VISION 20006/1999
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Leserbriefe

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Jedesmal Freude

Der Tag, an dem Ihre Zeitung mit der Post zugestellt wird, ist für mich jedesmal ein Freudentag. Die Themen sind aktuell, verständlich und facettenreich dargestellt. Ich hole mir viele Argumente für Diskussionen mit "Andersgesinnten". Heutzutage ist es für einen normalen Katholiken äußerst schwierig, Orientierungshilfen für den römisch- katholischen Weg zu finden. Viele Pfarrer und auch Bischöfe betreiben leider eine Lokalkirchenpolitik, die sich nach dem richtet, was die Mehrheit will. So wird die Kirche zu einem demokratisch geführten Verein und ist nicht mehr christokratisch, also auf Christi Willen hin orientiert. Daher will man sich auch nicht mehr an die Weisungen des Heiligen Vaters halten. - Die Hirten werden folglich durch Schafe ersetzt, die nicht in der Lage sind, die Herde zu führen. Ihre Zeitung hingegen hilft, den Blick vom Millimeterpapier der Orts- und Landeskirchen auf die alles umfassende und gleichzeitig liebevolle, auf den einzelnen eingehende römisch-katholische Kirche zu richten. Als besonders positiv empfinde ich auch, daß Sie niemals gehässige oder polemische Töne gegen "Andersgläubige" anschlagen und dennoch ganz klar die wahre Lehre vertreten.

Fiona Czernin , Schloßstraße 40 , A-2551 Enzesfeld


Vision ausdrucken

Über einen Freund wurde ich auf Ihr Medium VISION 2000 im Internet aufmerksam gemacht (Man kann dort seine ganze Aufmerksamkeit den wenigen papsttreuen Publikationen widmen). Ich habe zwar erst einige Artikel gelesen, diese sind jedoch bereits so gut, daß ich Ihnen herzlich dafür danken möchte. Ich werde ein Heft ausdrucken und es in meiner Familie und meinem kleinen Bekanntenkreis publik machen. Da Sie schreiben, daß Sie sich über den Nachdruck Ihrer Texte freuen, hoffe ich, daß dies in Ihrem Sinne ist?

Eduard Pfarr , Ziegelei 5, D-88090 Immenstaad


Jetzt ist sie online

Leider muß ich (gezwungenermaßen) ihre Zeitung, von der ich sehr begeistert bin, abbestellen. Aber ich habe Glück, denn ich habe sie jetzt ja online und kann somit alles hier auf dem PC abrufen und auch ausdrucken. Sonst war's immer ein Problem, denn meine Mutter schmiß die Zeitung oft weg; sie glaubt nämlich fest d'ran, es sei nichts Katholisches. Ich kann ihr's nicht oft genug erklären. War bei Exerzitien in Châteauneuf mit E.Strachwitz und vielen anderen. Jetzt glauben doch meine Eltern glatt, ich wäre bei einer Sekte...

E.G.


Wie verzeiht man?

In VISION 2000 4/99 wurde ein Leserbrief abgedruckt, der mich sehr bewegt hat: "Wie verzeiht man?" Aus meiner Sicht liegen die Schwierigkeiten beim Verzeihen und Vergeben häufig in einer verhängnisvollen Verwechslung begründet. Wir meinen, wenn wir uns zum Verzeihen durchgerungen haben, müßten wir auch vergessen können... Das ist oft nicht möglich - und auch nicht verlangt. Verzeihen zu können, braucht viel Kraft, Willens-Kraft. Im ersten großen Schmerz sind wir dazu meistens nicht imstande. Die bitteren Gefühle sollten zunächst zugelassen werden, damit wir mit ihnen umgehen lernen. Ein verständnisvoller Freund kann hilfreich sein.

Gott hat Zeit. Er wartet geduldig, weil Er weiß, wie wir gebaut sind. Vielleicht könnte dem Briefschreiber folgendes Gebet helfen: "Lieber Gott, laß mich verzeihen können! Ich will es tun, doch ich kann es noch nicht. Geh Du bitte voraus, ich komme nach."

Elfriede Kaltenbrunner , Hörmayrg. 51/16, A-1170 Wien.


