VISION 20002/2003
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Pressesplitter kommentiert

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Ein Drittel der Haushalte online

45% aller Haushalte waren mit einem Computer ausgestattet. In 69% der österreichischen Haushalte ist zumindest eine Person mit einem Mobiltelefon ausgestattet. 13% aller Haushalte besitzen ein internetfähiges Mobiltelefon. (...) Das Internet wird von 37% der in österreichischen Haushalten lebenden Personen im Alter zwischen 16 und 74 Jahren für private, berufliche und für Ausbildungszwecke genutzt - sei es zu Hause, am Arbeitsplatz, am Ausbildungsort oder an anderen Orten. (...) 29% aller Internetnutzer haben schon einmal über das Internet eingekauft. (...) Die beliebtesten Produktgruppen bei den Internet-Shoppern waren Bücher, Zeitschriften und Reisen bzw. Urlaubsunterkünfte.

Statistik Austria v. 5.2.03

Die elektronischen Informations- und Kommunikationsmittel eröffnen viele nutzbringende Verwendungen, sie werden aber zunehmend zu wirksamen Instrumenten der Überwachung des Bürgers.


Dauernd unter Beobachtung

“Big brother" erobert Österreich: 160.000 Kameras sind bereits auf Plätzen und Straßen, in Banken und Trafiken zur Videoüberwachung plaziert. Das meldet die jüngste Ausgabe der vom Innenministerium publizierten Fachzeitschrift “Öffentliche Sicherheit". Während die Kameras bei vielen Bürgen das Gefühl der Sicherheit erhöhen und der Polizei den Kampf gegen Verbrechen und Terrorismus erleichtern, sorgen sich Datenschützer zunehmend um den “Wildwuchs" der Videokameras. Sie fordern eine klare rechtliche Regelung, wer die Kameras installieren darf und was mit den Informationen geschieht.

Die Presse v. 16.1.03


Denn seit dem 11. September 2001 interessieren sich besonders die US-Sicherheitsdienste einfach für alles:

Überwachen, was gelesen wird

“Das ist das erste Mal in der Geschichte, daß Leser, und nicht Autoren, kontrolliert und überprüft werden sollen". Freimut Duve, Medienbeauftragter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), kritisierte am Donnerstag vor dem Ständigen Rat der OSZE in Wien das amerikanische FBI und die US-Einwanderungsbehörde schwer.

Das neue Anti-Terror-Gesetz “Patriot Act" erlaube ihnen die Überprüfung von Bücherei-Aufzeichnungen, Zeitungsabonnenten und Buchhandlungsrechnungen. Der Medienbeauftragte befürchtet, daß die neuen Maßnahmen andere Regierungen zur Nachahmung anregen können. ... “Die Bürger werden in ihrem Recht auf Meinungsfreiheit eingeschränkt", warnt Duve. Beschwerden von Buchhändlern hätten ihn auf das Problem aufmerksam gemacht. Diese müßten Daten über ihre Kunden weitergeben und dürften diese nicht informieren. Leser von regierungskritischen Druckwerken könnten von den Behörden auf eine Liste gesetzt werden.

Die Presse v. 24.1.03


Eine Milliarde
Katholiken

Am Samstag wurde das neueste Jahrbuch des Vatikans vorgestellt. Aus dem Jahrbuch geht hervor, daß zwischen 1978 und und 2001 die Zahl der Gläubigen von 757 Millionen auf 1.061 Milliarden gestiegen ist. Die Zahl der Bischöfe beträgt 4.649. Außerdem gibt es 405.067 Priester, 266.448 von diesen sind Diözesanpriester. Die Zahl der ständigen Diakone beträgt 29.204. Weiters gibt es weltweit 792.317 Ordensfrauen. Die Zahl der Seminaristen ist weltweit zwischen den Jahren 2000 und 2001 von 110.583 auf 112.244 angestiegen. Das Wachstum ist besonders in Asien, Afrika und in Amerika sehr stark, in Europa gibt es eine Stagnation.

kath.net 11.2.03

Ein Trostpflaster für verzagte Christen in Europa: In vielen Ländern steigt die Zahl der Seminaristen und der Priester!


