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Frauenfeindlich

Artikel drucken Wie Frauen zur Ungeborenentötung gedrängt werden

Die Opfer von Ungeborenentötungen, nämlich die Kinder, aber auch deren Mütter können nicht gegen die derzeitige Regelung der Abtreibung öffentlich auftreten. Die Kinder können dies nicht, weil sie ermordet wurden, und die Mütter nicht, weil sie meist mit den Folgen ihres Tuns nicht zurechtkommen oder von der an dieser Tat beteiligten Umwelt mundtot gemacht werden. Stellvertretend für die Opfer der Abtreibung ist dieses Buch, so denke ich, geschrieben worden.
Frauenfeindlich ist für alle verantwortungsbewussten Menschen unserer Zeit, die  den  Lügen von Medien und Politikern über die angeblich frauenfreundliche  Errungenschaft der Ungeborenentötung etwas entgegenhalten wollen, eine wichtige Informationsquelle und Argumentationshilfe.
Sind wir wirklich dafür, dass Eltern willkürlich über das Leben ihres noch ungeborenen Kindes entscheiden dürfen? Lässt uns der Tod von Millionen im Mutterleib ermordeter Menschenkinder wirklich kalt? Oder fehlt es nicht oft hauptsächlich an der nötigen Aufklärung über das tatsächliche Geschehen und dessen Folgen? Der Leser bekommt Argumente und Informationen verschiedenster Art zum „größten Massenmord unserer Zeit“ geliefert, die ihm helfen können bei Diskussionen mit Vorurteilen und Fehlinformationen aufzuräumen.
Im vorliegenden Buch kommen einerseits betroffene Frauen zu Wort, die vom Druck und der Gewalt erzählen, die ihre Umwelt auf sie ausgeübt hat, als sie schwanger wurden, um sie zu einer Abtreibung zu drängen. Die Mütter sprechen von den seelischen, psychischen und familiären Folgen, die diese Entscheidung in ihrem Leben hinterlassen hat.
Anhand dieser Zeugnisse wird offenkundig, wie frauenfeindlich Abtreibungen sind und was für ein gewaltiger Rückschritt der Gesellschaft. Auch anhand von Studien werden deren viele schweren Folgen aufgezeigt. Eigentlich bestätigt das nur, was uns der gesunde Hausverstand sagen sollte.
Andrerseits kommen die schrecklichen Methoden der Kindestötungen und das Leiden der Ungeborenen zur Sprache, und wir werden mit erschütternden Zahlen und Fakten zur gängigen Abtreibungspraxis konfrontiert, so z.B. dass „an jedem Werktag in Deutschland ca. 1000 ungeborene Babys getötet“ werden. Betont wird die Verantwortung der einzelnen politischen Parteien.
Wer ist für die Problematik der Ungeborenentötung verantwortlich? Die Autorin, Mutter von drei Kindern und „ALfA“-Vorsitzende des Regionalverbandes Freiburg zeigt, „Fälschungen und Taktiken der Befürworter“ auf, ist den Praktiken von Organisationen und Parteien nachgegangen. Wo bleibt „die Schutz­pflicht des Staates und der Rundfunksender für das ungeborene Leben“ fragt sie und skizziert Lösungen, die von Gesellschaft und Staat ausgehen sollten: Ansätze, wie das Bewusstsein der Menschen für Recht und Unrecht wieder erneuert werden könnte oder wie durch ein Erziehungsgehalt eine „Verbesserung der Lebensbedingungen“ erreicht werden könnte.
Sie zeigt auch, was jeder selbst beitragen kann. Denn in irgend einer Weise – und sei es durch Gleichgültigkeit, Schweigen oder unterlassener Hilfeleistung – trifft ja viele eine Mitschuld an der Tötung Ungeborener. Auch geht es darum, im christlichen Glauben Wege zu Versöhnung und Vergebung aufzuzeigen.
Erfreulicherweise kommen auch Frauen zu Wort, die trotz widrigster Umstände (materielle oder Wohnungsnot, Studium, allzu frühe Schwangerschaft, Verlassenheit, Vergewaltigung) Kinder bekommen haben und bestätigen wie schön und wichtig das für ihr Leben ist: „Man braucht gar nichts, um ein Kind großzuziehen, nur Liebe.“
Schließlich wird eine „neue Kultur der verantwortungsvollen Partnerschaft“ vorgestellt und gezeigt, wie der Glaube an den dreifaltigen Gott einen Weg zu Gelassenheit und Freude in jeder Situation des Lebens weisen kann.

Alexa Gaspari
Frauenfeindlich – Wie Frauen zur Ungeborenentötung gedrängt werden. Von Martina Kempf. Gerhard Hess Verlag. 223 Seiten, 16,90 Euro.

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