VISION 20005/2008
« zum Inhalt Zeitgeschehen

Zeitgeschehen

Artikel drucken

Das Leben für ihr Kind gegeben

Die bekannte polnische Volleyballspielerin Agata Mroz gilt in Polen als neue Heldin, weil sie sich für ihr ungeborenes Kind aufopferte. Mroz wurde vor wenigen Monaten zum ersten Mal schwanger. Kurz danach stellten Ärzte eine fatale Leukämie bei ihr fest. Nach Rücksprache mit ihrem Ehemann verschob die Mutter eine Knochenmarktransplantation auf die Zeit nach der Geburt ihrer Tochter Liliana am 4. April 2008. Ihr wurde klar gemacht, daß sie damit das Leben ihrer Tochter retten, ihr eigenes jedoch riskieren würde. Das Kind kam gesund auf die Welt, die Therapie wurde sofort gestartet. Aber es war bereits zu spät. Am 4. Juni starb Agata, vor wenigen Tagen erfolgte am 9. Juni das Begräbnis.

Weihbischof Marian Florczyk von Kielce in Polen sagte, daß Mroz' Zeugnis ein Beispiel für “die Liebe für das Leben, Mutterschaft, den Wunsch Leben zu geben und die heroische Liebe zu einem ungeborenen Kind" seien.

Kath.net v. 16.6.08

Eine Nachricht, kaum beachtet von den großen Medien. Klar, stellt sie doch das akzeptierte Töten von Millionen ungeborener Kinder infrage.


Ziemlich blind am linken Auge

Laut einer Studie des “Forschungsverbundes SED-Staat" der Freien Universität Berlin (...) ist das Wissen deutscher Schüler um die Zustände in der DDR höchst defizitär. Jedes einzelne Detailergebnis dieser Studie ist für sich skandalös und erschreckend. (...) In Brandenburg und in Ost-Berlin findet in Sachen DDR geradezu eine Verklärung statt. Und auch sonst herrscht zeitgeschichtlicher Analphabetismus vor: Mehr als die Hälfte der Schüler kennt das Jahr des Mauerbaus nicht. Nur jeder Dritte weiß, daß die DDR die Mauer gebaut hat. Ebenfalls jeder dritte Schüler hält Konrad Adenauer und Willy Brandt für DDR-Politiker, und Honecker ist angeblich demokratisch legitimiert gewesen. Die Stasi sei im übrigen ein ganz normaler Geheimdienst gewesen.

Schüler aus Ost-Berlin sehen die DDR mit einem Anteil von 48 Prozent nicht als eine Diktatur. 71 Prozent aller Schüler finden es gut, daß in der DDR jeder einen Arbeitsplatz hatte. Außerdem sei es den Rentnern dort besser als in der Bundesrepublik gegangen, und auch die Umwelt sei in der DDR sauberer gewesen als in der Bundesrepublik. So weit die erschreckendsten Ergebnisse der Studie, an der insgesamt 5.000 Schüler im Alter von 16 und 17 Jahren aus Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Bayern beteiligt waren.

Die Tagespost v. 29.7.08

Die Nazi-Greuel werden uns laufend in Erinnerung gerufen - zurecht, als Mahnung. Über die verheerende Blutspur, die der Kommunismus hinterlassen hat, breiten die überwiegend linken Meinungsmacher den Schleier des Vergessens.


