VISION 20004/2003
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Leserbriefe

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Gegen die Gewalt in den Medien

Seit einigen Jahren lese ich Ihre Zeitschrift mit großem Interesse,

auch mit Freude und Dankbarkeit. Nun gesellt sich dazu noch eine ganz bestimmte Hoffnung: Im April vorigen Jahres erfuhr ich von einer erschreckenden Sache: In Frankreich hat eine Kinder-Mafiagruppe einen Jungen erpreßt. Der Vater des Kindes, der sich zur Wehr setzte, wurde von den Kindern erschlagen! Dann erfuhr ich, daß es auch bei uns Kinder-Mafia-Gruppen gibt - in den Anfängen. Nun habe ich mich erinnert an eine Aktion, die im Jahr 1993 in Graz gegen Gewaltsendungen im Fernsehen gestartet worden war. Sie brachte fast 200.000 Unterschriften, die dem Bundeskanzler vorgelegt wurden. Er versprach, im Parlament darüber zu sprechen, eine Änderung erfolgte nicht.

Mein Sohn, Dr. Helmut Leitner, hat begonnen, im Internet (www.wikiservice.at/fug/wiki.cgi) ein Netzwerk aufzubauen mit dem Ziel, Ideen zu sammeln, deren Verwirklichung in dieser Sache zu der so notwendigen Veränderung führen könnte. Wäre es möglich, wieder eine Folge Ihrer Zeitschrift unter das Thema “Geistige Umweltverschmutzung" zu stellen?

Helma Leitner, A-5020-Salzburg


Ein Lichtblick

Durch Zufall lernte ich VISION kennen. Es ist ein Lichtblick in der (meist “verliberalten") Kirchenpresse. Viel Erfolg!

Übrigens: Der Schutz der Natur und der ungeborenen Kinder ist innerhalb des “UNeinigen" Europas nicht ausreichend. Beide sind bedroht. Aus Brüssel sind nur liberale und vom Materialismus geprägte Initiativen zu erwarten. Christliches ist den EU-Abgeordneten unangenehm.

Heinrich Wind, D-55452 Hergenfeld


Gott ist wirklich nicht pervers

“Gott ist doch nicht pervers!" schreibt Hannes Trauttmansdorff in VISION 3/03. “Gott war auf uns böse, mußte daher Seinen Sohn am Kreuz opfern, um wieder mit uns versöhnt zu sein?" - Nun, überlegen Sie bitte folgendes: Da ist ein Glas mit frischem, sauberem Wasser. Wenn Sie nur ein bißchen Schmutz hineingeben, ist es nicht mehr sauber! Ok.

Gott der ganz Reine, Heilige, die unendliche Liebe... Wir Menschen sollen, dürfen - mit Ihm eins werden. Kein Mensch ist rein und heilig. Niemals könnte er in Gottes Herrlichkeit, in Sein Reich eintreten. Er muß zuerst “gereinigt, geheiligt" werden. Selbst kann er das nicht. Das muß schon durch einen ganz Reinen geschehen. Ein völlig Sündenloser muß sich zur Reinigung der von Sünde Verschmutzten anbieten, hergeben, hingeben.

“Der Sold der Sünde ist der Tod" (Röm 6,23). Klar: Wenn Gott = Leben, so ist alles, was gottlos, ist, dem Tod verfallen. Es muß also ein völlig Unschuldiger, voll Göttlicher freiwillig den Tod zur Sühne erleiden, damit der Mensch, der an diesen göttlichen Retter glaubt und die Sühnetat von Ihm annimmt, reingewaschen, geheiligt ist und in Gottes Leben eintreten kann. Siehe Offb 7,14: “Das sind die, die aus der großen Drangsal kommen und die ihre Gewänder gewaschen und weiß gemacht haben in dem Blute des Lammes." Und Eph 1,7: “In Ihm haben wir die Erlösung durch Sein Blut."

Sicher zu so einer Tat ist nur die vollkommene Liebe fähig. Diese Liebe, die Gott selber ist. Sie wurde dazu also Mensch, der vernichtet, ermordet werden kann. Jesus Christus erlitt es für uns alle. Dank sei Gott in Ewigkeit!

