VISION 20004/2006
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Leserbriefe

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Mehr Info über den Islam

Herzlichen Dank für Ihre Ausgabe zum Thema “Der Islam - eine Herausforderung". Ich vertrete die Ansicht, daß unser christliches Kirchenvolk viel zu wenig oder nicht mit der notwendigen Klarheit über den Islam (und andere Religionen) informiert ist. Diese Information wäre eine Pflicht für alle Kirchenzeitungen und Bildungswerke. Der zweite Schritt im Dienste einer sinnvollen Begegnung mit dem Islam könnte darin bestehen, unsere christlichen Gläubigen dazu aufzufordern, (auch durch Hirtenbriefe?) einen vorbildlichen Lebenswandel zu praktizieren und nicht einem verhängnisvollen Neuheidentum zu huldigen. Was die Marienerscheinungen betrifft, darf ich mir die Bemerkung erlauben, daß die regelmäßigen süßen Worte (auf der letzten Seite der VISION) aus dem nicht anerkannten Medjugorje der Verbreitung Ihrer so wertvollen kirchentreuen Publikation nicht dienlich sein dürften. Die ernsten Worte zur Umkehr aus La Salette oder Fatima besitzen größere Aktualität.

Dipl.Ing.Thomas Wechs jr., D-86152 Augsburg


Eine Freude

Es ist mir eine Freude, wenn ich Ihre Zeitschrift in die Hand bekomme. Sie belehrt, frischt auf, ermutigt und bestärkt. Mir ist aufgefallen, daß mich besonders die Artikel von Christof Gaspari ansprechen. Sie treffen in mein Herz und sprechen jene Sprache, die ich verstehe und selber in mir fühle. Wenn ich diesen Namen genannt habe, so soll es keinesfalls die anderen abwerten.

Margarete Habarta, A-6410 Telfs


Der letzte Schwerpunkt - zu einseitig

Ich beziehe mich auf einige Artikel in der Ausgabe 3/06, in der eines der Hauptthemen die Berufung der Frau war. Ich habe die Beiträge mit gemischten Gefühlen gelesen. Grundsätzlich stimme ich den Inhalten zu. Was mir allerdings nicht gefallen hat, sind die durch die einseitige Ausrichtung der Artikel unterschwellig entstandenen Schuldzuweisungen an die Frauen. Die Stellung der Männer und ihre Verantwortung den Frauen und Kindern gegenüber wurden kaum betrachtet.

Die Frauen haben zum ersten Mal in unserer Zeit die Möglichkeit, sich selbständig, von den Männern unabhängig zu machen und ihnen zu zeigen, daß sie keine Wesen minderer Qualität sind. Leider geht das zu Lasten der Kinder! Statt den Frauen die Schuld in die Schuhe zu schieben, wäre es notwendig, daß die Männer beginnen, ihre Haltung den Frauen gegenüber in der gesamten Geschichte bis heute zu überdenken und ich würde mir sehr wünschen, daß Sie in ihrer Zeitschrift dazu mit beitragen.

(...) Den Männern kommt ebenso Verantwortung zu und wenn sie sich dieser Verantwortung stellen, werden sie wahrhaft männlich sein. Dann werden sich ihre Frauen geborgen fühlen und es wird ihnen leichter fallen, sich ihren Männern unterzuordnen und den Kindern hinzugeben. Einseitige Schuldzuweisungen werden nicht dazu beitragen, die Harmonie zwischen den Geschlechtern wiederherzustellen und ich glaube auch nicht, dass das Ihre Absicht gewesen ist.

Beatrice Bäuml, A-2201 Gerasdorf bei Wien, beatrice.baeuml@aon.at

Der letzte Schwerpunkt war dem Thema Kind gewidmet und hat die besondere Bedeutung der Mutter hervorgehoben. Daß mütterliches Engagement wesentlich von der Haltung der Männer beeinflußt ist, war Thema von VISION 6/05 (“Väterliche Männer").


Habe das letzte Heft intensiv gelesen...

