VISION 20002/2014
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Pressesplitter kommentiert

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Und wieder einmal hatte Orwell recht
Wie die Zeitung (Guardian) berichtet, plant der „National Health Service“ die Errichtung eines Instituts, das sämtliche relevante Gesundheitsdaten der Versicherten in einer Datenbank zusammenführen soll. Ab März wird das „Health and Social Care Information Centre“ (in Großbritannien, Anm.) von jedem Versicherten Daten aus den Krankenakten – angefangen vom Geburtsdatum über die Postleitzahl des Wohnorts, das Geschlecht, die ethnische Zugehörigkeit bis hin zu Erkrankungen und ihrem Verlauf sowie Lebensgewohnheiten, wie den Konsum von Alkohol und Tabak – zusammenführen und speichern. Damit nicht genug. Im weiteren Verlauf des Jahres sollen dann Privatunternehmen die Möglichkeit bekommen, diese Daten zu erwerben und zu verwenden.
Die Tagespost v. 23.1.14
Die Durchleuchtung und totale Erfassung des Privatlebens schreitet auf vielen Fronten voran – und keine Instanz fühlt sich berufen, dem Einhalt zu gebieten.

48 Geschlechts­bezeichnungen
Im Sozialen Netzwerk Facebook können englischsprachige Nutzer bei der Festlegung ihrer Geschlechtsbezeichnungen aus dem Vollen schöpfen: Neben „weiblich“ und „männlich“ können 48 weitere Optionen gewählt werden, wie das Netzwerk mitteilte. Dazu zählen etwa „transgender“, „bi-gender“ und „gender fluid“. (…) Sie können zudem festlegen, mit welchem Pronomen (er, sie etc.) sie angesprochen werden wollen. (…) Man habe bei der Entwicklung mit Organisationen zusammengearbeitet, die sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzen. Facebook habe ein Jahr lang an der Option gearbeitet.
news.orf.at v. 14.2.14
Ein Jahr harte Arbeit! Danke Facebook. Welche neue Freiheit: Endlich nicht mehr nur im Zwangskorsett „männlich -weiblich“, sondern bi-, trans-, inter-, homo-, mega-, giga- und und und -sexuell, herrlich! Bitte bald auch auf Deutsch!

Wie massiv wir in diese Richtung indoktriniert werden, zeigt auch folgendes Statement – von einem einflussreichen Spitzenjournalisten:

Heteroland ist
abgebrannt
So sehr sich heterosexuelle Traditionalisten auch danach sehnen: Die nie wirklich existente heile Hetero-Welt ist verloren. Sie kommt nie mehr zurück. Am ehesten vielleicht in barbarischen Regimen wie Nordkorea, in denen die Menschen konsequent aller Freiheiten beraubt werden.
Die Denunziation des Homosexuellen ist in letzter Konsequenz die Denunziation des Heterosexuellen, der seine Libido und seine erotischen Fantasien ex negativo definieren muss. Dafür wird keine echte Leidenschaft benötigt. (…) Nur weil es eine schwule Hochkultur gibt, ist das Leben als Hetero überhaupt aushaltbar. Da gibt es nichts zu trennen. Die Kultur lebt von ihrer unzüchtigen Promiskuität. Inspiration folgt keinem Katechismus. Glücklicherweise.
Ulf Poschardt, stellv. Chefredakteur der „Welt“-Gruppe in „Die Welt“ online v. 14.2.14

Kardinal wegen Homophobie angeklagt
Es ist soweit. Erstmals wurde am 6. Februar in Spanien ein Bischof – erst kürzlich von Papst Franziskus, dessen Freund er ist, zum Kardinal ernannt – wegen Homophobie angeklagt. Es handelt sich um den emeritierten Erzbischof vom Pamplona, den 84-jährigen Fernando Sebastián Aguilar vom Orden der Klaretiner. (…) Was hatte Bischof Sebastian Schreckliches gesagt? In einem Interview mit Diario Sur, der Tageszeitung von Malaga vom 20. Jänner hatte er (…) auf Nachfrage geantwortet: „Ja. Viele werden sich jetzt beklagen und sich darüber aufregen, aber mit allem Respekt halte ich fest, dass Homosexualität eine mangelhafte Weise des sexuellen Umgangs ist, weil die Sexualität eine Struktur und ein Ziel hat – und zwar die Fruchtbarkeit. Die Homosexualität ist, insofern sie dieses Ziel nicht erreichen kann, fehlerhaft.“
Massimo Introvigne in „La nuova Bussola Quotidiana“ v. 7.2.14