So eine Berührungsangst

Bei einem Glaubensseminar von P. Ivancic drückte mir vor kurzem ein Herr Ihre Zeitung - die Sonderausgabe"Esoterik"- in die Hand. ... Ihre Artikel haben mich sehr beschäftigt und auch irritiert. Zuerst und noch immer spüre ich neben der Verwirrung und den vielen Fragezeichen auch einen Zorn: Da kommt wieder so eine ängstliche und Angst machende Tour der Kirche daher, die schon genug Unheil angerichtet hat in meinem Leben! Dieser Angsttour verweigere ich den Eintritt! Und was hier alles unter den Begriff von bedenklicher Esoterik fällt! Mir scheint oft, daß alles, was einem irgendwie fremd und unerklärlich ist, unter Esoterik fällt. Mir kommt im Moment beim Lesen auch der Eindruck von Enge und auch von Berührungsangst mit östlichen Religionen und Philosophien.

Ich bemerke bei mir nun durch Ihre Artikel eine Unsicherheit gegenüber Bachblüten beispielsweise (Bach´s Philosophie verstehe ich ganz anders als in Ihrem Bericht beschrieben); und auch mein Interesse anderen Religionen gegenüber. Möglicherweise ist beides nach seinem Gottes- und Menschenbild zu hinterfragen. Doch will ich mir beide Interessen nicht nehmen lassen.

Allerdings - auf den zweiten Blick erkenne ich auch: Die Unterscheidung der Geister ist eine notwendige Bitte und Gnade unserer Zeit; und ich erkenne und anerkenne auch Ihr Bemühen darin. Ich sehe die Schwierigkeit zwischen sachlicher Aufklärung, die nottut, und dem Vermeiden von Angstmachen. Mir kommt das Ereignis aus dem Neuen Testament in den Sinn: die Apostel (- die Kirche - die ganze Menschheit) in einem Boot mitten im gewaltigen Sturm. Wir sind emsig und voll Furcht beim Wasser-aus-dem-Boot-Schöpfen. Und Jesus - mit uns im Boot - schläft. Er hört und sieht anscheinend nichts. Jesus ist mit uns im Boot. Er ist der Herr über den Sturm und über die Ungeister!

Maria Pittl, A-6176 Völs, Albertistr. 6,


Warum zu Maria beten?

Ich bin evangelischer Christ und erhielt durch "Zufall" die Zeitschrift Vision 2000. Die Beiträge haben mich im Wesentlichen stark berührt. Große Schwierigkeiten habe ich mit dem Beten zu Maria und kann es in der Bibel nicht erkennen, daß wir dies tun sollen. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich will nicht herumhacken auf dem, worauf Menschen, die Christus lieben, Wert legen in ihrem Glauben. Für mich ist Christus der Mittler zwischen Gott und den Menschen und der Fürsprecher beim Vater. Er ist der Hohepriester und trägt mit mir (und jedem anderen) oder für mich Dinge zu Gott. Und Er ist laut Heiliger Schrift doch der, in dem wir allein gerettet werden und es ist dem Menschen kein anderer Name gegeben als der Name Jesus allein.

Mein Anliegen ist aber nicht, Ihnen oben Gesagtes mitzuteilen. Ich wollte es nur auch nicht verdrängen... Ansonsten wollte ich ganz viel Positives schreiben. Mich beeindruckt stark die liebevolle, freiheitliche, klare Art, in der Sie mit dem Thema Esoterik umgehen. Die Fragen sind in solch einer seelsorglichen Tiefe beantwortet und verkünden so klar die Freiheit in Christus wie auch die Gefahr, sich anderen Weltbildern, Göttern und Strömungen zu öffnen. Noch nie habe ich zum Thema etwas in so einer Liebe gehört. Da redet einfach der liebevolle Vater selbst.

Es ist auch das erste Mal, daß ich lese, daß sich über Nachdruck gefreut wird...

Ina Itzek, An der Bahn 16, D-02929 Rothenburg


Leiden an der Kirche

Vorausgeschickt sei, daß ich 1941 geboren bin, seit 1967 - mit der gleichen Frau - verheiratet bin und mit der katholischen Kirche seit jeher verbunden bin. ... Ich bin als Richter in Familienrechtssachen seit über 30 Jahren tätig und habe ... mich immer besonders für die Familie und für die Aufrechterhaltung der Ehe eingesetzt.

