VISION 20003/2017
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Leserbriefe

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Mangelnde Katechese
„Vergesst die Taten Gottes nicht!“ Diese Forderung Gottes an die Menschen gilt bereits für das Volk Gottes im Alten Bund, erst recht für das Heilswerk Gottes im Neuen Bund, nämlich für das Erlösungswerk Jesu Christi. Ich kann mich noch gut erinnern, wie eindringlich Kardinal Josef Ratzinger vor dem Konklave, aus dem er selbst als Papst hervorging, vor dem Relativismus gewarnt hatte. Alle Menschen sollen erfahren, wer am meisten für die Menschheit getan hat.
Dies ist in den letzten Jahrzehnten wirklich ungenügend geschehen. Kardinal Ratzinger hat etwa im Buch Auf Christus schauen die Folgen der Katechesen, wie sie neue Glaubensbücher im deutschen Sprachraum praktizieren, als katastrophal bezeichnet. Die Glaubensinhalte sind tatsächlich weitgehend vergessen worden.
P. Leopold Strobl OSB, A-5152 Michaelbeuern

Existenz­minimum
Ihr Artikel auf den Seiten 4+5 der letzten Ausgabe hat mich diesmal besonders angesprochen. Interessant und relativ hoch sind Ihre Zahlenangaben bezüglich der Sonntags-Mess­besucher. In meiner Pfarre in Kapfenberg sind sie niedriger: nur ca. 85 Personen – bei ca. 7.000 Pfarrei-Bewohnern.
Die 1,2% bei uns in Kapfenberg – eine Katastrophe. Für viele Mitchristen ist das aber „gar nicht so schlecht“, weil „das Kirchengehen nicht das Wichtigste im Glauben ist“. Da passt mir Ihr Statement „… die restlichen 90% lassen den Sonntagsgottesdienst aus und leben somit unter dem Existenzminimum für gläubige Christen!“ Dazu passt haargenau der Satz von Prof. Rupcic: „Mit Gott ist das Leben – ohne Gott ist das Leben ein Sterberitual.“ Unter dem Glauben-Existenzminimum zu leben hat eindeutige Folgen, zu erkennen traurigerweise sogar schon in der eigenen Verwandtschaft und bei Bekannten…
DI H. Heigl, Kapfenberg

Glaubwürdigkeit
der Evangelien
Es ist zu begrüßen, wenn man die Glaubwürdigkeit der Evangelien beweisen möchte, und dabei auf Fakten verweist, die das belegen würden.
Doch wäre es angebracht, bei jenen nachweisbaren Fakten zu bleiben, ohne sich dabei in Behauptungen oder Spekulationen zu verlieren. (…) Trotz aller Glaubwürdigkeit der Evangelien müssen wir uns einerseits davor hüten, etwas beweisen zu wollen, für das es keine Beweise gibt, bzw. uns vor unnötigen Übertreibungen hüten, und andererseits müssen wir uns auch eingestehen können, dass es gegensätzliche Aussagen und Widersprüche von den angeblichen Zeugen gibt. Man kann deshalb auch nicht alles Schönreden, nur um jeden Konflikt aus dem Wege zu gehen. Um der Wahrheit willen muss man sowohl alles Positive als auch das Negative offen auf den Tisch legen. Es gibt halt nichts 100%iges – auch bei der Bibel nicht. Und das sollten wir auch um der Wahrhaftigkeit willen anerkennen und auch den Menschen sagen.
Heinrich Huber, E-Mail
Der in Vision 2/17 abgedruckte Text von Peter Seewald  über die glaubwürdig belegten Aussagen der Evangelien ist nur die Zusammenfassung einer Dokumentation, die sich ausführlich in seinem Buch Jesus Christus – Die Biographie nachlesen lässt. Insbesondere wird dort auch auf das Thema „Widersprüche“ eingegangen. Gerade sie belegen, dass die Evangelien nicht geglättete Erzählungen sind.