Der Kardinal äußert eine offenkundige Wahrheit – und wird angeklagt! Hier zeigt sich der totalitäre Charakter der vorherrschenden Ideologie. Sie peilt die totale sexuelle „Befreiung“ an. Dies zeigt auch eine Äußerung des Erfinders der empfängnisverhütenden Pille:

„Bald brauchen wir keine Verhütung mehr“
Dies stellte in einem Interview Carl Djerassi fest. Worauf er gefragt wurde

Wie kommen Sie denn darauf?
Djerassi: Es wird bald gang und gäbe sein, dass Männer und Frauen ihre Spermien und Eizellen in jungen Jahren einfrieren und sich danach sterilisieren lassen. Ihre ein bis zwei Kinder würden sie einfach später mithilfe künstlicher Befruchtung bekommen.

Warum nicht beim Sex bleiben?
Djerassi: Sex haben wir doch aus ganz anderen Gründen: Liebe, Lust, Neugierde, Spaß. Um Reproduktion geht es den meisten Europäern im Schnitt nur 1,5 Mal im Leben. Mein Vorschlag würde nicht nur Verhütungsmittel, sondern auch Abtreibungen überflüssig machen – und die biologische Uhr bremsen.

Sie befürworten die Freigabe der Präimplantationsdiagnostik, die hier nur in Extremfällen erlaubt ist. Sollte man das Geschlecht seines Kindes bestimmen dürfen?
Djerassi: (…) Ich sehe kein Problem darin, einer Familie mit drei Söhnen zu ermöglichen, als viertes eine Tochter zu bekommen. Wenn Leute sagen, Sie spielen Gott, sage ich: Wir spielen schon lange Gott. Das ist unter anderem der Grund, warum wir jetzt doppelt so lange wie vor 100 Jahren leben.
Die Welt v. 29.10.13

Steigendes Risiko überall
Gestern (wurde) der Bericht Global Risks 2014 veröffentlicht, an dem mehr als 700 Fachleute gearbeitet haben. In dem Bericht heißt es, in den kommenden 10 Jahren werde die Schere zwischen Arm und Reich zu einer der größten Gefahrenquellen für die Gesellschaft werden. Ganze Länder und Industriezweige erlitten im Ernstfall einen erheblichen ökonomischen Schaden. Staatshaushaltskrisen stellen laut der Experten eines der weltweiten Risiken dar, die ganze Systeme und Länder ernsthaft bedrohen können. Die Verfasser unterteilten die möglichen Risikofelder in insgesamt fünf Gruppen: Wirtschaft, Umwelt, Geopolitik, Gesellschaft und Technologie. Innerhalb jeder Gruppe werden die Risiken nach Wahrscheinlichkeit des Eintritts und Konsequenzen geordnet. Der Studie zufolge (…) stellen extreme Wetterereignisse mit oft verheerenden Auswirkungen für die Wirtschaft eines ganzen Landes oder einer Region die zweithäufigste Risikogruppe nach dem Einkommensgefälle zwischen Arm und Reich dar, bestehende Strukturen bis in ihre Grundfesten zu erschüttern, gefolgt von den Risikofaktoren Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung, Klimawandel und Cyber-Attacken.
Zenit.org v. 22.1.14
Die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich ist ein Skandal nach Jahrzehnten des Wirtschaftswachstums, Ausdruck einer falschen Logik des Wirtschaftssystems. Sie zu korrigieren ist überfällig, was auch Papst Franziskus in seinem Schreiben Evangelii Gau­dium eingefordert hat.

