VISION 20004/2006
« zum Inhalt Zeitgeschehen

Pressesplitter kommentiert

Artikel drucken

Homo-Denkmal

Wien wird 2007 einen “Rosa Platz" bekommen. Der im Vorjahr ausgeschriebene Wettbewerb für ein Mahnmal der homosexuellen und transgender Opfer des Nationalsozialismus ist entschieden. Verwirklicht wird der Entwurf von Hans Kupelwieser, der ein 20 auf 20 Meter großes Becken mit rosa Wasser vorsieht. Errichtet wird die Skulptur am Morzinplatz vor der Ruprechtskirche.

(...) Man wolle auch ein Zeichen in die Zukunft und gegen die heutige Diskriminierung von Homosexuellen setzen, unterstrich SP-Frauenstadträtin Sonja Wehsely. Ausgewählt wurde das insgesamt 310.000 Euro teure Projekt vom Beirat für “Kunst im öffentlichen Raum" in Zusammenarbeit mit Vertretern von Homosexuellen- und Transgender-Organisationen.

Die Presse v. 15.5.06


Klar, daß dieses Denkmal nicht vergangenheits-, sondern zukunftsorientiert ist, als Beitrag zur Gewöhnung an die Alltäglichkeit des Perversen, das uns bald verordnet werden wird:

Importierte Homo-“Ehen"

Zum Abschluß der Notarentage referierte (die Grazer Zivilrechtsprofessorin Brigitta) Lurger ... über “Zukunftsperspektiven für das europäische Familien- und Erbrecht" - und belebte die Diskussion über die Homo-“Ehe" (...) Lurger zufolge muß das, was für das Namensrecht gilt, umso mehr für den Status als registrierte Partnerschaft gelten: “Macht ein Paar von der Freizügigkeit Gebrauch, verliert es aber in einem andere Land seinen Status, ist das zumindest die gleiche Behinderung der Freizügigkeit wie beim Namensrecht, wenn nicht eine größere", so Lurger zur Presse.

Für beide Bereiche - Name und Status - gelte nun das Anerkennungsprinzip, wonach überall akzeptiert werden müsse, was in einem der Mitgliedstaaten anerkannt ist. Sobald einmal die Anerkennung ausländischer Partnerschaften geklärt ist, stellt sich sofort die Frage, wie lange sie noch inländischen Paaren versagt werden kann. Der Verfassungsgerichtshof verbietet Inländerdiskriminierungen unter Berufung auf den Gleichheitssatz.

Die Presse v. 24.4.06

“Segensreiche" Logik der EU: Wenn Spanien “Homo-Ehen" legalisiert, muß Österreich nachziehen, sobald spanische Homosexuelle die Anerkennung ihrer Paarbeziehung bei uns einklagen. Ob wir uns auf diesem Weg auch den legalisierten Kindesmißbrauch einhandeln werden?


Auch Pädophile fordern ihre Rechte

In den Niederlanden wollen sich Pädophile in einer Partei politisch organisieren, um Sex schon mit Zwölfjährigen zu legalisieren. Auf lange Sicht streben sie sogar eine gänzliche Abschaffung der Altersgrenze für Sex mit Minderjährigen an, die derzeit in den Niederlanden bei 16 Jahren liegt. (...) Neben der Herabsetzung der Altersgrenze für Sex und der sexuellen Aufklärung bereits von Kleinkindern setzt sich die Organisation dafür ein, daß der Besitz von Kinderpornographie legalisiert wird. Außerdem will sie erreichen, daß pornographische Filme auch tagsüber im Fernsehen gezeigt werden dürfen und Sex mit Tieren erlaubt wird.

