VISION 20006/2014
« zum Inhalt Christ in der Welt

Anbetung mit dem Handy in der Hand

Artikel drucken Wer Gebetshilfe sucht, findet sie bei Betruf

Gebet kann in einer verzweifelten Situation Überleben bedeuten. Diese Erfahrung, die mein Mann und ich gemacht hatten, wollten wir weitergeben.

Bei der Stadtmission im Mai 2003 stießen wir bei einem Work­shop auf  eine Bet-Initiative aus Frankeich: „SOS Prière“. Es gibt dort rund um die Uhr die Möglichkeit, einen Mitarbeiter zu erreichen und mit ihm gemeinsam am Telefon zu beten. Das ist es, was wir gesucht hatten!
 Wir haben dann mit den Referenten gesprochen und sie gefragt, ob es schwer ist, „nur“ zu beten und dabei nicht zu beraten. Sie antworteten mit einem Lächeln: das ist das Schwerste daran!
Wir waren so sehr davon begeistert, dass wir 2004 diese Idee in Wien umgesetzt haben, allerdings mit nur einem Tag pro Woche. Unser Angebot ist also: „Mit Dir und für Dich“  zu beten. Wir beraten nicht, wir beten.
Eine Kapelle für unseren Dienst war erstaunlich rasch gefunden. Unser erster BetRuf-Tag war der 1. Dezember 2004, Adventbeginn.
Die Mitarbeiter – derzeit 16 – sitzen mit dem schnurlosen Telefon für jeweils 2 Stunden vor dem ausgesetzten Allerheiligsten. Neben dem Direktanruf in der Kapelle bieten wir einen Anrufbeantworter rund um die Uhr an. Er zeichnet Anliegen auf. Auch gibt es eine E-Mail-Adresse für Anliegen per Mail, die wir auch beantworten. In den seither vergangenen 10 Jahren haben wir mehr als 30.000 Anrufe und Mails erhalten.
 Werfen wir nun einen Blick auf unsere Anrufe:
n Die Angestellte eines großen Möbelhauses geht in der Mittagspause zu ihrem Auto. Sie will dort ungestört mit dem BetRuf beten.
n Eine Schülerin ruft aus der Klasse an: Ein Mitschüler hat seinem Leben ein Ende gemacht. Sie bittet um’s Gebet und unsere Mitarbeiterin betet mit ihr und mit der ganzen Klasse ein „Vater Unser“ und ein „Gegrüßet seist du, Maria“.
n Ein fünfjähriges Mädchen: „Mein Goldhamster ist krank und meine Oma auch.“ Die Kleine kann das „Vater Unser“ mitbeten.
n Ein Cellist, der einsam ist, spielt uns am Telefon etwas vor.
n Frau H. ruft uns über Jahre hindurch an. Wir haben sie im Gebet bis zu ihrem Tod begleitet.
n Ein Anrufer klagt, nicht mehr weinen zu können. Wir beten um die Gabe der Tränen, er weint dann minutenlang.
n Eine Anruferin will einfach eine menschliche Stimme hören.
n Oft geht es hauptsächlich um die Erfahrung: Da hört mir jemand zu.
n Ein Priester: „Das ist doch wunderbar für alte Menschen, die nicht mehr aus der Wohnung kommen!“
n Selbst, wenn Leute nur den Anrufbeantworter erreichen, wenden sie  sich direkt an Jesus: „Herr Jesus, ich bitte dich…“
n Praktisch und handfest: „Ich fliege morgen um 10 Uhr 40 nach Amerika, bitte beten Sie um Schutz und eine gute Rückkehr.“
n „…ich brauch manchmal jemanden zum Reden, danke dass Ihr da seid.“
n Mitarbeiter und Anruferin beten das „Vater Unser“ auf  Deutsch und Ungarisch zugleich.
n Alte Frau: „Da kann ich per Telefon in die Kirche gehen.“
n Frau im Rollstuhl ist „glücklich, über Euch zum Allerheiligsten zu kommen.“
n Eine Tirolerin ruft während der Operation ihres Neffen an, wir nehmen ihn mit zum Tabernakel. „Mein Gott, das tut so gut, dass man bei euch anrufen kann, dann ist man nicht so allein.“
n  Und immer wieder: Gebet um Frieden in der Welt.
Von Anfang an begleiten uns einzelne Beter und auch einige Ordensgemeinschaften, derzeit sind es zwölf, mit ihrem fürbittenden Gebet. Auch haben wir uns mit einer deutschen Betgemeinschaft zusammengeschlossen. Dieses Gebetsnetz gibt uns großen Halt!
 Die BetRuf-Mitarbeiter stellen sich vor dem Allerheiligsten dem Herrn und dem Anrufer gleicherweise zur Verfügung. Sie geben, was sie empfangen: ihren Glauben, ihre Hoffnung und ihre Liebe.
Therese G.


Interesse an
Mitarbeit?

Wollen Sie mitarbeiten? Haben Sie Freude an Gebet und Anbetung? Wohnen Sie im Raum Wien?
Zeitaufwand: ein bis zwei Dienste pro Monat von je zwei Stunden in der Kapelle zwischen 11 und 21 Uhr; monatliches Mitarbeitertreffen mit gemeinsamem Gebet; alle zwei Monate eine Gemeinschaftsmesse; tägliches Gebet für die Anliegen.
Wenn Sie mitarbeiten möchten, melden Sie sich bitte am BetRuftelefon unter der Nummer 01/ 40 92 492 an einem Mittwoch zwischen 11 und 21 Uhr (oder am Anrufbeantworter) und geben Sie Ihre Tel.Nr. bekannt. Wir rufen verlässlich zurück. Sie können uns aber auch ein Mail schicken an:
info@betruf.at
Wir freuen uns auf Sie!
 

© 1999-2020 Vision2000 | Sitz: Beatrixgasse 14a/12, 1030 Wien | Mail: vision2000@aon.at | Tel: +43 (0) 1 586 94 11