VISION 20004/2010
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Leserbriefe

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Beten für die Verfolger
Zu dem Beitrag in der Nr.2/2010: „Ein Gesätzchen für Muslime“ möchte ich sagen: Möge der Herr solche Initiativen vermehren. Wichtig wäre weiters, daß die Muslime auch in der Öffentlichkeit ein echtes Christentum erleben könnten. Und noch etwas: Wir beten – leider zu wenig, aber doch – für die verfolgten Christen. Aber, wer betet für die Verfolger? Wie sollen sie umkehren, wenn niemand für sie betet? Haben wir den Auftrag Jesu „Liebet eure Feinde, tut denen Gutes, die euch hassen. Segnet die, die euch verfluchen. Betet für die, die euch mißhandeln…“ (siehe Bergpredigt) total vergessen?
Andererseits: „Es ist viel Schmutz in der Kirche“, wie es Kardinal Josef Ratzinger kurz vor seiner Papstwahl gesagt hat. Ja, als einzelne und auch als „Kirche“ haben wir unser „mea culpa“ zu sprechen und zu leben. Außerdem haben wir gerade heute, da die Kirche von allen Seiten angegriffen wird, ein weiteres Wort Jesu ernstzunehmen: „Ihr seid das Salz der Erde; wenn das Salz schal wird…“ Hier liegt sicher der Grund für viele Verfolgungen, wie schon zu biblischen Zeiten. Beten wir also aufrichtig nicht nur für die direkt Verfolgten und für die „armen Sünder“, sondern auch für Menschen und Systeme, die auf vielerlei Weise die Kirche beschädigen und herabsetzen wollen.
M.D., Frankfurt

Ein Dank an Pfarrer Hornig
Der Artikel über den Pfarrer von Oberwaltersdorf Andreas Hornig kann nicht ohne Meinungsäußerung hingenommen werden: So ein Pfarrer ist ein Gottesgeschenk und ich wußte nicht, daß es so etwas noch gibt. Ich kenne Pfarrer, die regen einen auf mit dem Geschwätz: „Ich muß 3 Pfarreien versorgen!“ Und wie sieht das Versorgen aus? In einer Pfarre gibt es am Sonntag eine Messe, in der anderen gar keine und in der dritten ist ein Ruhestandspfarrer. Wer kommt da noch mit? Und dann: Montag ist frei, weil man am Sonntag eine Messe halten mußte. Was Pfarrer Hornig macht, ist großartig. Danken wir ihm. Wenn es mehr solche gäbe, ginge es der Kirche besser. Er möge mir den Segen senden, wenn er den Leserbrief liest.
Helmuth Hüttl, Kempten, helmuth.huettl@gmx.de

Fundamentalismus
Wenn es eines weiteren Beweises für die Rückkehr des religiösen Fundamentalismus in die Gesellschaft bedarf, findet man in Ihrer Zeitung die passenden Beispiele. Erschütternd, wie ein Autor wie Herr Brandmüller die Einführung der Inquisition rechtfertigen kann und deren Millionen Opfer als „grotesk übertrieben“ ansieht. Ebenso wurde in der Neuen Welt nicht nur das „Evangelium angepflanzt“, sondern ganze Völker ausgerottet. Vergessen Sie nicht, daß unsere demokratische Gesellschaft im Wesentlichen auf den Errungenschaften der von Ihren Autoren geschmähten Aufklärung beruht und die wohl auch Sie nicht missen möchten: z.B. Glaubens- und Pressefreiheit, die es Ihnen erlaubt, Ihre Zeitung unters Volk zu bringen.
Thomas L., Neuhaus
Kommentar überflüssig: Professor Walter Brandmüller ist ein international anerkannter Historiker.

