VISION 20006/2006
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Leserbriefe

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Gruß aus Uganda

Liebe Grüße des Seminaristen Eugine Musisi aus Uganda. Ich freue mich, Ihnen mitzuteilen, daß ich die Zeitschrift VISION 2000 erhalten habe. Dank für alles, was Sie tun. Möge der Allmächtige es Ihnen reichlich vergelten. Bitte schicken Sie mir jede weitere Nummer.

Eugine Musisi, Uganda.


Rede mit Folgen

Auf den 11. September folgt der 12. - das Fest Mariä Namen. Welch unterschiedliche Perspektiven beleuchten die Ereignisse am 11.9.2001 und jene am 12.9.2006! 11. September 01: ein haßerfüllter Terrorakt verwandelt Türme, die Symbole westlicher Macht darstellten, in Schutt und Asche. Es bleibt ein Hölleninferno, Grauen und Zukunftsangst. 12. September 06: Papst Benedikt nennt die Hindernisse auf dem Weg zum Weltfrieden hier und dort beim Namen. Wiederum wird sichtbar, wie bedroht wir sind. Aber diesmal hinterläßt die Erschütterung eine hoffnungsvolle Lichtspur: Eine intensive Suche nach Wegen zur Verwirklichung eines friedlichen Miteinanders, gerade auch bei vielen Muslimen guten Willens, bricht auf - angeregt durch die Ausführungen des heiligen Vaters, durch seinen Mut, durch seine Liebe. Hat nicht der Himmel an diesem vergangenen Fest Mariä Namen ein Zeichen geschenkt, wie die rettende Lösung zustandekommen könnte? Auf den 11. folgt der 12. Vielleicht stehen wir an einem entscheidenden Wendepunkt. Ich denke an Fatima, an den Fall des eisernen Vorhanges, an die eindringlichen Aufrufe der Immakulata zum Rosenkranzgebet...

MMag. Sylvia Albrecht, A-6830 Rankweil


Eine Freude!

Ihr Heft macht mich jedesmal froh und gibt mir alle zwei Monate neue Kraft und Freude! Es sind nicht nur die Denkanstöße, ich freue mich bei den Beiträgen auch, daß es so viele Menschen gibt, die ihr Schicksal auf eindrucksvolle Weise auf ihrem Weg zur Heiligkeit meistern - die mir dann Vorbild sind, und die eigenen Wehwechen und Eitelkeiten in den Hintergrund treten lassen.

Mag. Katharina Leiningen-Westerburg, Katharina.Leiningen-Westerburg@ba-ca.com


Kritik an Teenstar

Das Teenstar-Programm entspricht leider nicht der Lehre der Katholischen Kirche. Teenstar vermittelt sexuelle Informationen in einer öffentlichen, in Gruppen gegliederten Unterweisung, losgelöst von der Familie. Teenstar geht entgegen der Lehre der Kirche auf sexuelle Details ein, was die Zerstörung des allgemeinen Schamgefühls mit sich bringt. (...) Der Gegenstand des Geschlechtlichen ist persönlicher und intimer Natur und gehört grundsätzlich in die Familie, als Gespräch unter vier Augen mit Vater oder Mutter... Grundlegend ist die Enzyklika von Papst Pius XI., “Divini illius magistri" vom 31. Dezember 1929. (...) Bei Teenstar aber werden die jungen Menschen intensiv dazu hingeführt, sich mit ihren Geschlechtsorganen zu beschäftigen. Das ist nicht die Methode, wie sie der Heilige Don Bosco mit bestem Erfolg praktizierte. Würde Teenstar nur Sexualmoral lehren, müßte man es sehr begrüßen.

Johanna Gröbl, D-81377 München

Teenstar öffnet den Blick für den von Gott wunderbar eingerichteten Vorgang der Menschwerdung. Junge Menschen entdeckt so seine Kostbarkeit und den tiefen Sinn vorehelicher Enthaltsamkeit.


