VISION 20001/2022
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Pressesplitter kommentiert

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Frankreichs Schulen predigen LGBT
Das staatliche Bildungssystem ist auf die Farben des Regenbogens eingeschwenkt. 2015 hat es die erste Kampagne zur Sensibilisierung für die Diskriminierung gegen die LGBT in den Haupt- und Höheren Schulen lanciert. Es folgte 2019 die Kampagne „Alle gleich, alle verbündet“. Diese wird von Traktaten begleitet, welche die Schüler dazu animieren, Verbündete der LGBT zu werden und auf „LGBT-phobe“ Reden und Haltungen zu achten. Die Vereinigungen, die in den Schulen über Sexualität sprechen, werden immer militanter: unter ihnen „SOS-Homophobie“, „Planning familial“ oder auch „Au-delà du genre“ („Jenseits der Geschlechter“), das Trans-Personen begleitet. Die berechtigte Sorge, dass Jugendliche nicht wegen ihrer „sexuellen Orientierung“ schlecht behandelt werden, ist einer wahren Propaganda gewichen, welche die sexuelle Identität selbst zerstört.
Famille Chrétienne v. 26.6-2.7.21
Weil heute alles im Banne der Corona-Krise steht, wird allzu leicht übersehen, dass eine tiefgreifende Revolution unseres Zusammenlebens stattfindet und konsequent fortgesetzt wird, wie jetzt durch die neue Regierung in Deutschland:

Familie umdefiniert
„Familie ist vielfältig und überall dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen.“ Mit diesem von der natürlichen Familie stark abweichenden Familienbild operiert der Koalitionsvertrag. Zur Förderung der Vielfalt soll die rechtliche Form der „Verantwortungsgemeinschaft“ eingeführt werden, die es zwei oder mehr volljährigen Personen ermöglicht, „rechtlich füreinander Verantwortung zu übernehmen“. Ein Kind, das in die „Ehe“ zweier Frauen geboren wird, soll automatisch beide Frauen als „rechtliche Mütter“ haben. Bis zu vier „soziale“ Elternteile sollen in Zukunft mit dem „kleinen Sorgerecht“ auch „rechtliche“ Elternteile eines Kindes sein können.  
Die Tagespost v. 2.12.21
Zu welch absurden, jeden gesunden Hausverstand verletzenden Folgen das Abschaffen der Realität führt, zeigt das folgende Beispiel:

Männer mit Frauen in einer Gefängniszelle
In Washington sind dem National Review zufolge männliche Verbrecher, die sich als Frau identifizieren, im einzigen Frauengefängnis des US-Bundesstaates inhaftiert worden. Ein ehemaliger Wächter des Seattle Prison, Scott Flemming, habe dem Magazin gesagt, dass „die einzige Voraussetzung dafür ist, sich dazu zu bekennen, sich als Frau zu identifizieren“. Unter den sechs in das Gefängnis verlegten Männern befand sich „ein Serienfrauenmörder, der auch als Kindervergewaltiger verurteilt war. Fleming erinnert sich daran, dass er den unbekleideten Vergewaltiger im Bett mit seiner weiblichen entwicklungsgestörten Zellengenossin vorfand. In Kalifornien, wo – sich als Transfrauen identifizierende – Gefängnisinsassen einen Rechtsanspruch haben, ihrem bevorzugten Geschlecht nach inhaftiert zu sein, stellte sich die Gefängnisklinik eines Frauengefängnisses darauf ein, indem sie Verhütungsmittel verteilte und für Schwangerschaftsberatungsstellen und Abtreibung warb. Die Praxis, gefährliche Männer zusammen mit Frauen einzusperren, ist ein Frevel, den keine – wenn auch modische – Ideologie rechtfertigen kann.“
Die Tagespost v. 9.12.21
Erstaunlich, dass so viele bei diesem unsinnigen „Kampf gegen Diskriminierung“ mitmachen:

