VISION 20003/2018
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Einleitung

Artikel drucken (Christof Gaspari)

Männlichkeit – ist das überhaupt noch ein Thema? Würden Sie, liebe Leser, sich trauen, in einer Gesprächsrunde ein Plädoyer für die Wiederentdeckung wahrer Männlichkeit zu halten? Darf man sich in der „Gender-Welt“ noch den Kopf darüber zerbrechen, was das bedeuten könnte?
Nach der Affäre Weinstein und den seither zutage getretenen Übergriffen schaut die Situation nicht gut aus. All das ist ebenso Wind in den Segeln des Feminismus wie die skandalösen Miss­brauchsfälle (nicht nur) in der Kirche. Aufrüstung der Frau, Gleichstellung der Geschlechter, Kampf gegen überholte Rollenklischees, das sind die gängigen Parolen, dahin zielen die gesellschaftlichen Bemühungen, und das wird heute der Jugend als Weg zu einer gerechten Welt vor Augen geführt.
In den Medien werden uns rührende Liebesgeschichten von homosexuellen Männern vorgesetzt und männlich-weibliche Mischfiguren wie beispielsweise Thomas Neuwirth (alias Conchita Wurst als bärtige, langmähnige Frau) hochgejubelt. In Krimi-Serien brillieren weibliche Kommissare, Österreichs Heer sucht einen neuen Generalstabschef und lädt „nachdrücklich“ Frauen ein, sich zu bewerben, nachdem sie längst auch für den Dienst mit der Waffe geeignet erscheinen…
Also doch alles eins, Mann und Frau ein Relikt aus früheren Zeiten? Sich Gedanken über Männlichkeit zu machen, ein Hobby Ewig-Gestriger?
Keineswegs. Es ist von größter Bedeutung, entscheidet über unsere Zukunft. Besonders uns Christen muss das klar sein. Denn Jesus stellt uns Gott als unseren Vater vor Augen. Und der Vater ist nun einmal ein Mann.
Damit diese Botschaft sprechend werden kann, wollen wir Konturen eines Leitbilds des Mannes,  des väterlichen Mannes, auf den folgenden Seiten skizzieren.

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