UNO maßregelt Kirche
Dem UN-Komitee zur Überwachung der Kinderrechte zufolge sollte die Kirche ihre Lehre bezüglich der Abtreibung ändern. Sie sollte nicht automatisch alle jene exkommunizieren, die Abtreibungen durchführen oder bei diesen assistieren, stellten die UN-Experten in einer am Mittwoch (31.1.14) veröffentlichten Erklärung fest. Sie beruht auf einer im vergangenen Jahr erfolgten Überprüfung der Praxis des Vatikans in Sachen Kinderschutz.
Aufgrund dieser Beobachtung sollte ebenfalls die Lehre der Kirche in Sachen Ehe und Sexualität geändert werden, denn sie halte Heranwachsende davon ab, Verhütung in Anspruch zu nehmen. Außerdem stellten die Experten fest, dass die kirchliche Lehre in Sachen Homosexualität zu „gesellschaftlicher Stigmatisierung und Gewalt“ gegen homosexuelle Jugendliche und gegen Kinder, die bei gleichgeschlechtlichen Paaren heranwachsen, beitrage.
Der Vatikan gab darauf sofort eine Presse-Aussendung heraus, in der er feststellte, die UN-Experten hätten keinerlei Recht, sich in die katholische Lehre über die Würde des Menschen und die Art der Ausübung der religiösen Freiheit durch die Kirche einzumischen.
C-Fam v. 5.2.14
Diese Anmaßung hat hoffentlich einen positiven Nebeneffekt: So manchen Hirten der Kirche, die sich gern in Lobeshymnen auf die Internationalen Organisationen ergehen, die Augen über deren heutiger Ideologisierung zu öffnen.

Satanismus im Vormarsch
Sie haben vor einigen Tagen eine große Fachtagung zum Thema satanische Sekten organisiert. (…) Wie verbreitet ist das Problem?
Brigitte Hahn: Es gibt keine soliden Zahlen, aber deutliche Anhaltspunkte. 2005 gab es unter 1.000 Psychotherapeuten von Krankenkassen im Münsterland und im Ruhrgebiet eine Befragung. 120 davon berichteten von Klienten, die Erfahrungen mit satanistischen Ritualen haben. Umfragen in Rheinland-Pfalz und im Saarland ergaben ähnliche Rückmeldungen. Meine Erkenntnisse beruhen auf zahlreichen Ausstiegsbegleitungen.


Was passiert bei den Ritualen?
Hahn: Die Sekte empfindet sich als auserwählte Rasse und Elite der Gesellschaft, die Satan huldigt. Alle Rituale geschehen zu dessen Ehre. Im Zentrum steht dabei die Gewalt: Je mehr Leid und Gewalt jemand erträgt, desto näher kommt man Satan. Entsprechend dieser Ideologie gibt es Zeremonien, bei denen schon Kinder extremer sexualisierter und anderer Gewalt ausgesetzt sind.


Wann und wo finden satanistische Rituale statt?
Hahn: Vorzugsweise nachts in Privathäusern, Burgen, Schlössern oder im Wald. Und leider versuchen sie auch Kirchen zu benutzen.


Wie kann man Satanisten erkennen?
Hahn: Sie fallen nach außen hin nicht auf und verstecken sich hinter einer völlig bürgerlichen Existenz.

Kath.net v. 26.3.13. Brigitte Hahn ist Sektenreferentin im Bistum Münster, das Interview mit ihr hat KNA geführt.
Erstaunlich, dass dennoch in der kirchlichen Verkündigung kaum jemand – außer Papst Franziskus – vor dem Wirken des Widersachers warnt.