Verfolgte Christen

Das Kloster Abu Fana in Minya, eines der ältesten Klöster der Welt im Norden von Ägypten, ist mehrfach angegriffen worden. Bereits am 31. Mai wurde das Kloster von über 70 bewaffneten Moslems attackiert, vier Mönche wurden durch automatische Waffen verletzt, und drei weitere zusammen mit einem Zivilisten entführt. Die drei Mönche sind am nächsten Tag wieder gefunden worden. Sie waren gefoltert und von der Polizei in der Wüste zurückgelassen worden. Von dem Zivilisten Ibrahim Taqqi fehlt nach wie vor jede Spur. Als wäre das noch nicht genug, kam es am Samstag, den 7. Juni zu einer erneuten Attacke. Die Arbeiter des Klosters wurden von Arabern angegriffen und krankenhausreif geschlagen. Obwohl die Polizei umgehend informiert worden ist, benötigte sie für den 2,5 Kilometer langen Weg von der nächsten Polizeistation sage und schreibe dreieinhalb (!) Stunden. Auch Stationen des arabischen Pendants zum Roten Kreuz, des Roten Halbmondes, wurden benachrichtigt und um Hilfe für die Verletzten gebeten, weigerten sich allerdings, den Christen zu Hilfe zu kommen. (...) Nur wenige Tage vor dem Angriff auf das Kloster war im Kairoer Stadtviertel Zeitouna ein Juwelier zusammen mit seinen Mitarbeitern allesamt Christen erschossen worden. Die Tatsache, daß nichts gestohlen worden ist, läßt darauf schließen, daß der Überfall als Attentat geplant war. Wegen dieser ungeheuerlichen Angriffe und unverständlicher “Hilfe" der Polizei für die Täter sind Tausende von Kopten auf die Straße gegangen, um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. Die Polizei begegnete den Demonstrationen mit Verhaftungen. 7 Kopten wurden am Montag, den 9. Juni festgenommen, zusammengeschlagen und später am Tag wieder freigelassen.

CSI-aktuell, Aug. 08

Mehr als 200 Millionen Christen werden Schätzungen zufolge wegen ihres Glaubens benachteiligt, eingesperrt, gefoltert. 80% aller Glaubensverfolgter sind Christen, für die wir viel mehr beten sollten.


Eine besondere Art der “Verfolgung" zeichneten sich in westlichen Demokratien ab:

Ein Sieg der Lesben

Guadalupe Benitez, 36, ist heute glückliche Mutter von drei Kindern. Doch bis dahin war es für die lesbische Frau ein steiniger Weg. Zwei Ärzte hatten ihr eine Fruchtbarkeitsbehandlung mit der Begründung verwehrt, es widerspreche ihrer religiösen Überzeugung, einer Homosexuellen zu einem Kind zu verhelfen. Benitez machte sich nicht nur - erfolgreich - auf die Suche nach anderen Ärzten, die dazu bereit waren; sie klagte auch die beiden Ärzte (...) Jetzt hat das Oberste Gericht Kaliforniens ein Urteil in niedriger Instanz einstimmig zurückgewiesen und der Frau Recht gegeben. Ärzte in dem US-Bundesstaat dürfen homosexuellen Patienten nicht länger aus religiösen Gründen eine Behandlung verwehren. Die Religionsfreiheit sei zwar durch die Verfassung geschützt, rechtfertige aber keine Diskriminierung. Es liege im Interesse des Staates, allen einen hundertprozentigen und gleichwertigen Zugang zum Gesundheitswesen zu garantieren. “Das ist nicht nur ein Sieg für mich und andere lesbische Frauen, sondern für alle Bürger", freut sich Benitez, “es ist falsch und schockierend, wenn Ärzte aufgrund religiöser Gefühle gegen Gesetze verstoßen und Menschen diskriminieren dürfen."

Die Presse v. 20.8.08


Man beachte die wohlwollende Darstellung des Anliegens der Frau. Hier geht es aber nicht um religiöse Gefühle, sondern man zwingt Christen, gegen ihre Glauben zu handeln. Vor dieser Entwicklung warnt auch ein orthodoxer Bischof:

Offensiv verkünden

Die größte Herausforderung für das Christentum im Europa von heute ist der militante Säkularismus, der danach trachtet, die Religion aus der öffentlichen Sphäre zu verdrängen. Dies betonte der Wiener russisch-orthodoxe Bischof Hilarion (Alfejew) bei einem Hearing der “Lambeth Conference" der anglikanischen Bischöfe in Canterbury. Alle christlichen Bischöfe in Europa müßten sich zugleich die Frage stellen, ob sie genug tun, um “die biblische Sicht der Familie als einer unauflöslichen Vereinigung von Mann und Frau, die für Kinder als Segen Gottes offen ist", zu verteidigen und zu fördern. Hier liege zugleich die Antwort auf die verbreiteten Ängste von Christen vor dem wachsenden Einfluß des Islam in Europa, sagte der Wiener russisch-orthodoxe Bischof. Statt über die vielen Kinder in muslimischen Familien zu räsonieren, sollten sich Christen fragen, wie sie es mit Ehe und Familie halten.