Es ist mir einfach heute ein Bedürfnis, Danke zu sagen für Ihre Arbeit. Soeben habe ich das Heft 3/2006 etwas intensiver durchgelesen und mich ganz egoistisch in die Rollen der einzelnen Schreiber versetzt und bemerkt, was eigentlich alles für mich stimmt!

Einige Beispiele:

* Hand- oder Mundkommunion: ich bin dankbar über jeden, der nicht be-/verurteilt, da ich seit einiger Zeit nicht mehr leicht knien kann!

* Sakrileg: ich habe mir den Film gestern ganz bewußt als praktizierender Katholik und mit meinem zwölfjährigen (!) Sohn angesehen. Dazu ein besonderes Erlebnis: Ich ging also zur Kinokasse, um zwei Karten für die 14 (!)Uhr-Vorstellung zu kaufen. Auf die Frage nach dem Alter des Sohnes antwortete ich wahrheitsgemäß: “zwölf". Ich war sehr beeindruckt, daß der junge Mann an der Kassa keine Karten ausstellt, sondern - mein Anliegen beachtend - den Manager anrief, um rückzufragen. Wir durften den Film sehen! Es war in vieler Hinsicht ein tolles Erlebnis! Mein Jüngster war fasziniert, wie man mit Ehrlichkeit zu seinem Ziel kommt! Ebenso hat er genossen, mit seiner Mutter ins Kino zu gehen in dem Wissen, alleine wäre das nicht gegangen! Er gab zu, daß zweimal zumindest meine Anwesenheit sehr gut war (solche Erlebnisse haben Kinder vor dem Fernseher kaum!). Wir haben (bzw. werden) intensive Gespräche über Gott, Jesus, Geschichte, Kultur, Irrglauben, Interpretationen... führen können.

* Aufruf zum Beten des “Engel des Herrn": super! Selbst wenn man den Text nicht versteht, die Gefahr einer Manipulation (vgl. S.15: Ich kann und darf den Koran lesen!) besteht meiner Meinung nach nicht!

* “Berufen zur Mutterschaft" und “Kein leichter Abschied vom Karrieredenken": meine persönliche Situation ist auch geprägt von lauter Dingen, die eigentlich nicht so geplant waren, aber doch die Erfüllung von eigenen Gebeten sind - allerdings zu meinem Vorteil (auch wenn ich diesen nicht immer oder noch nicht sehe!).

* Geht - und macht Freude!....möchte ich wirklich auch versuchen!!!

Elisabeth Heinrich, elisabeth.heinrich@chello.at


Auch unsere Kinder lesen VISION

Wir möchten bei dieser Gelegenheit auch einmal schreiben, daß wir sehr viel von VISION 2000 für unser Familienleben profitieren. Wir Eltern lesen die Zeitung meistens zur Gänze. Aber auch unsere Kinder lesen sehr viel davon (für bisher fünf sind die Beiträge brauchbar, die anderen drei sind noch zu klein). Besonders freuen uns immer wieder die Beiträge von Christa Meves und die Portraits.

Alois Wolfmayr, A-4594 Grünburg, alois@wolfmayr.org


Sucht - Sehnsucht

Es ist allgemeine Erkenntnis, daß jede Sucht aus der Sehnsucht nach bleibendem Glück entspringt. Jeder Süchtige ist daher eine ernstzunehmende Anfrage an uns alle. Es genügt nicht die Feststellung, daß “jeder Mensch durch Erfahrung klug werden muß". Werden wir nicht müde, die Alternative “schmackhaft" zu machen: Aus dem Vertrauen auf Gottes Liebe den Anfängen zu wehren, um nicht eine “Talfahrt auf Gefühlen des kurzfristigen Glücks" zu provozieren.

Das vertrauliche Gespräch mit dem Schöpfer und Erlöser ist zur Überlebensnotwendigkeit geworden; eigentlich schon immer gewesen. Ermutigen wir die jungen Menschen, in der Versuchung um Gottes Hilfe zu bitten und unglaubliche Wunder werden sich in unseren Familien ereignen ...

Der Friede, den der Auferstandene wünscht, ist mit dem Dienst der Versöhnung verwirklicht. Unseren Priestern können wir nicht genug danken, daß sie uns Gottes vergebende Liebe in der Beichte erschließen. Wir müssen uns wirklich ernstlich fragen, warum dieses Sakrament der Liebe so wenig geliebt wird.