Artikel, die ins Gebet führen
Das Schöne ist, wie oft Ihre Artikel uns Leser unmittelbar ins Gebet führen. In der Ausgabe 3/10 etwa beim Artikel über den Pfarrer Hornig in Oberwaltersdorf, der uns auffordert, für die Insassen des von ihm betreuten Gefängnisses in Hirtenberg zu beten. Oder bei ihrem Bericht über den von Papst Johannes Paul II. seliggesprochenen Bischof Vilmos Apor, der durch die Hingabe seines Lebens junge Frauen vor der Vergewaltigung bewahrt hat: Seliger Vilmos, erbitte bei Gott auch für unsere Mädchen die Gnade, daß sie unversehrt an Leib und Seele durchs Leben und vielleicht in die Ehe gehen können. Danke für jede neue Nummer.
Anton W., Kaumberg

Das Thema Nummer 1
Wie ich sehe hat die letzte Nummer sehr gekonnt das derzeitige Thema Nr. 1 aufbereitet. Mich durch die letzten Medienmonate lesend dachte ich: Ich stelle jetzt nicht ganz 100 innerkirchlichen Mißbrauchsfällen 220.000 ausserkichliche in Deutschland gemeldete gegenüber. Die 100 Fälle liegen bis zu 40 Jahre zurück, die 220.000 geschahen in den letzten Jahren. Die 100 Fälle sind teils durch kirchliche Laienangestellte passiert und außerdem wurde das Thema „Sexueller Mißbrauch“ teilweise auf körperliche Züchtigung verschoben. Ich will damit nicht die 100 schönreden, denn ob Laien oder Priester ist jeder Fall zu viel!
Aber: Durch den hinweisenden Vergleich der Zahlen, den Zeitrahmen und die Themenverschiebung wird eindeutig der beabsichtigte Zweck sichtbar: Degradierung und Ruinierung der Kirche. Es wird höchste Zeit, das in Kulturkampfzeiten Übliche zu bemerken und nicht unüberlegt für wahr zu halten, was man uns als „veröffentlichte Meinung“ in Schrift, Bild und Ton eingibt. Wer nicht kritisch prüft, wird verunsichert und schließlich manipuliert. Sicher ist Reue (des Täters) und Buße angebracht. Aber ebenso angebracht, wenn wir nun endlich anfangen, uns zu wehren gegen Verunglimpfungen und falsche Beschuldigungen. In diesem Falle könnten wir von den Moslems lernen: sich keine Degradierung gefallen zu lassen.
Für Schmutzwäsche, die der Behandlung in der Waschmaschine zugeführt wird, ist es sicher nicht angenehm, so im Kreis herumgewirbelt zu werden. Letztlich aber erreicht die Wäsche dann ihre ursprüngliche Weiße. Ungefähr das dürfte Gott derzeit mit Seiner Kirche im Sinne haben. Ob Er diese Reinigung nun direkt angestrebt oder nur zugelassen hat, ist bedeutungslos. Wichtig ist nur das noch ausständige Ergebnis, für das wir durchaus Gebet und Buße beitragen können und sollen.
Martha K., Wien

Die Pille wirkt abtreibend
Das 5. Gebot Gottes „Du sollst nicht töten“ ist im Gewissen jedes Menschen eingeschrieben. Nach eingehenden wissenschaftlichen Untersuchungen kommt es bei der künstlichen Empfängnisverhütung mit der gewöhnlichen Antibabypille immer wieder zum Eisprung, zur Befruchtung und dann zur Frühabtreibung, also zur Tötung eines Menschen. (…) Das war z.B. für die evangelische Frauenärztin Dr. Marx geborene Wloka, abgesehen von den starken Nebenwirkungen, der stärkste Grund, die Pille nicht mehr zu verschreiben und die Enzyklika „Humanae vitae“ zu lesen. „Als ich sie las, war ich erstaunt, wie wenig dort über die Pille stand und wieviel über die Ehe und die Liebe, über die Weitergabe des Lebens ... mit welcher Achtung der Papst von den Frauen spricht...“ (aus: Liebe, die aufs Ganze geht, ‘Humanae vitae’ eine abgelehnte Enzyklika wird neu entdeckt).
Das Thema „Empfängnisverhütung“ war auch für Kimberly Hahn, Studentin der calvinistischen Theologie, der erste Anstoß, sich mit der Lehre der katholischen Kirche in einem Kurs über christliche Ethik zu befassen. „Als Protestantin kannte ich niemanden, der nicht Geburtenkontrolle praktizierte. In der Ehevorbereitung wurden wir gefragt, welche Form von Empfängnisverhütung wir anwenden würden, nicht, ob wir überhaupt Geburtenkontrolle praktizieren wollten...“ Sie untersuchte die Hl.Schrift nach den Aussagen über Ehe, den Kindersegen, den Leib, die Fruchtbarkeit, sie las „Humanae vitae“ und verstand, „wie ausgewogen die Kirche in ihrer Einstellung zur Empfängnisverhütung ist. (…) Die römisch-katholische Kirche stand allein in der ganzen Welt da als die einzige Denomination, die den Mut und die Standhaftigkeit aufbrachte, diese absolut unpopuläre Wahrheit zu vertreten“ (Aus: Unser Weg nach Rom von Scott und Kimberly Hahn).
Hilde B., München

