VISION 20003/2021
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Anklagen wegen Hassdelikts

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Das Posten eines Bibel-Tweets könnte in Finnland nun eine mehrjährige Haftstrafe zur Folge haben. Die Generalstaatsanwältin brachte drei Strafanzeigen gegen die finnische Parlamentsabgeordnete Päivi Räsänen ein. Der ehemaligen Innenministerin drohen bis zu zwei Jahre Haft pro Anklagepunkt. Die fünffache Mutter und sechsfache Großmutter, die im bürgerlichen Beruf Ärztin ist, muss sich für sogenannte “Hassrede” verantworten. Sie hatte ihre Meinung zu Ehe und zur menschlichen Sexualität in einer Broschüre im Jahr 2004, einem Kommentar in einer Fernsehsendung 2018 und zuletzt in einem Tweet, der an ihre Kirchenleitung gerichtet war, öffentlich geäußert.
https://www.adfinternational.de/fur-tweet-ins-gefangnis-finnischer-abgeordneten-droht-haftstrafe/


Neben Päivi Räsänen wurde auch der designierte Bischof der Evangelisch-Lutherischen Missionsdiözese Finnland, Dr. Juhana Pohjola, von der finnischen Generalstaatsanwaltschaft wegen Hassrede angeklagt. Grund ist seine Herausgeberschaft bei einer Broschüre aus dem Jahr 2004, deren Autorin Räsänen ist, die sich mit der überlieferten christlichen Lehre über die menschliche Sexualität beschäftigt. Darin wird praktizierte Homosexualität auf Basis der Bibel als Sünde beschrieben.
Kath.net v. 4.5.21

London: John Sherwood, ein evangelikaler Pastor, verkündet in einer Straßenpredigt die christliche Lehre über Ehe und Familie, zitiert dabei Genesis. Passanten zeigen ihn wegen Homophobie an, und die Polizei verhaftet ihn auf der Stelle aufgrund einer unbestimmten Norm. Erst nach 21 Stunden wird er wieder entlassen und riskiert einen Strafprozess dafür, dass er ganz normale Dinge gesagt hat.
La Nuova Bussola Quotidiana v. 30.4.21

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