VISION 20006/2022
« zum Inhalt Zeitgeschehen

Pressesplitter kommentiert

Artikel drucken

Zweierlei Maß bei den Menschenrechten
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat sich erneut auf die Seite antichristlicher Got­teslästerer gestellt und die „Meinungsfreiheit“ einer „Femen“ verteidigt, die 2013 die Madeleine-Kirche in Paris entweiht hatte. Diese Frau hatte sich vor dem Altar und dem Tabernakel entblößt, oben ohne, tätowiert, mit verschränkten Armen, mit Dornenkrone und blauem Schleier der Heiligen Jungfrau bekleidet und „zwei Stücke Ochsenleber in den Händen haltend, Symbol des abgetriebenen Jesuskindes“. Auf ihrer Brust standen die Slogans „Weihnachten ist abgesagt“…   In dieser makabren Inszenierung sah der EGMR die Aktion einer mutigen feministischen Aktivis­tin zu Unrecht verurteilt, während ihr „einziges Ziel“, so der EGMR, sehr nobel sei: „zur öffentlichen Debatte über die Rechte der Frau beizutragen, genauer gesagt über die Rechte auf Abtreibung.“ (…)
Seine Position ist ganz anders, wenn es um den Islam geht. 2018 bestätigte der EGMR die strafrechtliche Verurteilung eines österreichischen Dozenten, dem vorgeworfen wurde, Mohammeds sexuelle Beziehung mit der damals erst 9-jährigen Aisha mit „Pädophilie“ gleichgesetzt zu haben. Der EGMR urteilte, der Dozent habe nicht versucht, die Öffentlichkeit objektiv zu informieren, sondern „zu demonstrieren, dass Mohammed der Anbetung nicht würdig ist“.
Aussendung des European Center for Law and Justice v. 13.10.22
Die rechtsstaatlichen Institutionen geraten immer öfter in ein schiefes Licht. Besonders schlimm ist es, wenn die Rechtsprechung betroffen ist. Derzeit ist außerdem die oberste Behörde, die EU-Kommission, unter Beschuss geraten:

EU-Kommission im Vi­sier der Staatsanwälte
Die milliardenschweren Corona-Impfstoff-Käufe der EU sind ins Visier der Europäischen Staatsanwaltschaft geraten. „Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) bestätigt, dass sie Ermittlung über den Erwerb von Covid-19-Impfstoffen in der Europäischen Union führt“, teilte die Behörde am Freitag mit. (…) Während der Pandemie hatte die EU-Kommission im Namen der Mitgliedstaaten Verträge über Hunderte Millionen Dosen Impfstoff verhandelt und abgeschlossen. (…) Besonders kritisiert wird seit Monaten vor allem ein Deal über bis zu 1,8 Milliarden Dosen von Biontech/Pfizer vom Frühjahr 2021. Das Vertragsvolumen wurde damals auf 35 Milliarden Euro geschätzt. Wie die New York Times berichtete, war der persönliche Kontakt zwischen von der Leyen und Pfizer-Chef Albert Bourla für den Abschluss entscheidend. Dabei sollen sie auch SMS ausgetauscht haben.
FAZ-online v. 14.10.22
Für die 450 Millionen Einwohner der EU sind das 4 Dosen pro EU-Bürger. Und das für einen Impfstoff, der nicht darauf untersucht worden war, ob er davor bewahrt, die Erkrankung weiterzugeben:

Impfung bewahrt nicht vor Ansteckung
Jeanine Small ist im EU-Parlament befragt worden, ob der Covid-Impfstoff von Pfizer vor seiner Einführung darauf getestet worden sei,  ob er die Weiterverbreitung des Virus verhindere. Die Antwort darauf fiel eindeutig aus: Nein.
Daily Spezial-Kommentar von Die Weltwoche v. 21.10.22. Jeanine Small ist Regional President of Pfizer Vaccines in the International Developed Markets.

