VISION 20004/2000
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Glaube-Wissenschaft: kein Widerspruch

Artikel drucken Der heutige Stand des Wissens: Der Geist bewegt die Materie (Karl Philberth)

Über 100 Patente haben Karl und Bernhard Philberth, zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten erhalten. Sie sind nämlich Erfinder, Physiker - und Priester! Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Grenzfragen der Wissenschaft, über die sie eine Reihe von Büchern veröffentlicht haben. In VISION 3/00 brachten wir Dr. Karl Philberths Zeugnis über seinen Weg vom Buddhismus zum Glauben.

Glücklicherweise bin ich nicht 1829, sondern 1929 geboren. Ich kann mir schwer vorstellen, wie ich im letzten Jahrhundert mit den Konflikten zwischen Glaube und Naturwissenschaft zurecht gekommen wäre: Die herrschende physikalische Lehrmeinung hielt die Materie und den Kosmos für ewig, hielt alles Sein wesenhaft für materielles Sein und hielt die Vorgänge im Gehirn für zwangsläufig ablaufende materielle Vorgänge. Das war im Widerspruch mit dem biblischen Schöpfungsbericht, mit der Geistseele des Menschen und mit seiner Willensfreiheit.

Diese naturwissenschaftlichen Thesen sind heute alle überholt. Der östliche Materialismus hat zwar verzweifelt daran festzuhalten versucht, aber er wurde von unwiderlegbaren Tatsachen einfach überrollt. Das Alter des Kosmos wird heute von den führenden Kosmologen auf 10 bis 20 Milliarden Jahre angegeben; die Existenz nichtmateriellen Seins ist aus der Naturwissenschaft heute nicht mehr wegzudenken; die Heisenbergschen Unbestimmtheiten haben den Mythos vom determinierten Geschehensablauf zerstört.

Naturwissenschaft bedeutet mir viel, weil sie heute in grandioser Harmonie mit den zeitlosen Aussagen der Heiligen Schrift steht. Mehr noch: Sie läßt Lehren der Bibel und der Kirche, mit denen die Menschen lange Schwierigkeiten hatten, plötzlich problemlos und transparent werden. Hierzu nur einige Andeutungen:

Die moderne Physik hat erkannt, daß Raum und Zeit keine abstrakten Ordnungs-Schemen, sondern veränderliche Größen sind, die untrennbar zur Materie gehören. Die Zeit gibt es erst seit Beginn des Kosmos, den Raum gibt es nur innerhalb des Kosmos. Eine unbegrenzt immer weiter laufende Zeit gibt es nicht.

Ewigkeit ist keine diesem Kosmos zugehörige Qualität, sondern ein absolutes Sein, das jenseits der Räume und Zeiten aller Kosmen liegt. Gott ist ewig. In Seiner ewigen Allwissenheit weiß er, was jeder Mensch in Zukunft tun wird. Es ist ein überzeitliches Wissen, das die menschliche Freiheit nicht raubt.

So gibt es keinen Konflikt zwischen von Gott geschenkter prophetischer Vorausschau und freier menschlicher Entscheidung. Vor Gottes ewigem Sein ist alles Geschehen Gegenwart: auch Seine Schöpfungstage, der Engelsturz und der menschliche Sündenfall.

Daher sollte man nicht in geistlose Streitereien verfallen, vor wieviel Jahren das Böse in Gottes gute Schöpfung gekommen ist. Gott ist der absolute Souverän, der Schöpfer unzähliger Kosmen.

Nach einem von meinem Bruder geschauten Konzept, das ich mathematisch untermauern konnte, kann Gott aus jedem Kernkollaps einer Riesen-Kugel-Galaxie einen neuen Kosmos hervorgehen lassen, ohne dabei die von Ihm selbst geschaffenen physikalischen Gesetze zu verletzen. Jedes physische Objekt wird durch die Gravitationskraft von jedem anderen Objekt des Kosmos angezogen. Dadurch entsteht eine unvorstellbar starke Einbindung jedes Objekts in den Kosmos. Aus diesem “existentiellen Gravitations-Potential" kann sich kein Objekt befreien - nicht einmal ein Lichtquant.

Das ist ein eindrucksvolles Gleichnis für die geistige Gebundenheit des Menschen in die Welt, für die “Sklaverei der Sünde", für die Erbschuld. Es gibt hiervon keine Selbstbefreiung, sondern nur Erlösung durch Gott selbst. Es ist paradox, daß viele Theologen von der Erbschuld nichts mehr wissen wollen - gerade heute, wo sich in der Kosmophysik ein so eindrucksvolles Gleichnis dafür eröffnet.

Es ist Gott, der souveräne Herr über alles Sein, der in zwei Büchern zu uns spricht, im Buch der biblischen Offenbarung und im Buch der von Ihm geschaffenen Natur. Es ist der Dreieine Gott, dessen Dreifaltigkeit sich in Seiner ganzen Schöpfung spiegelt. Er ist Gott-Vater, der uns Menschen berufen hat, seine geliebten Kinder zu sein; Er ist Gott-Sohn, der uns durch Seinen Sühnetod aus der Sklaverei der Sünde erlöst hat; Er ist Gott-Geist, in dem sich die “Wiedergeburt im Geist", die Teilhabe an Gottes ewigem Sein vollzieht.

Bücher von Karl Philberth: Bei BAC-Australia: Geschaffen zur Freiheit. Von Bernhard Philberth im Christiana-Verlag: “Christliche Prophetie und Nuklearenergie, Der Dreieine, Das All, Überleben ohne Erfindungen; Bei BAC-Australia (per Sortiment KNO oder F. Samuel, D-82069, Hohenschäftlarn): Offenbarung, Der Souverän.

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