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Wo Jugendliche zum Glauben finden

Artikel drucken Das Jugendtreffen in Pöllau

Seit 25 Jahren gibt es Jugendtreffen im steirischen Pöllau – mittlerweile mit hunderten Teilnehmern: Eine Woche fröh­liches Leben aus dem Glauben, das bei vielen Teilnehmern eine bleibende Freundschaft mit Jesus Christus begründet. Zwei Zeugnisse:

Das erste Mal bin ich im Jahr 2006 mit meiner Familie beim Jungfamilientreffen in Pöllau (die Woche nach dem Jugendtreffen) gewesen, das Jahr darauf beim Jugendtreffen. Meine zwei älteren Brüder und einige Freunde sind schon Jahre zuvor mit unserem Heimatpfarrer dorthin gefahren, und so durfte nun auch ich zum ersten Mal mitfahren.
Beflügelt durch den begeisterten Lobpreis und die tolle Gemeinschaft ist es nicht schwer gewesen „anzukommen“.  Doch sollte sich bald zeigen, dass das Verbindende an diesem Treffen die Fragen des Lebens sind: „Gibt es Gott?“, „Wie kann ich ihn erfahren?“, „Wie mit ihm leben?“.
Im Ersten ist für mich die Erfahrung, dass so viele junge Leute versuchen, den Weg mit Gott zu gehen, die bestärkende Kraft gewesen, es selbst zu versuchen. Ich bin zwar in einer katholischen Familie groß geworden, und so war mir der Glaube vertraut, doch nach der Firmung ist in mir die Frage hochgekommen, „Was nun an dem Glauben dran ist!?“
Doch bei meinem ersten Jugendtreffen habe ich Gott auf vielfältige Weise persönlich erfahren, so z.B. in der Beichte! Dort habe ich echte Befreiung erfahren, Befreiung, die uns wieder strahlen lässt, uns wieder schön macht. Auch in der gemeinsamen begeisterten Anbetung und später im stillen Gebet vor Jesus ist es für mich wichtig gewesen, zu erfahren und zu wissen: Gott ist da! Zu ihm kann ich jederzeit mit meinen Sorgen und Ängsten kommen, und sie vor ihn hinlegen. Er hilft mir und spricht zu mir in der heiligen Schrift und in meinem Herzen.
So ist das Jugendtreffen über Jahre hinweg eine Bestärkung im Glauben gewesen, um dann im Alltag, sei es Zuhause, in der Schule oder am Arbeitsplatz, den Glauben an Jesus zu leben und zu bekunden. Bei mir ist das im besonderen die Schule gewesen, wo ich immer mehr lernen durfte, meinen Glauben zu bezeugen und in dieser Freude zu leben, auch wenn ich damit einer Minderheit angehört habe. Die Kraft dazu kommt von Jesus. Wie Petrus und Johannes in der Apostelgeschichte sagen: „Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben.“
Nach der Matura durfte ich dann mit einem guten Freund den Zivildienst in den Pfarren Pöllau und Pöllauberg verbringen. In dieser Zeit habe ich auch im Hören auf Gott vor 2,5 Jahren die Entscheidung getroffen, ins Kloster zu gehen und Mönch zu werden: Hier im schönen Benediktinerkloster in Seckau in der Steiermark, als „zeitlicher Professe“, sozusagen mit Jesus „verlobt“.  So versuche ich, auf Gott zu hören und immer mehr mit Ihm zu leben. Dieser wunderbare Ort Pöllau mit seinen Treffen ist für mein Leben ganz wichtig geworden.
Auch ist es beim Jugendtreffen schön, dass neben diesen intensiven Zeiten der Gottesbegegnung und der Glaubensvertiefung genügend Zeit für Spaß, Sport und Freundschaften bleibt, oder um einfach in der Sonne zu entspannen. So kann ich nur jeden Jugendlichen einladen, bei diesem Treffen teilzunehmen, um Gott und die Freude am Glauben zu erfahren. Ihr werdet diese wunderschöne Woche im Sommer nie vergessen!     
Br. Benedikt, 22 Jahre