Der Indianer hat
ausgedient
Nach dem „Mohr im Hemd“ geht es nun der nächsten umstrittenen Süßspeise an den Kragen. Der „Indianer“ hat ausgedient. Der glacierte Krapfen mit Schlagobers wird nun „auf vielfachen Wunsch unserer Stammgäste“ in der Traditions-Konditorei „Aida“ wieder angeboten. Einzig die umstrittene Bezeichnung „Indianer“ will der Mehlspeisen-Tempel nun ändern.
„Da wir diesen Namen nicht mehr als zeitgemäß erachten, suchen wir einen neuen,“ lässt Aida auf Facebook wissen. Eben dort dürfen Naschkatzen nun auch ihre Ideen einbringen. Am 14. Dezember soll um 12.00 Uhr bekanntgegeben werden, wie die köstliche Kalorienbombe dann getauft wird.
Heute v. 9.12.21

China nimmt Religionen an die Kandare
Die Chinesische Kommunistische Partei forderte anlässlich ihrer Nationalen Konferenz über religiöse Angelegenheiten unter dem Vorsitz von Präsident Xi Jinping die strikte Einhaltung der marxistischen Richtlinien, eine verstärkte Überwachung und strengere Kontrollen der Religionen, damit die nationale Sicherheit gewährleistet sei. Während der Konferenz vom 3. und 4. Dezember betonte Xi, wie wichtig es sei, „den Grundsatz hochzuhalten, dass sich die Religionen im chinesischen Kontext weiterzuentwickeln haben und dass man sie anzuleiten habe, sich an die sozialistische Gesellschaft anzupassen.“ So lautet jedenfalls eine Erklärung der Kommunistischen Partei Chinas. (…) Bitter Winter (ein Magazin für religiöse Freiheit und Menschenrechte, Anm) berichtet, Xi habe darüber geklagt, dass die Überwachung des Internets zur Verhinderung religiöser Propaganda und unangemessener Mitteilungen in den sozialen Medien immer noch nicht gut funktioniere. Er rief zu besserer Überwachung auf und zur Bestrafung von Gläubigen, die soziale Netzwerke für religiösen Proselytismus und Kritik an der religiösen Regierungspolitik nutzen.
UCA News v. 10.12.21
Und das trotz eines Abkommens zur Verbesserung der Beziehungen, das der Vatikan mit China 2018 abgeschlossen und 2020 verlängert hat. Und jetzt verbietet China sogar, Weihnachten zu feiern:

Weihnachten in China unerwünscht
Die kommunistische Partei Chinas hat angeblich Beschränkungen für zivile und kirchliche Weihnachtsfeiern angeordnet. Weihnachten sei ein „verbotenes westliches Fest“, heißt es in einem bisher unveröffentlichten Dokument, das dem Magazin für Menschenrechte und Religionsfreiheit Bitter Winter vorliege.  (…) Die Richtlinie (…) fordere aber ausdrücklich die Umsetzung der Politik der Sinisierung, die das Feiern westlicher Kultur strikt verbiete.
Teletext ORF2 v. 25.12.21
Weltweit müsste sich Protest erheben. Und wir Christen sollten täglich für die verfolgten Geschwister beten.

Illegale religiöse Texte
Der National Review meldet, dass (…) Apple sich Anweisungen der chinesischen Regierung gefügt habe, zwei Apps aus ihrem App-Store in China zu entfernen, auf denen die Bibel bzw. der Koran untergebracht waren. Die Apps sollen laut der BBC „illegale religiöse Texte“ enthalten haben.
Die Tagespost v. 4.11.21
Dass ein Unternehmen mit wirtschaftlichen Interessen sich fügt, ist zwar auch eine Schande, aber eher nachzuvollziehen als das Schweigen der Kirche.

