VISION 20004/2008
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Einleitung

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Das Thema Umwelt beschäftigt die Menschen, jedenfalls die EU-Bürger, wie eine Umfrage von Eurobarometer (März 2008) erkennen läßt: “Über 95% der Europäer halten es für wichtig, die Umwelt zu schützen. 80% finden, daß die Umwelt Einfluß auf ihre Lebensqualität hat und daß sie zu ihrem Schutz beitragen müssen." Wird allerdings gefragt, was jeder denn konkret beitrage, sind die Antworten dürftig.

Wir wissen also um die Gefährdungen - und das schon seit Jahrzehnten -, aber wir sind in ein System eingespannt, das uns konsequent dazu verleitet, uns umweltschädigend zu verhalten: fortwährend das Auto zu benützen (über lange Distanzen zu pendeln, in Shopping-Centers am Stadtrand einzukaufen...), den Urlaub in fernen Ländern zu verbringen, zu viel zu konsumieren (“Shopping macht happy")... Und wir erliegen diesen Versuchungen nur allzu leicht.

Eigentlich sollten gerade Christen auf diesem Sektor eine besondere Sensibilität haben. Aber vielfach herrscht unter uns eine gewisse Skepsis gegenüber den Warnungen von der Öko-Front. Das hängt damit zusammen, daß die “Grünen", die sich als Herolde eines gedeihlichen Umgangs mit der Umwelt gebärden, häufig eine glaubensfeindliche Ideologie vertreten: Abtreibung, “Homo-Ehe", usw. Außerdem werfen sie uns vor: Schuld an der Umweltmisere seien die Christen. Fordere die Bibel die Menschen nicht dazu auf, sich die Erde untertan zu machen, sie also nach Belieben auszubeuten?

Im folgenden Schwerpunkt setzen wir uns mit diesen wichtigen Fragen, zu denen wir der Welt Antworten aus dem Glauben schuldig sind, auseinander. Antworten übrigens, die gangbare Auswege aus den Krisen unserer Tage zu weisen vermögen - allerdings auch Konsequenzen fordern, die unseren Lebensstil im Alltag betreffen.

Christof Gaspari

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