Einseitig

Ich finde es immer lesenswert, wenn Menschen aus einer Kirche austreten und in die andere eintreten. VISION 2000 ist klar römisch-katholisch - natürlich. Da tritt immer wer aus einer “kirchlichen Gemeinschaft" in die “Mutter Kirche" ein, findet tiefen Frieden und, und, und... Aber: wäre es nicht fair, auch von der anderen Seite zu schreiben? Es gibt -zig Schwestern und Brüder, die Jahre in der kath. Kirche mitgearbeitet haben, jetzt nicht mehr der “Mutter Kirche" angehören und die Wahrheit, die allein Christus schenkt und gibt, dort gefunden haben, wo Gottes Wort lebendig ist, wo Menschen in Jesu Namen zusammenkommen. Gottes Wahrheit läßt sich nicht auf eine Konfession einengen, sondern der Leib Christi ist viel größer und schöner als wir denken... Gott sei Dank!

Peter Kerschbaumer, A-8311 Markt Hartmannsdorf, p.kerschbaumer@gmx.at

Daß man Jesus in vielen christlichen Gemeinschaften finden kann, darüber freuen wir uns. Aber wir sind nun einmal davon überzeugt, daß katholisch zu sein, der Weg ist, um die Fülle der Wahrheit zu entdecken.


Anbetung

Bei einem Besuch bei Freunden in Pinkafeld haben wir erfahren, daß dort rund um die Uhr und täglich stille Anbetung gehalten wird. Die Beter sind stundenweise (oder auch für zwei oder drei Stunden) eingeteilt. Für die Anbetung wurden eigene Räume eingerichtet. Auch andere Stätten der Anbetung gibt es im Burgenland (z.B. in Maria Weinberg) und sicher auch in anderen Bundesländern. An diesen Orten geschieht Neuevangelisierung in Stille. Lernen wir von Mutter Teresa und ihren Gemeinschaften, die sich vor dem Tabernakel erholen und ihre Kraft holen.

Christina und Jakob Kronaus, A-2880 Kirchberg/Wechsel


Frauen als Priester - eine Zeitfrage?

Anläßlich des Papstbesuches in München hat ein Kommentator gemeint, so wie die Mädchen lange warten mußten, um Ministrantinnen sein zu dürfen, wäre es nur eine Zeitfrage, wann Frauen zu “höheren Ämtern" zugelassen würden. Da möchte ich als Frau und praktizierende Katholikin deutlich zum Ausdruck bringen, daß dies niemals das Bestreben wirklich “gläubiger" Frauen ist. Für uns bleibt die Gottesmutter das Vorbild, in jeder Hinsicht. Bescheidenheit, Familiensinn, Sorge um die Schwachen und Demut im Glauben sind unsere Bestrebungen. Der Papst mit seinen klaren Richtlinien ist “nur" Verwalter Gottes. Die Bibel ist noch immer die gleiche. Zur Rechenschaft gezogen werden wir auch heute noch nach den ewig gültigen göttlichen Gesetzen!!! Mögen die “Besserwisser" und “Erneuerer" Bibel und Katechismus genauer lesen und sich auf den wahren Glauben besinnen.

Martina Steiner, A-9363 Metnitz


Fokolar-Bewegung hat gefehlt

Ich lese immer gerne Vision 2000, ich bin sehr dankbar, daß ich die Zeitschrift regelmäßig bekomme. Es gefällt mir sehr die Thematisierung: Familie, Vorrang für Kinder, Du bist Petrus u. s. w. und jetzt die letzte Nummer “Alle sollen eins sein" - über die Einheit. Aber es hat mir sehr die Erwähnung der Fokolare-Bewegung gefehlt! Wenn schon eine Nummer ganz dem Thema “Einheit" gewidmet ist, dürfte sie nicht ausbleiben. Ein ganzes “Volk", zu dem vier Millionen Nachfolger gehören (100.000 davon verpflichtet), verbreitet in 182 Ländern, von Afrika bis Alaska, bis zu den höchsten bewohnten Bergen in den Anden, deren Hauptziel ist: “ut omnes unum sint" - alle sollen eins sein, wie Jesu in der Abschiedsrede gebetet hat. Chiara Lubich lehrt uns so praktisch den Weg dazu, im Alltagsleben: Als erste zu lieben, alle zu lieben, auch die Unsympathischen, auch die Feinde. In jedem Menschen Jesus lieben - das ist die Kunst der Liebe. Der Schlüssel für Einheit ist Jesus, der Verlassene, der am Kreuz geschrien hat: “Mein Gott, warum hast Du mich verlassen?"