Keine Corona-Impfung für junge Männer
Der oberste Leiter der Gesundheitsbehörde von Florida, Joseph A. Ladapo, MD, PhD, sagte am Freitag, dass Florida jetzt offiziell davon abrät, jungen Männern die mRNA-basierten Covid-19-Spritzen von Pfizer und Moderna zu geben, und verwies auf das Risiko tödlicher, kardialer Nebenwirkungen. Das Gesundheitsministerium von Florida (FDOH) gab die neuen Leitlinien am Freitagabend nach den Ergebnissen einer Analyse bekannt, die das Ministerium zur Bewertung der Sicherheit von mRNA-Spritzen durchgeführt hatte.
„Diese Analyse ergab, dass die relative Inzidenz herzbedingter Todesfälle bei Männern im Alter von 18 bis 39 Jahren innerhalb von 28 Tagen nach der mRNA-Impfung um 84 % zunimmt“, sagte die Abteilung. „Bei einem hohen Grad an globaler Immunität gegen Covid-19 wird der Nutzen einer Impfung wahrscheinlich durch dieses ungewöhnlich hohe Risiko eines kardialen Todes bei Männern dieser Altersgruppe aufgewogen.“
LifeSiteNews v. 8.10.22
Es mehren sich die Meldungen über Nebenwirkungen der Impfung, über die in großen Medien jedoch kaum etwas zu finden ist:

Vermehrte plötzliche Todesfälle
Das Internationale Olympische Komitee hat einen deutlichen Anstieg der plötzlichen Todesfälle bei Athleten im Jahr 2021 festgestellt. (…) Nach Angaben des Komitees gab es zwischen 1966 und 2004 1.101 Todesfälle bei Sportlern unter 35 Jahren, ein Jahresdurchschnitt von 29 Todesfällen. Aber zwischen März 2021 und März 2022 waren es bereits 769 Athleten, die ein schweres oder tödliches Herzproblem hatten. Bei olympischen Athleten hätte es insgesamt 1090 Herzstillstände für 715 Todesfälle gegeben. In ähnlicher Weise stellte die UEFA fest, dass im Jahr 2021 21 Profi-Fußballer durch plötzlichen Tod starben, gegenüber 5 normalerweise…
Fondation Hippocrate v. 31.8.22

Empfehlung für
Pubertätsblocker
Klingt nach Science-Fiction und steht doch ganz real auf dem Regenbogenportal der Bundesregierung: Nach Einwänden gegen einen Text zum Thema „Jung und trans-geschlechtlich“ sind dort umfassende Textveränderungen vorgenommen worden. Auf dem Portal hatte es unter anderem geheißen: „Bist du noch sehr jung? Und bist du noch nicht in der Pubertät? Dann kannst du Pubertäts-Blocker nehmen. (...) Diese Medikamente sorgen dafür, dass du nicht in die Pubertät kommst.“
Seit Donnerstagvormittag heißt es dort nun vorsichtiger: „Bist du noch sehr jung? Und bist du noch nicht in der Pubertät? So kannst du deinen Arzt/deine Ärztin fragen, ob dir Pubertätsblocker vielleicht helfen könnten.“ Zu Pubertätsblockern heißt es auf dem Portal: „Diese Medikamente sorgen dafür, dass du nicht in die Pubertät kommst. Das heißt: Dein Körper entwickelt sich erst mal nicht weiter. Weder in Richtung Frau. Noch in Richtung Mann. So hast du mehr Zeit zum Nachdenken. Und du kannst in Ruhe überlegen: Welcher Körper passt zu mir?“
NTV v. 13.1022
Solche Tipps gibt die deutsche Familienministerin Minderjährigen! Aber schlimmer noch: Verstümmelnde Operationen, nicht rückgängig zu machen, boomen in den USA:

Boom bei Teenager-Brüste-Ampu­tation
Es gibt keine offiziellen Statistiken darüber, wie viele Minderjährige in den USA jedes Jahr Top-Operationen erhalten. Die New York Times befragte führende pädiatrische Gender-Kliniken im ganzen Land: Elf Kliniken gaben an, im Jahr 2021 insgesamt 203 Eingriffe an Minderjährigen durchgeführt zu haben, und viele berichteten von langen Wartelis­ten. Weitere neun Kliniken lehnten eine Antwort ab, sechs gaben an, Patienten an Chirurgen in Privatpraxen überwiesen zu haben.
Dr. Gallagher, deren ungewöhnliche Akzeptanz von Plattformen wie TikTok sie zu einer der sichtbarsten geschlechtsbejahenden Chirurgen des Landes gemacht hat, sagte, sie habe im vergangenen Jahr 13 Top-Operationen an Minderjährigen durchgeführt, gegenüber einer Handvoll vor ein paar Jahren. Ein Krankenhaus, „Kaiser Permanente Oakland“, führte 2019 70 Top-Operationen an Teenagern im Alter von 13 bis 18 Jahren durch, gegenüber fünf im Jahr 2013, so Forscher, die eine aktuelle Studie leiteten. „Ich kann mir kein anderes Gebiet vorstellen, in dem das Volumen so explodiert ist“, sagte Dr. Karen Yokoo, pensionierte plastische Chirurgin des Krankenhauses.
The New York Times v. 26.9.22
Gott sei Dank, bremst wenigs­tens Florida mit Gegenmaßnahmen diesen Schrecken erregenden Boom:

Unter 18: Keine  Geschlechtsumwandlung
Der Legislativausschuss des „Florida Board of Medicine“ hat heute dafür gestimmt, Transgender-Medikamente und Operationen für Minderjährige zu verbieten. Die Maßnahme geht nächste Woche an den Gesamtvorstand, um über das Datum des Inkrafttretens zu entscheiden. „Die Regel würde Medizinern verbieten, Minderjährigen Pubertätsblocker, geschlechtsübergreifende Hormone und Überweisungen für ‚geschlechtsbejahende‘ Operationen zu verschreiben“, berichtete der Daily Wire. (…) Mitglieder des „geschlechtsbejahenden“ medizinisch-politischen Komplexes waren eindeutig empört über die erklärte Absicht des Florida Board of Medicine. (…) Christliche und konservative Gruppen feierten den Schritt zum Schutz von Kindern. „Florida wird Kinder vor der Transideologie schützen, indem es Pubertätsblocker bis zum Alter von 18 Jahren und Geschlechtsoperationen bis zum Alter von 21 Jahren verbietet“, twitterte„ CatholicVote“.
LifeSiteNews v. 28.10.22

Ein elektronisches Armband für Schüler
„Verrückte Initiative des Departements La Sarthe, das allen Collège-Schülern ein elektronisches Armband aufzwingen will. Zum sogenannten Wohl der Schüler werden sie auf freiwillige Knechtschaft konditioniert. Jetzt reicht’s!“ Nicolas Dupont-
Aignan war einer der ersten, der mit diesem Tweet auf das Projekt dieses „Pilot-Départerments“ reagierte, in dessen Rahmen am 23. Juni, kurz vor den großen Ferien, bereits 100 Kinder das verstörende Überwachungsobjekt an sieben Sekundarschulen erhalten haben. Letztendlich sollten aber 30.000 Armbänder an Schüler der sechsten Schulstufe verteilt werden, die die 75 Collèges in dem Département besuchen. Erklärtes Ziel ist es, die körperliche Fitness der Jugendlichen in La Sarthe vom Beginn der sechsten bis zur neunten Klasse zu messen und zu vergleichen. In den nächsten drei Jahren wird das Experiment zu Beginn des Schuljahres erneuert, wobei die Daten von der Abteilung und dem Staat im Stil von „Big Data“ gesammelt werden. Das angepeilte Ziel ist es, den auf diese Weise Angeschlossenen ein bewegungs- und ernäh­rungsorientiertes Bildungsprogramm zur Gesundheitsförderung anzubieten. (…)
Le Figaro und Boulevard Voltaire teilen uns mit, dass das kommunistische China in diesem neuen Schuljahr ein neues Gerät einführen wird, um die Arbeit der Schüler, aber auch die ihrer Lehrer zu überwachen: den vernetzten Stift! Diese Stifte ermöglichen es, sowohl Hochzeitsfeiern der Schüler zu filmen als auch ihre Hausaufgaben herunterzuladen, um sie zu korrigieren.
L’Homme Nouveau v. 10.9.22
In Ost und West nähern wir uns dank der modernen Technik einer Gesellschaft, wie sie George Orwell in 1984 beschrieben hat.