Mädchenmorde in Indien
Eine in der Zeitschrift The Lancet im April 2021 veröffentlichte Studie weist auf eine Verschlechterung hin, was das Manko an Geburten weiblicher Kinder betrifft: ein Anstieg von 3,5 Millionen im Zeitraum 1987 bis 1996 auf 5,5 Millionen im Zeitraum 2007 bis 2016. Nicht nur die armen Inder bringen wegen des Wunsches eines männlichen Erben ihre eigenen Töchter um, nunmehr geschieht das gleiche auch in der gehobenen Mittelschicht. (…) Die selektiven Abtreibungen in Indien könnten zu einem Geburtendefizit bei Mädchen in der Höhe von 6,8 Millionen in den nächsten acht Jahren führen, bis 2030 also ein lautloses Massaker unschuldiger Mädchen vollzogen im komplizenhaften Stillschweigen der Welt.
La Nuova Bussola Quotidiana v. 30.12.21
Ein Skandal ist, wie in Indien ungeborene Mädchen systematisch umgebracht werden. Man wundert sich, dass der im Westen so öffentlichkeitswirksame Feminismus wegen dieses Unrechts am weiblichen Geschlecht nicht lautstark auf die Barrikaden steigt.

Ein Pro-Life-Präsident
Während eines Besuchs vergangene Woche in den Vereinigten Staaten hat der guatemaltekische Präsident Alejandro Giammattei seine Absicht kundgetan, Guatemala zur „Pro-Life-Hauptstadt“ Lateinamerikas zu machen. „Jeder Mensch verdient es, dass sein Leben geschützt wird, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“ sagte laut Christian Post Giammattei während einer Ansprache anlässlich einer Veranstaltung des „Institute for Womens’ Health“ in Washington DCs Willard Hotel. „Es ist vollkommen irrig, dass Abtreibung ein Menschenrecht sei. Jede Bemühung, einem Land Abtreibung aufzuzwingen, ist eine unzulässige Einmischung in internationale Beziehungen.“
LifeSiteNews v. 16.12.21
Als Staatspräsident ausdrücklich für den Lebensschutz einzutreten, verdient hervorgehoben zu werden. Dass diese Äußerung in den USA fiel, lässt erkennen, dass gerade in diesem Land der Kampf für den Lebensschutz heftig und aussichtsreich ist.

Bemerkenswerte
Wortwahl
Ein Wort hallt durch den französischen Präsidentschaftswahlkampf: „emmerder“. Es bedeutet „auf den Wecker gehen, drangsalieren“ und stammt vom sattsam bekannten Fluch „merde“ ab. Einem wohlerzogenen Bürger sollte solcherlei nicht über die Lippen kommen, einem Staatspräsidenten noch weniger. Und doch sagte Emmanuel Macron letzte Woche in einem Interview über die ungeimpften Landsleute, er wolle sie „emmerder“ – so lange nerven, bis sie sich piksen lassen. Der Eliteschulabsolvent aus den besseren Kreisen hat nicht einmal die Entschuldigung, er habe volksnah mit vulgär verwechselt: Den Spruch tat Macron sehr bewusst in einer autorisierten Schriftfassung.
Luzerner Zeitung v. 11.1.22
Ohne Kommentar.

Grüner Pass als
Implantat
Das Gerücht von Implantaten, die mittels Impfung unter die Haut gespritzt werden, hält sich bei Verschwörungserzählern hartnäckig. In Schweden hat eine Firma nun tatsächlich einen grünen Pass entwickelt, der auf einem Mikrochip gespeichert und unter der Haut implantiert werden kann.
Das auf solche Implantate spezialisierte Unternehmen „Dsruptive Subdermals“ gibt an, dass bereits Tausende Schweden derartige Chips verwenden. Auch Firmenchef Hanens Sjöblad ist darunter. „Ich habe den Chip so programmiert, dass sich jetzt auch der Gesundheitspass auf ihm befindet,“ sagte Sjöblad.
Der Standard v. 22-12-21
Scheint praktisch: Man hat alle Infos stets bei sich, immer abrufbar. Jedenfalls aber auch eine Technologie für eine totale Überwachung. Ein Zitat übrigens aus Der Standard, nicht etwa einem düsteren „Schwurbler“-Medium.

