihm führt, trickse ich mich aus und betrachte meist gleich für längere Zeit das Leiden Jesu. Dazu hilft mir oft das Buch „Die Stundenuhr“ der italienischen Mystikerin Luisa Piccarreta.
Die Betrachtungen öffnen mein Herz für Seine immense Liebe, und ich beginne zu danken, zu loben, Ihn anzubeten. Dies mache ich im Namen und für alle Menschen, um Jesus zu trösten und zu lieben. Jedes Mal ist es anders, aber oft nehme ich Seine Liebe oder die Seiner Mutter sozusagen in Besitz und schenke sie Ihm im Namen aller Menschen zurück oder nehme Sein Leiden und opfere es dem Vater auf für diese Krisenregion der Welt oder jene Regierungswahl.
Mein Schwerpunkt liegt auf dem Dankgebet, denn das kommt leider im Alltag zu kurz. Mit zunehmender Danksagung füllt sich mein Herz mit großer Freude und tiefem Frieden. Dieses Glück lässt mich schweigend staunen und ich darf Jesus neu erfahren. Ich bin überzeugt, dass wir im Himmel die ganze Ewigkeit hindurch nicht aus dem Staunen herauskommen und wir Ihn aus diesem Grund ohne Ende loben werden. Wie viel wird uns erst dann von der Unermesslichkeit und Liebe Gottes bewusst werden!
Vor wenigen Tagen meinte ich beim Verlassen des Tabernakels zu Jesus, ob Er nicht diese Liebe, mit der Er mich soeben beschenkt hat, durch mich weiterschenken möchte. Zu meiner großen Freude hatte ich drei wunderbare Begegnungen direkt vor der Kirche. Ich denke, Jesu sehnlichster Wunsch ist es, neben der Rettung aller Menschen uns allezeit mit Seiner Liebe zu erfüllen, so dass wir Liebe werden. Somit können wir die Liebe der Hl. Dreifaltigkeit in unserer Umgebung weiterschenken und sind mit dem ganzen Himmel verbunden.
Es ist so beglückend für mich, einfach in Seiner Gegenwart zu sein. Ich darf so sein wie ich bin, denn Jesus kennt mich durch und durch und liebt mich in meiner Armseligkeit. Zu gut weiß ich, dass ich aus mir heraus nichts Gutes tun kann, sondern dass alles Gute in meinem Leben von Ihm, dem einzig Guten, kommt. Meine Schwächen und Fehler bringe ich Ihm und erwarte, dass Er mich nach und nach heilt und befreit. Besonders wenn mich Umstände belasten, komme ich mit großer Erwartung zum himmlischen Papa, der immer auf mich wartet, um mich zu trös­ten und aufzurichten.
Für mich ist die Anbetung der ideale Ort, mich mit Seiner Liebe beschenken zu lassen. Oft nehme ich Ideen mit nach Hause. Ohne meine Probleme betrachtet zu haben, kommen mir immer wieder wertvolle Anregungen in den Sinn. Gestärkt, erholt und fröhlich kehre ich meist singend von der Anbetungszeit zurück in den Alltag, und manchmal möchte ich die ganze Menschheit vor Freude umarmen.
Ich bin mir sicher, dass unsere Welt anders aussehen würde, wenn wir uns mehr für Seine Liebe öffnen würden. Besonders die Zeit nach der hl. Kommunion sollten wir dafür besser nützen. Jesus hat noch unzählige Geschenke für uns auf Lager. Ganz gewiss möchte Er uns durch Seine heilige Gegenwart heilen.
Vor etwa zehn Jahren wurde mir ganz unspektakulär während einer eucharistischen Anbetung eine körperliche Heilung von einem jahrelangen Leiden geschenkt. Dank sei meinem geliebten Jesus! In Medjugorje sagte uns die Muttergottes: „Betet, bis euch das Gebet zur Freude wird.“ Diese Freude sollte uns allezeit erfüllen, denn wir sind unendlich und unvorstellbar geliebt!

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