Brief an Pfarrer Hornig
Lieber Hr. Pfr. Hornig,
Inspiriert durch den schönen Artikel von Alexa Gaspari in VISION 2000 haben wir – meine Schüler und ich – in der Religionsstunde für Ihre Freunde in Hirtenberg einen kleinen 10er Rosenkranz gebetet. Ich habe meinen Schülern von Ihrer Tätigkeit dort erzählt, und dazu gesagt, daß Jesus gesagt hat: „Ich war im Gefängnis und du hast mich besucht!“ Ein Schüler meinte dann: „Aha, dann ist also Jesus in allen Menschen!“ Ich ergänzte: „Ganz besonders in den leidenden Menschen!“
 Auch habe ich meinen Schülern erklärt, daß einige von den Gefangenen tolle handwerkliche Fähigkeiten haben und für die Kindergarten-Kinder Ihrer Pfarre schöne Marien-Statuen geschnitzt haben. Wir haben dann auch noch darüber gesprochen, daß  für Sie als Pfarrer und Gefängnisseelsorger das Gefängnis wie ein Kloster sei, in dem die Gefangenen Gott suchen und finden, und daß schließlich der rechte Schächer der erste Heilige gewesen ist, der in den Himmel kam.
Christian S., Bregenz

Eine Entdeckung in Millstatt
Vor wenigen Tagen besuchte ich das säkularisierte Stift Millstatt in Kärnten, bewunderte die romanische Bauplastik und machte eine für mich (und vielleicht für viele andere) umwerfende Entdeckung: Über dem Portal der Friedhofsmauer befindet sich auf der Innenseite der Mauer ein verwittertes Veronikafresko aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, das noch ganz klar den geöffneten Mund mit der kleinen Zahnreihe des Herrn zeigt, wie das nur im Mandylion von Manopello (und meines Wissens auf keiner anderen Replik) zu sehen ist. Mich erfaßte eine große Freude!
Vor etwa drei Jahren las ich mit Spannung das Buch von Paul Badde und fuhr darauf mit Freunden nach Manopello. Das Mandylion erschien mir völlig anders als alle Veronikas, die ich bisher gesehen hatte, weil es nicht jene Schönheit erkennen ließ, in der üblicherweise das Antlitz des Herrn dargestellt wurde. Nach langer Betrachtung kam mir aber mehr und mehr der Ausdruck der Wirklichkeit des Leidens ins Bewußtsein.
Weil ich heute durch den abenteuerlichen Weg des Bildes bis nach Manopello – wie Paul Badde ihn geschildert hat – und durch die persönliche Begegnung mit diesem Tuch an seiner Echtheit kaum mehr zweifeln kann, erscheint es mir umso wichtiger, daß alle Darstellungen aus der Zeit vor dem Abbruch des konstantinischen Domes, die in eindeutiger Weise mit dem Bild des Mandylion von Manopello übereinstimmen, gesammelt werden, um dessen Echtheit zu untermauern.
Arno W., St. Andrä

Zum Schatz des Christ-Seins finden
Ich kam erst jetzt dazu, die Nr. 2/2010 zu lesen. Ich schätze Ihre Zeitschrift sehr und lese alles. Nun möchte ich zum Thema „Homosexualität“ ein Wort, das jemand mir anvertraut hat, weitergeben (es war im Nahen Osten): „Ich war homosexuell. Durch die wöchentliche Beichte kam ich mit der Hilfe Gottes davon weg und bin jetzt glücklich!“ Ich bitte Gott so viel, daß unser entchristlichtes Land wieder den wahren und bleibenden Schatz, das Glück des Christ-Seins findet.
Kl. Sr. Elfriede-Maria von Jesus, A-9800 Spittal/Drau

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