Schlankheitswahn

Eßstörungen sind alles andere als ein harmloser Tick. Bei 16 bis 17 Prozent der Betroffenen enden sie tödlich. Eine dieser Störungen ist für die Ärzte besonders besorgniserregend, die Bulimia nervosa, im Volksmund besser bekannt als Eß-Brechsucht. Der Grund - die Zahl der Bulimie-Patienten nimmt in den letzten Jahren ständig zu. (...) Ungefähr zwei Prozent der jungen Frauen Österreichs leiden an der Eß-Brechsucht. Andere Schätzungen sprechen sogar von vier bis sechs Prozent. In förmlichen Freßattacken stopfen die Betroffenen ungeahnte Mengen an Nahrung in sich hinein, um sie, aus Angst, dick zu werden, kurz darauf zu erbrechen. (...)

“Mit ausschlaggebend ist ein gestörter Serotoninhaushalt", weiß Univ. Doz Andreas Karwautz von der Universitätsklinik für Neuropsychiatrie des Kindes- und Jugendalters im Wiener AKH. ... Solche neurobiologischen Fehlfunktionen können einerseits angeboren sein, andererseits tragen auch frühkindliche Erfahrungen dazu bei. So hat sich herausgestellt, daß die Patienten oft aus vertrackten Familien stammen, wo es an Wärme mangelt oder die Eltern ihre Kinder übermäßig stark kontrollieren.

(...) Unsere dem Körperwahn verfallene Gesellschaft, in der eine Frau erst schön ist, wenn man bei ihr die Rippen zählen kann, tut noch ein Übriges: Besonders Bulimikerinnen sind mit ihrem Äußeren nie zufrieden, haben panische Angst vor dem Dickwerden und, noch ehe die Krankheit ausbricht, eine Reihe von Diäten hinter sich - nicht selten geht eine Magersucht in eine Bulimie über bzw. haben Magersüchtige auch bulimische Symptome.

Manche Experten meinen, eine der effektivsten Einstiegsdrogen in eine Eßstörung sei das Kalorienzählen mit dem Ziel, bestimmte, viel zu enge Gewichtsgrenzen einzuhalten...

Medizin populär 2/03


Der weibliche Organismus ist auf eine gewisse Reservehaltung programmiert. Ihn auf extrem schlank zu trimmen, stellt für viele Frauen eine psychische Vergewaltigung dar.

Kannibalismus auf Channel 4

Britische Politiker und Bürgerinitiativen äußern ihr Entsetzen über eine Sendung auf Channel 4, in der ein “christlicher" Künstler das Fleisch eines toten Kindes essen wird. Der Sender, auf dem regelmäßig der Glaube durch den Schmutz gezogen wird, versucht, mit diesem Programm seine Zuseherzahlen in die Höhe zu treiben. (...)

“Beijing Swings" zeigt Fotos des “Künstlers" Zhu Yu, wie er ein totgeborenes Kind ißt. Zhu meinte gegenüber Journalisten: “Unser Unterbewusstsein sagt uns, daß Babies zu essen nicht richtig ist. Trotzdem gibt es kein Gesetz oder keine Religion, die dies verbietet. Diesen Freiraum nutze ich für mein Werk." Zhu, der sich als Christ bezeichnet, fügt hinzu: “Die Gestalt Jesu hat immer einen Bezug zu Blut, Tod und Wunden. Dies drücke ich in meinem künstlerischen Schaffen aus."

kath.net 1.1.03


Solchen skandalösen Praktiken auch noch ein christliches Mäntelchen umzuhängen, ist besonders pervers. Der Geist, der tatsächlich hinter solchen Aktivitäten steckt, offenbarte sich kürzlich in Deutschland:

Teile der Opfer gegessen

Mehrere Opfer von Sexualverbrechen haben im Magazin “ZDF.reporter" am Mittwochabend neue Hinweise auf rituelle kannibalische Morde in Deutschland gegeben. In einem Film von Rainer Fromm berichteten zwei Frauen und ein Kind von grausamen Tötungen von Menschen bei schwarzen Messen. Teile der Opfer seien gegessen worden. (...)