Der Stern v. 30.5.06


Klingt selbst in den Ohren abgebrühter Zeitgenossen nach absolutem Wahnsinn, gleiches hätte vor 30 Jahren allerdings für die “Homo-Ehe" gegolten. Aber dem Irrsinn scheinen ja heute keine Grenzen gesetzt:

Grundrechte für Menschenaffen

Geht es nach Spaniens Sozialisten, dann sollen künftig auch Menschenaffen Grundrechte zuerkannt werden. Weil die Menschenaffen “genetische Gefährten der Menschheit" seien, haben sich die Parteifreunde von Ministerpräsident Zapatero die Forderungen der internationalen Initiative “Projekt Menschenaffen" zu eigen gemacht.

Die vor acht Jahren gestartete Initiative wird mittlerweile von Wissenschaftlern an 70 Universitäten unterstützt. Diese verlangen die Anerkennung eines “Rechts auf Leben", eines “Rechts auf Freiheit" und eines “Rechts auf körperliche Unversehrtheit" von Primaten.

Die Tagespost v. 6.5.06

Recht auf Leben für Menschenaffen - gefordert von der geistigen Elite - zu einer Zeit, in der ungeborenen Kinder das Lebensrecht aberkannt wird!


Keine Entwicklung ohne Scham

Schamszenen sind alltäglich. So häufig Scham ist, so verschiedenartig sind ihre Auslöser. Man schämt sich für eine wahrgenommene Schwäche, einen Fehler, einen Defekt, einen Makel, und zwar vor den realen oder den verinnerlichten anderen. Plötzliches Sehen wie auch Gesehenwerden hebt die Schranke zwischen den intimen Bereichen zweier Personen für einen Moment auf. Die dabei entstehenden Schamgefühle von Betrachter und Objekt sorgen für die Wiedereinsetzung der Grenze zwischen den Beteiligten. Da Schamgefühle die Grenze zwischen dem selbst und dem anderen bezeichnen, sind sie ansteckend; das Teilhaben an einer Schamszene löst gleichfalls Scham aus. In Alltagsszenen wird das jeder bereits erlebt haben: Das Betreten eines unverschlossenen Badezimmers oder einer Toilette, die besetzt ist, der flüchtige Eindruck, jemanden bei etwas “erwischt" zu haben, das verborgen bleiben sollte.

Scham - in Maßen - ist die Hüterin des Selbst und der Selbstgrenzen; sie ist das Gefühl, ohne das es keine persönliche Weiterentwicklung und keine glückende Psychotherapie gibt, keine Identität und kein gesundes Streben nach Autonomie.

Psychologie heute, Mai 2006

Schön, dies in einer Zeit um sich greifender Schamlosigkeit aus “Experten"munde zu hören.


Unfaßbares Wüten der Roten Khmer

Dem Staat “Demokratisches Kampuchea" der Khmer Rouge fielen von 1975 bis 1979 1,7 bis zwei Millionen Kambodschaner zum Opfer. Sie wurden in sogenannten Säuberungswellen umgebracht, die der Eliminierung vermeintlicher Feinde galten, sie starben an Überarbeitung, verhungerten aufgrund von Mangelernährung oder erlagen Krankheiten, für die es keine Ärzte mehr gab, weil diese ebenfalls - wie die gesamte Intelligenz des Landes - umgebracht worden waren. De facto war Kambodscha in diesen Jahren des zügellosen Terrors ein einziges Zwangsarbeitslager. Es herrschte nackte Willkür. Die Zahl der Opfer entsprach über 25 Prozent der damaligen Bevölkerung. Erst Anfang 1979 wurden Pol Pots Mörder durch die vietnamesische Invasion vertrieben. Es dauerte noch einmal 20 Jahre bis die internationale Gemeinschaft den Wunsch äußerte, den Massenmord der Roten Khmer zu ahnden. (...)