Wie zuverlässig ist Wikipedia?
Wer kontrolliert unser Wissen und wie zuverlässig sind Wikipedia und andere Systeme? Um diese Fragen ging es in einem Seminar während des 3. Christlichen Medienkongresses am 17. Januar in Schwäbisch Gmünd. Wie der Pfarrer und Wikipedia-Beobachter Gerrit Hohage (Hemsbach bei Heidelberg) sagte, ist Wikipedia derzeit die sechstwichtigste Seite im Internet. (…) Er betonte, Nutzer müssten sich dabei allerdings bewusst sein, dass Artikel richtig und objektiv sein können, das aber nicht sein müssen. Das liege daran, dass Wikipedia eine Meritokratie sei; das heißt, dass jemand, der viele Beiträge schreibt, einen besseren Ruf innerhalb des Mediums hat als andere und dessen Stimme im Konfliktfall laut Wikipedia-Regeln schwerer wiegt. (…)Der durchschnittliche Schreiber für das Online-Lexikon ist laut Untersuchungen männlich, zwischen 20 und 30 Jahre alt, unverheiratet und Student mit linksliberaler Einstellung. „Vielschreiber“ verfassten mitunter mehr als 20.000 Bearbeitungen pro Jahr. Nach Einschätzung Hohages ist das kaum möglich, wenn man außerdem noch einer geregelten Tätigkeit bzw. einem Studium nachgeht. Hohage äußerte deshalb die Vermutung, dass einige Vielschreiber von Parteien oder weltanschaulichen Gruppierungen für ihre Arbeit Geld bekämen. (…)Manipulationen würden zwar meist irgendwann aufgedeckt, jedoch reagiere Wikipedia aufgrund ihrer meritokratischen Struktur mitunter ausgesprochen träge. Der Zeitverlust von mehreren Monaten oder z.T. Jahren sei das eigentliche Problem für die Zuverlässigkeit besonders von Artikeln zu aktuellen Themen.
Kath.net v.  21.1.14
Ein wichtiger Hinweis. Denn Wikipedia ist heute fast zum Nachschlagwerk schlechthin geworden: bei Schülern, Lehrern, Journalisten – und bei vielen von uns.

40 Tage Gebet für das Leben
In den Monaten Februar und März lautet der Schwerpunkt der katholischen Kirche in Korea „Lebensschutz“. In diesem Zusammenhang brachte der bischöfliche „Ausschuss für Leben und Bioethik“ zahlreiche Initiativen auf den Weg. Im Mittelpunkt steht dabei die Kampagne „Vierzig Tage des Gebets für das Leben“, die am Aschermittwoch, dem 5. März, beginnt. In allen katholischen Gemeinden sollen die Gläubigen insbesondere für die Abschaffung des „Gesetzes zur Gesundheit von Mutter und Kind“, mit dem 1973 Schwangerschaftsunterbrechungen legalisiert wurden, gebetet werden.
Pro-Life-Info v. 20.2.14
Eine wertvolle Initiative, der sich Christen der meisten Länder, die ebenfalls unter den tödlichen Folgen ähnlicher Gesetze in ihrer Heimat leiden, anschließen könnten. Es geht darum, im heutigen massiven geistigen Kampf die Rüstung Gottes anzulegen. Daher ist auch die Initiative des Wiener Erzbischofs Kardinal Schönborn, ein Jahr des Gebets auszurufen, sehr zu begrüßen.

Jahr des Gebets
Zur Freundschaft gehört Begegnung, und diese erfordert Zeit füreinander. Freundschaft lebt vom Austausch, vom gemeinsamen Gespräch. Die Freundschaft mit Jesus lebt aus dem Gebet. Für Teresa von Avila ist Beten nichts anderes „als Verweilen bei einem Freund, mit dem wir oft und gern zusammen kommen, einfach um bei ihm zu sein, weil wir sicher wissen, dass er uns liebt“. „Einfach beten“: Unter diesem Motto lade ich Sie alle zu einem „Jahr des Betens“ ein, das an das „Jahr des Glaubens“ anschließt, welches mit dem Christkönigssonntag vor einer Woche zu Ende gegangen ist. Es geht mir mit dieser Einladung nicht darum, dass noch mehr Aktivitäten geplant und gesetzt werden. Ganz im Gegenteil: nicht mehr, sondern eher weniger tun! Nicht neue Aktion, sondern mehr Kontemplation. „Weniger ist mehr“. Es fehlt uns nicht am Tun und Unternehmen. Es mangelt uns eher an Zeit zur Stille und zum Gebet, zu Sammlung und Innerlichkeit.
Aus dem Hirtenbrief von Kardinal Schönborn verlesen am 1. 12.13 in der Erzdiözese Wien.

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