Die Staatsanwaltschaft in Trier ermittelt nach der Anzeige einer 34 Jahre alten überlebenden Frau, die in dem Film von ihren Todesängsten sprach, wegen “sexueller Handlungen mit okkultem Hintergrund" gegen mehrere Verdächtige.

Triers Oberstaatsanwalt Georg Jüngling zeigte sich nach der Sendung erschüttert. “Es sind schlimme, kaum vorstellbare Dinge, die dort dargestellt werden", sagte Jüngling. (...) Nach Darstellung von Oberstaatsanwalt Jüngling beziehen sich die Ermittlungen auf verschiedene Orte in Deutschland. Es würden eine Unmenge an Details geschildert, die überprüft werden müßten. (...) Der für den Beitrag verantwortliche ZDF-Autor bezeichnete die Ergebnisse seiner zweijährigen Recherchen als “absolut seriös" und gesichert. Recherchiert habe er insgesamt knapp 20 Fälle von rituellen Straftaten - Vergewaltigungen, Morde, Kannibalismus. .

www.orf.at v. 16.1.03


Wo der Glaube verlorengeht, wird jede Unmenschlichkeit möglich. Unsere Gesellschaft kommt ab von ihren scheinbar ehernen Grundsätzen:

Foltern erlaubt

“Es sind Fälle vorstellbar, in denen auch Folter oder ihre Androhung erlaubt sein können" - Mit diesem Satz schockierte am Donnerstag der Vorsitzende des Deutschen Richterbunds, Geert Mackenroth, die Öffentlichkeit. Anlaß waren Vorwürfe gegen einen hohen Polizeibeamten, der im Entführungsfall um Jakob von Metzler angeordnet hatte, dem tatverdächtigen mit Schmerzanwendung zu drohen, sollte er den Aufenthalt seines Opfers nicht nennen. Mackenroth meinte, Folter müsse erlaubt sein, wenn dadurch “Gefahren von einem höherwertigen Rechtsgut abgewendet werden"; etwa zur Verhinderung von Terroranschlägen. Rechtsexperten widersprachen ihm.

Der Standard v. 21.2.03


Meldungen über den Kindesmißbrauch durch US-Priester haben weltweit Schlagzeilen gemacht. Zurecht. Was für ein Skandal! Unter den Tisch gefallen ist aber ein wichtiger Aspekt: Die überwiegende Mehrzahl der Fälle waren Übergriffe von homosexuellen Priestern. Wegen dieser katastrophalen Folgen wird klar. Homosexuelle dürfen nicht Priester werden:

Nicht eigentlich Kindesmißbrauch

Der sexuelle Mißbrauch (war) nicht in erster Linie pädophiler Art. Es handelt sich vielmehr um Homosexuelle innerhalb der Priesterschaft, die Jungen im Teenageralter oder jungen Männern nachstellen. Mehr als 90 Prozent derjenigen, die Opfer des Mißbrauchs durch katholische Geistliche wurden, waren älter als zwölf Jahre. Pädophilie ist eine Störung, bei welcher der Täter versucht, in sexuellen Kontakt zu Kindern im vorpubertären Alter zu treten. Jungen im Teenageralter und junge Männer sind keine Kinder im vorpubertären Alter. Sexuelle Handlungen mit solchen Personen - freiwillig oder nicht - sind homosexuelle Handlungen. Die meisten amerikanischen Zeitungen ... haben es weithin versäumt, diese Fakten zu erwähnen. Die Redaktionsleitungen dieser Zeitungen sowie die überwältigende Mehrheit der für sie arbeitenden Reporter scheinen homosexuelle Handlungen, die in Übereinstimmung durchgeführt werden, in keiner Weise als falsch zu betrachten. Ferner würde das Aufwerfen von Fragen über die sexuellen Handlungen aktiver Homosexueller bedeuten, auf die weit verbreiteten Tatsachen zügelloser Promiskuität, sexuellen Mißbrauchs und zerstörerischen Verhaltens im homosexuellen Milieu hinzuweisen, was die meisten weltlichen Journalisten lieber ignorieren.