Gottschalk vermisst Diskussionskultur
Der TV-Entertainer Thomas Gottschalk vermisst die frühere Diskussionskultur und beklagt das vorherrschende Schwarz-Weiß-Denken der heutigen Generation. Früher hätte man diverser diskutieren können, ohne sich zu beschimpfen. (…)
Früher habe man streiten können, ohne sich zu beschimpfen, so Gottschalk weiter. „Das scheint mir verloren gegangen zu sein.“ Mittlerweile gehe es immer um alles: „Die Guten gegen die Bösen. Woke oder tot. Die Aufgewachten gegen die Entschlafenen. Dazwischen gibt es nichts.“
Die Welt v. 6.11.21
Höchste Zeit, wieder zu lernen, andere Meinungen anzuhören, ohne den Gesprächspartner zu verurteilen.

Mütter und Söhne
„Einige Mütter mögen durchaus ihre Söhne erdrücken. Das dürfte meinem Eindruck nach aber viel seltener vorkommen, als man es erzählt oder geschrieben hat. Man liebt seinen Sohn eigentlich nie zu sehr!“, betont der Psychoanalytiker Alain Braconnier. Er stellte dies fest, nachdem er viel mit Frauen zu tun hatte, die aus Angst, kastrierende Mütter zu sein, es sich versagen, dem Sohn ihre Liebe zu zeigen. „Eine Mutter, die anwesend und liebevoll ist, bereitet ihren Sohn besser auf die Herausforderungen der Welt vor als eine, die ihre Liebesäußerungen unterdrückt,“ erklärt der Autor von Mères et Fils (Èditions Odile Jacob).
Aufgrund 30-jähriger Erfahrung hebt die amerikanische Kinderärztin Meg Meeker – ihr Buch Mères, soyez fortes pour vos fils ist kürzlich in Frankreich erschienen – vor allem das hervor: „Die grundlegende Wahrheit, die man sich merken soll, ist folgende: Als Frau sind sie perfekt ausgestattet, um eine tolle Mutter für ihren Sohn zu sein.“ Sie ermutigt die Zuneigung zum Sohn auch physisch zum Ausdruck zu bringen. Sie hält fest, dass Untersuchungen von amerikanischen Forschern ergeben hätten, dass Babys, denen von Anfang an viel Verbundenheit zum Ausdruck gebracht worden war, eine bessere emotionale Gesundheit aufwiesen.
Famille Chrétienne v. 6.-10-12
Eigentlich sagt einem das der Hausverstand. In Zeiten der Wissenschaftsgläubigkeit bedürfen solche Aussagen allerdings eigener soziologischer Untersuchungen.

Nur der Glaube hilft gegen Totalitarismus
Die Sowjetunion wird nicht selten mit einem Imperium verglichen. Es gab in der Vergangenheit andere große Imperien, die längere Zeit existierten und noch mehr Macht über die Menschen hatten. Die Kommunisten aber wollten die Welt grundsätzlich verändern und ihrer eigenen Weltanschauung anpassen. Sie wollten einen neuen Menschen schaffen und eine glückliche Zukunft entsprechend ihren Vorstellungen bauen. Als Versuchskaninchen galten in diesem Experiment Millionen von Menschen. Die Weltgeschichte zeigt, dass Menschen leider viel zu selten aus ihrer historischen Vergangenheit lernen. Was kann uns dann helfen, unsere Gesellschaft gegen Totalitarismus zu immunisieren? Nur unser Glaube. Denn in Christus lernen wir nicht nur, die anderen zu respektieren, sondern vielmehr - sie zu lieben, mit ihnen zu teilen und unsere Freiheit als Geschenk Gottes zu schätzen. Eine andere Impfung gegen Ideologien, Autoritarismus und Extremismus haben wir nicht.
Alexander Krylov, Priester und Autor des Buches „Wie ich zum Mann wurde“ (über seine Erfahrungen als Kind und Jugendlicher in der Sowjetunion) in Vatican 11/2021
Wohlgemerkt: Das sind Worte eines Mannes, der den Totalitarismus der Sowjetunion miterlebt hat.

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