Gebhard Blesl, A-8045 Graz


Hand- oder Mundkommunion

In Vision 3/2006 beruft sich Herr Helmut Arz auf das apostolische Dokument “Instruktion Redemptionis Sacramentum", wenn er die Handkommunion rechtfertigen will. Betrachten wir den angeführten Textausschnitt etwas genauer, vor allem aber ohne Lücken: “92. Obwohl jeder Gläubige immer das Recht hat, nach seiner Wahl die heilige Kommunion mit dem Mund zu empfangen, soll in den Gebieten, wo es die Bischofskonferenz erlaubt und der Apostolische Stuhl rekognosziert hat, auch demjenigen die heilige Hostie ausgeteilt werden, der das Sakrament mit der Hand empfangen möchte. Man soll aber sorgfältig darauf achten, daß der Kommunikant die Hostie sofort vor dem Spender konsumiert, damit niemand mit den eucharistischen Gestalten in der Hand weggeht. Wenn eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion den Gläubigen nicht auf die Hand gegeben werden."

Die Form der Handkommunion ist also keine generelle Erlaubnis oder gar Empfehlung!

“90. Die Gläubigen empfangen die Kommunion kniend oder stehend, wie es die Bischofskonferenz festgelegt hat", deren Beschluß vom Apostolischen Stuhl rekognosziert werden muß. “Wenn sie stehend kommunizieren, wird empfohlen, daß sie vor dem Empfang des Sakramentes eine angemessene Ehrerbietung erweisen, die von denselben Normen festzulegen ist."

Betrachten wir neutral die Früchte der Handkommunion, wage ich in Liebe und Respekt anzumerken, daß diese angemessene Ehrerbietung größtenteils zu fehlen scheint. Damit will ich niemandem etwas unterstellen, der ein deutliches Zeichen der Ehrerbietung, wie es der Papst fordert und was für jeden gläubigen Katholiken selbstverständlich sein sollte, unterläßt. Auch wenn es in erster Linie auf die “innere Haltung" ankommt, muß sich doch jeder fragen, wer oder was ihn davon abhält, diese Haltung nach außen zu bekennen! Schlußendlich sind wir Christen dazu berufen, Zeugnis abzulegen, oder?

Heinz W. Schmidt

Danke für diese Ergänzung. Wir schließen mit diesem Beitrag aber die Debatte über das Thema ab.


Gott hat sie nicht so erschaffen

Wir beziehen schon seit vielen Jahren VISION 2000 und sind dankbar dafür, daß es eine solche Zeitschrift gibt. Schon öfter hatten wir das Bedürfnis, Ihnen dies mitzuteilen und Sie für die weitere Arbeit zu ermutigen. Nun hat gerade der Leserbrief “Gott hat sie so erschaffen ..." als Auslöser fungiert. Das Thema “Homosexualität" wird in der Öffentlichkeit sehr kontroversiell diskutiert und von verschiedensten Gruppierungen jeweils für ihre Absichten mißbraucht. Aber was stimmt überhaupt? Wir waren erstaunt, zu hören, daß eine ganze Reihe von Fachleuten (Ärzte, Sozialpsychologen, Psychotherapeuten) der Meinung sind, daß Homosexualität nicht erblich angelegt ist, sondern eine Entwicklungsstörung darstellt, die eine Verletzung der Seele und als solche auch behandlungsfähig und heilbar ist.

Es stimmt, daß diese Menschen oft sehr leiden. Wenn man Aussagen ehemaliger Homosexueller Glauben schenkt, dann besonders auch deshalb, weil die Diskrepanz, die sie in ihrem Fühlen verspüren, durch ein “erbliches Argument" eher verstärkt und nach einer möglichen seelischen Verletzung als Ursache nicht mehr gesucht wird. Vielleicht wünschen sich viele echte Hilfe, die ihnen durch eine Einstellung “so sind sie eben erschaffen" ebenso verwehrt wird, wie durch Be- und Verurteilen.

A.u.S.Teuschler, anton.teuschler@utanet.at

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