Englische Ausgabe
20.000 Mal konnte das Jesus-Büchlein „Der Mann, der die Welt verwandelt“ binnen eines Jahres versandt werden. Das Taschenbuch ist von Erzbischof em. Karl Braun empfohlen, und ein Spender ermöglichte eine Englisch-Ausgabe, die Interessierte, Missionare und Ordensleute jetzt auf Englisch anfordern können bei:
Pfarrer Winfried Pietrek, Lippstädter Straße 42. D-59329 Liesborn, Tel. 0049 2523 8388

Eine perfide List
Ich setze mich schon seit vielen Jahren mit dem Islam auseinander: Aus der Sicht der Christenverfolgung, aber auch der Missionierung unter Moslems. Hilfreich sind mir da besonders die Literatur und die Vorträge der „Evangelischen Karmelmission“ (D-73614 Schorndorf), die im islamischen Raum hervorragende Arbeit leistet. (www.karmelmission.org)
Mein Resumée ist, dass mein erworbenes Wissen wertlos ist, weil der Islam mit einer perfiden List arbeitet: Nämlich jener, dass es zwar viele Übersetzungen des Korans ins Deutsche gibt, jedoch: Die islamische Geistlichkeit verweigert deren öffentliche Beglaubigung. Dazu ein kleines Beispiel: Ca. 70 Suren sprechen davon, dass „Ungläubige“ (= wir Christen) bei Nichtbekehrung zu töten sind. Wenn wir jedoch diese Suren im öffentlichen Diskurs den Moslems entgegenhalten, dann wird uns regelmäßig entgegnet, dass wir „eine falsche Übersetzung haben“ (die Suren seien alle „nur friedlich“ oder „anders“ gemeint…). Im Übrigen sei es verboten, den Koran zu übersetzen, weil nur die arabische Version gültig sei. Damit ist dem Islam etwas Geniales gelungen: der Koran ist damit „glitschig wie eine Seife“. Solange die Kirche und die EU es nicht schaffen, eine beglaubigte Übersetzung zu erreichen, gehen unser noch so gründliches Wissen und unsere Argumente völlig ins Leere.
Dr. M. Sch., E-Mail

Himmel und Hölle
Hundert Jahre sind seit den Erscheinungen der Muttergottes in Fatima 1917 vergangen. Bis dahin war Fatima ein unbekannter, unbedeutender Ort in Portugal. Zu den Hirtenkindern sagte Maria, dass sie vom Himmel komme, und bei einer Erscheinung ließ sie die Kinder einen Blick in die Hölle werfen. Fakt ist, dass es Himmel und Hölle gibt! Leider scheuen sich viele Geistliche heute noch vom Teufel und der Hölle zu predigen. Falls dies einige trotzdem wagen, werden sie in den Medien verunglimpft. Mit dieser dem Zeitgeist angepassten Toleranz wird die Wahrheit relativiert.
Fatima war übrigens die Lieblingstochter Mohammeds, vielleicht wollte uns die Muttergottes in den Erscheinungen in Fatima die Antwort für die Probleme der gegenwärtigen Zeit geben, denn eine Prophezeiung lautet: „Am Ende wird mein unbeflecktes Herz triumphieren!“
Inge Kitzmüller, A-1030 Wien