APA v. 27.7.08


Wie notwendig dieses öffentliche Zeugnis in Europa ist, zeigt folgende Meldung:

Polygamie: ok in den Niederlanden

Die niederländischen Behörden erkennen die polygamen Ehen von eingewanderten Muslimen an. Zwar ist Bi- oder Polygamie in Holland verboten. Doch wenn die polygame Ehe in einem anderen Land gültig und erlaubtermaßen geschlossen worden ist, wird sie auch in den Niederlanden akzeptiert. (...) Fast jede Woche würden polygame Ehen registriert, die Aufnahme in das Register werde “praktisch nie" verweigert. “Es ist uns wichtig, zu prüfen, dass die Dokumente echt sind und dass der Ehemann kein Niederländer ist", erklärt ein Sprecher der Rotterdamer Stadtregierung.

Kath.net v. 20.808

Wo bleibt da übrigens der Aufschrei der Feministinnen?


Massaker im Kinderzimmer

Es ist eines der bestgesicherten Ergebnisse der Medienforschung, daß durch den Konsum von Gewaltfilmen, -videos und -spielen, und auch durch gewalthaltige Musik, die Menschen, besonders Kinder, gewalttätiger werden. Zwar ist festzuhalten, daß es viele Wege in die Gewalt gibt, aber die Medien sind einer davon. (...) Laut unseren Untersuchungen sind beispielsweise fünf Prozent der Sendezeit im deutschen Fernsehen mit Gewalthandlungen ausgefüllt, demgegenüber bestehen wenige Angebote mit prosozialen Handlungen. Die Kinder und Jugendlichen konsumieren diese Filme und Serien alleine in ihrem Zimmer: Kein Austausch, kein Gespräch über das Gesehene ist dadurch möglich, Eltern hätten zwar die Möglichkeit, durch ein Gespräch auf die Verarbeitung des Gesehenen Einfluß zu nehmen, aber diese Möglichkeit wird viel zu selten genutzt.

(...) Die Katharsisthese behauptet, daß durch den stellvertretenden Konsum von Gewalt die Menschen friedlicher werden. Man müßte dann im realen Leben Gewalt nicht mehr ausleben, weil man dies bereits in der Phantasie gemacht hat. Aber: Den Katharsiseffekt gibt es nicht, das ist die am besten widerlegte These in der Mediennutzungs- und -wirkungsforschung. Es gibt keinen überzeugenden Beleg, daß eine Korrelation etwa zwischen dem Konsum von Gewaltspielen und Friedfertigkeit besteht. Die Effekte deuten immer in die andere Richtung: Gleiches erzeugt also Gleiches. Es würde wohl auch niemand auf die Idee kommen, einen Sexualstraftäter mittels Pornofilmen therapieren zu können. (...) Es (gibt) viele Stimmen, die diese Ergebnisse abzuwiegeln versuchen nach dem Motto: “Ich habe selbst auch schon brutale Filme gesehen und bin dennoch nicht gewalttätig geworden." Das ist naiv. Aus der Sicht der Wissenschaft müssen Eltern eine Gegenposition einnehmen.

Die Furche 30/08 (Auszug aus einem Interview mit Helmut Lukesch, Professor am Institut für Experimentelle Psychologie der Universität Regensburg)

Man muß dankbar für solche wissenschaftlichen Klarstellungen sein, die jedoch nur bestätigen, was einem der gesunde Menschenverstand sagt.


