VISION 20004/2014
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Einleitung

Artikel drucken (Christof Gaspari)

Ihr werdet meine Zeugen sein … bis an die Grenzen der Erde,“ sind dem Bericht des Evangelisten Lukas zufolge die letzten Worte des Herrn an Seine Jünger, bevor Er in den Himmel auffährt. Ein letzter Appell? Ein Auftrag zur Mission? Ja und nein. Denn Jesus Christus gibt da keine Marschroute vor, sondern Er sagt den Jüngern, was geschehen wird, sobald sie den Heiligen Geist empfangen haben werden. Sie werden gar nicht anders können, als Zeugnis von Ihm zu geben.
Wer sich heute in unseren Ländern umschaut, dem drängt sich die Frage auf: Wo sind sie, die Zeugnis von Jesus Christus geben? Was ist los? Wenn es um das Thema Kirche und Glaube geht, dann fallen den meisten Themen wie: Zölibat, Frauen als Priester, Kommunionempfang von zivil wiederverheirateten Geschiedenen, usw… ein. In letzter Zeit bewegen auch Debatten über den neuen Papst die Gemüter: sein neuer Stil, seine Herzlichkeit, die Hoffnung auf „Reformen“, die viele mit ihm verbinden.
Aber – ehrlich – wann ist Ihnen, liebe Leser, zuletzt jemand begegnet, der Ihnen den Eindruck vermittelt hat, Jesus Christus sei für sein Leben von entscheidender Bedeutung? An dessen Art Sie gespürt haben, dass in ihm der Geist Christi am Werk sein muss? Und wann haben Sie zuletzt liturgische Feiern erlebt, in denen die Gegenwart des lebendigen Gottes greifbar war?
Dass es hier einer Erneuerung bedarf, darauf macht uns Papst Franziskus ununterbrochen aufmerksam. Er stellt uns die Frage: Warum drängt es euch nicht, eure Freude am Evangelium (Evangelii Gaudium) mit anderen zu teilen? Schließlich leben wir ja in einer Welt, die dringend des Zeugnisses bedarf, dass das Leben mehr ist als Sex, Konsum, Karriere und Urlaub. Der folgende Schwerpunkt will zu einem solchen Zeugnis ermutigen.

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