Die von seiten des Staates erfolgte laufende Abwertung der Ehe im bürgerlichen Sinn habe ich mit Bedauern verfolgt, aber immer wieder Halt und Gemeinschaft in der Kirche gefunden. Leider hat sich letzteres in der letzten Zeit sehr geändert: Der Streit um das Kirchenvolksbegehren hat mir schlaflose Nächte bereitet, nun ist es die schleichende Aufweichung der kirchlichen Lehre, durch die ich meine Tätigkeit untergraben sehe. Meine Frau und ich haben unseren Töchtern durch Enthaltsamkeit vor der Ehe versucht, Beispiel zu sein - jedoch: "Voreheliche Beziehungen müssen toleriert werden" (Salzburger Erklärung). Es gibt nur eine unauflösliche kirchliche Ehe - jedoch: Segnung von Zweitehen wird von den Pfarren propagiert. Ich habe mich als Richter gegen die Verniedlichung des Ehebruchs ausgesprochen - jedoch: Die Bischofskonferenz akzeptiert die Beseitigung des Scheidungsgrundes. Anstelle des Bußsakramentes werden Bußfeiern abgehalten, ohne klarzustellen, daß dies nicht das Sakrament ersetzt. Die Mißachtung päpstlicher Anordnungen durch die Pfarre will ich gar nicht alle aufzählen.

Ich muß ehrlich sagen, mir ist die Freude, am Sonntag wie bisher regelmäßig die Messe zu besuchen, ziemlich vergangen. Wenn die Segnung der Lebensgemeinschaften oder jener von Lesben und Homosexuellen auch kommen sollte, überlege ich den Austritt aus dieser Kirche.

Der steirische Bischof unterschreibt das Familienvolksbegehren nicht, weil es von einer ÖVP - nahen Organisation mitinitiiert wurde - für das Kirchenvolksbegehren wurde in der Pfarre geworben, für das Familienvolksbegehren nicht!

Ein Trost und eine Hilfe war mir das Buch von Manfred Lütz "Der blockierte Riese", aber wie ich mit der Realität in der Pfarre in der Zukunft zurechtkommen soll, weiß ich nicht. Ich bleibe selbstverständlich Gott und dem Glauben treu, Er wird mich weiter führen, darauf vertraue ich.

Dr. Heinz Lackner , Harterstr. 195, A-8054 Graz


Bestelle sofort ab

Ich habe heute Ihre Zeitung 5/99 erhalten und die Leserzuschrift aus Graz gelesen: "Meine Umkehr hat meine Frau erbetet". Ich finde es unwürdig für Ihr Blatt, einen solchen Unsinn zu veröffentlichen, daher möchte ich die Zeitung ab sofort nicht mehr lesen und ersuche Sie, diese nicht mehr zu senden.

Dr. H. L.

Schade. Das Zeugnis jedenfalls war berührend.


Gott weckt mich

In der Gebetsgemeinschaft "Missionarische Heilig-Geist-Gemeinschaft" der Steyler Missionsschwestern hab ich gelernt, täglich den Heiligen Geist zu bitten: "Komm herab ..." Durch Sein Wirken habe ich viel Gutes erfahren, z.B. das Aufwecken zum Morgengebet macht Er wunderbar! Als Pfarrhaushälterin und Religionslehrerin tätig, ist untertags oft viel los, sodaß morgens, wenn es noch still ist, die gute Zeit mit Ihm ist ... Manchmal werde ich früher munter, manchmal später ... Immer weiß Er, warum Er das so ordnet - Er kennt ja schon alles, was auf mich zukommt an diesem Tag! Heute hatte ich schon um 4 Uhr ein Rendezvous mit Ihm - warum? Weil Herr Pfarrer nicht da war, morgens um 6 Uhr eine Frau gestorben ist, die Telefone heiß liefen ... So konnte ich schon auftanken bei Ihm für die Anforderungen heute ...

Gepriesen sei Er dafür! Er lebt wirklich und wirkt wunderbar, wenn wir uns Ihm vertrauensvoll überlassen - Halleluja!

Rosa M. Panhofer, A-4322, Windhaag 3

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