Ein Ruhm der
Katholischen Kirche
Es ist ein Ruhm der katholischen Kirche, dass sie in der Treue zum Gebot Gottes an der Unauflöslichkeit des Ehebandes festhält. Die Gebote Gottes sind keine Willkür, sondern deren Befolgung, gerade auch bezüglich der Ehe, helfen zu einem erfüllten gesegneten Leben der Familien.
Beispiele von Päpsten, die ihrer Berufung, der „Fels“ zu sein, gefolgt sind:
Bekannt ist die Ablehnung des Ehescheidungsgesuchs des englischen Königs Heinrich VIII. durch Papst Clemens (1523-1534). Der mit Anne Boleyn im Ehebruch lebende König gab sich damit nicht zufrieden, sondern erklärte sich zum Herrn einer von Rom unabhängigen „Kirche“ und erzwang seine Anerkennung durch den zu leistenden „Suprematseid“. Außer Bischof John Fisher beugten sich alle Bischöfe. Die Eidverweigerer, unter ihnen auch des Königs Lordkanzler Thomas Morus, wurden hingerichtet.
Ein beeindruckendes Beispiel gab der selige Papst Eugen III. (1145-1153). Graf Hugo von Molise wollte vom Papst seine Ehe für ungültig erklären lassen. Da sie aber gültig geschlossen worden war, konnte der Papst dies nicht ermöglichen. Der Graf wollte den Bescheid des Papstes nicht annehmen, da „fiel der Papst ihm zu Füßen, die Tiara rollte in den Staub, und er bat ihn unter Tränen, sich dem Gesetz Gottes zu beugen. Dem erschütterten Hugo aber, der nun zu gehorchen versprach, steckte der Papst seinen eigenen Ring an, damit er ihn stets an das gegebene Wort erinnere.“ (Zitat aus Kardinal Brandmüller Reformer der Kirche, Mainz 1970)
Hilde Bayerl, 81241 München

Dankbar für Visison
Ich bin schon lange glückliche und dankbare Bezieherin Ihrer Zeitschrift. Leider muss ich aus gesundheitlichen Gründen meine Tätigkeit zum Verteilen der Zeitschrift etwas einschränken. so bitte ich Sie daher, mir nur mehr 10 Exemplare zuzusenden. Ich kann Ihnen aus Gesprächen mit vielen Personen nur Positives berichten.
Erika Pretterer, A-4810 Gmunden
Wir nützen die Gelegenheit, um uns nicht nur bei Frau Pretterer, sondern auch bei allen anderen Lesern zu bedanken, die sich regelmäßig für dieVerbreitung der  Zeitschrift einsetzen und für sie werben.

Medjugorje
Es ist sehr erfreulich, dass Sie die Botschaften aus Medjugorje in jeder „Vision 2000“ veröffentlichen. Für Medjugorje wurde nun von Papst Franziskus der polnische Erzbischof Henryk Hoser als Sonderdelegat ernannt, damit dort eine geregelte, pastorale Aufnahme der Pilger stattfinde. Die Sorge des Papstes gilt also den Millionen von Pilgern. Diese seien eine Herausforderung für die Kirche und eine Aufforderung, die Aufnahme, wenn möglich, zu verbessern, sagte der Delegat am 20. Februar im Interview mit „Radio Vatikan“. Er selbst war noch nie in Medjugorje, was von großem Vorteil sein kann, da er als unvoreingenommener Beobachter nun wirken kann. Letztlich, so sein Bestreben, müsse es darum gehen, die seelsorgliche Betreuung in Absprache und Harmonie mit der kirchlichen Hierarchie vor Ort zu organisieren. Beten wir also dafür, dass alles nach dem heiligen Willen Gottes geschieht, der die allerseligste Jungfrau als Tochter des ewigen Vaters, als Mutter des Sohnes  immer wieder in die Welt sendet, um sie zur Umkehr zu rufen im Sinne des Evangeliums bei der Hochzeit zu Kana: „Was Er euch sagt, das tut!“
Sofie Christoph, E-Mail

Impuls von Fatima
Zu Ihrem Bericht: „Europa Christus bringen“ (Vision 1/17): Der kurze Auszug aus den Schriften des verstorbenen Salzburger Alt-Erzbischofs Eder enthält viele herausragende Wahrheiten und Anregungen für die heutige Generation, die wieder Tiefgang benötigt, um für die kommende Zeit der Prüfung gerüstet zu sein. Gott sei Dank gibt es so manchen Aufbruch in der Kirche, so dass wir nicht verzagen müssen. Wir dürfen jedoch nicht schlafen, sondern sollten verstärkt betend unseren Weg an der Hand Mariens gehen.
So hoffen wir im Jahre des 100-jährigen  Jubiläums der Erscheinungen der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria in Fatima auf einen gewaltigen Impuls des Heiligen Geistes und Vertrauen auf die Macht des Rosenkranzes.
Franziska Jakob, E-Mail







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