Helga Lukarsch, A-5020 Salzburg


Kein grünes Licht für Harry Potter

Zum Leserbrief in dieser Ausgabe: “Grünes Licht für Harry Potter ..." einige Anmerkungen: Es ist sehr bedauerlich, dass sich immer wieder katholische Kirchenmänner für Harry Potter stark machen, wie jüngst Peter Fleetwood als Mitglied des Päpstlichen Kulturrats. Der im Vatikan tätige Exorzist Gabriele Amorth sieht Harry Potter mit ganz anderen Augen. Im Bild-Interview vom 7.12.2001 erklärte er: “Jede Form der Magie ist das Werk Satans. Alles übernatürliche Einwirken, das nicht im Namen Gottes geschieht, kommt von Satan. Dies gilt auch für die Anrufung von Geistern aus dem Jenseits. Harry Potter beschwört mit seiner Magie die Macht des Teufels. Er vertraut sich den Geistern an."

Was vordergründig als Kampf des Guten gegen das Böse dargestellt werde, sei voller großer Sünden: Harry Potter lügt in dem Buch mehrfach, was aber nicht bestraft wird. So werden die Kinder der Welt zur Lüge verführt. Warnend sagt der Exorzist: “Allen, die in dem Buch nur eine nette, mitreißende Geschichte sehen, wissen nicht, dass der Satan sich immer hinter dem versteckt, was auf den ersten Blick harmlos und wie das Gute aussieht..."

Harry Potter führt die Seele in eine dunkle Welt, die keine reine

Freude hervorbringen kann. So warnt auch der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Reinhard Frazke (Hannover) vor der Pottermanie und der Einführung in die Lehren und Praktiken der Magie und des Hexentums, die es mit dunklen Mächten zu tun

haben, vor der Welt der Ekeltiere und Horrorwesen.

Olga Tschepp, D-86199 Augsburg


Greuel

Viele werden lesen - aber nicht verstehen, werden hören - aber nicht begreifen, werden vernehmen - aber nicht wahrnehmen. Nur wenige werden den endzeitlichen Glaubensabfall erkennen. Anstelle gottbegnadeten Christentums - das gnadenlose Freidenkertum, anstelle christlicher Heilslehre - die multikulturelle Weltanschauung, anstelle versöhnlicher Gottmenschlichkeit - die verbrüderte Mitmenschlichkeit.

A. Wassermann, A-2380 Perchtoldsdorf


Kirchenfern

Ihr Heft VISION 3/03 ist einmalig gut, wahr und schön. Besonders der Text von Kardinal Meisner hat mich angesprochen. Er beruht auf Wahrheit. Aber die Wirklichkeit sieht leider anders aus: Die jungen Leute wollen den Sonntag heute nicht mit Gott feiern. Der Großteil unseres jungen Gottesvolkes ist am Sonntag der Kirche fern. Der eine geht zum Sport, der andere hat etwas gegen den Pfarrer, ein anderer will ausschlafen und wieder ein anderer muß nachholen, was von der Vorwoche an Arbeit geblieben ist - wie im Evangelium, als der Herr zum Hochzeitsmahl einlädt. Meiner Ansicht nach kann das zu nichts Gutem führen. Da können wir nur beten und diese Anliegen der Barmherzigkeit Gottes anempfehlen.

Rosa Weiß, A-2276 Katzelsdorf


Enttäuschend

Ich finde Ihre Zeitung gut. Allerdings würde ich empfehlen, Kommentare über die amerikanische Politik im Pressesplitter zu unterlassen, da dieses Forum keine Möglichkeit bietet, die aufgeworfenen Fragen gerecht zu behandeln. Problematisch war z.B. die Kritik an den USA wegen der 86.000 ausländischen Gastdozenten und 580.000 Studenten an den US-Hochschulen (ein Verlust für die Heimatländer, ein Aderlaß, usw.).

Aufgrund meiner Bekanntschaft mit einigen ausländischen Studenten und Dozenten in den USA bin ich überzeugt, daß die überwiegende Mehrzahl nach einem gegenseitigen Gedanken- und Informationsaustausch mit den Amerikanern in ihre Heimatländer zurückkehren. Es ist enttäuschend, wenn Europäer die Großzügigkeit der USA in diesem Bereich verurteilen, besonders wenn man die protektionistischen Tendenzen der österreichischen Schulen und Universitäten bei der Stellenvergabe betrachtet.

