VISION 20002/2014
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Einleitung

Artikel drucken (Christof Gaspari)

Zumindest in den letzten 1.000 Jahren war die Familie im europäischen Kulturraum ein klar umrissener Begriff. Ihr Fundament war die (lebenslange) Ehe eines Mannes mit einer Frau und sie umfasste deren Kinder, Vorfahren sowie wiederum deren Verwandtschaft.
Das hat sich grundlegend geändert, was sich am besten mit Zitaten aus Programmen maßgebender politischer Parteien belegen lässt. So hält etwa das SPÖ-Grundsatzprogramm fest: „Wir verstehen unter Familie jede Form des dauernden Zusammenlebens in partnerschaftlicher und demokratischer Form, die den einzelnen Mitgliedern dieser Gemeinschaft Solidarität, Anteilnahme und Schutz bietet.“ Und im Parteiprogramm der Grünen liest man: „Wir Grüne verstehen als Familie Menschen, die sich selbstbestimmt dazu entschlossen haben, eine gemeinsame Lebensplanung und -gestaltung zu verfolgen.“ Im Klartext: Familie degeneriert da zu irgendeiner Form des Zusammenlebens. Altersheime und Studenten-WGs passen in diese Definition. In den Texten kein Wort von Ehe, von Mann und Frau, von Kindern…  
Wer meint, konservative Parteien träten für das tradierte Familienbild ein,  irrt. Lassen wir Österreichs Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) zu Wort kommen: „Familie ist der Ort, an dem sich mehrere Menschen zu Hause fühlen,“ liest man da.
Dieser Realität gilt es, ins Auge zu sehen. In den letzten Jahrzehnten hat sich im Bereich von Ehe und Familie eine Revolution abgespielt: Politik, Kunst und Medien stellen sie als überholte Form des Zusammenlebens dar. Neue Formen werden schon in der Schule hochgejubelt. Christen stehen vor der Herausforderung, der Entwicklung standzuhalten, ihr etwas entgegenzusetzen. Der folgende Schwerpunkt versucht, dazu einen Beitrag zu leisten.

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