VISION 20003/2000
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Was mir Freiheit bedeutet

Artikel drucken Gedanken über einen Begriff

Geboren 1939 in der Zeit ideologischer Verführung, nach deren Zusammenbruch aufgewachsen in einer rationalistischen Welt der Nützlichkeit - brennend nach einer Antwort auf die Sinnfrage, studierte ich Physik: vorgeblich voraussetzungsfreie, ideologiefreie, wertfreie Naturwissenschaft. Aber eine wert-freie Welt, in der alles gleich gültig war, blieb mir unerträglich wertlos, gleichgültig.

1965 wurde mir die Berufung durch Christus geschenkt. Von der Sinnlosigkeit erlöst, zur Freiheit berufen, endlich "zu den Lieben gehörig".

Ich fand mich in dieser sehr menschlichen Kirche nur mühsam zurecht. Doch wurde ich durch ihr Lehramt ermutigt: "Die Freiheit kennzeichnet die eigentlich menschlichen Handlungen" (1745)*. "Das Gewissen ermöglicht es, für die vollbrachten Handlungen die Verantwortung zu übernehmen" (1781). Die Darstellung des Gewissens "als Kern und Heiligtum des Menschen, in dem er allein ist mit Gott" (1776), die Verpflichtung, "dem sicheren Urteil des Gewissen stets folgen" zu müssen (1800) und es zu erziehen (1784), wiesen mir den Weg zu meiner lebenslangen Freiheit in Seiner Gemeinschaft.

Helmut Hubeny

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