VISION 20003/2022
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Die Fatima-Kinder kennenlernen

Artikel drucken Drei kleine Bücher über die Marienerscheinungen 1917 (Ingeborg Obereder)

Es gibt Neues über Fatima: drei kleine Büchlein, in denen die auserwählten Botschafter der Muttergottes – Lucia, Jacinta und Francisco – dem Leser lebendig und überaus liebenswert nahegebracht werden. Wir erfahren, dass diese ganz normalen Kinder im Jahr 1916 völlig überraschend dreimal eine Vision des Friedens­engels hatten und ihnen ein Jahr später sechsmal Unsere Liebe Frau erschien.
Diese Erlebnisse banden die drei Hirtenkinder, die verwandt waren, noch enger zusammen. Sie ermutigten einander, Gott ihre Opfer mit den Worten, die ihnen der Engel gelehrt hatte, darzubringen und dadurch Seelen der Hölle zu entreißen. Nachdem Maria den Kindern den Himmel versprochen hatte, sahen sie einen Augenblick lang auch die Hölle: die Hölle, die es wirklich gibt, auch wenn sie heute vielfach geleugnet, ignoriert oder als „leer“ bezeichnet wird.
Es ist für jeden – Kind oder Erwachsenen – heilsam, zu lesen, welche positiven Früchte diese den Kindern „zugemutete“ Vision brachte. Wir leben in einer Ego-Zeit und Spaß-Gesellschaft. Viele glauben, alles haben zu dürfen: Vergnügen, Unmoral und Spaß. Opfer, Verzicht und das Annehmen von Leiden werden in unserer Zeit nicht angestrebt, sind in der Botschaft von Fatima jedoch nicht überhörbar.
Die kleine Jacinta vollendete bereits mit knapp zehn Jahren ihr Leben. Diese entzückende Kleine mit ihren dunklen, lebhaften Augen bewies bewundernswerten Mut. Vor allem, als sie während ihres Gefängnisaufenthaltes ein Geheimnis, das ihnen die heilige Jungfrau anvertraut hatte, gegen alle Drohungen der Behörde nicht preisgab.
Von großem Gottvertrauen zeugt auch ihre Bereitschaft, Leid anzunehmen aus „Liebe zu Jesus“ und um „Sühne zu leisten für die Bekehrung der Sünder und den Heiligen Vater“. Das war – nach den Aussagen Lucias – ihr Ideal, wovon sie stets sprach.
Im Büchlein über Francisco erfahren wir, dass er mit all seiner Kraft „Jesus trösten“ wollte. Er, der stets gut gelaunt und lebhaft war, der gern auch mit den Kindern seines Dorfes spielte, zog sich, nachdem er Jesus in großer Traurigkeit gesehen hatte, lieber zurück, um beim „verborgenen Jesus“ in der Kirche zu bleiben. Besonders die Erstkommunionkinder werden Francisco ins Herz schließen, denn seine Liebe zum „verborgenen Jesus“ in der heiligen Hostie ist berührend und ansteckend.
Bei der Seligsprechung der beiden Hirtenkinder Francisco und Jacinta sagte der heilige Papst Johannes Paul II.: „Möge die Botschaft ihres Lebens stets lebendig bleiben, um den Weg der Menschen zu erleuchten!“
Schließlich haben wir noch die Freude, Lucia, dem ältesten der „Fatima-Kinder“, in einem eigenen kleinen Buch zu begegnen. Ihr wurde von Unserer Lieben Frau geoffenbart, dass sie „noch einige Zeit“ auf Erden bleiben werde, denn Jesus wolle durch sie die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens begründen. Das war ihre große Aufgabe, der sie stets treu blieb, allen Drohungen und Schwierigkeiten zum Trotz.
Wir erfahren, dass Lucias Mutter und auch der Pfarrer zu Beginn der Erscheinungen davon überzeugt waren, dass sie lüge. Und viele Verhöre von Amtspersonen quälten sie. All diese Prüfungen haben sie jedoch enger an das Unbefleckte Herz Mariens gebunden, deren Botin sie geworden ist. Wir begegnen Lucia bei den Dorotheerinnen in Pontevedra, wo ihr eine wichtige Botschaft für die Welt geoffenbart wurde und schließlich im Karmel von Coimbra, wo sie durch ihre anziehende Persönlichkeit der Trost und der Liebling aller Schwestern war.
Kinder und Erwachsene werden nach der Lektüre dieser drei Büchlein reichen Gewinn für ihr Leben ziehen. Einige Besonderheiten zum Schluss: Die Illustrationen – kunstvoll gemalte Bilder der bekannten Künstlerin Jut­ta Katharina Kiechl – vermitteln den Eindruck, dass die Kinder anwesend sind und direkt mit dem Leser und Betrachter sprechen. Sie werden in diesen drei Schriften erstmals veröffentlicht.
Herausgeber sind die Karmelitinnen des Herz-Jesu-Karmel Himmelau in Kärnten, welche zugleich für die deutsche Übersetzung der slowenischen Ursprungstexte des Autors und Zis­terzienser-Altabtes Professor Dr. Anton Nadrah sorgten.
In seinem Geleitwort macht der Kärntner Bischof Dr. Josef Marketz die Leser auf Jesu Worte aufmerksam: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen.“ (Mt 18,3).
Ja, Francisco, Jacinta und Lucia zeigen uns, welche Früchte es bringen kann, wenn wir uns wie sie von Maria leiten lassen.

Erhältlich unter:
www.klosterladen-heiligenkreuz.at
www.christ-media.com
www.mediatrix.at


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