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Marsch für das Leben

Artikel drucken 4.000 Teilnehmer beim Marsch in Wien (Alexander Tschugguel)

Es ist wichtig für den Schutz des Lebens auch öffentlich einzutreten. Auch wenn fast alle Medien hier in Westeuropa solche Kundgebungen ignorieren, wächst doch die Zahl der Teilnehmer – insbesondere der jugedlichen – und erreicht in manchen Ländern bereits eindrucksvolle Zahlen.

Weshalb ist es so wichtig, einen Marsch fürs Leben zu veranstalten?
Auch wenn es derzeit so wirkt, als würden die Lebensschützer nicht so sehr wahrgenommen werden, ist es dennoch so, dass man sie ab einer gewissen Anzahl nicht mehr ignorieren kann. Wenn sich der Marsch also weiter so steigert, dann wird er auch politisch an Gewicht zunehmen.
Viel wichtiger ist es allerdings derzeit, Einheit unter den Lebensschützern selbst herzustellen. Der Lebensschutz darf nicht mehr in mehrere Gruppen zerfallen, die sich gegenseitig kritisieren, weil jene meinen, andere seien zu radikal, andere jedoch meinen, jene seien zu freundlich.
Es braucht alle Facetten des Lebensschutzes. Es braucht Klarheit einerseits, denn Abtreibung bedeutet nun einmal die Tötung von lebendigen Kindern im Mutterleib. Andererseits braucht es auch Liebe und Verständnis für die Mütter in diesen schweren Situationen, denn schließlich steht hinter jeder Abtreibung auch ein Schicksal, das es zu verstehen gilt. Der Lebensschutz ist das Grundprinzip der politischen Aktivität jedes Chris­ten. Wer sich nicht für die unschuldigen Kinder einsetzt, die hier jährlich tausendfach umgebracht werden, wirkt unglaubwürdig als Christ.

Was erwarten wir uns vom „Marsch fürs Leben“?
Wir erwarten uns unter anderem, dass es in Österreich für jeden Katholiken, für jeden Chris­ten selbstverständlich wird, sich für den Lebensschutz einzusetzen. Wir erhoffen uns, dass jeder den Termin für den nächsten Marsch (Anmerkung: 17. Oktober 2020) in seinen Kalender einträgt und mit der ganzen Familie und all seinen Freunden dazu anreist.
Der Marsch soll das jährliche Treffen all derer sein, die bereit sind, für diesen Kampf gegen das Unrecht ihre Freizeit zu opfern und Stärke zu bezeugen. Wenn das der Fall ist, wird der Marsch bald eine fünfstellige Ziffer haben, und sich so nicht mehr aus der politischen Landkarte Österreichs wegdenken lassen.

Wir sind nicht die einzigen, die marschieren!
Auch wenn wir den „Marsch fürs Leben“ in Österreich souverän organisieren, sind wir dennoch Teil einer weltweiten Bewegung. „March for life“, „Marsch für das Leben“, „Marsch fürs Läbe“, Marcha por la Vida“ und andere sind die jeweiligen Aushängeschilder der Pro-Life-Szene anderer Länder.
Wir als Österreicher haben hier die Aufgabe, dieser Bewegung weitere Erfolge zu bescheren. Als Organisatoren sind wir hier in engem Kontakt mit all den Organisatoren der anderen Veranstaltungen und daher voll im Bilde, auch über ihre Erfolge.
In den USA beispielsweise wurden in letzter Zeit in einigen Staaten neue Gesetze eingeführt, sogenannte „heartbeat bills“, die die Abtreibung ab dem ersten Herzschlag illegal machen. Das alles ist der hervorragenden Arbeit der Lebensschutzgruppen vor Ort zu verdanken und kommt im unheimlich gut besuchten Amerikanischen „March for life“ zum Ausdruck.

Lasst uns wachsen und Österreich unseren Stempel aufdrücken!
Daher wissen wir, wie auch wir Erfolge feiern können. Überwinden wir die Grenzen zueinander, freuen wir uns über jeden, der sich gegen das Unrecht der Abtreibung einsetzt und schließen wir sinnvolle Allianzen. Es gibt hier nur ein Ziel: Jedes Kind hat ein Recht auf Leben!
Dieses Ziel gilt es immer und überall zu verteidigen. Für unsere politischen Gegner ist es ein gefundenes Fressen, wenn wir uns gegenseitig schwächen. Zeigen wir Stärke, zeigen wir Einheit, und zeigen wir Österreich voller Freude und Überzeugung, wofür wir stehen: Wir sind für das Leben, we are pro-life! Immer und überall.

Der Autor ist Mitorganisator des Marsches für das Leben.


60.000 in Bratislava

Anfang Oktober durfte ich in Bratislava am Marsch fürs Leben teilnehmen. Mit mehr als 60.000 Menschen marschierten meine Familie und ich durch die Straßen der slowakischen Hauptstadt. Die Stimmung war gelassen und fröhlich. Christliche Musikgruppen spielten auf und wechselten sich mit Bischöfen und internationalen Gästen als Redner ab. Die Organisatoren waren sich einig, dass ein großer Teil des Erfolges der Veranstaltung mit der  Unterstützung der Bischöfe zusammenhing: Die Menschen kamen, weil die Kirche rief. Ein prächtiger Anblick im Zentrum der slowakischen Hauptstadt: Zehntausende feiern ausgelassen das Leben.
Andreas Thonhauser






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