Bill Gallagher, marina.gallagher@aon.at


Die amerikanische Politik bestimmt unser aller Leben. Daher darf sie kritisiert werden. Zugegeben, die Anmerkung war zu wenig differenziert. Tatsächlich spricht man aber seit langem vom “brain drain", von der Abwanderung intellektuell Begabter aus der 3. Welt.

Falsches Datum

In den Bericht über Karl Leisner schreiben Sie, daß das Attentat auf Hitler am 9. September 1939 war. Das stimmt nicht, es war am 8. November 1939. Der Attentäter wurde hier in der Nähe an der Schweizer Grenze gefaßt.

Edmung A. Zabel, D-77704 Oberkirch


Der Fehler geht auf das Konto der Redaktion und geschah beim Übertragen des Textes.

Wie die Kinder erziehen?

Ich bin der Meinung, daß für katholische Kinder Besuch von katholischen Privatschulen von der Volksschule bis zur Universität sehr wichtig ist. Der Zeitgeist hindert andernfalls die Entwicklung zu einer stabilen katholischen Persönlichkeit als Erwachsener. Das Elternhaus kann heute nichts mehr kompensieren, weil die Unterhaltungspädagogik das Sagen hat sowie altersgemäße Schülergruppen. Den Rest besorgen die Unwerte auf der Straße und aus dem Fernsehen. (...) Ich habe ein interessantes Buch für Christen zum Thema Judentum heute gelesen, in dem auch die religiöse Erziehung angesprochen wird. Dort heißt es u.a., eine jüdische Erziehung sei moralisch unentbehrlich in einer offenen Gesellschaft, die uns alles bietet. Nur so würden aus jüdischen Kindern auch jüdische Erwachsene. Dazu könne nur eine jüdische Schule dienen, die gesunde jüdische Identität aufbaut und Wissen vermittelt, wie man jüdisch lebt, um wurzellose Menschen zu vermeiden. Nur die jüdische Schule könne Eltern die notwendige Hilfe bieten und jüdische Familien und Generationen sichern.

Dr. Wilfried Lindinger, A-5020 Salzburg


Familien von Alkoholikern

Ich bin eine Angehörige von Alkoholikern, Alleinerzieherin von 3 Töchtern und habe bis jetzt ein sehr bewegtes Leben hinter mir. Vor kurzem habe ich meinen Arbeitsplatz verloren. Ich bin sozusagen durch die Hölle gegangen. Aber Gott ist mit mir gegangen und hat mich sehr oft getragen. Er hat mir wunderbare Menschen geschickt, die mir wieder Mut, Hoffnung und Glaube schenkten. Trotz meines Schicksals bin ich ein sehr zufriedener Mensch.

Ich möchte auf das Leid aller Angehörigen hinweisen, die mit einem Süchtigen zusammenleben. Sie können sehr krank werden. Oft werden sie nicht beachtet, weder von Ärzten oder Behörden. Minderwertigkeit, Schuldgefühle bis hin zum Selbstmord sind kein Einzelfall. Ich habe inzwischen hunderte Zeugnisse gehört.

Meine Lebensaufgabe sehe ich darin, solchen Menschen zu helfen und ich kann es mit Gottes Hilfe. Es bedarf aber noch vieler Aufklärung und Gebet, damit Angehörige Hilfe annehmen. Viele vergessen ganz auf sich, haben das Helfersyndrom und leben das Leben der Süchtigen. Ich habe das Glück, in einer Pfarre (Reindorf in Wien) geborgen zu sein. Seit Jahren gibt es bei uns Gruppen für Kinder und Betroffene aus Alkoholikerfamilien. Ich glaube, ich hätte sonst nicht überlebt. Ein 12-Schritte-Programm hilft uns, in kleinen Schritten wieder die Verantwortung für unser Leben zu übernehmen. Gott spielt die wichtigste Rolle in diesem Programm. Ich gebe gerne Information über diese Gruppen weiter.

Gerhilde Weiß, A-1150 Wien

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