Die Tagespost v. 23.5.06


Ein Viertel der Bevölkerung ausgelöscht - von der Weltöffentlichkeit kaum wahrgenommen bzw. verdrängt (das Khmer-Regime sogar von der UNO anerkannt)! Ebenso verdrängt das Massenschlachten in der Türkei:

Völkermord an Armeniern

Am 24. April gedenken die armenischen Christen jährlich der furchtbaren Verfolgung vor 90 Jahren. In den Jahren 1915 und 1916 fielen 1,5 Millionen Armenier dem Genozid und der kompromißlosen Türkisierungspolitik des Osmanischen Reiches zum Opfer. Bereits 20 Jahre vorher war es 1895/96 unter Abdül-Hamid zu grausamen Massakern gekommen und im Jahre 1909 wurden in Kilikien 30000 Armenier bei einem Pogrom getötet.

Vor dem Hintergrund eines intendierten Beitritts der Türkei in die EU kann nicht nachdrücklich genug an die erschütternden Ereignisse erinnert werden. (...) Für hunderttausende Deportierte ließ die Jungtürkische Regierung entlang der neu gebauten Berlin-Bagdad-Bahn Konzentrationslager errichten. Die beim Wegebau eingesetzten Männer wurden nach vollbrachter Arbeit erschossen.

(...)Im Frühling des Jahres 1916 begann die letzte Phase des Genozids an den Armeniern, dem ältesten Christenvolk der Welt. Die Todesmärsche durch die Wüste erreichten im Herbst ihren Höhepunkt. 250.000 Menschen, welche die Qualen der Vertreibung überlebten, wurden von Soldaten in Höhlen gepfercht, deren Eingänge bewacht waren, und dort verbrannt. Dem Tod in Deir-es-Sor, dem Konzentrationslager in der Wüste, entkamen nur ein paar Kinder. Sie überlebten durch Kannibalismus...

Die Tagespost v. 22.4.06

Massenmorde im gesamten 20. Jahrhundert, wenn man weiters an die Millionen Opfer der Nazis oder der kommunistischen Gewaltherrschaft im Ostblock und in China denkt. Kein Jahrhundert unaufhaltsamen Fortschritts also, hin zu einer besseren Welt , wie uns oft suggeriert wird.


Spezialist für Beziehungen

Die Caritas ist ein Teil der katholische Kirche... Ganz egal, wo man den Reality-Check der Caritas ansetzt, immer kommt ein Lob heraus. Für die Gewerkschaft ist die Caritas ein “Partner". Sie war das erste Sozial-Großunternehmen, mit dem man einen Kollektivvertrag zustande brachte und insofern ein Vorbild für andere Institutionen. Daß die Bezahlung der Pfleger und Heimhelfer, Betreuer und Sozialarbeiter dennoch nicht überragend ist, weiß man auch selbst. Das hänge aber, so der Generalsekretär Stefan Wallner, damit zusammen, daß man “in weiten Bereichen Preisnehmer der öffentlichen Hand" sei.

Zumindest gleich gut, wenn nicht sogar besser als bei der Konkurrenz ist die Mitarbeiterzufriedenheit - in fordernden Berufsfeldern wie Altenpflege das Um und Auf. Selbst Werner Vogt, kritischer Pflege-Ombudsmann der Gemeinde Wien, bemerkte, daß es in Caritas-Heimen “eine geringere Fluktuation als anderswo gibt, obwohl die Bezahlung eine Spur schlechter ist als bei der Gemeinde". Der einfache Grund für das “Top-Ranking": der katholisch-ideologische Zugang, das Prinzip der gelebten Nächstenliebe.

Was andere, weltliche Unternehmen mit künstlich erzeugten “Unternehmensphilosophien" erst schaffen müssen, ist hier im Übermaß vorhanden: Motivation. Das hat natürlich auch unmittelbare Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit. “Die Heime sind vielleicht nicht auf dem architektonisch letztem Stand", urteilt Vogt. “Aber sie erzeugen eine relativ hohe Lebensqualität, es herrscht hohe Zufriedenheit. Man nimmt sich bei der Caritas einfach mehr Zeit für Beziehungen."