Die Ehe: ein Stabilitätsanker

Verheiratete Männer leben gesünder und länger als unverheiratete. Das mag an der Fürsorge ihrer Frauen liegen. Aber die Ergebnisse gelten für verheiratete Frauen ebenso. Auch Wissenschaftler von der britischen Warwick-Universität kamen bei einer Langzeitstudie zu diesem Schluß. Demnach weisen verheiratete Männer insgesamt ein um 9% geringeres Sterberisiko auf als Singles. Bei Frauen sind es immerhin noch 3%. Geradezu sprunghaft steigt das Gesundheitsrisiko bei Geschiedenen. Auch das britische Statistikamt weist ähnliche Zahlen auf. In der Tageszeitung Daily Mail wertet Steve Doughty das Material aus und unter dem Titel “Verheiratete Paare leben gesunder und länger und ihre Kinder auch" schreibt er: “Die Sterblichkeitsrate von alleinstehenden Männern im Alter von 30 bis 59 ist deutlich höher als von verheirateten. Während verheiratete Mütter mit Kindern die gesündesten Frauen sind, fallen alleinerziehende Mütter durch ein höheres Risiko chronischer Krankheiten auf, Kinder, deren Eltern zusammenleben, aber nicht verheiratet sind, erzielen im Durchschnitt schlechtere Ergebnisse in der Schule, brechen ihre Ausbildung eher ab und entwickeln häufiger chronische Krankheiten. (...)

In Zeiten instabiler Renten und anderer wachsender Risiken aufgrund der demographischen Entwicklung ist die Ehe eine Lebensversicherung besonderer Art. Sie schafft einen Rahmen, in dem nicht nur Emotionen gedeihen können, sondern aus dem auch Stabililtät für das Gemeinwesen erwächst.

Die Tagespost v. 29.7.08

Eine kleine Argumentationshilfe für Debatten über den Wert der Ehe.


Diese Jugend ist sehr kritisch

Auf den Vorwurf, an Weltjugendtagen nähmen nur unkritische junge Leute teil, antwortete Kardinal Joachim Meisner: “Ich habe nirgends kritischere junge Menschen erlebt als auf den Weltjugendtagen. Diese Jugendlichen sind kritisch - vor allem sich selbst, nicht nur anderen gegenüber."

Kath.net v. 23.7.08

Mehr von dieser Art von Kritikfähigkeit wäre wohl uns allen zu wünschen.


Chinas Ein-Kind-Politik

Als Amerikaner kann man sich nur schwer vorstellen, wie irgendeine Regierung imstande sein kann, ein Volk von mehr als einer Milliarde zu kontrollieren. Das chinesische Gesetz gestattet nur ein Kind pro Paar in den Städten; zwei am Land. Wie kann Peking dies durchsetzen? Dazu muß man wissen, daß die Kommunistische Partei in jedem Dorf, jedem Weiler, in jeder Nachbarschaft gegenwärtig ist. Es gibt 60 Millionen Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas (KPC), rund 5% der Bevölkerung. Und sie findet man überall. Ihre Aufgabe ist es, darüber zu wachen, daß man sich nicht nur an die Beschlüsse der Regierung hält, sondern sie gutheißt. Die KPC ist sehr bemüht, jede Abweichung von der Ein-Kind-Politik zu unterdrücken. Weiters gibt es eine Frauenvereinigung, ebenfalls mit -zig Millionen Mitgliedern. Seit 1979 ist es ihre Aufgabe, die Ein-Kind-Politik durchzusetzen. Wie geschieht das? Sie führen detaillierte Aufzeichnungen über den Rest der weiblichen Bevölkerung, beobachten deren Monatszyklen. Sie stellen sicher, daß Frauen, die noch nicht sterilisiert sind, Verhütung praktizieren. Sie unterstützen die Teams, die Sterilisierungen an Frauen, die schon zwei Kinder haben, durchführen. Und dann gibt es noch die Familienplanungsbeamten, die das ganze System am Laufen halten. Es ist ein enormer, teurer Aufwand. Aber Kampagnen zur Massenmobilisierung sind eine Spezialität der chinesischen Kommunisten. Sie ist eine Organisation im Orwell'schen Stil, die in die intimsten Entscheidungen der Menschen eingreift.

The Catholic World Report, Aug-Sept 2008

Zur Abrundung des Bildes eines Landes, das nicht nur perfekte olympischen Spiele zu organsieren vermag, sondern auch perfekte Unterdrückung.

© 1999-2020 Vision2000 | Sitz: Beatrixgasse 14a/12, 1030 Wien | Mail: vision2000@aon.at | Tel: +43 (0) 1 586 94 11