Wie Medien über Lebensschutz berichten
Wie sehr unsere von allen bezahlten Medien nicht unabhängig sind, zeigt der Bericht der Abendschau im RBB um 19.30 Uhr. Kurz wurde die Bühne am Brandenburger Tor gezeigt, um dann sogleich einen Schwenk zur Gegendemo mit wenigen Teilnehmern zu machen. Dort kamen mehrere Teilnehmer ausreichend zu Wort, um zu erklären, warum Abtreibung ein Lebensrecht ist (nicht für die ungeborenen Kinder). Die Sendezeit war etwa 70 % für die sehr kleine Gegendemonstration und 30 % für den Marsch für das Leben.
Leserkommentar in kath.net v. 18.9.22
Tatsächlich sind Märsche für das Leben aber hoffnungsvolle Bekenntnisse zum Lebensschutz, an denen sich auffallend viel Jugend beteiligt.

Marsch für das Leben nass und fröhlich
Je mehr es regnete, desto mehr strahlten die Teilnehmer: Etwa 2000 waren es beim diesjährigen Marsch fürs Leben in Wien, der sich für die unbedingte Menschenwürde eines jeden einsetzt. Die wetterfesten Vertreter aus allen Altersgruppen, besonders viele Jugendliche, wollten ein Zeichen für das Lebensrecht setzen – „besonders für das der Ungeborenen, Alten und Kranken.“ (…) Die Gegenproteste fielen während des Marsches fürs Leben klein aus. Vor allem aber übertönten die fröhlichen Teilnehmer die geschmacklosen Parolen der Antifa. Die kleine Pyrotechnikeinlage des Gegenprotests fand sogar in den Farben des Marsches statt, wie Moderator Ludwig Brühl gutgelaunt feststellte. Für Valerie Trachta, Vorsitzende des Vereins, die den Marsch fürs Leben organisiert, war das „Lebensschutzevent“ ein großer Erfolg: „Es war großartig, trotz des Wetters so viele Menschen aus allen verschiedenen Lebensbereichen beim Marsch zu sehen…“
kath.net v. 18.10.22
In den USA redet man freier über den Glauben

Herr Bischof, welches Erlebnis hat Sie am meisten beeindruckt?
Bischof Stephan Oster: Eine Universität in Steubenville/
Ohio zu erleben mit einem hohen katholischen Profil. Da gibt es mehrere Studiengänge, Computerwissenschaften, Biologie und Psychologie, natürlich auch Philosophie und Theologie – und als ausdrückliches Ziel formuliert diese Hochschule für alle Studiengänge: Dass die Absolventinnen und Absolventen als freudvolle Jünger Jesu die Universität verlassen. Das ist in Deutschland nicht vorstellbar.
Also ein echtes mission statement.
Oster: Die Hochschule zählt etwa 2.500 Studierende, hunderte sind in missionarische und karitative Aktivitäten involviert. Beeindruckend von der Gesamtmentalität, die einem da begegnet. (…) Weil Kirche und Staat in den USA viel weniger miteinander verschränkt sind als bei uns, gibt es dort viel mehr private Initiativen von intensivem gläubigem Leben, gestützt durch Spenden und Fundraising. Ein anderer Unterschied: Obwohl sich dort die Gesellschaft ähnlich säkularisiert wie die unsere, gibt es einen tiefen religiösen Impetus im Land, für dessen Unabhängigkeit und Staatswerdung der Wunsch nach Religionsfreiheit ein starkes Motiv war. Ich habe Amerikaner erlebt, die viel freier, selbstverständlicher von ihrem Glauben sprechen als ich das aus Deutschland gewohnt bin. Bemerkenswert auch, dass trotz Miss­brauchskrise in den USA die Zahl der Priester- und Ordensberufungen weitgehend stabil geblieben ist, während sie bei uns dramatisch sinkt.
KNA-Interview mit dem Passauer Bischof nach einer Reise mit einer kleinen Delegation in die USA, wiedergegeben auf katholisch.de v. 26.10.22

© 1999-2022 Vision2000 | Sitz: Hohe Wand-Straße 28/6, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich | Mail: vision2000@aon.at | Tel: +43 (0) 1 586 94 11