Marika Várföldi/Ungarn/Érd bei Budapest, egymasal@axelero.hu

Danke für die Ergänzung. Unsere Arbeit ist eben immer nur Stückwerk.


Meßtourismus?

Wenn man die Worte Pater Pios bedenkt, daß die Welt eher ohne Sonne bestehen könnte, als ohne die hl. Messe, dann ist es unverständlich, daß nicht alle Priester während des ganzen Jahres dafür sorgen, daß wenigstens die Sonntagsmesse erhalten bleibt. Sie bieten Wortgottesdienste an und verpflichten die Pfarrangehörigen hier teilzunehmen, in dem sie bekannt geben, daß sie keinen Gottesdiensttourismus wollen, was heißt, daß niemand auswärts zur hl. Messe fahren solle. Das ist doch unverständlich! Überall fährt man hin, um sich das zu holen, was es am Ort nicht gibt, scheut keine Wege und Kosten - nur zur hl. Messe, dem größten Schatz, den die Welt besitzt, sollte man nicht fahren. Das ist doch traurig!

Ludwig Müller, D-89264 Weißenhorn


Betroffen und aufgerüttelt

Der Schwerpunkt “Alle sollen eins sein", hat mich einerseits betroffen gemacht, andererseits aufgerüttelt. Betroffen bin ich darüber, daß es innerhalb der katholischen Kirche, die ich sehr liebe, noch keine Einigkeit gibt; aber auch darüber, daß ich mich oft ungnädig den anderen Kirchen gegenüber verhalten und zum strengen Richter gemacht habe. (...) Jesus Christus ist unser Herr. Gerade weil wir Ihn so sehr lieben, wollen wir uns bemühen, Seinen Willen zu erfüllen. Das heißt auch, daß wir unsere Brüder und Schwestern in Liebe annehmen und gemeinsam mit ihnen unseren Blick auf Jesus heften sollen, der unser aller Zentrum ist. Nur mit einem liebenden, demutsvollen Herzen, gestärkt durch die Sakramente, besonders der Hl. Eucharistie, kann uns Katholiken das gelingen.

Berta Wimmer, A-3684 St. Oswald


Gute Literatur

Es schreibt Ihnen der Direktor der christlichen Bibliothek Pr. Viktor Magdin. Unsere Bibliothek ist eben erst geschaffen worden. Wir haben große Probleme mit guter Literatur. Wir wenden uns an Sie mit riesiger Bitte: Schicken Sie unserer Bibliothek Ihre Zeitschrift VISION 2000 und andere Literatur. Sie werden sehr vielen Leuten helfen, eine gute Erziehung und Bildung zu bekommen.

Pr. Viktor Magdin, Ukraine, vikmag@lt.km.ua


Ein Skandal?

Immer wieder hört oder liest man das Schlagwort vom “Skandal der Kirchenspaltung". Mit Ausdrücken, die negativ apostrophiert sind, sollte man aber vorsichtig umgehen; man verletzt andere zu leicht. Welchen Aussagewert kann das Wort vom Skandal haben, wenn es um persönliche Überzeugungen geht? Es steht wohl den Katholiken in keiner Weise zu, es als Skandal abzuqualifizieren, daß sich die protestantischen Kirchen im 16. Jahrhundert vom bis dahin gemeinsamen Weg der Gesamtkirche getrennt haben. Es ist aber auch kein Skandal, daß die römische Kirche der Überzeugung war, guten Glaubens an gerade dieser Glaubenstradition weiter festhalten zu sollen. Wieso soll es dann heute ein Skandal sein, wenn sie an dieser Überzeugung festhält? Daher sollte man es auch nicht als Skandal bezeichnen, daß die protestantischen Kirchen Gleiches hinsichtlich ihrer Tradition seit über 500 Jahren tun. Daß es noch nicht gelang, eine gemeinsame Glaubensformel zu definieren, mag man bedauern, einen Skandal könnte man dies aber nur nennen, wenn persönliches Versagen dafür der Grund wäre.

Josef Zemanek, jozem@chello.at

Skandal ist ein Fehlverhalten, das öffentlich bekannt wird. Daß die Christen in unzähligen Gruppierungen gespalten sind, ist ein Ärgernis erregender Mißstand - unabhängig von jeder Schuldfrage.

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