Trend 1/2006


Gebrauchsanweisung für die Erde

Das Internet, wie es heute existiert, gleicht wirklich einem Haufen - aber nicht von Information, sondern von Nachrichten oder Sätzen, von denen eine riesige Menge wertlos ist, weil sie falsch oder unsinnig sind. Der allergrößte Teil des Internets ist falsch - wie in allen anderen Massenmedien auch. (...) Es tut mir leid, aber man muß es einfach sagen: Wir leben in einem Irrenhaus. Das meiste, was Leute als Faktum annehmen, ist entweder falsch oder irrelevant. Das worüber die Männer in Europa im Moment am meisten wissen, ist Fußball. Wobei es nicht so ist, daß Sport absolut unwichtig oder unsinnig wäre, aber es hat wenig mit unseren dringenden Problemen, mit Krieg und Hunger, zu tun.

(...) Die meisten wissen ohnehin ziemlich genau, was sie tun müssen oder sollen. Die Leute, die ein Auto mit 400 PS kaufen, wissen, daß es absolut unnötig und dumm ist, daß ein Auto 250 Stundenkilometer fahren kann. Und wir alle wissen, was wir mit unserem Klima anstellen und daß die Erde, wie wir sie kennen, in 200 Jahren oder schon früher nicht mehr existiert. All diese Schwierigkeiten sind nicht darauf zurückzuführen, daß wir irgendetwas nicht wissen. In einem gewissen Sinn brauchen wir auch keine Forschung - zumindest nicht für Fragen wie ethisches Verhalten, Freundschaft, Gnade oder Gerechtigkeit. Wo ist sie also, die Gebrauchsanweisung für die Erde? Das ist die Bergpredigt. Wenn sich auch nur die Christen daran hielten, sähe unsere Welt anders aus.

Joseph Weizenbaum, Jude, Pionier der Computertechnik, Kritiker überzogener Wissenschafts- und Computergläubigkeit in “Die Furche" 20/06


Aids und Enthaltsamkeit

Mehrere Studien haben gezeigt, daß Kondome die Menschen in falscher Sicherheit wiegen: Sie meinen, damit vor Aids geschützt zu sein, und ändern ihr sexuelles Verhalten nicht. Die Unsicherheit der Kondome wird weitgehend verschwiegen.

Dabei feierte man im afrikanischen Uganda die Enthaltsamkeit vor der Ehe als beste Anti-Aidsstrategie. Dort sank die Aidsrate in den letzten 10 bis 15 Jahren um mehr als die Hälfte. Immer mehr Jugendliche verpflichten sich zur Enthaltsamkeit vor der Ehe. Über die Erfolgsstory der Aidsbekämpfung in Uganda, die vor rund 15 Jahren gestartet wurde, berichtete auch die Washington Times. Die Enthaltsamkeit spielt eine maßgebliche Rolle in der Kampagne.

Heute sind nur mehr 6% der Einwohner Ugandas im Alter von 15-49 Jahren HIV-positiv, in den frühen 90er Jahren waren es über 15%. 1991 waren 21% der schwangeren Frauen mit dem HI-Virus infiziert, zehn Jahre, später waren es nur mehr 6%. (...)

Da insbesondere der katholischen Kirche vorgeworfen wird, sie sei durch die strikte Ablehnung von Kondomen für die Verbreitung von Aids verantwortlich, hier einige eindrucksvolle Zahlen. Sie lassen erkennen, daß es falsch ist, auf die Fürsprecher der globalisierten Verhütungsmittelindustrie zu hören und daß der Papst nicht der Schuldige ist, wenn er der “Kultur des Todes" widersprach.

Komma 32, 2006

Eine nützliche Argumentationshilfe für Befürworter der kirchlichen Sexuallehre, wenn wieder einmal wo behauptet wird, das einzige Mittel gegen Aids seien Kondome.

© 1999-2022 Vision2000 | Sitz: Hohe Wand-Straße 28/6, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich | Mail: vision2000@aon.at | Tel: +43 (0) 1 586 94 11