Mehr Freude und
mehr Zuversicht

Es gibt viele Fragen, die sich einer 15-Jährigen jungen Erwachsenen stellen: Werde ich einmal den richtigen Mann finden? Was mache ich nach der Schule? Was werde ich arbeiten? Wie stelle ich mir mein Leben vor? Möchte ich Kinder? In diesem Alter Gott zu begegnen, kann eine verzwickte Sache sein: Plötzlich hat man keine Lust mehr aufs Fortgehen, sondern geht am Samstag Abend zum Gebetskreis. Man fährt lieber mit diesen Freunden zum Weltjugendtreffen als im Sommer in der Stadt zu „chillen“ und shoppen zu gehen. Man hat auch mehr Freude am Leben, mehr Zuversicht, wie sich alles entwickeln wird und dass Gott auf all diese meine Fragen die richtige Antwort finden wird.
Das alles passierte, weil ich zum Jugendtreffen nach Pöllau fuhr. Ich muss zugeben, der erste Eindruck hat mich wirklich „umgehaut“. Hunderte Jugendliche im großen Zelt auf der Festwiese sangen aus voller Brust Lobpreislieder. Bis dahin hatte ich angenommen, in die Kirche gehen nur alte Leute. Schnell fand ich mich in die Gruppe ein, obwohl ich noch niemanden gekannt habe.
Was mich am meisten beeindruckte: Das Zentrum jeden Tages war die Heilige Messe. Bis vor kurzem hatte ich mir kaum vorstellen können, jeden Sonntag in die Kirche zu gehen und hier war jeden Tag die ganze Pöllauer Kirche (und die ist ziemlich groß) voll mit jungen Menschen, die sangen und beteten.
Am Freitag kamen wir zu einem Höhepunkt des Treffens: Wir bekamen eine intensive Einführung in die Beichte mit einem detaillierten Beichtspiegel. Bis jetzt hatte ich dieses Sakrament nie richtig verstanden. Dass Gott mir wirklich die Sünden vergibt und ich als neuer Mensch in mein zukünftiges Leben starten kann, ist ein unglaubliches Gefühl. Wer das zum ersten Mal erleben darf, kann gespannt sein.
Am Samstag gingen über 400 Pöllau-Teilnehmer gemeinsam auf Wallfahrt auf den Pöllauberg. Etwa zwei bis drei Stunden, mit Priestern, Ordensschwestern, dem Bischof… Wir fühlten uns richtig befreit an diesem wunderschönen Sommertag. Oben angekommen, wie sollte es anders sein: Heilige Messe. Wichtiges Detail am Rande: Alle Jugendlichen, die wollten, versammelten sich um den Altar und legten ein Versprechen ab: „Wahre Liebe wartet“. Wir versprachen, uns bis zur Ehe für den einen richtigen Menschen aufzuheben. Ohne Pöllau wäre mir das wohl kaum gelungen.
Nach dem Abschluss am Sonntag war ich ein wenig traurig. Jetzt hatte ich einen kräftigen geistigen Tritt bekommen und sollte zurück in den Alltag? Meine Familie war zwar gläubig, aber viel mehr als ab und zu ein Mess­besuch, ein Tischgebet war nicht da. Über Gott sprachen wir kaum. Meine Freunde waren gar nicht gläubig.
Also machte ich mich daran, einen Gebetskreis zu suchen, regelmäßig – auch öfter als einmal in der Woche in die Heilige Messe zu gehen und jeden Tag zu beten. Aber der gute Vorsatz reicht nicht, man braucht Menschen, mit denen man über den Glauben sprechen, gemeinsam beten und sich austauschen kann.
Heute, 12 Jahre später, bin ich unendlich dankbar, dass mir durch Pöllau die Gnade des Glaubens so intensiv offenbart wurde. Mein Mann, mein stärkster und wichtigster Glaubenspartner, und ich haben eine kleine Tochter. Heuer werden wir das erste Mal zum Jungfamilientreffen fahren. Und wenn sie gefirmt ist, darf sie auch nach Pöllau. Sie wird begeistert sein!       
Theresia, 27 Jahre


Jugendtreffen 2017

Heuer findet das Jugendtreffen in der Zeit vom 11. bis zum 16. Juli statt. Es steht unter dem Motto: Der Mächtige hat Großes an mir getan und Sein Name ist heilig.
Anmeldung: online unter http://jugendtreffen.at
Kontakt: Verein Jugendtreffen Pöllau, 0650 2105 073,
poellau@aon.at

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