Die Tagespost v. 31.12.02


Man darf knieend kommunizieren

Das Thema des knieenden Empfangs der Kommunion wurden in den Notitiae (Nov-Dez 2002), dem offiziellen Bulletin der vatikanischen Kongregation für den Gottesdienst, behandelt. Anlaßfall war ein Priester, der einer knieenden Gläubigen die Kommunion verweigert hatte. Die Kongregation hob in einem Brief an den zuständigen Bischof sowie an die Betroffene hervor, daß bei der Kongregation mittlerweile mehrere ähnliche Beschwerden eingetroffen seien. Die Weigerung, Gläubigen die heilige Kommunion zu geben, stelle eine “Verletzung eines Rechts des Gläubigen" dar, heißt es. (...)

Diese Art, die Kommunion zu empfangen, sei “eine alte Tradition, die seit Jahrhunderten besteht"; sie sei “eine besonders ausdrucksvolle Geste der Anbetung, ganz und gar angemessen, die reale und substantielle Präsenz unseres Herrn Jesus Christus zu zeigen".

kath.net 7.2.03


Man staunt, wie wenig tolerant häufig jene sind, die Toleranz - insbesondere wenn es um abweichende Ansichten in Glaubensfragen geht - auf ihre Fahnen geschrieben haben.

UNO-Zwangsabtreibung in Mexiko

Das Institut für Bevölkerungsforschung berichtet, daß der United Nations Population Fund (UNFPA) und der Nationale Rat für Bevölkerung von Mexiko (CONAPO) ungewollte Sterilisationen und Zwangs-Familien-Planung durchgeführt haben.

Laut Mexikos nationaler Menschenrechtskommission wurden der einheimischen Bevölkerung Familienplanungsmethoden aufgezwungen, ohne ihre Zustimmung abzuwarten oder sie über die Risiken zu informieren. Drohungen und Bestechungsgelder werden angewandt, um Männern und Frauen das Recht zu rauben, selbst über die Abstände zwischen ihren Kinder zu bestimmen. Über 40 Studien über Opfer wurden letzten Sommer in Mexiko eingeholt. Folgende Mißbräuche kommen dabei zum Vorschein: verdeckte Abtreibung unter dem Vorwand der Menstruationsregelung, heimliche Einsetzung von Spiralen, und erzwungene Unterschriften der Zustimmung zur Sterilisation.

Pro-Life-Info v. 15.1.03


Mehr Geburten

Die Geburtenzahl in Österreich stieg in den ersten elf Monaten des Jahres 2002 um 3,1 Prozent. Die vorläufige Zahl der lebend geborenen Kinder (70.942) war laut der Statistik Austria um 2.131 höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (68.811). (...) Die Zahlen der ehelich (50.933 oder plus 1,0 Prozent) bzw. unehelich (25.828 oder plus 4,9 Prozent) geborenen Kinder entwickelten sich dabei unterschiedlich. Im Zwölfmonatsabstand stieg die Unehelichenquote damit von 32,8% auf 33,6%.

Statistik Austria Presseinformation 7.759-9/03

Endlich eine gute Nachricht - wenn auch das Niveau der Geburten in Österreich nach wie vor viel zu niedrig ist. Das von der letzten Regierung eingeführte, und von einigen auch kritisierte Kindergeld für alle gibt doch manchen Paaren die Möglichkeit, sich den Wunsch nach einem Kind zu erfüllen. Vielleicht steigt im Gefolge auch wieder die Bereitschaft, eine Ehe zu schließen. Neueste Daten deuten solches an.

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