VISION 20005/2017
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Wo Ehen neue Kraft tanken

Artikel drucken Zeugnisse vom Jungfamilientreffen in Pöllau: (Dagmar & Rudolf Hallaczek)

Vor wenigen Wochen haben wir uns nach Pöllau zum Familientreffen aufgemacht. Es war ein Aufmachen in dem Bewusst­sein, dass wir weder viel Zeit als Ehepaar und Familie miteinander verbringen können, noch körperlich erholt die Heimreise antreten werden. Und dennoch waren wir nach dieser Woche erbaut und glücklich. Warum?
Weil wir von Gott wieder vieles geschenkt bekommen haben: Viele alte und neue Begegnungen, wertvolle geistliche Impulse, Stärkung im Glauben durch die Sakramente und – die Erneuerung des Eheversprechens, worüber wir hier kurz ein paar Worte schreiben wollen.
Vor elf Jahren, als wir vor Gott den Bund der Ehe eingegangen sind, haben wir uns vorgenommen, regelmäßig an unserer Beziehung zu arbeiten und sie durch diverse Ehe-Kurse und Vorträge zu vertiefen und frisch zu halten. Ein sehr wertvoller und schöner Schritt war dazu auch die vorhin erwähnte  Ehe-Erneuerung im Rahmen des Jungfamilientreffens. Etwa 200 Ehepaare haben das Angebot angenommen und ihr Versprechen zur lebenslangen Treue erneuert, welchem auch ein Versöhnungsgespräch vorausgegangen ist.
Schon einmal durften wir in unserer Ehe dieses Versprechen erneuern. Und jedes Mal hatten die dabei zugesagten Worte des Ehepartners ein anderes Gewicht.
Bei unserer Hochzeit, so denken wir, waren wir uns der Tragweite dieses Inhaltes noch nicht voll bewusst, da wir ja bis dahin sehr wenige bis gar keine Hürden gemeinsam überwinden mussten. Jetzt, nach all den Jahren mit so manchen Herausforderungen und Prüfungen (inklusive fünf Geburten, Siedeln, Hauskauf und den damit verbundenen Arbeiten, kranke Kinder…) wird uns allmählich bewusst, wie kostbar dieses Ja unseres Ehepartners ist.
Es ist wahrlich ein Schatz. „Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, …in Gesundheit und Krankheit, …alle Tage meines Lebens…“ Wir sind unendlich dankbar, einander voll und ganz vertrauen zu können, in dem Bewusstsein, dass dies nur durch die Gnade und den Beistand Gottes möglich ist. Ist Er doch der „Dritte unseres Bundes“.
Als Zeichen dafür berührt es uns als Ehepaar auch immer wieder sehr, wenn wir beim Versprechen – so wie vor elf Jahren bei unserer Hochzeit – zwischen unseren Händen das Kreuz halten. Gott soll ja nicht „nur“ der 3. unseres Bundes sein, sondern der erste bzw. die Mitte unseres Ehebundes. Wir sagen somit auch ja zu jedem Kreuz, das Gott uns als Ehepaar zutraut, in dem Wissen, dass Er uns führt und leitet.
Wir wissen mittlerweile auch, dass das Ehe-und Familienleben eine große Herausforderung darstellt – gerade in der heutigen Zeit. Und darum ist es für uns noch wichtiger geworden, unsere Ehe mit derartigen „Vitaminen“ zu nähren und unser Eheversprechen regelmäßig bewusst zu erneuern.
Denn nur so können wir als Ehepaar unseren sechs Kindern ein sicheres Nest bieten, das ihnen selbst in stürmischen Zeiten Halt gibt. Und das sehen wir als eine unserer Berufungen.


Wir kommen nun schon seit fast 10 Jahren nach Pöllau und dürfen hier als Familie auftanken, unseren Glauben vertiefen und unsere Ehe vor Gott erneuern. Dafür danke ich von ganzem Herzen. Meine Liebe zu meiner Ehefrau wird hier in Pöllau von Gott auf wunderbare Weise erneuert. Danke dafür !
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Wir wollen Gott danken, dass Er uns in all den Jahren immer begleitet hat. Durch das tägliche Gebet und das tägliche Familiengebet laden wir Gott ein,  weil wir  Ihn für unsere Liebe und für die Erziehung unserer Kinder brauchen.
Rückblickend sehen wir viele Fügungen zum Guten und dass wir bewahrt worden sind.
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Wir waren voll im Glauben, sind rein in die Ehe, haben zusammen gebetet, wir hatten uns in der Kirche eingebracht . . .
Nun waren wir nach 15 Jahren Ehe fast auseinander. Süchte hatten uns geplagt. Esoterik kam zwischen uns. Das Gebet wurde weniger und hörte auf.
Kurz vor dem totalen Zusammenbruch unserer Familie hast Du, Jesus, uns wieder auf unseren Weg gebracht. Ich durfte wieder zu Hause einziehen, und heute sind wir als Familie da!!!



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