VISION 20005/2021
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Wie VISION2000 hergestellt wird

Artikel drucken Statt eines Nachhaltigkeitsberichts (Helmut Hubeny)

Die Zeitschrift VISION 2000 ist ein periodisch erscheinendes Print- und Digitalmedium, „das Mut zu einem christlichen Leben machen will und Christen Orientierung zu bieten versucht.” So ist es im Impressum zu lesen.

Dieses Medium lebt ausschließlich vom Vertrauen und von den Spenden der Leser. Daher wäre es auch nicht notwendig, Ihr Vertrauen, liebe Leser, mit einem „Nachhaltigkeitsbericht“ zu bestärken. Dennoch ist es mir als ehemaligem Gerichtssachverständiger für „Kunststofftechnik und Recycling“ ein Anliegen, Sie im Sinne der Nachhaltigkeit über den technischen Hintergrund unserer Zeitschrift zu informieren.
VISION 2000 ist eine persönliche Berufung Christof Gasparis und seiner Frau Alexa. Er trägt von Anfang an die volle redaktionelle Verantwortung und Schriftführung ehrenamtlich. Autorenbeiträge werden uns bis auf wenige Ausnahmen honorarfrei zu Verfügung gestellt, Fotos nach den geltenden Honorarsätzen verrechnet. Das Manuskript wird im Home-Office des Chefredakteurs erstellt, danach wird der digitale Schriftsatz eingerichtet, elektronisch der Druckerei übermittelt und auf die Website gestellt. Die Printausgabe fertigt die „Druckerei Liebenprint“, lizensiert mit dem Österreichischen Umweltzeichen UW 1265 auf Papier mit dem Gütesiegel für aktive, nachhaltige und klimafitte Waldbewirtschaftung. Die Website der Online-Ausgabe trägt der Provider World4You. Der Logistikpartner VSG Direkt Werbung, Träger von zwölf Zertifikaten, u.a. des Österreichischen Umweltzeichens und des PEFC Gütesiegels, bereitet 21.000 Druckwerke pro Nummer zum Versand auf, Österreichische und Deutsche Post versenden sie. Die Österreichische Post garantiert eine CO2-neutrale Zustellung im Inland, beide kündigen erhebliche Reduzierungen der CO2-Emissionen bis 2030 an, beide sind mit der elektronischen Auswertung und der umweltfreundlichen Entsorgung der Retouren von uns beauftragt.
Das gesamte Adressmanagement, den technischen Schriftverkehr und die Archivierung erledigt Beate Bernold-Scherzer im Sekretariat als Home-Office. Sie ist unsere einzige Fix-Angestellte in Teilzeit. A1, unser Festnetzprovider, verpflichtet sich zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz um 80 % bis 2030. Das vereinsrechtliche Management und das Rechnungswesen sind mein freundschaftlicher Beitrag.
Wie sieht es nun mit den im Leserbrief (Seite 2-3) angesprochenen Öko­bilanz des Mediums aus? „Was ist ökologischer, die elektronische oder die gedruckte Zeitung?“ „Im Durchschnitt ist die Gesamtumweltbelastung beim elektronischen Lesen eher ein wenig geringer als beim Papier. ... Doch: ist ein Zeitungsexemplar einmal gedruckt, kann es beliebig lange emissionsfrei gelesen werden. ... Darum gilt: Wird eine Papierzeitung von mehr als drei Leuten oder mehr als eine halbe Stunde lang gelesen, ist sie ökologischer als eine elektronische.“ (Greenpeace, 2015). Also lassen Sie viele Personen lang mitlesen!
„Was ist ökologischer, das Papierkuvert oder die Plastikfolie?“ Alle Studien sagen: am besten ist gar keine Verpackung. Das trifft für 85 % unserer versandten Exemplare zu!
Allerdings schreiben die Österreichische und Deutsche Post vor, dass Auslandssendungen – in unserem Fall 2800 Exemplare, also rund 15 % aller Sendungen – aus Gründen der Transportsicherheit verpackt sein müssen. Die Schweizer Materialprüfanstalt  berichtet, dass die schadstofffreie Polyethylenfolie nur 75 % der CO2-Emissionen und nur 25 % der totalen Umweltauswirkungen (UBP) von Papier aufweist. Ich muss ehrlich sagen, dass mich das selbst überrascht hat. Das gesamte CO2-Äquivalent eines 70g-Zeitschriftenexemplars inklusive Papier, Druck, Lieferung, Entsorgung beträgt allerdings etwa 300 g CO2. Im Vergleich dazu fällt das CO2-Äquivalent der Hülle mit höchstens 23 g CO2 so oder so unter die Fehlergrenze.
VISION 2000 bleibt also im Auslandsversand bei der 5 g leichten PE-Folie im Vergleich zum 18 g schweren Papierumschlag, der viermal mehr Rohstoffe verbraucht (EMPA).

Der Autor ist satzungsgemäß „Präsident“ des Vereins „VISION 2000“

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